Baldur’s Gate 3 ist jetzt so gut, weil die Devs etwas getan haben, das viele furchtbar finden

Baldur’s Gate 3 ist jetzt so gut, weil die Devs etwas getan haben, das viele furchtbar finden

Das Rollenspiel Baldur’s Gate 3 ist jetzt ein voller Erfolg und löst sogar eine Diskussion aus, dass es den Standard für neue Rollenspiele so hoch ansetzen könnte, dass Studios daran zerbrechen würden. Aber warum ist das Spiel schon zum Release so perfekt poliert?

Was ist das für eine Diskussion?

  • Ein Indie-Entwickler hat auf Twitter ausgeführt, dass Baldur’s Gate 3 nur so gut ist, weil es eine Reihe von Vorteilen genießt, die kein anderes Spiel so einfach imitieren kann. Beim Versuch, diesen Qualitäts-Stand zu erreichen, könnten Studios sterben.
  • Daraufhin hat die Seite IGN ein Video veröffentlicht, das behauptet: Baldur’s Gate 3 sei so gut, dass Spiele-Entwickler in Panik verfallen. Man fragt: Warum kommen nicht mehr Spiele so perfekt poliert raus wie Baldur’s Gate 3? Entwickler sollten sich nicht gegen die neuen Standards wehren, sondern sie akzeptieren.
  • Ein Blogpost von Brandon Sheffield hat dieses Video wiederum kritisiert: Baldur’s Gate 3 sei drei Jahre als unfertiges Spiel zum Vollpreis verkauft worden. Nur dadurch konnten sich die Entwickler diesen „perfekt polierten“ Launch nun leisten.

Baldur’s Gate 3 setzt neue Standards, weil das Team einzigartige Vorteile nutzt

Warum ist denn Baldur’s Gate 3 so gut? Der Indie-Entwickler Xalavier Nelson Jr. erklärt auf Twitter, dass Baldur’s Gate 3 während der Entwicklung einige Vorteile genossen habe, die es in eine spezielle Situation versetzen (via Twitter):

  • Das Spiel werde seit 2017 entwickelt
  • 2 massive Games und deren Defintive Editions dienten als Vorläufer, um die Technik und das Wissen zu entwickeln – Gemeint sind Divinity Orginal Sin I und II (2014 und 2017)
  • Der Early Access von Baldur’s Gate 3 lief über 3 Jahre und brachte eine Menge Feedback
  • Das Studio beschäftige 400 Entwickler an 7 Standorten
  • Das Spiel habe mit Dungeons and Dragons eine riesige Lizenz im Rücken, die am Gipfel ihrer Relevanz sei, etwa durch den Film

Baldur’s Gate 3 sei kein neuer Standard für Rollenspiele – Es sei eine Anomalie. Der Versuch dieses „Mega-Game“ nachzuahmen, könnte eine Reihe von den Studios in den Ruin führen, vor allem wenn man nicht dieselben Vorteile genieße wie Larian bei Baldur’s Gate 3.

Diesen Punkt erhebt das IGN-Video: In dem 9-minütigen Video von IGN wird vor allem die Frage aufgeworfen, warum nicht jedes neue Spiel so poliert und gut an den Start geht, wie Baldur’s Gate 3.

Der IGN-Journalist fordert, die Studios sollten sich nicht dagegen wehren, dass Baldur’s Gate 3 einen neuen Standard setzt, sondern das akzeptieren und selbst ihren Standard erhöhen.

Als Beispiel für die aktuell niedrigen Standards der Studios werden Destiny 2 und Diablo 4 angeführt, denen vorgeworfen wird, zu viel Loot, den man eigentlich im Spiel finden sollte, über den Cash-Shop zu verkaufen.

Studios müssen ihr Spiel verkaufen, um ihr Spiel fertigzustellen

Was sagt der Blogpost? Der Blogpost von Sheffield macht deutlich, woran es liegt, dass Spiele mit Bugs in den Release gehen: Die Entwickler stehen wegen äußeren Umständen unter Geld- und Zeitdruck und müssen das Spiel herausbringen, um damit die Fertigstellung des Spiels zu bezahlen. Sie haben in den meisten Fällen keine Kontrolle über ihr Budget.

Die Fertigstellung des Spiels werde durch DLCs, Patches, Early-Access und sogar Mikrotransaktionen erreicht, weil Studios sich an Finanzpläne halten und sich den Erwartungen ihrer Investoren anpassen müssen. Sheffield sagt: Entwickler würden durch ihre Lebenskraft brennen, um das hinzubekommen.

Sheffield erklärt, dass Baldur’s Gate 3 bereits vor 3 Jahren in einen Early-Access-Release startete und die Entwickler 3 Jahre lang ein „unfertiges Spiel“ zum Vollpreis verkauft haben:

Baldur’s Gate 3, von dem er [das IGN-Video] sagt, es sei in einem polierten Zustand erschienen, wurde tatsächlich im Early-Acess veröffentlicht, was er anmerkt, aber kein bisschen hinterfragt. Das Spiel war 3 Jahre im Early Access, bekam Politur und Bugfixes. Drei Jahre! Jetzt, als jemand, der die meiste Zeit im Video darüber meckert, dass Leute unfertige Produkte verkaufen: Warum ärgert ihn das nicht? Sie haben ein Spiel für 3 Jahre für 60 $ verkauft, dabei war es unpoliert und unfertig. Jeder konnte es kaufen.

Die Firma war in der Lage, das fertige, Nicht-Early-Access-Spiel in einem polierten Zustand zu verkaufen, weil sie das Spiel für 3 Jahre zum Vollpreis verkauft haben, und das in einem unfertigen Zustand. Daher ist die ganze Voraussetzung des Videos, dass Baldur’s Gate 3 perfekt poliert erschienen sei, nicht mal richtig.

Sheffield erklärt auch, andere „Vorzeigespiele“ seien nur wegen einzigartigen Situationen in der Lage gewesen, so perfekt poliert zu erscheinen:

  • Hinter Tears of The Kingdom steht etwa Nintendo, die so viele Milliarden von US-Dollars in der Reserve haben, dass sie sich für die Fertigstellung eines Spiels beliebig viel Zeit lassen können
  • Elden Ring habe durch die vorherigen Erfolge von FromSoftware einen Blanko-Check für eine „Es ist fertig, wenn’s fertig ist“-Attitüde. Die meisten Studios hätten solche Blanko-Checks nicht, der komme erst nach mehreren riesigen Erfolgen.

Die Argumentation von Sheffield deckt sich etwa mit der Erklärung des MMO-Entwicklers Stephan Frost, der Jahre nach dem Scheitern von WildStar erklärt hat, warum das Onlinerollenspiel 2014 unfertig auf den Markt gekommen war.

Auch Frost erklärte, dass die wirtschaftlichen Zwänge umso größer werden, je länger ein Spiel in der Entwicklung hängt und kein Geld verdient. Daher würde jedes Spiel der Welt praktisch „zu früh“ erscheinen, aber die Entwickler hätten keine andere Wahl.

Offenbar konnte Larian, indem man ein Tabu brach und das Spiel unfertig zum Vollpreis verkaufte, diese Zwänge abfedern:

Experte gibt faszinierenden Einblick, wie die Entwicklung von MMORPGs wirklich läuft

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Darkling

Es ist köstlich zu sehen wie sich jetzt miliardenschwere Konzerne in die Hose machen! Und versuchen sich hinter kleinen Indie Entwickler zu verschanzen!
Weil diese miliardenschweren AAA entweder dies Qualitätslevel nicht mehr erreichen können oder wollen und lieber halb fertige “LIVE services” zum Vollpreis mit Ingameshop auf den Markt werfen! Ist ja nur kosmetisch nicht wahr xD

Zuletzt bearbeitet vor 9 Monaten von Darkling
Roan

Ich bezweifle sehr stark, dass sich die großen Konzerne “in die Hosen machen”. Die entscheiden sich ja ganz bewusst für schlechtere Qualität, nicht weil sie es nicht besser könnten, sondern weil es ihnen zu viel kostet und sie sich dadurch einen höheren Gewinn versprechen. Denen ist bewusst, dass sie mehr verkaufen würden, mit höherer Qualität, die Frage dabei ist aber, ob die dadurch höheren Umsätze die höheren Kosten decken würden. Am Ende geht es diesen Konzernen ausschließlich um Profit. Ist lästig, aber so ist halt die Realität.

Bei Indie Firmen ist es schon noch teilweise so, dass dort Profit zumindest nicht das einzige Kriterium ist, da gibt es einige die durchaus bereit sind auch geringere Profite in Kauf zu nehmen und dafür dann ein Spiel so entwickeln, wie sie es für perfekt halten. Allerdings haben eben gerade diese Indie Firmen auch sehr viel schneller ihre finanziellen Limits erreicht, da diese keine so hohen Reserven haben wie die großen Konzerne. Dies gilt vor allem für bisher eher unbekannte Studios. Da muss man dann halt Wege finden, um das Spiel zu finanzieren. Eine early access phase ist eine Möglichkeit, die aber auch hauptsächlich nur bei Spielen funktioniert, mit denen man schon durch die Thematik ein sehr großes Interesse erzeugt (wie eben durch Dungeons und dragons). Meist kann man nur dann im early access was verkaufen, wenn man es vergünstigt anbietet, wobei man dann aber Einnahmenverluste später beim Release hinnehmen muss (diejenigen die es im early access gekauft haben, haben dann ja weniger bezahlt als man eigentlich dafür verlangen möchte). Man kann sich natürlich auch Investoren suchen, dadurch macht man sich aber abhängig, denn diese wollen grds gewinne sehen und verlangen häufig ein gewisses Mitspracherecht. Auch Kickstarter ist eine Möglichkeit, aber auch hier haben es spiele die ein eher ungewöhnliches Konzept haben generell schwerer.

SLAPPMASTER9000

Diese Beispiele mit Zelda und Elden Ring gehen mir etwas auf den Keks, das hört sich so an als wollten die sagen “Das spiel ist nur so gut weil die Vorgänger gut waren!”, echte Sherlock Holmes Arbeit hier.
Vor allem konnte ich das auch schon mit Indie games beobachten, z.B. habe ich Risk of Rain 2 gekauft weil part 1 Klasse war und soweit ich weiß war RoR2 ein ziemlicher Erfolg für die entwickler.

TL;DR: GIT GUD

Roan

Bei Nintendo war die Aussage, dass sie halt die finanziellen Rücklagen haben, um auch Mal länger für die Entwicklung zu benötigen. Nintendo ist ein uralter Konzern, der existiert schon seit dem 19. Jahrhundert (glaube seit 1889) und hat halt einen großen Erfolg gehabt. Denen tut es eben nicht weh, wenn ein Spiel 2-3 Jahre länger als ursprünglich geplant entwickelt wird, solange am Ende die Einnahmen die Kosten decken, was bei Nintendo wahrscheinlich meist der Fall ist (insbesondere angesichts dessen Preise).

Wenn man diese finanziellen Rücklagen nicht hat, ist es sehr viel schwieriger längere Zeit zu entwickeln. Denn solange man entwickelt, hat man ja keine Einnahmen. Gerade kleinere Studios können halt nicht ewig für die Entwicklung eines Spiels brauchen, die müssen frühzeitig eine Finanzierung finden. War ja offensichtlich auch bei Baldurs Gate 3 so, hier wurde der Titel schon Recht früh im early access gebracht und sogar zum Vollpreis verkauft, um die weitere Entwicklung bezahlen zu können. Dies konnte man sich in dem Fall erlauben, weil die Thematik einen großen Andrang hatte, Dungeons und dragons ist halt sehr bekannt und an dem Spiel gab es schon im vorwege ein sehr großes Interesse. Wenn man aber keine so starke Lizenz hat und es ein unbekanntes setting ist, dann kann man sich nicht wirklich erlauben, das Spiel im Vollpreis in den early access zu bringen. Bzw würde man in dem Fall kaum Verkäufe erzielen.

Luripu

Zu den 3 Jahren im EA aus der Sicht eines EA Käufers:

-ich habe noch nie in Kickstarter oder ähnliches investiert,
weil kein Vertrauen da ist
-auch als großer Wing Commander Fan bekam Roberts keinen Cent von mir
und das er noch nichts Marktreifes hat,bestätigt meine Entscheidung

Von Larian Studios kannte ich Ego Draconis also wagte ich erstmals mit
Divinity:OS den Versuch
und kaufte die EA Fassung zur Unterstützung.
Das fertige Produkt gefiel mir also tat ich das selbe bei Teil 2,
mit dem selben Ergebnis.
Folglich war es einfach für mich auch bei BG3 die EA Fassung zum Vollpreis zu kaufen
und die 3 Jahre halt auf was gutes zu warten.
Das Vertrauen war vorhanden.

Wer also diesen EA Weg selbst gehen will,
sollte schon gute Argumente mit der EA Fassung vorlegen
oder halt schon bewiesen haben,
das am Ende etwas gutes bei raus kommt.

Zuletzt bearbeitet vor 9 Monaten von Luripu
bmg1900

Die Leute machen es sich schon ziemlich einfach manchmal. BG3 wird, sowohl von Spielern als auch von der Industrie völlig falsch einsortiert.

Ist es eine “Anomalie”? Leider ja. Wir müssen der Tatsache ins Auge sehen, dass sowas wie BG3 leider die Ausnahme bleibt. Kein großes Studio entwickelt Spiele mehr aus “purer Leidenschaft”. Das sind alles große Firmen in denen Freelancer je nach größe des Projekts hinzukommen und wieder entlassen werden. Dahinter steht der Vorstand, der keine romantisierte Vorstellung von Spielen hat sondern das ganze als das sieht was es ist: eine Firma die Gewinn erzielen muss. Noch schlimmer siehts ja dann bei Aktiengesellschaften aus. Das ist ja auch der Grund wieso z.B. FIFA Jahrelang nur das mindeste getan hat um dann ein Update wieder als Vollpreistitel zu verkaufen: es hat funktioniert. FUT trägt den Bärenatneil des gesamten Umsatzes von EA.
Wenn wir uns nun Larian anschauen, haben diese die Möglichkeit vieles anders zu tun. Das Studio hat einen großen Vertrauungs durch DOS2 gehabt und von Anfang an kommuniziert wieso der EA direkt zum Vollpreis verkauft wird. Dazu ist es ein unabhängiges Studio ohne Vorstand im Nacken, der das Spiel um jeden Preis zu Zeitpunkt X auf dem Markt werfen will. Larian hatte einfach die Möglichkeit sich auch die Zeit für das Spiel zu nehmen, die sie brauchten um es so zu entwickeln & zu polieren wie sie es haben wollten.

Allerdings, wie Eingangs erwähnt, machen es sich manche das Leben dann doch zu einfach. Anstelle die eigenen Releases der Vergangenheit dadurch zu reflektieren und vielleicht mal über Umstrukturierungen nachzudenken wird genau so weiter gemacht wie vorher. Am Ende ist BG3 leider genau das, eine Anomalie. Das glänzende, echte Juwel in Mitten von Blendern.

Firefix

Vollpreis und Early Access ein Problem? Ich habe ein Problem wenn Early Access Spiele am Release, ohne die Bezeichnung verkauft werden. Hier ein paar Beispiele.
Das letzte Battlefield
Anthem
Fallout 76
Cyberpunk

Die Beispiele sind mir gerade spontan, mit meinem noch müdem Hirn, eingefallen.

Zuletzt bearbeitet vor 9 Monaten von Firefix
Björn

Ich verstehe nicht, warum das Game als “poliert” bezeichnet wird…
Es ist fantastisch und das Game des Jahres die mich, aber es hat dermaßen viele Bugs… Hatte selten bei einem Game derart viele Abstürze und es gibt etliche Bugs jeder Art, vor allem in Akt 2 und 3. Akt 1 wirkt “poliert”, was auch Sinn ergibt, aber vor allem Akt 3 hatte richtig viele Frust-Bugs…
Und wenn man so in Steam Discussion reinschaut, haben einige Spieler diese Auffassung.

Marc

Also ich hatte in meinem gesamten Durchspielen von 80 Stunden 2 Bugs und die hatten mit der Kamera zu tun, dass nen Charater in der Kamera stand oder garnicht aufgetaucht ist. Sowohl bei meiner Freundin und auch jeden in unsere Gilde sind kaum Gamebreaking Bugs entstanden. Das es welche gibt, ist verständlich, bei der riesigen Spielewelt und den Möglichkeiten.

Lag es bei dir vielleicht an DX11 oder Vulcan ? Habe gehört, dass dort viele Abstürze herkommen und man mal rumprobieren soll. Und ich hoffe du hast die Bugs reportet ^^

Nerdine

Wie kann man Spiel in 80 Stunden durchgespielt haben??? 😳
Ich habe 70 Stunden und bin nicht mal mit Akt I fertig.

Björn

What? Wie das? Also habe Akt 1 schon Early Access vor 1,5 Jahren durchgespielt, aber trotzdem jede einzelne Nebenquest gemacht, mit jedem Tier und jedem Toten gesprochen, jedes versteckte Item eingesammelt, jede Ecke aufgedeckt, jedes Haus durchsucht und Dialoge und Cutscenes auch nicht geskippt… 😀

Was machst du 70 Stunden lang in Akt 1? Dann hast du ja lange was vom ersten Durchspielen 😀

Björn

Ich habe abwechselnd beides probiert. Aber gibt nicht nur die Abstürze, sind auch viele Probleme, dass Quests nicht mehr gehen und ich laden musste, usw.
Oder das “Pathing”, in Akt 3 gibt es viele Hindernisse und dauernd bleiben Companions stehen und müssen manuell nachgezogen werden. Sobald man fliegen kann, wird das noch erheblich schlimmer.
Ich habe auch einige Dialoge gehabt, wo in Optionen hat kein Text angezeigt wurde, usw.

Walez

“Der Markt regelt das“ darf als weiterhin nur bedeuten, das wir auch in Zukunft damit leben sollen, das etliche Studios halb-garen, verbuggten, aktuell im Falle von Rockstar, komplett lieblosen, Müll veröffentlichen „dürfen“, weil sie nicht mit ihrem Budget haushalten können oder bloss nicht zuviel investieren wollen und immer stärker in Richtung Dividende schielen, deshalb auch „zu früh“ veröffentlichen müssen, uns inzwischen nahezu unverblümt signalisieren, das wir Cashcows doch endlich mal unsere Erwartungshaltungen (die meistens noch zusätzlich durch Marketing Geblubber und studiointerne Hypetrains angefacht wird) zurückschrauben sollten? Gut das das geklärt ist…

Edit: Tatsächlich NULL Akzeptanz für dieses Rumgeheule einiger Entwickler – Early Access bedeutete vor Jahren auch, das interne Betatester anstellt wurden und dieses das Game auf Herz und Nieren überprüften. Wenn ich hier aber den Rotstift ansetze, inzwischen, kaum noch gefühlt, siehe Redfail, siehe RDR „Port“, auf die Qualitätskontrolle pfeife, muss ich mich nicht wundern, wenn der Gegenwind, aus Richtung der Spieler, rauher wird.

Zuletzt bearbeitet vor 9 Monaten von Walez
Dastil

Das man nur Akt1 spielen konnte half auch den hype nicht zu töten, wie bei vielen early access Spielen. Allgemein ist es auch sehr leicht ein Spiel im early access zu töten, daher haben sie da wohl auch vieles richtig gemacht.

Das und…naja…niemand zwingt irgendjemanden early access Spiele zu kaufen, solange es bei Release super ist, hole ich es mir, wenn nicht, nicht.

Zuletzt bearbeitet vor 9 Monaten von Dastil
Lex Ultima Ratio

Early Access = 1 Akt

Release: 3 Akte

Somit ist jegliche Argumentation bezüglich der Ausreden in meinen Augen einfach nicht wahr.

Genauso bei Elden Ring – die Investoren buttern nicht nur wegen “Blanko Check” Geld in die Marke, sondern weil mehrere Pläne in Bezug auf den Ausbau der Marke existieren.

Es wird bspw nicht nur auf 1 grosses DLC hingearbeitet, sondern auf eine IP die ertragreich über mehrere Jahre hinweg werden soll – steht in etwa so auch im Finanzbericht der Dachgesellschaft Kadokawa Corp.

Also im Prinzip wie ein CoD oder ein Fifa/FC es auch handhabt, nur scheinbar eben wesentlich schlechteres Konzept.

Wie war dass damals noch mit der “Anomalie” The Witcher 3? Achja… Free dlc, kein DRM, starke Addons als DLC

Der Erfolg gibt ihnen recht.

Huehuehue

Naja, msn merkt genau das dann eben schon:

1. Akt wirklich extrem poliert, fast bugfrei
3. Akt aktuell doch nicht selten immer wieder Bugs

Generell steigt die Bug”dichte” mit jedem Akt (auf nicht sehr hohem Niveau)

Dazu kommt: durch 3 Jahre vollpreispflichtige Beta (nichts Anderes ist EA), hast du, wenn du eine gute Marke hast, die die Leute auch “blind” kaufen würden (und Bioware hat da vor 25 Jahren rine gute Basis dafür gelegt), einerseits ein gesicherteres Budget, kannst generell besser den Markt abschätzen und hast 3 Jahre lang permanentes Feedback, was die Leute haben wollen. Das klappt aber eben nur, wenn die Leute dir einen EA-Titel auch “durchgehen” lassen, was bei AAA-Studios schwerer ist, denn von denen wird erwartet, dass sie große Titel selbstständig ohne diesen “Vorabblindverkauf” EA budgetär stemmen (denn: “geht es denen so schlecht, dass sie so schon Geld reinholen müssen” bzw. “die sind so gierig, noch nicht mal das Spiel fertig aber schon zum vollen Preis verkaufen,
, um noch mehr Kohle abzugreifen”), EA gilt eigentlich immer noch als Weg, um ein nicht ausfinanziertes Budget noch mitten in den mittleren Stadien der Entwicklung aufzufetten

Zuletzt bearbeitet vor 9 Monaten von Huehuehue
Vallo

Entwickler sollten sich nicht gegen die neuen Standards wehren, sondern sie akzeptieren.”

Hat ja die Jahre geklappt. Der Standart war ja unfertige Spiele zu veröffentlichen. Anscheinend haben es sehr viele mit Kusshand angenommen. Mal schauen ob das jetzt auch klappt 🤷‍♂️

T.M.P.

Man kann Larian Studios schon ankreiden, dass sie statt dem angekündigten einem Jahr Early Access einfach mal drei Jahre gebraucht haben.
Andererseits hatten sie halt das Geld und haben es genutzt.

Währenddessen hauen viele andere Publisher aber Spiele auf den Markt die wirklich spielzerstörende Bugs haben, die dann vielleicht nach Wochen oder Monaten gefixt werden.

Da ist das Geld scheffeln wichtiger als den Release um diese paar Wochen oder Monate zu verschieben, und den Leuten eben kein Produkt zu verkaufen, das nicht nur praktisch wertlos ist, sondern sogar zu erheblichem Frust führen kann.
Das geht von fehlenden versprochenen Features, total unausgegorenem Balancing, blockiertem Fortschritt und Problemen mit Crossplay, bis hin zu zerstörten Spielständen und Backdoors für Hackerangriffe.

So etwas ist einfach unentschuldbar, und die Geldgeier sollen dafür brennen! 👿

Huehuehue

Das geht von fehlenden versprochenen Features, total unausgegorenem Balancing, blockiertem Fortschritt und Problemen mit Crossplay, bis hin zu zerstörten Spielständen und Backdoors für Hackerangriffe.

Budgets gonna budget.
Und da nicht mal in allererster Linie die monetären

T4nnenhirsch

Wer was wie lange entwickelt, ist mir egal.
Als BG3 im EA rauskam, habe ich nicht 1 Sekunde gezögert und das Spiel erworben.
Warum ? ….weil es Baldur´s Gate war.
Daß daraus nun zum Release eine Perle wurde, nehme ich gerne mit.

Auf der anderen Seite : Ich werde nie wieder ein Bethesda-Produkt weder vorbestellen noch zum Release kaufen.
Bethesda ist genau das Gegenteil.

Huehuehue

Kurze Frage: wenn BG3 von Bethesda gemacht worden wäre – hättest du es ohne zu zögern gekauft?

Dein Kommentar mischt zwei ziemlich unterschiedliche Dinge – eine Franchise (die ursprünglich von einem völlig anderen Unternehmen entwickelt wurde, als jetzt der 3.Teil der Reihe – Bioware gehört jetzt schon eine Weile EA und das ursprünglich geplante BG3 begründet, nach Verlust des Lizenzvertrags die Dragon Age – Franchise) und ein Unternehmen.

Zuletzt bearbeitet vor 9 Monaten von Huehuehue
Daniel

Ich kann keinen der genannten Gründe mehr akzeptieren. Wieviele Games waren/sind im EA und als sie “fertig” waren fehlte die Hälfte? Wieviele Vorgänger hat den ein Diablo ein CoD Fifa usw? Und erscheint trotzdem nicht in der Qualität wie BG3? Natürlich klar Äpfel und Birnen aber das ist einfach Leidenschaft was dahinter steckt und nicht wie ziehe ich dem Kunden soviel Geld wie möglich aus der Tasche. Mich kotzen dlc battlepasses und seasons Gedöns mittlerweile nur noch ab. Ich will mein Game spielen in meinem Tempo.

De

Bei Baldurs Gate 3 wusste jeder beim Kauf, dass es sich um einen Early Access Titel handelt. Du erwirbst also bewusst ein Spiel, das sich noch in der Entwicklung befindet. Blizzard hingegen verkauft Spiele wie Diablo 4 als Vollpreistitel ohne Early Access.

Arestris

Sollte man meinen, dass jemand der EA kauft, weiß was er kauft, nicht? Und jetzt geht man mal auf Steam, zu Kerbal Space Programm 2 und schaut sich die Reviews an. Es ist EA, es war genau bekannt, was schon drin ist und was nicht, es wird von den Leuten dennoch total zerrissen! BG3 hatte also schon viel Glück bei dem Ganzen.

De

Nun ja, mir geht es nicht darum, ob ein Spiel im Early Access gut oder schlecht ist. Egal, wie BG3 im Early Access war, du wusstest einfach, dass du ein Spiel kaufst, das sich noch mitten in der Entwicklung befindet. Ich persönlich würde Diablo 4 zum Beispiel anders bewerten, wenn das Spiel im Early Access veröffentlicht worden wäre. Aber stattdessen entscheidet man sich dafür, die Kunden zu täuschen und ein unfertiges Produkt als fertig zu verkaufen.

lIIIllIIlllIIlII

Naja ich stelle die Grundaussage in Frage. Ich finde, BG3 ist alles andere als “poliert”. Es ist ohne Frage gut aber es hat jede Menge Bugs, Exploits und ist nicht grade Balanced. Aber er es ist mehr oder weniger ein Solo Spiel / Coop, bei denen Balancing Dinge und Exploits eher weniger ins Gewicht fallen.

Kjtten

Sorry, aber die Frage, warum sich jemand, der sich über unfertige Releases aufregt, nicht an einem unfertigen Early Access stört ist dermaßen dumm… die ganze Argumentation kann ich nicht ernst nehmen.

Der Early Access-Pfad steht auch jedem anderen Entwickler offen und hat auch seine Tücken, nicht jede Art Spiel eignet sich dafür und am Ende kann trotzdem ein schlechtes oder unfertiges Produkt rauskommen.

Das Ganze als unfairen Vorteil oder unfairen Vergleich zu sehen, ich kann mir nur nochmal an den Kopf packen.

Sebhein

Der Punkt mit dem 3 Jahre early access stimmt im Grunde. Das hat natürlich zu einem sehr sauberen Endprodukt geführt. Allerdings wurde das vorher auch genauso kommuniziert was early access bedeutet. Ist schon anders als bei anderen Entwicklern, wo das als fertig geltende Produkt an den Kunden gebracht wird und man dann das gefühl hat da fehlt was oder es wäre zu früh auf den Markt gekommen.

Huehuehue

“Andere Entwickler”, also “große Entwickler”, können sich Early Access aber eben auch nicht leisten. Niemand, wirklich niemand, würde von Bethesda, EA, Zenimax, etc. eine 3 Jahre dauernde Beta zum Vollpreis akzeptieren. Das können sich nicht nur (vermeintlich) “kleinere” Studios leisten, denn nur dort findet es das Akzeptanz (und auch da nicht bei allen).
Und genau darum geht’s halt.

Zuletzt bearbeitet vor 9 Monaten von Huehuehue
Arestris

Richtig, BG3 hatte hier auch viel Glück. Ich würde das Studio hinter KSP2, vor allem nachdem es gewechselt hat, auch nicht als AAA sehen, dennoch wird deren EA zerrissen, obwohl man wusste und weiß, was man bekommt, wenn man jetzt zuschlägt.

Koronus

Eh die Erwartungen sind mittlerweile schon so niedrig, da wäre der Warnhinweis, dass es erst EA schon mal ein Schritt vorwärts. Vor allem weil man so dann nicht wie bisher noch locker ein Jahr warten muss, bis das Game endlich spielbar ist.

Arestris

Aber selbst die genaue Kommunikation hilft nicht immer! Ein Blick auf KSP2 zeigt schnell, BG3 hat hier Glück gehabt!
KSP2 ist EA, es war und ist genau bekannt, was man bekommt und dennoch findet man jede Menge “Das Spiel ist aber nicht vollständig und hat Fehler” Reviews.

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