CoD: Modern Warfare will brutal realistisch sein – Aber bei einer Sache ziehen sie die Grenze

Mit Modern Warfare bekommt Call of Duty 2019 einen Teil, der bei der Kampagne vor allem durch seine brutale und realistische Darstellung der modernen Kriegsführung überzeugen soll. Bei den Auswirkungen von Nervengas wollen die Entwickler aber eine Grenze ziehen.

So realistisch ist Modern Warfare: Für Modern Warfare haben sich die Entwickler besondere Techniken überlegt, um höchstmöglichen Realismus zu erreichen:

Hier wird die Grenze gezogen: In einer Mission geht es um den Einsatz von Nervengift. Hier zeigen die Entwickler bewusst nicht die Szenen nach dem Einsatz, sondern lassen die Spieler das Leid nur erahnen. Hier wird also eine klare Grenze gezogen.

Beim Nervengas wird weggeschaut – Doch wieso?

Modern Warfare möchte zeigen, wie brutal ein moderner Krieg ist. Dafür zeigen sie die aktuellsten Waffensysteme und der Spieler wird mit dem Leid konfrontiert, den diese Waffen verursachen.

Modern-Warfare-Kind

Das ist die Szene mit der Ausnahme: In einer Mission werfen abtrünnige russische Soldaten Kanister mit Nervengas auf die Zivilbevölkerung. Hierbei wird aber nicht die scheußliche Realität dieser Waffe gezeigt und welche Auswirkung sie auf Menschen hat.

Stattdessen dreht sich die Kamera weg. Danach kann man durch Kinderaugen sehen, was das Nervengas angerichtet hat.

Wieso wird hier die Ausnahme gemacht? Diese Frage stellte auch die US-Seite Polygon an Jacob Minkoff, einen Designer des neuen Call of Duty.

Dieser erklärt, dass es bei der Entwicklung wichtig war, dass der Spieler einen möglichst realistischen Eindruck in den modernen Krieg bekommt, aber an manchen Stellen bewusst die Grenze gezogen wurde.

Gewehr

So erklärt Mincoff, dass sie sich nicht davor gescheut haben, solche schrecklichen Szenen zu zeigen, sondern es wichtig war, wie das Ganze mit der erzählten Geschichte zusammen passt. Er ist der Meinung, dass die gezeigten Szenen bereits gut beschreiben würden, welches Leid mit einer solchen Waffe verursacht werden kann. Einen detaillierten Einblick sei dort nicht nötig gewesen.

„Es gab nie einen Punkt, an dem wir zu uns selbst sagten: „Wir sollten das nicht zeigen.“ Was wir jedoch wollen, ist sicherzustellen, dass wir die richtige Menge zeigen, […]

Jacob Mincoff zu Polygon

Die tatsächlichen Auswirkungen von Nervengas, das Erbrechen, die Atemlosigkeit, der Verlust der Kontrolle über Blase und Darm, und die Muskel-Kontraktion, die den Rücken brechen lassen, das wollte man den Spielern dann offenbar doch ersparen.

Was heißt das für das Spiel? Modern Warfare wird weiterhin erschreckende Bilder zeigen und auch der Einsatz von Nervengift wird für die Spieler brutal realistisch gezeigt.

Die Entwickler ziehen nur eine Grenze zwischen dem was die Spieler sehen sollen, um die Story zu verstehen und den Bildern, die die Geschichte eher zu brutal darstellen.

Was haltet ihr von dieser Entscheidung? Könnt ihr das nachvollziehen?

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