Putin persönlich startet riesiges Gaming-Event, aber eines der beliebtesten Spiele in Russland darf nicht dabei sein 

Putin persönlich startet riesiges Gaming-Event, aber eines der beliebtesten Spiele in Russland darf nicht dabei sein 

Der russische Präsident Wladimir Putin will die Cyberchampionship ins Leben rufen. Auf dem jährlich stattfindenden Turnier sollen Veteranen in Videospielen wie World of Tanks oder League of Legends gegeneinander antreten. Doch der beliebte Shooter Counter-Strike: Global Offensive wird auf dem Turnier fehlen. 

Warum wird der Shooter fehlen? Ein Angestellter des russischen Turnierveranstalters erklärte, dass das Spiel aufgrund seiner „einseitigen Berichterstattung über politische Ereignisse im Spieluniversum“ verboten sei (via pcgamer.com). 

Der genaue Hintergrund bleibt allerdings weiterhin unklar, denn CS:GO stellt keine politischen Ereignisse im Spiel dar und auch sonst thematisiert es keine aktuellen politischen Themen. Der Verzicht von CS:GO ist vor allem deshalb so umstritten, weil einige der besten CS:GO-Spieler aus Russland kommen

Einige der russischen Profis standen sogar im Verdacht, den Krieg ihres Landes zu unterstützen: 

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von Schuhmann
Unsere Expertise auf MeinMMO bezieht sich auf Gaming. Wer sich näher über den Konflikt von Russland mit der Ukraine beschäftigen will, dem empfehlen wir, sich auf offiziellen Seiten oder bei Nachrichtenmagazinen zu informieren:

– Ukraine-Live-Blog (via Zeit)
– Krieg in der Ukraine (via nzz)
– Solidarität mit der Ukraine (via auswärtiges-amt)

Wichtiger Hinweis: Falls euch wegen der aktuellen Situation dunkle Gedanken plagen: Ihr seid nicht allein. Holt euch bitte Hilfe. Zum Beispiel bei der Telefonseelsorge unter 0800/111 0 111 oder der Online-Seelsorge, bei der ihr auch einen Chat nutzen könnt. Das ist kostenlos und gilt bundesweit.

Mehrere Journalisten vermuten deshalb, dass eine Aktion der finnischen Zeitung “Helsingin Sanomat” dahinterstecken könnte (via dotesports.com). Das Journalisten-Team erstellte eine Map in CS:GO, in der vom Krieg zerstörte osteuropäische Städte zu sehen waren. 

Die Maps sollen außerdem Bilder mit Texten, die sonst nicht in Russland verfügbar sind, enthalten haben. Die Journalisten wollten dadurch einen „unzensierten Zugang zu den Schrecken des Krieges in der Ukraine in ihrer Muttersprache“ ermöglichen.  

CS:GO hat erst vor kurzem eine neue Ära eingeleitet. Counter-Strike 2 bekommt einige Änderungen, die ihr im folgendem Trailer sehen könnt: 

Alle bisher bekannten Spiele der Cyberchampionship 

Welche Spiele dürfen teilnehmen? Zu den Spielen, die auf dem Turnier zu finden sind, gehört das Portfolio von Turnierveranstalter Lesta Games selbst. Der Publisher vertreibt Spiele wie World of Tanks und World of Warships in Russland, nachdem Wargaming die Rechte in dem Land an das Unternehmen abgetreten hatte. Wargaming hat also nichts mit dem Turnier zu tun. 

Somit gibt es folgende Spiele auf dem Turnier zu sehen: 

  • World of Tanks 
  • World of Warships 
  • World of Tanks Blitz 
  • League of Legends 

Das Turnier soll Spiele aus der heimischen Region und von „befreundeten Ländern“ unterstützen. Dazu zählt unter anderem League of Legends, dessen Entwicklerstudio Riot Games im Besitz des chinesischen Unternehmens Tencent ist. 

Welche weiteren Spiele während der Cyberchampionship zu sehen sind und in welcher Form das Turnier übertragen wird, ist noch nicht bekannt. Weitere Details werden vermutlich in der kommenden Zeit folgen. 

Durch den Ukraine-Konflikt sind viele Spiele wie WoW und New World nicht mehr in Russland spielbar. Deshalb erleben gerade andere Titel einen Schwung an Beliebtheit:

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Quelle(n): pcgames.com, dotesports.com
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