EVE Online will das MMORPG sein, das alle spielen, wenn China den Weltraum erobert

Der Chef des Sci-Fi-MMORPG EVE Online, Hilmar Veigar Pétursson, spricht in einem Interview über die Zukunft von EVE. Offenbar stehen riesige Schlachten auf dem Plan und die chinesische Raumfahrt könnte eine wichtige Rolle spielen.

Darüber spricht Pétursson: Die Kollegen von venturebeat haben mit dem Chef von EVE Online ein Interview geführt, kurz nach der Games Developer Conference (GDC). In diesem stellten sie Pétursson einige Fragen über eine neue Technik, die EVE unterstützen soll.

Es ging dabei hauptsächlich um die Aether Engine und dem zugrundeliegenden Hadean OS. Beide sollen EVE Online dabei helfen, die für das MMORPG so ikonischen Massenschlachten noch besser bedienen zu können.

https://youtu.be/5bMb68y2mv4

Die Aether Engine wurde während der GDC bereits getestet. In dem Test traten über 10.000 Schiffe in einem Deathmatch an, wobei fast 4000 Spieler an der Schlacht teilnahmen. Das sei aber wohl nur der Anfang:

Wir hatten die größte Schlacht in EVE Online letztes Jahr, mit 6400 Leuten in einer Schlacht. Wir hoffen nun auf 10.000. Wir erwarten, dass wir viel über die Möglichkeiten der Engine lernen, etwas, auf das wir uns konzentrieren müssen. Ich hoffe, wir finden damit das nächste Zeitalter der technischen Evolution für EVE, wie ich es nenne.

Pétursson auf venturebeat
EVE Online Chef von CCP Hilmar Veigar Pétursson
Der Chef von CCP, Hilmar Veigar Pétursson. Bildquelle: venturebeat.

So sollen die Zukunftspläne gelingen: Pétursson sprach auch darüber, wie das alles in Zukunft funktionieren soll. Er träumt von einem System, das aus dem Hadean OS und dem kürzlich vorgestellten Stadia von Google besteht:

Was wir mit Hadean machen und was Google da tut, sind zwei komplementäre Dinge. Diese Dinge gemeinsam würden es erlauben, wirklich coole Sachen einzufädeln. Eines der Elemente der Flottenkämpfe von EVE ist, dass Leute daran interessiert sind, teilzunehmen.

Aber wenn du twitterst: „Eine EVE-Schlacht geht grade ab!“, ist der Weg zur Teilnahme erst einmal den Client herunterzuladen, einen Account zu erstellen und den Ort der Schlacht zu finden. Ich habe oft über „deep linking“ gesprochen, wo du bei einer Flottenschlacht einfach einen Link twitterst, Leute klicken drauf und sind sofort dabei.

Pétursson auf venturebeat

Die Grenze für eine solche Technik sieht Pétursson dabei deutlich höher. Er träumt von „so etwas wie 100.000 Spielern“, die an den Kämpfen teilnehmen oder ihnen zuschauen können.

Google Stadia Logo

Warum sind die Chinesen so wichtig? Im Interview spricht Pétursson auch darüber, dass die aktuellen politischen Entwicklungen der Welt einen Vorteil für EVE haben könnten. Konkret nennt er die Bemühungen der chinesischen Raumfahrt:

Elon Musk und Jeff Bezos betreiben For-Profit-Unternehmen, um in den Weltraum zu kommen. Das wurde von Science Fiction zu Science Fact. Ein Weltraum-Spiel wie EVE Online ist deutlich näher an unserer aktuellen Realität. […]

Wenn ein Land wie China seine Augen auf den Weltraum richtet, denke ich, dass das auch Amerika zurück ins „space race“ bringt. Wir haben das legendärste Space-MMO überhaupt. Ich denke, es gibt eine große Chance für EVE, einen neuen Aufschwung in Sachen Wachstum zu bekommen.

Pétursson auf venturebeat
EVE Online Frostline 2

Die neuen technologischen Errungenschaften böten neue Möglichkeiten für EVE, mit einer verbesserten Erfahrung für neue Spieler und Streaming-Diensten.

So geht es mit EVE weiter: Ein wichtiger Schritt in der Entwicklung von EVE Online sei auch gewesen, dass der koreanische MMO-Riese Pearl Abyss (Black Desert) CCP 2018 übernommen hat.

Black Desert EVE Online
EVE Online gehört nun den Machern von Black Desert

Laut Pétursson sehe man die Zukunft des Gamings im Westen bereits heute in Korea:

Koreanische Firmen leben in der Zukunft. […] Die koreanische Gesellschaft und Games kamen viel weiter als der Westen. Gaming ist so integriert im koreanische Leben. […]

Während meiner Karriere, die nun fast 20 Jahre dauert, konnte man sehen, was so in Korea abgeht. Und fünf Jahre später passierte das dann bei uns. Schau dir eSports an, Free2Play oder sogar MMOs im Allgemeinen. […] Die Rolle, die Lineage in der koreanischen Kultur spielt ist viel größer als das, was WoW für den Westen bedeutet.

Pétursson auf venturebeat
Müssen MMORPGs das Massively streichen, um wieder Erfolg zu haben?

Ähnlich sprach Pétursson auch schon im September 2018 über den aktuellen Mobile-Trend. EVE Online ist bereits für Mobile-Plattformen geplant und laut Pétursson sogar bereits gut entwickelt. Ob seine Behauptung sich bestätigt, dass etwas was vor fünf Jahren in Korea war später zu uns kommt, wird sich noch zeigen.

Quelle(n): venturebeat
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qmail

Ich habe das Spiel einige Zeit sehr (!) intensiv gespielt. Eigentlich ist es wirklich gut gemacht aber das erzwungene PvP hat mich dann zum Aufhören bewegt. Das Spiel belohnt „Diebe“. So wird das Spiel nie für die Masse funktionieren – IMHO

Stöpsel76

Das Spiel belohnt Diebe?
Dann werde zum Dieb.

EvE war noch nie ein Game für die „Masse“ und wird es auch nie.
Dafür sind die Einstiegshürden viel zu hoch.
Egal was Pètursson auch sagt.
Die Anfängerguids, die man zwingend lesen sollte wenn man keine Hilfe an der Hand hat, sind sehr zahlreich und vor allem trockene „Lektüre“.

Hast du Space im 0 musst du es verteidigen.
Das ist der Charakter des Nullsektors.
Willst du Space mußt du Aktiv werden.

Hans Dampf

solange nichts an dem skillsystem geändert wird, wo man jahre braucht um alles abdecken zu können. das pvp müsste auch mal generalüberholt werden, genau wie highsec u wurmloch.

so wie das spiel jetzt ist wirds nur die 20-30k hardcoregamer wie seid 15 jahren geben und niemals mehr, geschweige 100k+.

Stöpsel76

Wtf … Wer will denn schon alles abdecken?!

Seska Larafey

Was träumt er nachts? Man kann nicht Süd-Korea als ein Beispiel für die ganze Welt nehmen

Süd-Korea ist von dem Ausland abhängig und nehmen wir an die Länder werden auch wie Süd-Korea, wer versorgt uns mit Essen und Trinken?

Ein Maus click und Amazon liefert es frei Haus?

Wie viel Lebensmittel und Ressource und so weiter Importiert das Land um sein Status Quo aufrecht zu halten? Die Antwort darauf ist worauf ich anspiele

Süd-Korea hat einen dichten Netzwerk von Technologie.. Aber „Chips“ kann man nicht essen, Öl nicht trinken

Das hat z.b. Russland erkannt und seine Landwirtschaft wieder gestärkt als es am zerfallen wahr, damit die einigen Leute nicht verhungern oder auswandern, nur so als Beispiel. Das geht natürlich nur dort wo Landmasse frei für Landwirtschaft und co ist.

Aber das ist Politik, keine Spiele. Sorry, der Mensch braucht essen und trinken usw

edit:
Wenn mehr Leute im Land zocken, wer bezahlt die Rechnungen des Landes? Irgendjemand muss Geld verdienen. Deswegen „Verlagerung der Spieler“

Coreleon

Wir waren beim Gaming … Oo

Seska Larafey

[quote]Wenn ein Land wie China seine Augen auf den Weltraum richtet, denke ich,
dass das auch Amerika zurück ins „space race“ bringt. Wir haben das
legendärste Space-MMO überhaupt. Ich denke, es gibt eine große Chance
für EVE, einen neuen Aufschwung in Sachen Wachstum zu bekommen.[/quote]

Nun ja, was hat der Space Race mit Eve Online zu tun? Also er hat damit angefangen 🙂

Snowblind

Ich denke er meinte damit die Aufmerksamkeit geht wieder Richtung Weltraum. Aktuell herrscht da wenig Interesse so denkt er und mit eben jenem space Race hat auch wieder die amerikanische Gesellschaft Bock darauf und das steigert wiederum das Interesse an Eve.

Denke so ist sein Gedankengang. Hm weiss auch nicht so Recht, denke Eve wird niemals die Masse erreichen egal ob wir im weltraum leben oder nicht. ????

Seska Larafey

Nun ja, ich würde persönlich eher Elite: Dangerous spielen wollen oder Star Citizen. Den Eve Online ist mehr ein Klick hier und da und das Spiel macht das für dich. Ich mag eher direkte Steuerung in der heutigen Zeit tendiert die Steuerung von Eve Online in den Mobile bereich

Snowblind

Sehe ich ähnlich. Wollt dir auch nur versuchen zu verdeutlichen, wie er es meiner Ansicht nach meinte.

Kann mit der Steuerung von Eve auch nichts anfangen.

Phinphin

Was hat das eine mit dem anderen zu tun?
Deutschland importiert auch haufenweise Zeug. Insbesondere auch Rohstoffe und Nahrungsmittel.
Würde man jetzt ne Mauer um Deutschland ziehen, wäre das der wirtschaftliche und gesellschaftliche Ruin.
Die Länder sind heutzutage einfach nicht darauf ausgelegt autark zu sein.

Seska Larafey

Deswegen sagte ich ja, nicht jedes Land kann so sein wie Süd-Korea
Sein Vergleich hinkt also etwas

Ich denke nicht das wir unbegrenztes Wachstum haben werden in der Zukunft in Sachen Gaming, es wird sich nur verlagern. Wegen den Punkten die ich geschrieben habe.

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