Hüter werfen Destiny 2 vor: Zu wenig Loot, zu viel Cash-Shop-Kram

Bei Destiny 2 ändert die neue Saison einiges, aber nichts an den Händlern im Turm. Es gab keinen Händler-Reset, damit bleiben viele Rüstungs-Sets nutzlos und der Loot-Pool schmal. Das ärgert einige Hüter.

Das ist der neue Aufreger auf reddit: Gestern kochte ein Thema im Reddit von Destiny hoch.

Der Thread bekam innerhalb von kurzer Zeit über 7300 Upvotes und 857 Kommentare. Das ärgert also viele.

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Der Vorwurf: „Bungie verschwendet kreative Ressourcen, um legendäre Schiffe, Geister und Sparrows zu designen, damit die den Lootpool des Everversums aufblasen – aber es ist schon die zweite Saison ohne einen Händler-Reset.“

Dadurch seien alle NPCs im Turm nutzlos, außer, um von denen Bountys anzunehmen, heißt es auf reddit.

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Die 4 Gambit-Prime-Sets in Destiny 2

Loot-Shooter ohne neuen Loot

Das Problem im Detail: Generell wünschen sich die Spieler mehr Loot und Abwechslung in Destiny 2 auch bei den „normalen Ausrüstungsgegenständen.“

Einige Hüter haben das Gefühl, Bungie vernachlässigt diesen Aspekt des Spiels:

  • Es gebe kaum neue Waffen zu verdienen.
  • Das einzige „Nicht-Eververse“ und „Nicht-Event“-Set an Rüstung seien die 4 neuen neue Gambit-Prime-Sets.
  • Bungie erwarte wohl, dass Spieler erneut dieselbe Rüstung zum 12. Mal farmen.
  • Mittlerweile seien 20 Sets an Rüstungen nutzlos und es habe keinen Händler-Reset seit Forsaken mehr gegeben (via reddit). Es seien viele Rüstungen vernachlässigt worden und aktuell obsolet, wie etwa die „makellose Trials Armor“
Destiny 2 tess everis
Tess-Everis, sie ist wieder die Böse

Dagegen stecke Bungie zu viel Energie in das Everversum, weil das eine konstante Einnahme-Quelle sei. Da ärgern sich die Leute aber auch:

  • Schiffe und Sparrows seien da unnütz und nur Reskins, dafür werde man kein Geld ausgeben
  • generell verdächtigen einige Hüter Bungie hier, die normalen Rüstungen „mies und rostig“ aussehen zu lassen, während man die Everversum-Rüstungen „toll und glänzend“ macht
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Gebt den Loot frei

Das wünschen sich Spieler: Ein „Händler-Reset“, wie es in Destiny genannt wird, ist eigentlich ein „Loot-Austausch.“

Die Spieler nutzen nicht mehr ihre alten Rüstungen und Standard-Waffen, sondern neue:

  • es müsste dann neue Sets und Waffen für Aktivitäten im Schmelztiegel, im Gambit, im PvE und in den anderen Bereichen geben
  • und auch eine Ladung „neu designter Waffen“

So war das früher ab und an in Destiny, als mit einem neuen DLC auch ein „Vendor-Reset“ kam und die zahllosen legendären Items im Spiel gegen „neue“ gewechselt wurden.

Das ist ein wichtiges Ding für viele Spieler, die von einem „Loot-Shooter“ erwarten, dass es regelmäßig neuen Loot gibt. Sie wollen neue Outfits für ihre Hüter, Waffen, die sich ein wenig anders anfühlen, schlicht Abwechslung im Alltag.

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Drescher in Gambit-Prime

Mini-DLCs sind eng geschnitten

Das steckt dahinter: Die drei Jahr-2-Erweiterungen von Destiny 2, die am Annual-Pass hängen, konzentrieren sich auf neue Features und Aktivitäten.

Sie erweitern das Spiel, bieten aber nicht mehr diesen „Loot-Austausch“, erneuern Destiny 2 also nicht.

Die großen Dinge von „Season of the Drifter“ sind klar:

Vielen Spielern ist das zu „eng geschnitten“ und sie würden sich eigentlich eine „volle Erweiterung“ wünschen, die alle Teile des Spiels überarbeitet und mit neuen Inhalten versorgt.

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Wächter in Gambit-Prime

Das Everversum ist nicht das Problem

Generell äußert sich hier eine Unzufriedenheit mit dem Entwicklungs-Tempo von Bungie: Destiny 2 wird nur jedes Jahr einmal erneuert, im September, die kleineren Erweiterungen können das offenbar nach dem jetzigen Plan von Bungie nicht leisten.

Das Everversum ist dann nur ein Symbol dieser Frustration und ein Ventil, an dem sich der Ärger der Hüter entlädt. Es ist nicht der eigentliche Grund des Ärgers. Den Hütern stinkt es, dass ausgerechnet das Everversum „erneuert“ wird und die anderen Sachen nicht.

Insgesamt eine schwierige Situation für Bungie: Die Erwartungshaltung der Spieler passt nicht zu dem, was die DLCs des Jahrespasses leisten wollen und können.

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