Destiny will fairer werden, weniger Lootfrust in den Raids

Bei Destiny hat man die Beschwerden der Fans gehört und will die Art, wie Beute verteilt wird, in Zukunft etwas fairer gestalten. So will man Pechsträhnen berücksichtigen und starke Items auch über Quests verteilen. Ganz frust- und zufallsfrei wird das System aber nicht. Zudem scheint der Raid „Crotas Ende“ im DLC „Dunkelheit lauert“ wichtiger zu werden als der bisherige Raid.

 Spieler, Entwickler und Wrestling-Star von Loot-System genervt

Das RNG-Lootsystem, die zufällige Vergabe von Gegenständen als Beute, ist seit jeher polarisierend. Erst kürzlich hatte sich der Wrestler „The Big Show“ darüber aufgeregt, dass er (Klartext gesprochen) nur Mist im Raid von Destiny bekommt, während andere, die viel schlechter spielen, mit den dicken Exotics nach Hause gehen.

Kaum ein Destiny-Thema vergeht, ohne dass jemand erzählt, was für ein unglaubliches Pech er hat. Nie droppt etwas für ihn. Ständig fehlt noch ein Teil.

Bei Bungie weiß man darum. Man spielt Destiny selbst zusammen mit den Spielern und, wie GameInformer berichtet, auch so mancher Bungie-Mitarbeiter flucht über das bisherige Loot-System.

Das hat man vor einer Weile bereits etwas geändert, damit die Enttäuschung nicht mehr so groß war, wenn aus den legendären Engrammen nur ein blaues Item herauskam, aber offenbar war das noch nicht genug. Zwar hängt die Hoffnung der Spieler nun nicht mehr am Kryptarchen Rahool, dafür an den Drop-Raten im Raid. Das macht die Sache nicht wirklich besser.

Destiny Multiplayer

Schutz vor Pech-Strähnen im Raid „Crotas Ende“

Mit dem DLC „Dunkelheit lauert“ will man bei Destiny einen sogenannten „Bad Streak“-Schutz, einen Schutz vor Pechsträhnen, einbauen. Das Spiel soll „wissen“, welche Drops der Hüter zuletzt hatte, und ihm etwas Besseres zustecken, wenn er in letzter Zeit vom Pech verfolgt wurde.

Allerdings ist auch das keine Garantie auf „tolle Beute“ und dass man genau das bekommt, was man noch braucht. Es ist lediglich eine erhöhte Chance, dass man mal einen Gewinn zieht, wenn man mehrfach nur Materialien erhalten hat.

Dieser Schutz gilt nur im neuen Raid „Crotas Ende.“

Destiny DLC Screenshot3

Bessere Items durch Quests, erhöhte Wichtigkeit des Raids

Das ist noch nicht alles. Man arbeitet weiter daran, dass Spieler sich Ausrüstung auch „verdienen“ können. So soll das spezielle „Raid“-Loot, also Ausrüstung, die nur im neuen Raid „Crotas Ende“ zu erhalten ist, jetzt deutlich häufiger droppen.

Man möchte bei Bungie, dass Spieler, die raiden, regelmäßiger belohnt werden.

Man weiß zudem bereits, dass es für die Quests bei Eris Morn das Fusionsgewehr Murmur gibt, das bis auf „legendär“ anwachsen kann. Nicht durch Zufall, sondern durch die Arbeit des Hüters. Das scheint eine Richtung zu sein, in die Destiny geht, indem man eher Ausdauer belohnt und Erfolg als nur bloßes Glück. Im Moment ist das Gestöhne groß, wenn etwa im Nightfall ein Hüter gleich doppelt exotisch beschenkt wird, die anderen beiden aber leer ausgehen. Ganz streicht man den Zufall nicht, will aber wohl alternative Möglichkeiten bringen, sich zu bewaffnen und zu rüsten.

Die legendären Rüstungen vorm Raid und die danach werden stärker getrennt

Die Änderung betrifft aber nicht nur die Rüstungen aus dem Raid, sondern auch die legendären Gegenstände davor.

Bei den Händlern der Vorhut und des Schmelztiegels wird es neue „legendäre“ Waffen und Rüstungen geben. Für die braucht man zusätzlich zu den Marken noch die neuen „Empfehlungen“ der Vorhut oder des Schmelztiegels. Die erhält man für einen Ruf-Stufenaufstieg bei der Fraktion. Diese legendären Ausrüstungen bekommt man auch, wenn man den DLC nicht kauft.

Destiny-Schmelztiegel-Empfehlung Destiny-Vorhut-Empfehlung

Ruf-Aufstiege bei den Fraktionen waren bis jetzt immer relativ unspektakulär. In Zukunft kann man sich darauf freuen.

Man bemüht sich bei Bungie offenbar, die „Raid“-Legendaries noch deutlicher von den „Nicht-Raid“-Legendaries zu trennen. 

Bisher war es so, dass beide Rüstungtypen zwar legendär waren, die „Raid“-Sets aber deutlich stärker, sie gingen bis auf einen Lichtwert von 30. Dieser Unterschied bleibt wohl und wird eher noch verstärkt. So werden die Raid-Items künftig eine größere Varianz und Auswahl bei den Aufwertmöglichkeiten haben.

Zudem benötigen mit dem DLC Raid-Rüstungen und Raid-Waffen ein eigenes Aufwert-Material, „Radiant“-Materialien – wieder in Energie und Bruchstücke getrennt. Die gibt es nur im Raid, wenn man andere Raid-Items zerlegt. „Nicht-Raid“-Legendaries werden weiterhin die Aszendentenmaterialien benötigen.

Auf die gravierenden Änderungen bei den exotischen Gegenständen und darauf, welche Aufwert-Materialien diese benötigen, sind wir hier eingegangen.

Destiny Artwork Niederlage

Mein MMO meint: Es scheint so, dass Bungie nach den positiven Erfahrungen, die man mit „Die Gläserne Kammer“ gemacht hat,nun davon ausgeht, dass die Raids funktionieren und für die Zielgruppe von Destiny interessant sind. Das konnte man vorher wohl noch nicht wissen, immerhin sprach man vor allem Konsolen-Spieler, Shooterfans und Halo-Anhänger an. Ob die sich mit Raids anfreunden würde, war zumindest fraglich. Die Raids waren das größte Wagnis. Jetzt, wo man weiß, dass sie ankommen, will man die Raider wohl noch stärker belohnen und weiter in diese Richtung gehen. Dafür braucht man feinere Systeme.


Mehr zum MMO-Shooter aus dem Hause Bungie findet Ihr auf unserer Themenseite zu Destiny

Autor(in)
Quelle(n): Bungie.netGameInformer
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