Das sagt der EA-Chef zum miesen Start und der Zukunft von Anthem

In einem Interview sprach der Electronic Arts CEO Andrew Wilson kürzlich über Anthem. Das Action-RPG sei derzeit zwar nicht das, was sich EA und die Spieler vorgestellt hatten. Der Kern des Spiels sei jedoch so anziehend, dass BioWare und EA dranbleiben werden.

Um wen geht es? In einem ausführlichen Interview sprach der CEO von Electronic Arts, Andrew Wilson, unter anderem über den holprigen Start von Anthem.

Seiner Meinung nach war die große Herausforderung des Spiels, zwei verschiedene Gruppen an Spielern zusammenzubringen:

  • Spieler, die die traditionellen BioWare-Geschichten lieben
  • Spieler, die eher in die Richtung Action-Adventure gehen

BioWare-Fans hatten eher etwas in Richtung Dragon Age oder Mass Effect erwartet. Spieler, die Third-Person-Shooter mögen, liebten zwar das Fliegen in Anthem, hatten mit ihren Freunden jedoch nach einiger Zeit nichts mehr im Spiel zu tun.

Wilson sagt, die verschiedenen Spielergruppen, die man mit Anthem ansprechen wollten, hätten andere Beschwerden:

  • „Ich bin 100 Stunden Story von einem BioWare-Spiel gewöhnt und das bekomme ich nicht.“
  • „Das Versprechen war, dass wir zusammenspielen können, und das funktioniert nicht sehr gut.“
  • „Ich hab erwartet, dass ich im Action-Teil des Spiels bedeutende Fortschritte machen, so wie vorher in Destiny, und da fühlt sich nicht so an.“

EA hätte jedoch Star Wars Battlefront 2 zuvor nicht aufgegeben und würde auch BioWare die Zeit lassen, um die Probleme von Anthem zu lösen.

Anthem-Sunken

Anthem kann etwas Großartiges werden

Was sagt EA zu Anthem? Wilson meint, dass man auch im Fall von Anthems Fehlausrichtung dem Spiel und dem Publikum verpflichtet bleiben muss. Dazu würden auch die Fans gehören, die sich ein traditionelles BioWare-Erlebnis wünschen. Gleichzeitig müssten alle Marken von EA wachsen, weil auch der Markt und die Spieler reifer werden würden.

„Wenn wir glaubten, dass die Welt [von Anthem] im Kern nicht anziehend für die Menschen wäre, wenn wir im Kern glaubten, dass die Charaktere nicht anziehend für die Menschen wären oder die Javelin-Anzüge nicht anziehend wären. Oder wenn wir glaubten, dass es nicht anziehend ist, die Welt zu bereisen und an der Welt teilzunehmen oder wenn wir haben unseren Spielern keine Versprechen gegeben hätten … würden wir wahrscheinlich nicht weiter investieren.“

Andrew Wilson

Ein Franchise könnte aber sieben bis zehn Jahre laufen und wenn er an Anthem in einem solchen Zeitraum denkt, hätte es zwar einen anderen Start, als es sich EA, die Entwickler und die Spieler gehofft hatten.

Aber Andrew Wilson habe das Gefühl, dass BioWare Anthem zu etwas Großartigem und Besonderen verwandeln kann, weil sie bereits gezeigt haben, dass sie es können.

anthem-storm-cinematic

Was ist das Problem mit Anthem? Kurz nach dem Release von Anthem hagelte es bereits mittelmäßige Kritiken. Die Entwickler feierten den Launch mit Schokoriegeln mit einem Kakao-Anteil von 62%, was auch dem Metascore bei Metacritic entsprach.

Im April warf ein Insider-Bericht des Journalisten Jason Schreier ein düsteres Licht auf die Entwicklung von Anthem. Statt sieben Jahre Entwicklungszeit soll das Spiel erst in den letzten 18 Monaten vor dem Release entstanden sein.

Wegen Bugs und Problemen mussten zudem die ganze Roadmap und die geplanten neuen Inhalte verschoben werden.

Die großen Cataclysms, die die Welt von Anthem verändern sollten, können derzeit auf dem PC von Spielern auf den Testservern unter die Lupe genommen werden:

Mehr zum Thema
Heute startet der PTS mit Cataclysm für Anthem – Rettet er die miese Stimmung?
Autor(in)
Quelle(n): Gamedaily.bizPC Gamer
Deine Meinung?
Level Up (13) Kommentieren (2)
Passwort vergessen

Bitte gib Deinen Benutzernamen oder Deine Email-Adresse ein. Du erhälst einen Link, um ein neues Passwort per Email zu erstellen.