Durch KI-Chatbots lernen gerade Kinder eine Art Mensch kennen, den es im echten Leben gar nicht gibt

Durch KI-Chatbots lernen gerade Kinder eine Art Mensch kennen, den es im echten Leben gar nicht gibt

Kinder sprechen verstärkt mit künstlichen Chatbots. Und das hat Folgen für die kindliche Entwicklung. Forscher warnen, dass die Chatbots gar nicht für Gespräche mit Kindern geeignet sind.

Die britische Organisation „Internet Matters“ hat den Einsatz von KI unter Kindern und Jugendlichen zwischen 9 und 17 Jahren untersucht. In ihrem Bericht “Me, Myself and AI Research” stellten sich gleich verschiedene Dinge fest:

  • Laut dem Bericht schreiben 67 Prozent der befragten Kinder im Alter von 9 bis 17 Jahren regelmäßig mit KI.
  • Mehr als ein Drittel dieser Nutzer (35 Prozent) sagen, dass es sich „wie ein Gespräch mit einem Freund anfühlt“.
  • 12 Prozent gaben an, dass sie mit diesen Bots sprechen, weil sie niemanden sonst haben, mit dem sie reden können.

Doch das sorgt gleich für mehrere Probleme: Zum einen die Eltern, die nicht merken und nicht verstehen, wie ihre Kinder dort ihre Zeit verbringen und zum anderen Kinder, die eine KI nutzen, die für die falschen Zwecken eingesetzt wird.

Durch KI lernen Kinder eine Art Mensch kennen, den es im echten Leben gar nicht gibt

Was machen Kinder? Viele Kinder suchen in künstlichen Chatbots einen Gesprächspartner, um über emotionale Themen sprechen zu können. Über Themen, über die man normalerweise mit engen Freunden spricht.

Die Chatbots beantworten diese Fragen gerne, denn sie sind darauf ausgelegt, immer freundlich und zuvorkommend zu sein. Künstliche Intelligenz widerspricht eher selten und gibt dem Benutzer oftmals Bestätigung in seinem Handeln.

Das Problem, welches daraus resultiert: Viele dieser Kinder lernen, nur mit einer Art von Menschen zu sprechen, die es im wirklichen Leben nicht gibt. Menschen, die immer freundlich und zuvorkommend sind und die kaum bis gar nicht widersprechen. Gen Z vertraut KI deswegen ebenfalls sehr stark, obwohl KI nicht wirklich ehrlich ist. Denn KI ist ein Spiegelbild der eigenen Handlungen.

Forscher warnen laut dem englischsprachigen Magazin Vice.com bereits: Verletzliche Kinder stellen nun emotional komplexe Fragen an Systeme, die für Interaktion und nicht für menschliches Verständnis entwickelt wurden.

KI ist für viele Personen mittlerweile ein wichtiger Bestandteil im Alltag geworden. Doch bei jungen Menschen ist ChatGPT nicht nur eine Hilfe, sondern eine „Lebensberatung“ geworden. Das erklärt Sam Altman, der Chef von ChatGPT: Die Generation Z fällt wichtige Entscheidungen im Leben nicht mehr selbst, sondern bittet ChatGPT um Hilfe

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