Eine Sache muss Modern Warfare 2 von Warzone übernehmen – Dann wird es der Knaller des Jahres

Eine Sache muss Modern Warfare 2 von Warzone übernehmen – Dann wird es der Knaller des Jahres

MeinMMO-Autor Maik Schneider begleitet Call of Duty für uns schon seit über 2,5 Jahren. In der Zeit hat sich die Shooter-Reihe verändert, was primär an dem erfolgreichen Battle Royale Warzone lag. Vor allem eine Entwicklung schätzt Maik am „neuen CoD“ und wenn die Verantwortlichen den Warzone-Kurs weiterfahren, könnte Modern Warfare 2 ein Meilenstein werden.

Top-Grafik, erfrischende Gameplay-Ideen, wenig Bugs und bitte kein Zweiter Weltkrieg – so sieht wohl derzeit das typische Anforderungsprofil für ein neues Call of Duty aus.

CoD 2022 heißt Modern Warfare 2 und schickt sich an, all diese Wünsche zu erfüllen.

Eine Sache möchte ich diesem Wunschzettel noch hinzufügen. Ein „Feature“, das Call of Duty über Jahre hinweg sträflich vernachlässigt hat: direkte Kommunikation mit Spielern.

Genau diese eine Sache macht Warzone so viel besser als alle anderen CoD-Spiele. Man kann von dem Battle Royale halten, was man will, aber die Kommunikation zwischen Spieler und Entwickler hat sich in den letzten Jahren großartig entwickelt.

Ich spiele Call of Duty seit nunmehr 14 Jahren regelmäßig, kenne jeden Titel zumindest oberflächlich und manche wurden auch tot-gespielt, bis es nicht mehr ging. Was ich dabei nie oder nur selten erlebt habe, ist eine gesunde Beziehung zwischen den Entwicklern und der Community des größten Shooter-Franchise.

Dabei wäre das so wichtig und Warzone zeigt aktuell, wie das richtig funktionieren kann. Nimmt sich Modern Warfare 2 ein Beispiel daran, könnte das neuste CoD-Spiel tatsächlich eine neue Ära für die Reihe einleiten.

Ich gehe näher darauf ein, wie CoD MW2 von einer besseren Feedback-Kultur profitieren würde und wie Warzone das derzeit schon erfolgreich umsetzt.

Wollt ihr vorher einen Blick auf das Gameplay von CoD MW2 werfen, findet ihr hier im Video fast eine komplette Mission aus der Kampagne:

CoD: Modern Warfare 2 zeigt Gameplay zu einem vollen Level – Sieht noch realistischer aus als je zuvor

Werdet die größten Fans eurer eigenen Community!

Wenn ihr mich heute fragt, ob CoD MW2 ein Hit wird, dann gibts von mir ein klares: auf jeden Fall. Auch wenn Shooter-Kollege Marko Jevtic mir nicht uneingeschränkt zustimmen würde.

Cold War und Vanguard schafften es einfach nicht aus dem großen Schatten von CoD MW 2019 heraus und Modern Warfare scheint aktuell mal wieder genau das richtige Setting zu sein.

In Sachen Grafik und Shooter-Gameplay mache ich mir keine Sorgen. Da liefert Call of Duty regelmäßig Top-Leistungen ab.

Was es aber zu einem Meilenstein machen könnte, was es vielleicht sogar zum besten Call of Duty überhaupt werden lassen könnte, ist die Kommunikations- und Feedback-Strategie von Warzone.

Warzone feiert seine Fans, geht heute viel mehr auf Feedback ein und das macht sich auch bei den Änderungen am Spiel bemerkbar.

Genau davon wünsche ich mir mehr und deswegen kann ich Warzone auch endlich wieder meinen Freunden und Mitspielern empfehlen:

Lohnt es sich, 2022 noch CoD Warzone zu spielen? Die 5 besten Änderungen der letzten Monate

Warzone fand den richtigen Weg

Ich möchte nicht behaupten, dass die Kommunikation bei Warzone zwischen Entwickler und Spieler perfekt ist. Keinesfalls. Bei Themen wie den „Field of View“-Settings auf Konsolen und dem „Skill-Based Matchmaking“ entsteht heute noch viel Frust.

Und auch die ersten 1,5 Jahre von Warzone waren geprägt von „geheimen“ Änderungen am Spiel, wenig Kommunikation und viel Verschlossenheit. Doch dann hat sich plötzlich etwas getan, was ich an drei Beispielen festmachen möchte:

  • Experten für die eigene Gameplay-Meta
  • Erklärung der Gedanken hinter Änderungen
  • Gameplay-Entscheidungen über Community

Experten für die eigene Gameplay-Meta

Es hört sich vollkommen irrsinnig an, doch im ersten Jahr der Warzone waren die Anpassungen an den Waffen teilweise sehr willkürlich. Starke Meta-Waffen wurden lange nicht generft und allgemein hielt man sich mit Waffen-Änderungen eher zurück.

Und dann, beinahe von einem Tag auf den anderen, ergaben die Änderungen plötzlich Sinn. Ich erinnere mich an eine Analyse vom CoD-Experten „TheXclusiveAce“, der in einem Video zu Warzone sagte: „Ich denke, sie haben da jemanden eingestellt, der sich jetzt darum kümmert“.

Seither bekommen wir detaillierte Patch Notes, regelmäßige Waffen-Anpassungen und es ist spürbar, dass sich bei Warzone intensiv mit der Waffen-Balance und dem entsprechenden Spieler-Feedback auseinandergesetzt wird.

CoD Warzone: Die besten Waffen mit Setups – Ständig aktualisiert

Erklärung der Gedanken hinter Änderungen

Die Entwickler erklären nun regelmäßig ihre Gedanken hinter Veränderungen in den Patch Notes zu Warzone. Sie verraten sogar ihre langfristige Strategie. Aktuell basieren die Änderungen im Battle Royale auf drei Säulen:

  • Mehr Konter
    • Alle Mechaniken sollen ein entsprechendes Konter-Gameplay besitzen
  • Mehr Movement
    • Ihr sollt schneller vorankommen und Movement-Techniken werden ausgebaut
  • Mehr Spielzeit
    • Die Zeit, die ihr mit Zuschauen im Match verbringt, soll verringert werden

Eine klare Ansage an alle Spieler, wie es weitergehen soll. Etwas, worauf man sich vielleicht sogar freuen kann. Die Kommunikation von solchen Gedanken helfen uns Spieler dabei, Entscheidungen nachzuvollziehen und geben dazu einen Ausblick auf die Zukunft.

Gameplay-Entscheidungen über Community

Der vorläufige Höhepunkt der Warzone-Feedback-Kultur: Eine Spieler-Umfrage auf Twitter, die tatsächlich Auswirkungen auf das Spiel hatte.

So fragten die Entwickler, ob Spieler sich mehr Lebenspunkte in Warzone wünschen. Es ging um eine Erhöhung von 50 Lebenspunkten bei der Gesundheit, womit die Lebenspunkte mit Panzerung auf 300 nach oben ging.

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Bei über 75.000 Votes stimmten knapp 72 % der Teilnehmer für eine Erhöhung, die dann mit der Mid-Season 2 ins Spiel kam – erst für das große Battle Royale und später auch die Modi mit weniger Spieler.

Eine solche Feedback-Kultur bringt uns als Spieler näher an den Entwicklungsprozess, das schafft Verbundenheit und Verständnis.

Besonders ein Akteur ist mir dabei besonders positiv aufgefallen: der Senior Creative Director von Warzone-Entwickler Raven Software Ted Timmins. Immer wieder erwischt man ihn in den letzten Monaten dabei, wie er an strittigen Diskussionen teilnimmt und für Aufklärung sorgt.

Floppt CoD MW2, wackelt die komplette Reihe

Die Community von Call of Duty war es immer gewohnt, wenig bis keine Antworten zu bekommen. Nur selten reagierten Verantwortliche in der Vergangenheit auf die Belange der Spieler. Besonders dann, wenn das Spiel schon erschienen war.

Die geringe Auskunft-Bereitschaft der Verantwortlichen ist auch ein Grund dafür, warum sich die CoD-Community in eine eher toxische Richtung entwickelt hat. Keine offizielle Instanz hat auch nur annähernd versucht, etwas gegen diese Tendenzen in der Community zu unternehmen. Wenn, dann sprach nur der Bann-Hammer.

Mit CoD Vanguard erreichte diese „Unverbundenheit“ erst kürzlich einen vorläufigen Höhepunkt. Das Setting im Zweiten Weltkrieg ging an den Wünschen vieler Spieler weit vorbei, der Zombie-Modus wurde von der sonst so engagierten Zombie-Community zerrissen.

Call of Duty verliert in einem Jahr 50 Millionen Spieler – Was läuft da so dermaßen schief?

Mit Warzone hat Call of Duty bewiesen, dass die Verantwortlichen auf Feedback eingehen können. Es sogar nutzen, um das Battle Royale zu gestalten und besser zu machen.

Und es wird für die Premium-Titel ebenfalls höchste Zeit, diese Angewohnheit der Warzone zu übernehmen. Vanguard zeigte das bereits in Ansätzen. Doch aufgrund des umfassenden negativen Feedbacks zum Spiel ließ die Kommunikations-Bereitschaft nach Release schnell wieder nach.

Vanguard war zwar kein Flop, verkaufte sich im Vergleich zu anderen Spielen hervorragend. Doch es war schwächer als Cold War. Und Cold War lag bereits ein gutes Stück unter CoD MW 2019.

Call of Duty: Vanguard ist zum Release nur halb so relevant wie Modern Warfare – Wo ist der Hype?

Schafft Modern Warfare 2 nicht die Trendwende, gilt Call of Duty wohl schnell wieder als Problem-Franchise bei Activision, ähnlich wie nach Black Ops 4, dem CoD von 2018. Und plötzlich stehen die wichtigen, jährlichen Premium-Releases auf der Kippe.

Ich bin wirklich überzeugt davon, dass der Schlüssel zum Erfolg darin liegt, sich mehr mit uns Spielern auseinanderzusetzen, Feedback aktiv zu moderieren und Ideen zur Verbesserung des Spiels gemeinsam mit uns zu diskutieren. Besonders, wenn es wirklich kein CoD 2023 gibt.

Dann glaube ich den Verantwortlichen dieses Jahr vielleicht sogar ihren obligatorischen Spruch: „Erlebt die neue Generation von Call of Duty“. Dann wird CoD MW2 der Knaller des Jahres!

Mich interessiert auch eure Meinung zu Thema. Diskutiert mit mir meine These zum neuen CoD in den Kommentaren oder verratet mir, was eurer Meinung nach in CoD MW2 nicht fehlen darf.

Wollt ihr euch jetzt lieber über die angekündigten Neuerungen von Modern Warfare 2 informieren, dann schaut hier vorbei: Die 5 wichtigsten Neuerungen in CoD MW2 und warum ich dabei nur an Warzone 2 denken kann

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Lieblingsleguan

Ich habe eine weniger positive Sicht auf Warzone und die implementierten Änderungen. Es handelt sich dabei eigentlich nur um Verbesserungen, die aufgrund vorheriger Fehler nötig wurden.

Beispiel Movement: Caldera macht Rotieren grundsätzlich schwierig, ein Spiel, dessen Felsklettermechanik schlecht ist, wurde voller Felsen gepackt. Außerdem wird das Bewegen per Fahrzeug dadurch massiv erschwert. Krücke: Redeploy Ballon (und ggfs. Stim Buff)

Die Reduktion auf 120 Spieler + Gulag und Redeploy Tokens kommt eigentlich daher, dass 150 Spieler auf Caldera immer noch zu instabilen Servern führen (hat man am Anfang des Champion of Caldera Modus gesehen). Das mit dem Minimieren der Zuschau-Zeiten war eine Ausrede.

Beispiel 300hp: Seit Beginn der Vanguard Integration beherrschen low/no recoil AR/LMG Metas das Spiel (zu Anfang die Bren, und deren Herrschaft dauerte 3 Monate). Man kann, kombiniert mit dem sechsfach Zielfernrohr, auf Entfernungen von 200m Gegner weglasern. Anstatt diese Optik wenigstens mit einem scope glint zu versehen oder zu nerfen, wurden 300hp eingeführt, die umgekehrt im Nahkampf die Balance noch mehr zu gunsten Controller/Aim Assist verschieben (wenn auch nur wenig wegen zu starker VG SMGs, s.u.).

Noch immer werden die Waffen des jeweils aktuellen Spiels in der Meta sinnlos gepusht. Beispiel SMGs: Als zwei alte SMGs sich als immer noch brauchbar herausstellten (MW Aug mit 5,56mm Munition und Lapa), wurden diese in Grund und Boden generft. Die TTKs der besten VG SMGs bewegen sich gleichzeitig nahe an den besten SMGs in der 250hp Ära.

Der Sniper Nerf war einerseits nötig, wurde andererseits unsinnig umgesetzt. Die MW KAR98 macht am meisten Körperschaden aller MW Sniper, obwohl es die schnellste ist. Die Swiss wurde dann auf ein ähnliches Niveau gebufft, damit die Leute auch eine CW Sniper verwenden.
Die naheliegende Lösung wäre gewesen: Sniper sind entweder schnell und machen weniger Schaden auf den Körper und haben weniger Kugelgeschwindigkeit, oder sie sind langsamer und träger und machen mehr Körperschaden und haben mehr Kugelgeschwindigkeit.
Was hat Raven gemacht? Noch immer machen KAR98 und Swiss mehr Körperschaden als eine HDR oder Tundra, aber Sniper Rifles, die kein one-shot headshot machen, sind ohnehin tot, es ist, als wären diese gar nicht mehr im Spiel.
Das wird den Entwicklern auf Twitter und Co ständig gesagt, Reaktion dazu ist gleich null.

MMn waren die letzten 1,5 Jahre WZ ein auf und ab, aber das beste Spiel (auf der großen Map) hatten wir in MW Season 6. Das war zwar Kilo/MP5 Meta, aber beide waren nicht übermächtig. Man konnte auch Snipen oder Amax/M4/M13/Grau/RAM 7/ Bruen/PKM/MP7/Aug/Fennec/ usw. usw. spielen. Die Waffen hatten im allgemeinen entweder eine schwache TTK oder eher viel Rückstoß oder waren langsam (PKM). Das Setting war besser, die Map zwar bekannt, aber besser, die Waffen cooler als heute. Das einzige riesige Problem damals: Es gab noch kein Richochet.

Summa Summarum: Ich hoffe darauf, dass WZ 2 mich an die besten Zeiten von WZ 1 aus der MW Zeit erinnert, dann bin ich zufrieden.

Zuletzt bearbeitet vor 1 Monat von Lieblingsleguan
Bingolinchen

Wird gewartet bis es im Angbeot ist. Die letzten Teile haben mich einfach enttäuscht.

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