Die beliebteste Karte in Artifact kostet schon mehr als das Spiel selbst

Das neue Dota-Kartenspiel Artifact ist seit dem 28. November 2018 spielbar. Kurz nach Release sind schon etliche Karten auf dem Marktplatz von Steam käuflich. Die Preise einiger Karten sind im Vergleich recht heftig.

Axt ist am teuersten: Die aktuell teuerste Karte in Artifact ist der rote Held „Axt“. Er wird als eine Kernkarte in vielen roten Decks gespielt und ist auf dem Marktplatz von Steam für aktuell ab 19,60€ zu bekommen (Stand 30. November 2018 um 14:22 Uhr). Artifact selbst kostet auf Steam 17,95€.

Artifact Axt Kosten

Warum kostet eine Karte so viel?

Das macht Axt so stark: Axt ist eine Heldenkarte. In Artifact werden Helden auf die verschiedenen Pfade (Spielbretter) geschickt, damit Fähigkeiten der entsprechenden Farbe auf diesem Pfad gewirkt werden können. Helden selbst kosten kein Mana zur Beschwörung.

Helden können außerdem die Türme und Gegner auf dem Pfad angreifen und vernichten. Sie sind in der Regel die stärksten Karten. Axt kommt mit starken Werten:

  • 7 Angriff
  • 2 Rüstung
  • 11 Leben

Rüstung verringert erlittenen Schaden um den angegebenen Wert. Axt ist damit vor allem zu Beginn des Spiels kaum zu töten. Dazu teilt er viel Schaden aus. Für rote Decks, die meist sehr offensiv spielen, ist das ein riesiger Vorteil.

Artifact Schwarz Blaues Aggrodeck

Wieso kann man die Karte kaufen? Anders als bei den meisten Online-Kartenspielen, werden die Karten in Artifact nicht einfach gesammelt. Durch den Kauf von Artifact erhaltet Ihr bereits einige Standard-Decks und die entsprechenden Karten.

Neue Karten können durch Booster-Packs oder über den Marktplatz erworben werden. Sie können auch auf dem Marktplatz von Steam wieder verkauft werden.

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Wer Karten verkaufen will, kann sie für Echtgeld in der Community anbieten. Wer Karten braucht, kann sie sich über den Marktplatz kaufen und sich so seine Decks zusammenstellen. Eine Auswahl an Decks mit Bewertungen gibt es auf der Website ArtifactFire.

Community ist nicht begeistert: Das Bezahlsystem hat viel Kritik in der Community auf Steam ausgelöst. Viele Nutzer bezeichnen das Spiel bereits als „pay to progress“ und „pay to win“. Ein Nutzer schrieb sogar scherzhaft:

Ich spiele nun meine mächtigste Karte: Die Kreditkarte!

Obwohl die gekauften Karten nicht wirklich an Wert verlieren und wieder verkauft werden können, kommt das System nicht gut an. Stand 30. November um 14:22 Uhr hat Artifact auf Steam eine „Ausgeglichene“ Bewertung mit 65% positiven Stimmen.

Artifact Match Screenshot 1

Den Spielern fehlt vor allem die Möglichkeit, Karten ohne Einsatz von Echtgeld freizuschalten. Sie sehen in Artifact vom reinen Spielspaß her zwar Potential, finden die Art der Monetarisierung jedoch schlecht.

Wie findet Ihr diese Art der Bezahlung? Hält sie Euch von Artifact ab, oder spielt Ihr es dennoch?

Unsere Autorin Cortyn glaubt nicht an Artifact. Sie denkt, Artifact wird scheitern.

Autor(in)
Quelle(n): PCGamesNPCGamer
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