Ein junger Chef erklärt, dass man in seiner Firma 80 Stunden pro Woche arbeiten müsse. Doch das stößt auf wenig positive Reaktionen. Er selbst verteidigt sich: Als Start-up habe man mit großer Konkurrenz zu kämpfen, gegen die man sich durchsetzen müsse.
Um wen geht es? Ein junger Chef namens Daksh Gupta hat wegen der Arbeitszeiten, die er seinen Mitarbeitern zumutet, für Aufsehen gesorgt. Andere Vorgesetzte wollen ihre Leute zurück ins Büro drängen, scheitern aber an ihren erfinderischen Mitarbeitern. Guptas Meinung nach ist die 80-Stunden-Woche eine Entscheidung für den Lebensstil. Zum Vergleich: In Deutschland sind 40 Wochenstunden üblich.
Daksh Gupta ist der Gründer von Greptile, einem Unternehmenssoftware-Unternehmen mit Sitz in San Francisco, USA. Greptile wurde 2023 gegründet und entwickelt einen KI-Assistenten, der Softwareentwicklern hilft, ihre Codebasis zu navigieren und zu verstehen.
Chef verteidigt 80-Stunden-Woche und erhält dafür Todesdrohungen
Was sorgte für die Kontroverse? Der damals 22-jährige Chef postete Anfang November 2024 auf X, dass sein Unternehmen „keine Work-Life-Balance“ bietet. Im Englischen heißt es, „that Greptile offers no work-life-balance.“ Er ergänzte:
- Typische Arbeitstage beginnen um 9 Uhr und gehen bis 23 Uhr, teilweise sogar länger.
- Gupta sagt, dass sie auch samstags und manchmal sonntags arbeiten.
- Er betont, dass das Umfeld sehr stressig ist und schlechte Arbeit nicht geduldet wird.
Doch genau das sorgte für eine Kontroverse. Viele nahmen ihm seine Antwort übel. So erklärte er in einem weiteren Post auf X.com, dass er mittlerweile Morddrohungen für seinen Post erhalten habe.
Er sagte aber auch, dass er an der 80-Stunden-Woche festhalten wolle, denn ansonsten habe sein Unternehmen im aktuellen Umfeld der Konkurrenz keine Chance. So erklärte er:
Der Wettbewerb ist hier extrem hoch. Niemand interessiert sich für das drittbeste Unternehmen oder gar das zweitbeste Unternehmen in einer Softwarekategorie.
Um sich auf dem überfüllten Markt für Unternehmenssoftware zu behaupten, ist es laut Gupta erforderlich, dass man nicht viel Leben außerhalb der Arbeit hat. Und er möchte mit Leuten zusammenarbeiten, die sich darauf konzentrieren, „mit Herz und Seele wirklich großartige Softwareprodukte zu entwickeln“. Auch wenn man dann möglicherweise kein Privatleben mehr hat.
Ist so etwas in Deutschland erlaubt? Nein, in Deutschland werden die Arbeitszeiten vom Arbeitszeitgesetz (ArbZG) geregelt. Und hier sind maximal 48 Stunden pro Woche zugelassen. Unter bestimmten Umständen kann die Arbeitszeit auf 60 Stunden erhöht werden, „wenn innerhalb von vier Kalendermonaten oder 16 Wochen im Durchschnitt 48 Stunden wöchentlich nicht überschritten werden.“ 80 Stunden dürft ihr in Deutschland offiziell nicht arbeiten.
In anderen Firmen ist das Gegenteil der Fall und einige arbeiten bereits weniger, obwohl sie offiziell mehr arbeiten sollten. Eine Studie zeigt jetzt, dass viele Personen ohnehin nur 4 Tage in der Woche arbeiten, obwohl sie offiziell 5 Tage in der Woche arbeiten sollten: Eine Studie zeigt, dass viele Mitarbeiter bereits heimlich eine 4-Tage-Woche eingeführt haben, obwohl sie 5 Tage arbeiten sollten
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Keine Ahnung wie stark das jetzt real ist, oder nicht, aber der Typ kann gerne machen was der will, soll mich nur damit in Ruhe lassen 😀
Als Chef bedeutet hingabe evneutell mehr Umsatz, eventuell mehr Gewinn doch für einen Arbeitnehmer bedeutet dies viel Arbeit für okay Geld nur um es nichtmal ausgeben und ausleben zu können.
Klar, so als Crunch für nen Monat oder hey, wenn das Projekt zuende ist auch wenn es ein bis zwei Jahre dauert, kann man machen wenn man sonst nichts hat.
Doch da sind so viele Irrsinne und Irrwege drin, sollte nur für einen Bruchteil von einem Bruchteil für Menschen als Berufsfirma interessant sein.
Käme für mich persönlich nur bei 4 Dingen vorab in Frage:
Mindestens 3 Jahre Kündigungsschutz garantiert per Vertrag,
mindestens einem Jahresgehalt vorab,
nur 6 Tage/Woche max.
Diese Konditionen begrenzt auf die 3 Jahre.
Leute die so etwas fordern sind nie bereit es selbst zu leisten. Sie sehen halt aber auch jedes Geschäftsessen, jeden eigenen Golftermin mit Geschäftspartnern, etc. als eigene geleistete Arbeitszeit…und natürlich auch die Reisezeiten (anders als bei Angestellten)
Schade dass der Artikel nicht verrät wie hoch die Bezahlung für diesen “Doppeljob” ist oder wieviel Urlaub man in Anspruch nehmen kann. Klar als AG kann er von seinen Mitarbeitern fordern was er will, aber ob sich viele davon berufen fühlen sei Mal dahingestellt
Da das in den usa ist sind Arbeitsrechte eh fast nicht existent. Egal was die Bezahlung auch ist auf dauer gehn die Arbeiter daran kaputt. Von 9 bis 23 Uhr oder länger arbeiten ist nicht normal. Und mal ehrlich wenn dein Unternehmen selbst dann nur gerade so überlebt dauert es eh nicht lange bis er pleite geht…. ist aber typischer Arbeitsmarkt in den usa kaum Urlaub bist mehr wie a tag krank wirst gefeuert usw.
Ja, das berühmte hire and fire. Wenn man den Typen googelt findet man nur die Aussage aus dem Artikel, wäre halt schon interessant was er als Gegenleistung bietet, aber klar, abraten sollte man jedem bei diesen Arbeitszeiten. Das hält der Körper auf lange Sicht nicht durch.
Hab mir deren Seite mal angeschaut und stellen Angebote Software engineer 120k bis 160k jahr allerdings nichts was die arbeitszeit angeht lol sagen wir 120k Jahr sind 10k Monat und bei 80 studen die Woche sind des ungefähr 31$ die Stunde lol dazu nichts zu wieviel Urlaub keine Angaben ob bonus für Krankenversicherung so joa. Usa Arbeitsmarkt ist kacke lmao
Danke dir für die Infos. Der ist in San Francisco, oder? Da zahlst für alles ohnehin auch noch n ticken mehr, was den täglichen Bedarf angeht.
Jo sagt Sitz ist san Francisco. Dazu eh usa ist teuer da sind 120k nicht viel. Hast kinder Schulen teuer wirst krank au net billig und ändert sich ja nichts. Anstatt das deren Regierung mal an echten Problemen arbeitet ne da wird nur Hass gepredigt vom trump und seinen maga nazi kumpels.
Typisch Z erst sagen die wir wollen nicht so viel arbeiten und mehr geld und wenn man selbst an der Macht ist ,ist mal sofort im 80 90 Modus 🫠
Weil ja auch Gen Z nur ein einziger Mensch ist der alle Aussagen gleichzeitig trifft
Kommt immer darauf an, wie der eigene Lebensstil aussieht. Wenn man die Arbeit als Berufung ansieht und man sehr glücklich mit seiner Aufgabe ist, dann fällt es einem viel leichter mehr zu tun. Wenn man aber Arbeitet, um seine anderen Hobbys zu finanzieren etc. dann tut man eher nur so viel wie man muss. An beiden ist nichts falsches dran, denn jeder sollte entscheiden können wonach man sein Leben ausrichtet, daher würde ich niemals in einer Firma anfangen, in der verlangt wird, dass ich meine Lebenszeit komplett für diese aufopfere. Wenn der Chef dich aus Kostengründen entlassen muss, wird er es ohne mit der Wimper zu zucken tun.
Ich will gar nicht wissen wie viele Leute leben um nur zu arbeiten und zu arbeiten.
es is eigentlich ganz einfach. Entweder es finden sich Leute die das mitmachen. Oder die Bude setzt sich nicht durch. ist ja auch irgendwo eine Entscheidung des AN, ob er das so mitmachen will
Sorry, sollte das nicht jedem Arbeitnehmer selbst überlassen sein, wie viel er arbeitet? Als ich vor einigen Jahren einen finanziellen Engpass hatte, war ich froh knapp 300h monatlich arbeiten zu können um den Lohnverlust einer betrügerischen Insolvenz seitens meines Arbeitgebers abzufangen. Nach 6 Monaten war ich saniert und bin wieder auf 168h monatlich gewechselt. Aber ich hatte die Möglichkeit es zu tun. Darauf kommt es in meinen Augen an. Kein Muss aber ein Kann!
Ich find es ja schön das du deine Probleme da in den griff bekommen hast, grad weil du sie soweit ich das verstehe nicht selbst verschuldet hast.
Aber bei 300 Stunden pro Monat über 6 Monate hinweg, ganz ehrlich da sagt dir nicht nur das Arbeitszeitgesetz nein, da sollte dir auch jeder vorgesetzte oder Chef nein sagen.
Leider setzt sich dann bei Vorgesetzten/Chefs dann die Gier durch, und normalerweise ist nach 3 Monaten Arbeit in dieser Weise dann bei denen der Eindruck der Selbstverständlichkeit etabliert, ie, es wird von dem jeweiligen Arbeiter erwartet, das man ‘Alles für den Dackel, alles für den Club, mein Leben für den 213214isten Luxuskarren des Chefs’ als Lebensmotto anlegt.
“Wenn ich nicht *hier inakzeptables verhalten einfügen* dann hat meine Firma keine Chance.”
Dann sollte deine Firma nicht existieren, denn dein Business Case ist wohl scheiße.
Welche Codequalität kommt dann wohl raus, wenn man zwischen 21 und 23 Uhr noch Module umschreibt bzw. erweitert. Oder erwartet er von seinen Angestellten, dass die sich chemisch aufputschen, um nach 13 Stunden noch voll konzentriert zu sein?
Ich bin gar nicht sicher, ob ich es spätestens Donnerstag überhaupt heil zur Arbeit schaffe, wenn ich zuvor 16 Stunden jeden Tag gearbeitet habe. Man muss ja auch die Pendelzeit einrechnen und Zeit zum Essen und Hygiene. Da sind dann manche nur noch bei 4 Stunden Schlaf pro Nacht.
Da hält sich wohl einer für Steve Jobs..
Jetzt stellt sich einem nur die Frage, warum Leute sich diese 80 h/Woche antun sollten?! Verdienen sie dann (mehr als) doppelt so viel? Dann könnte er auch die Anzahl der Mitarbeiter verdoppeln und hätte ein gesünderes Modell.
Wenn er die Mitarbeiter so motivieren könnte, dass diese von selbst mehr leisten, wäre das was anderes, aber so viel zu fordern kann nur schiefgehen..
Ich tippe auf Equity Options ab einer bestimmten Zeit in der Firma. Und bis dahin dreht er seine Mitarbeiter durch den Fleischwolf. Weiter unten schrieb jemand, dass es dem Typen darum geht Seedmoney abzugreifen. Wahrscheinlich führt seine Firma gar nicht zum Verkauf und er verteilt wertlose Anteile, um Leute dazu zu bekommen die Firma interessant für Investoren zu machen. Er bezieht dann ein bombastisches Gehalt und nutzt seine Arbeiter voll aus.
80 Stunden pro Woche ist krank. Und am Ende profitiert nur der Chef. Sollte bspw Google den Laden in einem Jahr für ein paar Milliarden kaufen, bekommen die Mitarbeiter gar nix.
Möglichkeiten gäbe es natürlich, die Angestellten ebenfalls am Erfolg zu beteiligen. Aber irgendwas sagt mir, dass er dagegen auch einen super Grund hat. Vielleicht “Geld ist nicht alles”. 😁
Aber nein, das ist doch sicherlich, wie bei den meisten Start Ups, eine große Familie. 😄
Meiner Meinung nach handelt es sich bei dem 22-jährigen Mann um einen geistesgestörten und egoistischen Sadisten, der hoffentlich bald pleitegehen wird.
Niemand, der bei klarem Verstand ist, arbeitet dauerhaft unter Zwang, 80 Stunden pro Woche, und ebenso nicht, wenn der Chef ein 22-jähriger junger Mann ist, der vom Leben keine große Ahnung hat.
Bei mir würde das Bübchen auf Granit beißen, den lache ich aus und zeige ihm den Mittelfinger. 😉
Na dann hoffen wir, dass er krachend mit seiner Firma scheitert!
Man kann davon ausgehen, das er seine Angestellten verheizt, damit irgendwie ein präsentierbares Ergebnis dabei rauskommt. Dann wird die Firma für einen ordentlichen Millionenbeitrag vertickt, er zahlt für n Appel und Ei die Mehrarbeit aus und ‘leider’ wird dann bei der Integration in das Unternehmen des neuen Besitzers die ausgelaugte Belegschaft weggespart.
Wenn ihn das glücklich macht wieso nicht, manche leben halt gerne nur für die arbeit.
Er selber kann gerne so lange arbeiten, aber seinen Mitarbeitern das aufzuzwingen ist vollkommen krank.
Dann muss er auch doppeltes Gehalt zahlen oder eigentlich sogar mehr als doppeltes Gehalt, weil die Anstrengung mehr als doppelt so hoch ist.
Aber wenn er das bezahlt, kann er auch gleich doppelt so viele Leute mit normalen Arbeitszeiten anstellen.
Wenn seine Firma nicht läuft, ohne die Mitarbeiter zu schänden, dann ist seine Geschäftsidee falsch.
Er kann sich gerne Leute suchen, die da mitmachen wollen, aber dann müssen auch alle Leute Miteigentümer sein und Gewinn und Verlust werden gleichmäßig aufgeteilt.
Aber Mitarbeitern, die weniger Lohn bekommen, als sie erarbeiten (sonst würde eine Firma kein Profit machen), sowas aufzuzwingen, die aber gezwungen sind dort zu arbeiten, weil sie keinen anderen Job finden, ist moralisch absolut falsch.
Deshalb gibt es in Deutschland ja zum Obergrenzen.
Weil den Gesetzesschreibern sehr wohl bewusst ist, dass Arbeit nicht freiwillig ist, sondern Systemzwang und Menschen ausbeuten, falsch ist.
Natürlich ist es auch falsch, Menschen in anderen Ländern auszubeuten, was wir jeden Tag unterstützen, indem wir Produkte aus bestimmten Ländern kaufen, aber zumindest das Deutsche Gesetz hat da keinen direkten Einfluss drauf.
Er kann natürlich gerne 80 Stunden in der Woche arbeiten, aber sicher nicht von seinen Arbeitnehmern verlangen.
Das bei Bedarf mal so zu handhaben fände ich schon hart, aber dauerhaft halte ich das für bedenklich.
Karoshi usw.
Interessant, wie manche Menschen hier in den Kommentaren meinen, nur weil sie viel Arbeiten oder Selbstständig sind, pauschal über andere urteilen und deren Arbeitsleistung einschätzen zu können.
Mit etwas Reflexion der eigenen Person und Wertschätzung gegenüber Mitmenschen, sollte das Urteil eigentlich anders ausfallen. Also entweder sind das Trolle oder, was trauriger wäre, Menschen mit und unter denen ich niemals arbeiten wollen würde. Und das sage ich als jemand, der auch weiß, was eine 60 Stunden Woche ist und internationale Kunden betreut hat.
Schön geschrieben.
60 Stunden ist schon heftig.. dann noch alles andere unter einen Hut bekommen, ist nicht einfach. Nach solchen Wochen, war ich immer richtig platt. Körperlich aber auch Mental… Und das waren noch lange keine 80 Stunden, wie der Typ es fordert. Also.. was bleibt dann noch vom Leben, frage ich mich!?
Häh? Haushalt machen, Einkaufen gehen, essen, schlafen, duschen, kacken… wann bitte ist da noch Zeit fürs alltägliche?? Wohnt der noch im Hotel-Mama? Steht die mit ner Schüssel hinter ihm? “Mama, Schüssel!!”
Ich arbeite jeden Tag zwischen 10 und 14 Stunden weil ich selbstständig bin, wohne nicht bei Hotel Mama und bekomme es mit meinen 40 auch noch auf die Reihe.
Okay der Typ verlange bisschen viel ab aber richtig arbeiten,kennt doch keiner mehr von euch 🤣
Na ja, wenn man so viel arbeitet, sollte es eigentlich das Ziel sein, seine Arbeitszeit so einzusetzen, dass man langfristig nicht so viel arbeiten muss, weil man Sachen abgibt, delegiert. Wenn du wirklich einen Job hast, wo du “jeden Tag 10 bis 14 Stunden arbeitest”, dann bist du offenbar nicht erfolgreich genug, um deine Arbeit so auszubauen, dass du Arbeit abgeben kannst. Oder du hast halt attraktivere Aufträge, die mehr Euro pro Stunden zahlen und kannst deshalb deine Arbeitszeit runterfahren.
Aber jetzt ohne deinen Job zu kennen, ist “Ich arbeite 10 bis 14 Stunden täglich” echt nicht so beeindruckend, wie du denkst, glaube ich. Für gewisse Zeiträume kann es sicher erforderlich sein, mal so viel zu arbeiten. Aber auf Dauer scheint mir das nicht erstrebenswert zu sein.
Und ich bin mir sicher, viele hier wissen genau, was “richtig arbeiten” ist. Nur ist dieses “richtig arbeiten” in vielen Berufen halt eine vorübergehende Zeit, gerade am Anfang der Karriere. Später geht es eher darum, gute Entscheidungen zu treffen.
Ein bisschen seltsam Ihre Antwort. Im Handwerk ist es üblich als selbständige Person so zu arbeiten und da sind 10 Stunden keine Seltenheit, ehr die normal. Wenn Angestellte nach Hause gehen muss noch der ganze Bürokram gemacht werden weil man dann erst Mal dazu Ruhe findet.
Einerseits unterstellen Sie das er nicht erfolgreich genug arbeitet und dann wird im nächsten Absatz das ganze weggewischt mit “so beeindruckend ist das auch nicht”. Vielleicht wenn man als Redakteur eine sitzende Tätigkeit ausübt mag das nichts sein. Körperlich 10 Stunden ist dann was anderes wenn man dann noch bei Wind und Wetter arbeiten muss.
Man kann zwar Sachen an Angestellte abgeben und koordinieren, aber man ist immer der Ansprechpartner bei Problemen und muss Lösungen finden die über die Entscheidungskompetenz eines Angestellten gehen.
Und man macht das auch nicht nur für gewisse Zeiten sondern nimmt alles mit da man nicht weiß wie lange es gut geht. Schließlich muss man auch Kapital auf die Seite legen für Zeiten die nicht gut laufen oder man den Kunden dem Geld hinterher läuft. Laufende Kosten und Gehälter kann man dann nicht aufschieben.
Es heißt dabei nicht umsonst: Selbständig = Selbst und das ständig.
Bitte beim nächsten Mal auch die Aspekte andere Berufsarten mit betrachten.
Ich hab die Aspekte anderer Berufsarten mitbedachtet. Wenn man 14 Stunden am Tag arbeiten muss, dann ist das Selbstausbeutung. Das ist nichts, auf das man stolz sein kann.
Meine Definition von “erfolgreich” ist nicht: Für wenig Geld viel arbeiten, sondern für viel Geld wenig arbeiten.
Wenn man erfolgreich ist, hat man einen hohen Stundensatz, kann Arbeit auslagern. Du sagst: “Ja, aber das geht über die Entscheidung des Mitarbeiters hinaus” – dann braucht man bessere Mitarbeiter oder einen Partner.
“Man muss die Buchhaltung noch machen” – wenn man genug Geld verdient, kann man sich jemanden dafür nehmen. Du zeichnest halt das Bild eines Handwerkers, der alleine arbeitet, bei niedrigem Stundensatz und dann wie irre arbeiten muss, um über die Runden zu kommen.Vielleicht hat er auch noch Kontrollzwang oder Vertrauensprobleme und muss alles selbst machen, kann niemandem vertrauen.
Meine Frage ist dann: Ist das erstrebenswert und erfolgreich? Es gibt zig Geschichten von LEuten, die jeden Tag zig Stunden in einem Restaurant stehen und sich selbst ausbeuten, um über Wasser zu bleiben. Die geben sich halt extrem Mühe und vollen Einsatz. Aber “erfolgreich” bist du dann halt nicht, wenn du so viel arbeiten musst, um über Wasser zu bleiben.
“Selbst und ständig” ja, das hröt man immer.Die Wahrheit ist doch, da geht es um Sachen wie Stundensatz, Kundenstamm, Kundenakquise. Es gibt riesige Unterschiede, wo in deiner Karriere du stehst bei Selbstständig. Die Idee. “Jeder, der selbststndig und eine eigene Firma gegründet, bricht sich 40 Jahre lang 14 Stunden am Tag den Rücken” – da solltest du halt mal andere Berufsfelder berücksichtigen.
Wenn man 14 Stunden am Tag arbeiten muss, dann ist das Selbstausbeutung. Das ist nichts, auf das man stolz sein kann.
Ja stimme Ich zu.
Wenn man erfolgreich ist, hat man einen hohen Stundensatz… Schwer sehr schwer umzusetzen, wenn der Handwerker statt 55 € 75 € die Stunde in Rechnung stellt biste schnell weg vom Fenster.
“Man muss die Buchhaltung noch machen” wenn man genug Geld verdient, kann man sich jemanden dafür nehmen. Ein Chef sollte schon wissen was an Rechnungen noch offen sind, sich mit der BWA auseinandersetzten oder evtl. nochmal Angebote nacharbeiten (ist nicht selten) klar kann das auch Ausgelagert werden jedoch steht meistens der Chef vor dem Kunden und bespricht Aufgaben da ist es dann schwer sowas abzugeben.
Mitarbeiter ist auch ein Klasse-Thema: Erstmal welche FINDEN der Markt ist momentan Leer und es gibt kaum noch Azubis… zum Argument ZAHL mehr als andere etc. alles versucht Urlaubsgeld 30 Tage Urlaub…
Gute Handwerker die momentan in Firmen beschäftigt sind wechseln so gut wir gar nicht (Gutes Umfeld / Kollegen / Solidarität als bsp.)
Aber „erfolgreich“ bist du dann halt nicht, wenn du so viel arbeiten musst, um über Wasser zu bleiben. DITO
Wollte damit mal kurz wirklich nur kurz aufzeigen, dass das nicht so einfach ist und halt manchmal mal mehr als 8 Std. am Tag gearbeitet werden muss, auch wenn es sich dabei nur um mich den Chef geht. Mitarbeiter kann man natürlich fragen aber nicht voraussetzten.
Ja, ich geb dir recht, dass es nicht einfach ist. Es gibt ja auch nicht nur Handwerker, sondern auch andere Berufe, die selbstständig sind. Aber ich glaube, es sollte schon das Ziel sein, sich einen Kundenstamm aufzubauen, angenehme Stundensätze zu nehmen und Mitarbeiter zu haben, auf die man sich verlassen kann, wenn der Fall eintritt, dass mehr Arbeit da ist, als man alleine bewältigen kann.
Ich glaube niemand hier bestreitet, dass es vollkommen okay ist, wenn in Ausnahmen mal mehr als 8 Stunden gearbeitet wird – gerade als Chef. Bei Mitarbeitern sollte aber auch das dann in irgendeiner Form ausgeglichen werden.
Da stimme ich dir voll und ganz zu bin seid knapp 4 Jahren Selbst und Ständig im Handwerk und die ersten 2 Jahre waren echt hart.
War vorher 8 jahre auf Montage für “Supermarkt-Ketten” Neubau, Umbau etc.sehr kleine Zeitfenster zur Fertigstellung… Arbeitszeit von Morgens 7 bis Abends 19 / 20:00 Uhr und auch mal Wochenende durch… War Jung brauchte das Geld^^ 😉
Ehrlich gesagt hat es mich mein Privatleben gekostet und wofür für nix.
Die letzten 3 Jahre gas gegeben jetzt im 4 läuft es zufriedenstellend 5 kann nur besser werden bin zufrieden und meine Mitarbeiter sind auch zufrieden (hoffe ich ^^) die Jungs machen von sich aus mal ne Stunde länger wenn es eng wird dafür halt Freitags ne Stunde eher Wochenende.
Das hört sich doch nach einem gesunden Miteinander an. 👍😀
Von selbstständig sein, redet niemand. Äpfel, Birnen. Eigene Firma, alles anders. Hier: Der Firmeninhaber fordert! Nicht, was muss, möglicherweise, ein Firmeninhaber alles tun!
Dann, es geht um mehr als 14 Stunden… nicht 10 bis 14. Vierzehn und mehr!
Komplett am Thema und an meinem Kommentar vorbei.
Ohne Worte.
Ist halt schon ein Unterschied ob man der eigene Chef ist, oder nur Angestellter ist, das sollten doch gerade Sie wissen! Und nein, Sie sind hier nicht der Einzige der hart arbeitet, ich hatte auch jahrelang 13 Stunden Dienst am Tag…
Und ganz ehrlich, an ihrem Kommentar erkennt man, dass das sehr wohl Spuren hinterlassen hat….
Du bist in meinen Augen ein Versager, Michael, darfst stolz auf dich sein. 😉
Das hört sich sehr überheblich an, du arbeitest 10 bis 14 Stunden? Die arbeitest du auch effektiv? Oder ist das einfach die Zeit von aufstehen bis schlafen gehen? Nur weil man selbstständig ist, heißt das nicht das man permanent arbeitet. Man bildet sich das ein aber so ist es halt nicht.
Nächster Punkt, seit wann bist du selbstständig? Seit ein paar Monaten oder seit nem Jahr? Seit über 10 Jahren?
Falls schon seit längerem und du arbeitest immer noch dieses Pensum, dann läuft halt deine Firma nicht. (Mach ich mal die selbe Unterstellung wie „ihr wisst doch alle nicht was Arbeit ist)
Ich bin auch selbstständig seit über 10 Jahren und bin knapp 40. Ich habe am Anfang mehr gearbeitet, also auch 10 oder mehr Stunden am Tag, aber irgendwann fängt man an Dinge abzugeben um weniger zu arbeiten. Das geht aber nur wenn man profitabel genug ist.
Ich arbeite noch 10 Jahre und geh dann in Rente, das reicht mir dann völlig. Mein Geld arbeitet dann für mich. Kannst du dann auch in Rente gehen? Dann arbeitest du jetzt noch zu viel. Oder bist halt einfach nicht profitabel.
Deine Aussage ist halt so überheblich, das ich es nicht ernst nehmen kann.
Wenn man Angestellte hat sollte man etwas mehr Demut zeigen, denn die sind die Grundlage deines Einkommens.
Mich würde tatsächlich interessieren in welcher Branche du selbstständig bist, die diese Aussage rechtfertigen würde.
Ganz Simpel: wenn es so kompetitiv ist das man nur durch 80h/Woche mithalten kann, dann sollte es das unternehmen nicht geben, simpel. man könnte auch 2x Arbeiter einstellen aber dann ist das drecksunternehmen nicht mehr rentabel lol.
In der Gen Z gibts damit auf jeden Fall einen der viel arbeiten will 😉
Ist ja auch Mitgründer und/oder CEO. Haben auch nen 4.1$ Seed bekommen. Ziel ist es einfach die Leute zu verheizen und einen fetten Exit hinzulegen wenn alle rund um die 25 sind. Ob auch die die 80h/W arbeiten was abbekommen, weiß keiner. Ich vermute aber mal eher nicht.
Stimmt Gehalt bekommen ist nicht genug 🤣
Was sollen die Mitarbeiter denn noch bekommen, es sind Mitarbeiter, er ist Gründer und hat viel mehr Arbeit reingesteckt.
Ich habe selbst eine Firma gegründet und weiß wie viel Geld und Arbeit darin steckt, wenn ich gehabt zahlen soll erwarte ich auch Arbeit, fertig.
Ihr träumt dich Alle, keiner von euch hat jemals eine Firmengründung durchgemacht also bitte hört auf da mitreden zu wollen.
..”es sind Mitarbeiter, er ist Gründer und hat viel mehr Arbeit reingesteckt.” Woher weißt du ob er mehr Arbeit reingesteckt hat?
Ihr träumt dich Alle, keiner von euch hat jemals eine Firmengründung durchgemacht also bitte hört auf da mitreden zu wollen.
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Es gibt sicher Leute hier, die auch gegründet haben und eine schwere Zeit hatten. Du tust ja so, als bist du der einzige, der je im Leben irgendwas gemacht hat. Das find’ ich echt nicht in Ordnung.
Frag dich mal, warum du ne Firma gegründet hast.
Dann weisst du auch warum du da gerade anfangs soviel Zeit reingesteckt hast.
Aber was hat denn der Arbeitnehmer davon, bei 80 Stunden die Woche praktisch komplett aufs Leben zu verzichten? Was genau hat der 2, 3 oder 5 Jahre später davon?
So ein Pensum macht man ein paar Jahre, bis entweder die Firma stabil läuft oder man als Angestellter richtig Geld abgesahnt hat. Und mit richtig Geld rede ich vom doppelten Gehalt.
Denn irgendwann will man ja auch mal Familie haben…^^
Wir reden von einer 80 stunden Woche also 16 Stunden am Tag. Und an alle stellt euch die Frage wollt ihr leben um zu arbeiten oder arbeiten um zu leben? Dann was bringt es 80 Stunden die Woche arbeiten zu gehen um dann mit Mitte 30 oder 40 an Burnout zu leiden oder anderem und dann EU Rente beantragen zu müssen. Und wir haben heut die Technik und Möglichkeiten lasst sie uns doch nutzen damit jeder weniger arbeiten muss. An die die sagen richtig arbeiten was ist euer Ziel im Leben? Oder so geil dran sich 14 Stunden am Tag abzuraten?
Und dazu kommt, diese Firma dort oben ist in den USA. Also nix mit EU Rente, sondern in den Walmart gehen, zur Jagdabteilung, ne Schrote kaufen, und zuhause den Cobain machen, wenn man wegen 80 Stunden im Eimer ist.
Es gibt auch Gründer die nicht eine Stunde Arbeit in eine Firma stecken. Es geht um die Startfinanzierung (UG wäre 1 EUR), eine Vision und dann die Umsetzung. Die Umsetzung kann zu 100% von angestellten durchgeführt werden. Viel mehr reingesteckt ist also so nicht richtig.
Dann kommt der Exit, ‘Gründer’ lässt sich für ein paar Millionen oder Milliarden auslösen, verlässt nach 1 oder 2 Jahren das kombinierte Unternehmen, aber die Angestellten wurden dann schon während der Fusion weggespart (aka gekündigt).
Es ist interessant zu sehen, wie viele denken, das dieser Kommentar positiv für den CEO gemeint war. Tatsächlich meinte ich es aber so:
Der Typ ist auch Serien-Gründer und hat mehrere Seeds abgelutscht (siehe https://hypepotamus.com/companies/b2b/tabnam-pre-seed-investment/)
Es geht ihm also ganz deutlich um ganz schnell so viel wie möglich Geld zu machen.