Twitch-Streamer erklärt, warum hinter dem Beruf als Influencer mehr steckt, als die Leute denken

Twitch-Streamer erklärt, warum hinter dem Beruf als Influencer mehr steckt, als die Leute denken

Zwei Twitch-Streamer haben in einem Livestream darüber gesprochen, dass der Beruf als Content Creator nicht so einfach ist, wie es sich viele vorstellen. Zu dem Beruf gehört nämlich nicht nur das Livestreamen an sich. Es kommen viele andere Aufgaben und Risiken hinzu.

Um wen geht es? Zum einen um den Twitch-Streamer Aster „AsterPewPew“. Er ist seit dem 7. Dezember 2014 in der Twitch-Szene vertreten und kann pro Stream über 800 Zuschauer für seinen Stream gewinnen (via sullygnome). In seinen Streams wird GTA V gespielt oder in Just Chatting gequatscht.

Wir zeigen euch im Video Twitch-Streamerinnen, die ihr kennen solltet:

Streaming ist nicht die einzige Arbeit eines Twitch-Streamers

AsterPewPew sprach mit der Twitch-Streamerin JenNyan in einem ihrer vergangenen Streams. Zuvor hatte sie erzählt, dass sie im letzten Monat insgesamt 160 Streaming-Stunden hatte und dass ihre aktuellen Streams 10-12 Stunden gehen. Das sei JenNyan allerdings zu viel und sie würde gerne wieder mehr abschalten.

Daraufhin hatte die Twitch-Streamerin vereinzelt Nachrichten im Twitch-Chat bekommen, dass sie sich nicht beschweren solle, schließlich sei dies ein ganz normaler Arbeitstag. Schon zuvor musste sich die Twitch-Streamerin wegen ihres Berufs rechtfertigen.

JenNyan startete ihren Twitch-Kanal am 15. August 2015 und kann durchschnittlich über 1.700 Zuschauer begeistern (via sullygnome). Am meisten streamt sie in der Kategorie Just Chatting oder spielt GTA V. In 2024 war sie für einen Stream-Award nominiert, die Nominierung war ihr im Nachhinein jedoch peinlich.

Was müssen Twitch-Streamer alles leisten? Twitch-Kollege AsterPewPew antwortete darauf, dass die Leute nicht wissen würden, dass JenNyans Arbeit nicht nur das Livestreaming an sich sei. Er zählte verschiedene Dinge auf, die zu dem Beruf des Twitch-Streamers dazugehören:

  • Calls und Meetings
  • Es müssen Reels gedreht werden
  • Placements müssen vorbereitet werden
  • Für einige Kooperationen muss gereist werden, sodass man schnell einige Tage nicht zu Hause ist
  • Man ist ständig mit seinem Job konfrontiert

Hinzu kommen Risiken wie Belästigung oder Hassnachrichten in den Postfächern. Zudem wisse man nicht, wie lange man diesen Beruf noch ausüben kann.

Dein ganzes Leben, und das kann ich sagen, weil ich dich kenne, besteht aus dem, was du tust. Ich kann mir das nicht mehr anhören, weil die so unreflektiert sind, dass die nur glauben, dass der Stream das einzige ist, was mit diesem Job einhergeht.

AsterPewPew im Stream

Weiter führt er aus, dass es auch Unterschiede zwischen Twitch-Streamern gibt. So sei es natürlich weniger Arbeitsaufwand, sich nur in den Stream zu setzen und auf YouTube-Videos zu reagieren. Content Creator sind unterschiedlich und auch deren produzierten Inhalte dementsprechend verschieden.

Er schloss seinen Monolog mit: „Zu sagen, das ist keine richtige Arbeit oder so, ist völliger Schwachsinn.“

Den ganzen Clip könnt ihr euch hier angucken:

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Ob der Beruf eines Twitch-Streamers oder Influencers ein „richtiger“ oder tatsächlich anstrengender Beruf ist, ist eine Frage und Diskussion, die schon lange im Internet besteht. Natürlich ist dieser Beruf körperlich nicht so anstrengend wie beispielsweise in der Pflege zu arbeiten, es sollten die Konsequenzen aber auch nicht unterschätzt werden.

So ist es vermutlich eher psychisch anstrengend ständig in der Öffentlichkeit zu stehen, sich ständig neue Ideen für einen spannenden Stream auszudenken oder die vielen Placements zu managen. Nicht umsonst berichten viele Influencer, dass sie auf ein Burnout zusteuern. Zuletzt zog sich der Twitch-Streamer LetsHugo vermutlich aus diesem Grund aus der Öffentlichkeit zurück: „Mein letztes Lebenszeichen. Erstmal“ – Twitch-Streamer zieht sich aus der Öffentlichkeit zurück

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Havanna

Tja so ist das eben.
Mit ehrlicher handwerklicher Arbeit wird es eben schwer (warum wird nochmal eine Putzfrau schlecht bezahlt?).

Man merkt leider bei jedem Streamer auch immer, sobald zuviel Geld in dem System ist werden die Streams schlechter und die Aussagen merkwürdiger.

Yoma

Putzfrau kriegt Schwarzgeld, da rechnet sichs wieder. 😉

Berndiso

Beruf? Ja ne ist klar.

Sveasy

Ja es ist richtige Arbeit, das bestreite ich nicht. Aber wenn man sich dann anschaut wie diese vergoldet wird, zb bei simplen Reactionstreams, dann hält sich mein Mitleid stark in Grenzen…und ja, das selbe gilt für zb Fussballprofis die für ihr Gekicke dreistellige Millionenbeträge im Jahr kassieren.

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