Activision Blizzard springt mit Anlauf in den größten Fettnapf, den sie finden konnten – Was ist da nur los?

Activision Blizzard springt mit Anlauf in den größten Fettnapf, den sie finden konnten – Was ist da nur los?

Der Publisher Activision Blizzard hat ein Tool veröffentlicht, das die Diversität der Charaktere in ihrem Spiel messen soll. Dafür kassierten sie viele negative Reaktionen und sogar ihre eigenen Mitarbeiter distanzierten sich von dem Tool. In der neuen Folge des MeinMMO-Podcasts reden wir über die Gründe.

Am 12. Mai veröffentlichte Activision Blizzard einen Blogpost, in dem sie ein Tool vorstellten, mit dem sich die Diversität von Charakteren in Videospielen berechnen lässt. Es basiert auf einem System, das den Charakteren mehr oder weniger Punkte vergibt, abhängig davon wie divers sie sind.

So erhielt die Sniperin Ana im Bereich „Rasse“ 7 Punkte für ihre ägyptische Herkunft und bei „körperliche Makel“ weitere 4 Punkte für ihr fehlendes Auge. 0 Diversitätspunkte gab es hingegen für ihre Sexualität, da sie heterosexuell ist.

Was als möglicherweise nützliches und hilfreiches Tool konzipiert wurde, erntete viel Kritik und Unverständnis. User fragten „Was soll es überhaupt bedeuten, dass eine Figur eine höhere Rasse als andere hat?“

Mitarbeiter von Blizzard distanzierten sich von dem Tool und Overwatch-Entwickler betonten, dass es während der Entwicklung des Shooters nicht verwendet wurde. Die ganze Situation wurde zu einem weiteren PR-Desaster für den Publisher.

Schuhmann, Leya und Marko, der aktuell eine Doktorarbeit im Bereich Diversität in Videospielen schreibt, widmen sich dem Thema.

Hier könnt ihr den Podcast auch hören:

Wir behandeln in unseren regelmäßigen Podcasts auch Sonderthemen wie die Ankündigung von Witcher 4 und laden besondere Gäste ein, wie die Jungs des LoL-E-Sport-Teams Eintracht Spandau.

Anregungen oder Kritik?

So könnt ihr mitgestalten: Ihr könnt übrigens aktiv an der Verbesserung des Podcasts mitwirken. Wenn ihr Feedback wie Anregungen oder Kritik habt oder einfach einen coolen Themenvorschlag einreichen wollt, der dringend mal diskutiert werden sollte, dann schaut doch auf unserem Discord-Server vorbei.

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Chafaris

And here we go again.

Aber das Wichtigste ist doch, dass wir uns alle mega riesig auf OW2 und DI sowie irgendwelche anderen Handyspiele freuen.

Wer kann es denn Act/Blizz verübeln. Ein wenig negative Presse, ein paar Millionen Spieler weniger und sobald der nächste halbwegs gute Titel erscheint, erinnert sich eh niemand mehr an irgendwelche Fettnäpfchen und Fehltritte.

Der Tag an dem ich nochmal ein Spiel von denen anfasse wird nie kommen….

ImInHornyJail

sobald der nächste halbwegs gute Titel erscheint, erinnert sich eh niemand mehr an irgendwelche Fettnäpfchen und Fehltritte.

Genau das. So wie bei Battlefield. Sobald der nächste Trailer rauskommt bestellen die Leute, die sich jetzt über BF beschweren, die teuerste Version vor. Um dann wieder zu meckern was für ein Mist das ist und dann das übernächste BF wieder vorbestellen.

Chafaris

Korrekt! Die Aufmerksamkeitsspanne von Spielern ist wirklich extrem kurz…

Mithrandir

Ja, ich finde auch, ein Unternehmen, das sich einen Fehltritt erlaubt hat sollte einfach sofort und für immer eingestampft werden. Das wäre viel besser.

Wer Ironie findet, darf sie behalten.

(Was nicht heißt, das man jedem Unternehmen immer sofort alles verzeihen soll. Aber das Gegenextrem ist halt genauso blöd)

Chafaris

Das von dir angesprochene Gegenextrem habe ich nie erwähnt noch propagiert. Zum anderen reden wir hier nicht von einem kleinen Fehltritt, sondern einer Serie von Missständen unter welcher Mitarbeiter jahrelang gelitten haben. Hinzu kommen weitere Elemente, welche ich hier nicht nennen muss, diese wurden zu genüge hier bereits ausdiskutiert.

Ferner ging es mir um die konsequente Vergesslichkeit der Spieler. 😉

Sveasy

Dieses ganze auf Teufel komm raus die Diversitätscheckliste/quote abzuarbeiten, was ja heutzutage leider nötig ist um zb für div. Preise oder Fördergelder überhaupt noch in Betracht zu kommen, ist der Todesstoss für jede Kreativität seitens Film/Spieleschaffender. Sie werden damit in ein Korsett gezwängt wo es nicht mehr darum geht die beste Geschichte zu erzählen, sondern am treuesten die Zeitgeistagenda zu befolgen.

Mithrandir

Die Art und Weise wie dieses Tool kommuniziert wurde ist maximal Mistig abgelaufen

Dennoch tue ich mich mit der pauschalen Verteufelung schwer. Das Unternehmen solche Prozesse standartisieren überrascht mich erstmal garnicht. Und mit Tools wie diesem, kann man versuchen eine „Blinde Objektivierung“ in so einen Prozess zu bekommen. (Wie gut oder schlecht das a) ist und b) funktioniert ist dann nochmal ne andere Sache)

Aber solange Sachen wie: „Warum hat dieses Spiel/dieser Film keinen Charakter aus [Gruppe X]“ oder „Du bist weiß/männlich, du hast dazu nichts zu sagen“ als normal empfunden werden, finde ich es komisch, sich über dieses Tool oder die Bewertungsskala zu echauffieren. Denn auch „Du Bist X, nicht Y“ ist eine Quantifizierung von Aussehen/Herkünften/Gender/sexueller Präferenz. Nur das „PoC ist diverser als weiß“ als normal empfunden wird. Aber „PoC ist diverser als asiatisch“ oder „asexuell ist diverser als lesbisch“ dann als merkwürdig/schlecht. Aber im Kern ist beides dasselbe: Man hat eine Skala.

Leya Jankowski

Wie wir auch im Podcast gesagt haben, braucht man dafür nicht wirklich eine Chart oder ein Tool. Wer einfach hinguckt, erkennt schon was für einen Mix man an Figuren hat. Gerade bei Overwatch hat doch wirklich niemand eine Skala gebraucht, um erkennen zu können, dass es hier die unterschiedlichsten Figuren mit den unterschiedlichsten Hintergründen gibt und das auch schon, bevor die Hintergrundgeschichten über etwa Comics erweitert wurden. Wenn man selbst einmal versucht sich auf der Skala einzuordnen und sich Punkte zu geben, merkt man recht schnell, wie seltsam das eigentlich ist.

Mithrandir

Absolut. Deswegen sagte ich ja die Art und Weise wie man das Ding präsentiert hat war kompletter Mist. Das Industrie aber für solche Dinge wie „Es muss divers genug sein“ versuchen wird irgendwelche standartisierten Verfahren anzuwenden per se hat mich halt nur nicht überrascht. Die Annahme: „Es müssen eben einfach alle nur mehr Diversität leben“ ist halt einfacher gesagt als gedacht. Denn „mehr“ ist eben höchst subjektiv. Für einen konservativen Stinkstiefel ist ein lesbisch weiblicher Charakter vielleicht schon superdivers und inklusiv, für jemanden, der in einer trans Community in LA lebt ist das so banal, dass es nicht als divers wahrgenommen wird, und ein „Zuwenig Diversität“ geäußert werden könnte. Und ein Tool, das Dingen zahlen zuweist ist natürluch, wenn es um Menschen geht, „uff“, aber ich wüsste halt ehrlich gesagt keinen besseren Weg konzernweit schnell Dinge zu verändern/zu streamlinen. Alles andere geht entweder nicht schnell und/oder nicht konzernweit.

Und klar ist ein „Was ist jetzt mehr Punkte Wert, POC, Asiatisch, asexuell oder trans?“-Punktewert höchst schwierig.

Was mich nur irritiert(e) ist, dass „Du darfst nichts dazu sagen, weil du nicht zur angesprochenen Gruppe gehörst“ okay ist, „Asiatensind weniger divers als asexuelle“ aber irgendwie komisch ist. Denn für mich ist im Kern beides eine Form von „Ranking“ wenn man nicht aufpasst. Und das war auch weniger an euch für den Podcast als allgemein an/über die generelle Wahrnehmung dieses Tools gerichtet.

Eigentlich sollte der Reflex: „So eine Skala ist tiefst problematisch“ zu der Erkenntnis führen, dass auch anderswo die „sorry, nicht schwul/lesbisch/weiblich/asiatisch/trans genug“-Herangehensweise (oder eben: „Dieses SPiel/dieser Film ist schlecht, weil er keine PoCs/Asiaten/Frauen/homosexuellen/trans-Fioguren hat“ ohne Kontext nicht unbedingt zielführender Ansatz ist) auch wenn sie gut gemeint ist im Kern problematisch sein kann.

RaMa

Ich bin mir nicht sicher ob die Punkte als Punkte oder Werte gesehen werden sollten in DE ist ne 6 schlecht in der Schweiz die 1 ich sehe das wie mithrandir. Sieht für mich wie ein Standardisierungsverfahren für Unternehmen aus um den Überblick zu behalten. Die suggerierten Zahlenwerte triggern weil sie wie eine Benotung aussehen. Sind aber einfach nur „Unterschiede“ wie in Charaktererstellern von early Access spielen die Frisuren oft halt Frisur 1, 2 3 4 5 heißen anstatt sich fancy oder reale Namen zu überlegen. Damit ist die 1 nicht besser als die 5 oder umgekehrt.

Schuhmann

Nein, die Zahlen sind eindeutig als Werte zu sehen. Wenn du dem Standard entsprichst -> 0 Punkte. Je weiter du davon abweichst, desto mehr Punkte. Je höher desto diverser.

Blizzard hat ja auch nach der Kritik gar nicht irgendwie versucht, darauf einzugehen, oder sich zu rechtfertigen, sondern war total im Damage-Control-Modus und hat die Screens entfernt.

ValeriaCaissa

Wokismus ist eben inhärent diskriminierend. Es ist kein Wunder, dass er solche Blüten treibt, gerade bei einem Konzern der anscheinend komplett im freien Fall ist und nicht mehr wirklich weiß wohin eigentlich. Es könnte so einfach sein aber man hat vermutlich schon zuviele Mitarbeiter dieser Art eingestellt.

ImInHornyJail

Diese woken Leute.
Wollen in einer Welt leben in der es nur die Rasse Mensch gibt, jeder ist gleich und man soll multikulturell leben. Aber wehe ein weißer Mensch lebt multikulturell. Dann gibt es wieder die Aufteilung zwischen weiß und schwarz, man soll dann nur in der eigenen Kultur leben und die andere Kultur in ruhe lassen weil man ja weiß ist.

Die wissen auch nicht was sie wollen bzw. sie wissen es und drehen alles so damit sie aus ihrer Sicht immer recht haben.

ValeriaCaissa

Dieses hin und her ist extrem auffällig. Auf der einen Seite fordert man alle Menschen egalitär zu behandeln aber sobald jemand sich anmalt, verkleidet oder Ähnliches, wird es schnell wahnsinnig eklig. Plötzlich ist es wichtig, welche Hautfarbe und Herkunft man hat, nicht nur du, sondern auch andere. Hat du bestimmte Eigenschaften, dann darfst du etwas, das du mit anderen Eigenschaften aber nicht darf. Witzig wird es aber, wenn du die geforderten Eigenschaften hast, dann aber nicht die richtige Meinung, dann ist es mit einem Mal egal dass du diese Eigenschaften hast, denn es zählt nur die Meinung von dem, der maximal echauffiert ist, selbst wenn diese Person nur hypothetisch existiert.

Es ist wahnwitzig und es zeigt sich schnell, dass die Forderung nach Gleichheit nur ein Feigenblatt ist, unter dem sich sehr unangenehme Vorstellungen verbergen.

Dazu passend auch der ganze Rasse-Begriff im amerikanischen Raum. Wäre es einem ernst mit Gleichheit für alle, würde man als aller erstes diesen Begriff bekämpfen, der ja die Basis ist für Rassismus. Stattdessen nimmt man ihn an und nutzt ihn, was äußerst gruselig ist.

Ayvaza

sind wahrscheinlich die selben leute die empört sind wenn mal von 2 leuten in nem spiel nicht einer der lgbtq+ community angehört. lautes geheule gibt es immer, wie damals, als man das töten von schwarzen Zombies in Resident Evil 5 als rassismus darstellte. ich denke, man sollte erst mal das bild des bösen weißen hetero mannes loswerden sollte, das würde wohl vieles klären.
und zum thema blizzard tool… man kanns den leuten ja auch nie gerecht machen, irgendwas scheinen die ja zu probieren, damit hier jeder und alles vertreten wird und trotzdem wird hier am laufenden band geheult.
obwohl ich kein roboter bin oder samurai oder cyborg, spiele ich doch solche klassen eher und achte dabei nicht auf sexuelle präferenz, hautfarbe oder land des ursprungs. um ehrlich zu sein hat der mist gerade unsere ganze spaßige videospiele welt zerstört, weil entwickler nicht mehr das produzieren können was sie gerne würden, sondern nonstop darauf achten muss, wer und warum jetzt wieder getriggert wird und wütend im internet vloggt.

Zuletzt bearbeitet vor 1 Monat von Ayvaza
ValeriaCaissa

Die Leute sind empört weil man menschlichen Eigenschaften einen Wert beimisst. Das Konzept nennt sich Rassismus bei Herkunft und Hautfarbe, Sexismus beim Geschlecht und so weiter.

Auch anderswo regt man sich nicht auf, er halt zwei Menschen schwul sind, sondern weil man in „lgtbq+“-community denkt. Menschen sind nicht schwul, bi, trans ect. als natürliche Eigenschaft, sondern das ist ihr sein, ihre gesamte Identität. Man ist genervt von der oberflächlichen Tokenisierung, einem Quotierungswahn und der damit verbundenen Prioritätenverschiebung. Und die dahinterliegende Ideologie ist eben nicht super nett und freundlich, sondern oberflächlich, identitär und gefährlich.

Tectrek

Ahje… mal wieder so viel falsch in dem Podcast.

  1. Geht es bei dem Tool (welches niemand gebraucht hat), soweit ich das verstanden habe, darum, dass man keine unterrepräsentierten Eigenschaften übersehen möchte, auf Grund des eigenen bias. Ergo ging es nicht darum Eigenschaften zu bewerten, sondern diese ins Verhältnis der Repräsentanz in den Spielen zu setzen, auch wenn Blizz diese Idee ganz offensichtlich nicht vermitteln konnte und die innerhalb von Minuten unter gestormten shit begraben wurde. (zwar zurecht, asus offensichtlichen Gründen, aber in der Berichterstattung sollte man wenigstens mit der Sicht des „benefit of the doubt“ !korrekt! erklären können, was das Subjekt des Gesprächs war)
  2. Mich hat es gewundert, dass niemand was gesagt hat als mehrmals das Wort „Rasse“ mit der Hautfarbe der Menschen in Verbindung gebracht wurde. Rasse hat in dem Chart auch seinen Platz, weil bspw. Winston eben kein Mensch ist, sondern ein Affe. Faktisch also einer anderen Rasse angehört. ABER (hoffentlich aus Verpeiltheit und nicht Uninformiertheit) den Begriff im Kontext der Kultur und Hautfarbe zu benutzen ist mehr als grenzwertig und auf einer Linie mit dem Problem, welches dem Chart zugrunde liegt.
  3. Ich stimme aber zu, dass der braindrain vermutlich die größte Geisel sein wird mit der dieser Konzern in Zukunft zu kämpfen haben wird. Und zusätzlich würde ich noch sagen, dass diejenigen die da für die PR der letzten Monate zuständig waren, so schnell es geht entlassen werden sollten.
  4. Riot hier als Positivbeispiel zu nennen ist etwas mit dem ich sehr vorsichtig wäre. Soweit ich weiß haben die einfach Geld bezahlt und damit die schlechte PR um den Prozess verstummen lassen. Ob sich da etwas intern verändert hat seitdem wird sich auf lange Sicht zeigen müssen. Diese Firma hat es über ein Jahrzehnt geschafft, dass das Thema unter den Tisch gekehrt wurde und es würde mich nicht wundern, wenn die einfach nur noch ausgefeiltere Methoden entwickelt hätten um relevante Klagen verstummen zu lassen. Zudem man hier gut sieht, dass Konsumenten weitaus bereitwilliger sind die Probleme zu ignorieren, wenn die Produkte einer Firma taugen.
  5. Mein persönliches Problem ist bei der gesamten Thematik mittlerweile, dass 99% aller Medienproduktionen sich nur noch wie Tokenism anfühlen. Manche diverse Charaktere sind halt diverser als andere, i guess? Man versucht irgendwie für gute PR und eine Erweiterung der potenziellen Zielgruppe diversere Casts in die Produktionen reinzuquetschen, was die resultierenden Charaktere automatisch auf deren „diverse “ Eigenschaft reduziert, was eigentlich der Inbegriff von Rassismus und Sexismus ist, während man bewusst auf andere Stereotypen verzichtet (was ja z.B. zum Meme wurde als Blizz in WoW aufreizende Bilder von Damen mit Obst ersetzt hat). Oder bspw. bei Overwatch wo anfangs eine Pose von Tracer verändert wurde, die laut einer Hand voll Personen zu sehr ihren Po betont hat. Weil ein Charakter wie Tracer nicht auch ein wenig sexy oder neckisch sein darf/kann? Und dann auch noch zu einer Pose verändert wurde die im Endeffekt das gleiche macht, nur eine leicht andere Perspektive hat und dabei noch PinUp-Fotos referenziert? Ist die Stärke von (unter anderem OWs) Charakteren nicht eigentlich, dass sie Tiefe haben und nicht nur Abziehbildchen sind, mit einer Eigenschaft? Die gesamte Entscheidungsfindung wirkt immer häufiger abstrus und willkürlich, um einen lautstarken Haufen auf Twitter zu besänftigen, der sich nicht mal für die Spiele selbst interessiert. Und ich kann es niemandem verübeln, dass Produkte darunter leiden, wenn von oben erstmal die Anweisung kommt, dass man bitte zwei Dutzend Boxen abhacken können muss, um jedwede Eigenschaft zu integrieren, die eigentlich niemanden jucken sollte. Das letzte Mal als ich eine non-hetero Beziehung zwischen zwei Charakteren gesehen habe, ohne dass es wirkte als hätte der Produzent am liebsten drei rote Pfeile ins Bild quetschen wollen, mit der Aufschrift: „Guck mal!! Das sind zwei Frauen!! …als Main-Characters!! …und die sind homosexuell!!! Guck!! GUCK WIE DIVERS WIE SIND!!“ war tatsächlich Arcane mit Vi und Cait. Weil dort (wie bei Tracer z.B. auch) deren Sexualität nur eine nebensächliche Eigenschaft des gesamten vielschichtigen Charakters war, statt DIE charakterdefinierende Eigenschaft.

Und es hört einfach nicht auf, egal wie oft die Firmen damit auf die Schnauze fliegen. Muss da in einer Hinsicht auch Asmon zustimmen – die Firmen sollen einfach wieder damit anfangen gute Produkte zu erschaffen, statt sich dem modernen cercljerk der Identitäts-Diversen hinzugeben. Denn gute Produkte werden automatisch viele interessante Charaktere beinhalten.

Tectrek

Sag ich ja. Hat im Endeffekt nichts verändert. Und ich finde nicht, dass die alte Pose viel weniger zu ihr passt als die neue. Wie geschrieben, bin ich durchaus dafür, dass Charaktere auch mal aus ihrer „Rolle“ ausbrechen dürfen. 🙂
Widowmaker ist ja auch nicht nur femme fatale, sondern hat eine relativ tragische Hintergrundgeschichte. Und im Weihnachtscomic ist es eben auch mal schön zu sehen, dass Tracer auch „normal“ kann und nicht nur „quirky“ ist.
Meine mich zu erinnern, dass die Chars im Spiel irgendwie eindimensionaler wirken.

F N

Bisschen Sinn für Semantik Leute.. Je höher die Zahl, desto unterrepräsentierter die Eigenschaft. Hauptsache immer was zu kacken

Schuhmann

Das ist absolut jedem klar.

Hast du versucht, den nächsten Schritt zu machen und zu verstehen, warum es die Leute störte, dass eine Rasse vielleicht höher- oder minderwertiger als eine andere ist?

Klingelt da irgendwas bei dir, bei diesen Worten? 🙂

Zuletzt bearbeitet vor 1 Monat von Schuhmann
RaMa

Die Leute stört es halt weil es suggeriert es sei ein „Wertungssystem“ ich glaube Blizzard hat ein Tool, das automatisch die Diversität aller Charaktere im Auge behält, um den Überblick zu behalten. Nur hätten sie einfach Mal wie die Schufa die Klappe halten sollen, wie die Werte zustande kommen und alle wären glücklich gewesen.

Die Zahlen sind einfach nur für einen Computer bestimmt, welcher einen „diversity“ grad berechnet der eben in zahlen dargestellt werden muss um ihn zu erfassen. Mir fällt keine andere Möglichkeit ein, es sonst zu erfassen.

Schuhmann

Ich hab das im Podcast schon gesagt: Man hätte einfach sagen können: „Gut, wir definieren den Norm-Charakter und geben all seinen typischen Eigenschaften die Farbe blau und alle nicht-typischen Eigenschaften die Farbe rot“ und wenn man das aufschlüsselt und sieht zu viel „Blau“, sieht man „Okay, wenig Diversität.“

Damit wäre man halbwegs fein raus gewesen. Aber das wirklich in eine Wertungs-Skala zu bringen, macht das ganze halt schön darstellbar und quanitifzierbar, aber auch super unangenehm.

Eine Overwatch-Entwicklerin hat es als „creepy and dystopian tool“ beschrieben. Das trifft’s einfach.

Ich glaube nicht mal, dass man das intern verwenden kann, weil es auch intern bei Blizzard viele Leute richtig anekeln würde, in so ein Denkmuster zu fallen: „Oh, wir haben bei Supporter zu wenig Punkte bei Ethnicity, da muss der nächste Charakter aber dringend so und so sein!“

Das kannst halt wirklich machen, wenn du so ein STatistik-Freak bist, der Diagramme und Zahlen liebt. Aber wenn man kreativ arbeitet, ist es schwer.

Und auch ganz banal: Wie willst du einen authentischen Charakter einer Minderheit schaffen, wenn du absolut keinen Bezug zu der Minderheit hast? Das sagte die Overwatch-Entwicklerin auch: Diversität entsteht, weil wir Entwickler aus den Kulturen der Figuren haben, die sie dann erschaffen.

Wir Deutsche regen uns ja auch immer auf, dass die Amis „deutsche Charaktere“ darstellen, die einfach absolut unauthentisch und quatsch sind.

T.M.P.

Man merkt doch oft dass die Produzenten von Filmen und Spielen, und auch Juroren, so ein Tool im Kopf haben.
Das ist auch nichts Neues, schon viel früher gab es den Begriff des Quotenschwarzen.
Blizzard war halt so dämlich das öffentlich zu machen.
Interessant finde ich, dass ich in Blizzards Tool wohl nie genug Punkte hätte um mitspielen zu dürfen. Gibt es ne Ausnahmeregel für nen Quotenweißen?

Ich soll das Ganze nicht ins Lächerliche ziehen?
Ja, tut mir leid, ich weiß langsam nicht mehr was ich machen soll in Zeiten wo Leute marodierend und brandschatzend durch die Städte rennen, weil ein Junge in einem Prospekt ein T-Shirt mit dem Aufdruck „Der coolste Affe im Dschungel“ trug.

EnoX

Wir wollen doch irgendwann mal an den Punkt kommen, wo die Ungleichbehandlung aufgrund von Herkunft, Hautfarbe, Geschlecht, Glaube und Sexualität ein Ende hat. So ein Tool verstärkt nur die Meinung Manche sind besser oder schlechter als Andere. Gerade wenn dann noch der Begriff Rasse fällt und das benotet wird, hört es bei mir einfach auf.

Zuletzt bearbeitet vor 1 Monat von EnoX
Misterpanda

Für mich zeigt das leider nur, dass dort vollkommen realitätsfremde Menschen sitzen. In der Chefetage. Sie müssen um jeden Preis zeigen wie divers und reif sie sind. Ansonsten sind sie ja rassistisch, wenn sie es nicht rausschreien. (Achtung Sarkasmus)

Finde es schon komisch, dass man jetzt zB in Assassins Creed wählen kann ob Mann oder Frau als Hauptcharakter. Dadurch geht doch ein Teil der Immersion der Story flöten. Macht doch einfach einen spannenden Nebencharakter des anderen Geschlechts und gut ist.

Irgendwas läuft da doch falsch. *Kopfkratz*

Tectrek

Muss ja nicht mal ein Nebencharakter sein, was AC eigentlich gut gezeigt hat in Syndicate und Origins. Problematisch war dann halt, dass man Evie und Aya auf die zweite Bank verwiesen hat und die Hälfte ihrer „Screentime“ rausgeschnitten hat. (laut Berichten)
Und das ist unfassbar schade, weil ich beide Charaktere tausendmal besser fand als ihr männliches Gegenstück in Form von Jacob (Bruder) oder Bayek (Partner).

Misterpanda

Genau das meine ich. Eigentlich müsste es dann auch tatsächlich 2 angepasste Storys geben, aber das wäre dann natürlich doppelte Entwicklung. Hätte aber durchaus Wiederspielwert.

GERD

Der Fehler im Umgang mit der Diversität und Co. ist ganz einfach diese extreme hervorgehebe.
Alle Menschen sollten gleichwertig behandelt werden.
Wenn ich jetzt aber auf Zwang bestimmt Ethnien etc. hinzufüge und hervorhebe NUR (!!!) um zu sagen „schaut wir haben dass auch“, behandle ich genau diese Menschen anders aufgrund ihrer Ethnie etc. Es sollte ganz egal sein ob ein Character arabisch, deutsch, hetero, transsexuell oder sonst was ist. Früher gab es auch schon diverse Charactere und die waren einfach nur da und es wurde kein erheben darum gemacht.
Aber heute heißt es immer schaut wir haben einen (z. B.) homosexuellen character und auch wenn dass für story und Spiel vollkommen irrelevant ist dass er das ist werden wir es euch so oft wie möglich einwerfen um zu zeigen wie „tolerant“ wir sind.
Ein Beispiel wie es richtig geht? CP2077 man konnte hetero, Homo, trans, bi etc. sein, dies war, bis auf die Liebschaften im spiel, ansonsten vollkommen egal.
Es gab dort auch character diverser Zugehörigkeiten die wie normale Menschen behandelt wurden und nicht extra hervorgehoben wurden weil sie Homosex. etc waren. Lässt diese erzwungene Diversität und entwickelt Spiele und Charactere gleichwertig ohne extra Fokus auf Diversität Zwang, sondern auf unterhaltung

Exesua

Sowas brauche ich auch, dann weiß man direkt was man meiden kann

Threepwood

In Unterhaltungsmedien/ -industrie ist ein Versuch der Standardisierung von Diversität irgendwie sogar logisch. So traurig es ist, dass es überhaupt nötig ist und so hilflos diese Shards wirken.
Man sollte aber zumindest die Frage in den Raum stellen, ob das Ergebnis (Produkt) solcher Methoden schlussendlich nicht (für den Moment) wichtiger ist, sollte es das Studio nicht intrinsisch schaffen, Diversität im passenden Kontext angemessen darzustellen.

Die USA haben zudem mit der christlichen Rechten in der Gesellschaft eine Bewegung, die aktiv gegen eine Sensibilisierung in der Breite arbeitet. Die sind mittlerweile auch super in Europa und bis vor kurzem mit Russland vernetzt. Breiten sich aus und legen subtil ihre Feuer. Die Sprache wird über die Identitäre, AfD und Co schön weitergetragen. „Politisch korrekt“ ist nur ein Beispiel davon, wie Rechts Begriffe für alle etabliert und die Spacken sich darüber fast einnässen.

Interne Diversität kann man nicht auf die Schnelle erzwingen und somit Standardisierung von Diversität durch Tools überflüssig machen. In netzaffinen Branchen hat Diversität teils schon den Status einer Schwerbehinderung. Das finde ich, aus meiner Bubble heraus, ziemlich schwierig.
Die Realität zeigt leider, dass wir noch immer am Ungleichgewicht zwischen „Mann – Frau“ und „Gesellschaft – Mensch mit Schwerbehinderung“ zu arbeiten haben. Außerhalb von gewissen Bubbles, in der Breite, also noch an einem viel grundlegenderen Punkt des gesellschaftlichen Umlernens sind. Noch immer.
Für diesen gesellschaftlichen Status ist es schon beachtenswert, dass Gendern und dermaßen viel öffentliche Auseinandersetzung mit der Thematik so präsent ist. Das darf man auch bitte als Erfolg betrachten, so ätzend die ganzen Fails auch weiterhin sind. Reicht das? Nö auf keinsten, aber die Erwartungshaltung ist Teil des Problems.

Auch wenn ich mit mir hadere, heiligt stellenweise der Zweck (dargestellte Diversität) die Mittel (Tools). Besser als nichts quasi, ein bitterer Kompromiss. Gezielt auf A/ Blizz bezogen….keine Ahnung, da bewerte ich grad gar nichts mehr, bis sich die Firma in einer gewissen Gänze neu strukturiert hat und in der Gegenwart angekommen zu sein scheint.

Alexander Ostmann

Die Ressourcen hätte man sicher sinnbringender einsetzen können.

Mellow Wollem

Wenn der Mensch dahinter nicht kompetent ist wird son Tool auch nix bringen!

Gut das sowas in meinem Spiel nicht vorkommen wird, da es schon vor 8 Jahren ein Outcoming hatte wo sich 2 Damen küssen und vor kurzen sogar in der Geschichte das „JA“ gegen seitig versprachen. Oder ein Genderneutraler Mechaniker uns unterstützt. Das zaubert meine dunkelhäutigen mit Afrolocken Spielcharakter ein lächeln ins Gesicht. Wiedermal ist Guild Wars 2 allen andere um Jahre vorraus. Ich könnt mich kringeln!

Aber sowas kann und werde ich nicht gut heissen können. Es ist ein Armutszeignis und jeder sollte sich von so Unternehmen destanzieren!

T.M.P.

Gut das sowas in meinem Spiel nicht vorkommen wird,..

Du machst ein eigenes Spiel?

Wiedermal ist Guild Wars 2 allen andere um Jahre vorraus.

Achsoo… Na dann.

Hast du jemals ein Bioware Spiel gespielt?
Dragonage: Origins kam 2009 raus und da hast du direkt 2 LGBT Charaktere in deiner Party. Und mindestens 5 weitere als NPC.

N0ma

Zurzeit versucht jeder mit dem Thema umzugehen.
Letztlich werden die Firmen solange rumtesten bis es die wenigsten Shitstorms gibt, wie bei allen Themen.
Weil ein Handbuch gibts dafür nicht.

Canelloni

Erzwungene* Diversität sind 1.World Problems und ein Ergebnis der pseudo-moralistischen Bewegung(en) die aus einem Katastrophen-freien Weltbild entsteht.

Kein Krieg = mehr Gedanken fürs eigene Sein.

Ernsthaft Leute

Es sollte so unendlich scheiss egal sein.

Wir alle werden gleich geboren und enden gleich.

Wieso muss man ständig vor allen seine Sexualität, Ethnie usw einem aufdrücken?

Beileibe ich bin weder Rassist noch Xenophob – ich feiere Spiele wie TLOU2 genauso wie Tell me Why oder die LiS Reihe.

Ebenso bin ich der Meinung, dass die Out of Africa Theorie mit meinem Weltbild und faktisch sich übereinstimmt.

Daher ist die Ethnie Diskussion redundant und nur noch dumm.

Aber langsam wirds einfach nur noch lächerlich und es kotzt mich immer mehr an darüber zu diskutieren.

All Might

Mittlerweile krieg ich so nen kribbeln wenn irgendwo eine/r schwarze/r Charakter in einem Spiel drin ist weil ich mir automatisch denke „ok das ist wegen woke diversity damit sich die schwarzen nicht ausgegrenzt und diskriminiert fühlen, weil wir ja alle gleich behandelt werden wollen“ und für diesen Augenblick bist du nicht mehr beim Spiel sondern wirst zum Teil einer Bewegung die in deinen Kopf eingedrungen ist.
Früher habe ich Spielszenen mit schwarzen so erlebt: ganz normal ohne sich darüber Gedanken zu machen warum der Charakter schwarz ist.

Kekladin

Hier werden 2 Themen vermischt.

1. Die Zustände im Unternehmen
2. Diversität in Spielen/Medien

zu 1: Belästigung, systematische Benachteiligung, u.ä. haben in einem Unternehmen selbstverständlich nichts verloren – diese Vorwürfe werden nun im Rahmen eines Gerichtsverfahrens ermittelt.

zu 2: Das Tool zeigt wie „kaputt“ unsere Medienlandschaft und unsere Gesellschaft heute ist. Es MUSS zwingend aus jedem Bereich der Menschheit (Hautfarbe, Ethnie, Glauben, Geschlecht, … usw.) eine Repräsentation im Medium vorkommen. Das hat dann zur Folge, dass die Firmen auf die skurrilsten Ideen kommen, wie man das erreicht – eine davon sehen wir hier.

Beispiel: Macht man heute ein Spiel in dem wenig bis keine dunkelhäutigen Menschen vorkommen (Kingdom Come Deliverence) wird den Entwicklern Rassismus vorgeworfen.

So einen medialen „shitstorm“ kann sich eine Firma wie Blizzard/EA/MS mit gigantischen Budgets hinter ihren Produktionen „nicht leisten“. Ergo achtet man peinlich genau darauf, alle wichtigen „Checkmarks“ zu erreichen und bewirbt sein Spiel mit „schaut her, wie divers wir sind“.

Die Pointe davon: Letztlich geht es in den Chefetagen dieser Firmen nur ums Business. Für eine echte Auseinandersetzung mit dem Thema interessiert sich dort niemand.

Schuhmann

Hier werden 2 Themen vermischt.
1. Die Zustände im Unternehmen
2. Diversität in Spielen/Medien


Ja, das ist richtig. Ich denke in dem Thema kollidieren auch diese beiden Dinge sehr gut, weil ich glaube, dass ein funktionierendes Unternehmen über solche Checks&Balances verfügt, dass man ein Thema nicht derart in der Öffentlichkeit aufbereitet.

Deshalb ist das ja gerade so rätselhaft, wie das passieren konnte. Da muss es einfach an einem Realitätsabgleich fehlen, weil jeder, der kritisch auf diesen Post schaut „Wie könnte das schief gehen?“, der muss zwangsläufig die Reaktion vorhersehen können.

Das war ja nicht so, dass ein kritischer Journalist in einem Live-Interview jemand mit Fragen bedrängt hat oder dass es durch einen Leak in irgendeiner Form rausgekommen ist.

Sondern das war ein geplanter Blogpost aus eigenem Antrieb – das macht es für mich wirklich so rätselhaft, wie das einem Unternehmen passieren kann.

Kaljistan

Der Begriff Rasse beim Menschen ist übrigens genau das was er besagt, rassistisch. Wenn man man den überhaupt unterscheiden möchte dann wohl eher Etnien. Alles was dieses Tool versucht ist der krankhaften Gesellschaft geschuldet in der wir leben. Wir sind Menschen. Und jeder der meint man müsste uns klass. oder rassifizieren hat nichts begriffen.

N0ma

im amerikanischen Sprachraum ist race allerdings nicht biologisch gemeint

Zuletzt bearbeitet vor 1 Monat von N0ma
Zord

Ist dann nicht auch das Wort „rassistisch“ selber rassistisch? Mit dem tabuisieren von Wörten erreicht man doch effektiv gar nichts. Ob man es jetzt Rasse, Ehtnie oder Zögelfrax nennt ist schlußendlich egal, der Haß wird dadurch nicht weniger. Oder hat das Verbot des N-Wortes in Amerika den Rassismus irgendwie verringert?

GERD

Falsch Ethnien und rassen sind zwar unterschiedliche Sachen.
Ethnien sind kulturell miteinander verbunden Gruppen, also die Verbindung aufgrund kulturelle zusammenhörigkeit z. B. Deutsche, Chinesen, Russen etc.

Rasse bezeichnet eine biologische verbundene Gruppe z. B. Europäisch, südafrikanische etc.

Heute machen nur viele denn Fehler (vorallem Dank des Britischen Sozialdarwinismus) und heben denn Begriff der Rasse auf eine Ebene mit denn Begriff der Spezies.
Als Beispiel nehme man die elefanten
Die Spezies:Elefanten
Rassen:Afrikanisch, indisch.

Eine Rasse bezeichnet also eine Subgruppe der Spezies die sich an ihre Umgebung angepasst und daher biologische Unterschiede, Merkmale aufweist die sie von anderen unterscheidet. Dass meist auffälligste merkmal ist hierbei die Haut und die Größe bzw der Körperbau. Es gibt aber auch andere Entwicklungen z. B. verschiedene Fokussierung/Spezialisierung verschieden Organe.

Phinphin

Das trifft hier bei Menschen aber nicht zu, da ein afrikanischer Mensch anders als in der Tierwelt keine bestimmten „afrikanischen“ Gene hat, die ein europäischer Mensch nicht hat. Deswegen lehnt die Biologie die Theorie der Menschenrassen ab. Oder hab ich dich missverstanden?

Zuletzt bearbeitet vor 1 Monat von Phinphin
T.M.P.

Versteh ich gerade nicht.
Wenn du sagst es liegt nicht an den Genen, woran denn sonst?
Werden Deutsche nur weiß weil sie Sauerkraut essen?

Ich finde es völlig unproblematisch Menschen in Rassen einzuteilen, „ethnische Herkunft“ ist doch nur eine Umschreibung, Probleme gibt es nur wenn Leute anfangen wollen diese zu bewerten.

Phinphin

Doch doch es liegt an den Genen, ob jemand schwarze Haut hat oder weiße Haut.
Es gibt aber keine spezifischen und abgrenzbaren „Afrikanischen“ oder „Europäischen“ Gene. Damit eine Einstufung in Rassen / Unterarten erfolgen kann, müssten hier genetisch klare Gruppen gebildet werden können und somit jemand ohne die Person gesehen zu haben, in der Lage sein müsste, die Gene eindeutig einer Rasse / Unterart zuzuordnen. Das ist aber nicht möglich, weil die Gene der Menschen immer fast komplett identisch sind.

Es gibt einzelne Unterschiede und manchmal sind die Unterschiede etwas größer als sonst, aber es ist durchaus üblich, dass meine weiße Frau weniger identische Gene mit mir hat als irgendjemand, der in Afrika, Südostasien oder im Amazonas geboren ist. Dennoch würde man meine Frau (trotz größerer genetischer Unterschiede) der gleichen „Rasse“ zuordnen und den Kenianer (trotz geringerer genetischer Unterschiede) einer anderen Rasse? Das macht keinen Sinn.

Es macht halt auch keinen Sinn, dass man sich ein einzelnes Merkmal rauspickt – wie die Hautfarbe oder die Augenform – und daran fest macht, ob unterschiedliche Rassen vorliegen oder nicht und dabei den kompletten Rest außer Acht lässt. Körpergröße, Gewicht, Geschlecht, Gesichtsform, Haarfarbe, Augenfarbe, Schuhgröße, Fußform, etc. alles schnurzpieps egal. Aber wenn jemand eine andere Augenform oder schwarze Hautfarbe hat, DANN gehört derjeniger einer anderen Rasse an?

Noch weniger Sinn macht es, dass man das Rauspicken eines einzelnen Merkmals aber nur in gewissen Fällen durchführt:
Ich habe Hauttyp III und dunkelbraune Haare, meine Frau hat Hauttyp I und rote Haare. Niemand würde argumentieren, dass wir unterschiedlichen Rassen angehören. Hätte meine Frau nicht 2 Typen hellere Haut als ich, sondern 2 Typen dunklere Haut und schwarze Haare, würden einige allerdings schon argumentieren, dass wir unterschiedlichen Rassen angehören.

Das heißt diese „Rassen“ sind biologisch gesehen vollkommen willkürlich gewählt und werden von der Wissenschaft mit breiter Mehrheit abgelehnt. Die dienten damals einzig und alleine dazu, das europäische Volk von Nichteuropäern abzugrenzen und der Bevölkerung zu erläutern, wieso ein Ureinwohner oder ein Afrikaner keine vollen Rechte erhalten dürfen.

Ist aber schön, dass du da ohnehin keine Unterschiede machst 🙂

Zuletzt bearbeitet vor 1 Monat von Phinphin
T.M.P.

Das scheint ein Thema zu sein wo man sich eine ganze Weile reinlesen muss.^^

Klar, alle „Weissen“ in einen Topf zu werfen ist ziemlicher Quatsch.
Deine Frau ist ja zum Beispiel anscheinend ein skandinavischer Typ.
Der „russische“ Typ hat auch oft spezielle Erkennungsmerkmale.

Weisse Haut haben heisst ja eigentlich nur, dass man sich an ähnliches Klima angepasst hat. Sollte sich jeder der zu Vorurteilen neigt bewusst machen, da hast du wohl recht.

Wo jetzt rein genetisch gesehen der Unterschied ist zwischen sagen wir deutschstämmig/skandinavisch und Dobermann/Rottweiler hab ich allerdings noch nicht ganz verstanden. Das werd ich wohl beizeiten nochmal recherchieren müssen^^

Ich hoffe das klang jetzt nicht nach „verrückter Nazi-Doktor“ 😕

Todesklinge

Das Tool ist nur das Resultat unserer Gesellschaft.
Dadurch das es immer mehr Zwänge gibt die eingehalten werden müssen (etwa das jede Ethnie vertreten sein muss), oder Sexualitäten explizit erwähnt und repräsentiert werden müssen.
Daraus folgt ein Hilfeschrei durch den ganzen Dschugel mithilfe eines Tools (technisch) zu gelangen. Immer mehr muss bedacht werden, das sorgt eben für Probleme.

Angenommen man würde ein Weltraumspiel machen, in denen es fast unendliche Rassen/Zivilisationen gibt, würde man irgendwann den Überblick verlieren. Da wäre so eine Art Tool schon super.

Leider ist das Tool wieder zu technisch und berücksichtigt nicht die Empathie.
Was das ganze unmenschlich erscheinen lässt.

Das dabei menschliche Begriffe verwendet werden, macht das ganze noch schlimmer, da dies persönlich werden „kann“.

Ich halte das Tool für Wichtig, jedoch müsste dies noch besser überarbeitet werden.

N0ma

ist leichthin gesagt, aber wie?
wie soll ein Software Tool Empathie berücksichtigen
mit einem Schieberegler? 😉

Todesklinge

Bei Skynet hat das prima funktioniert. Die Terminatoren habe alles erschossen, die scheren sich nicht um optische/ethnische Dinge.

Das ist auch so seltsam.
Gewalt ist bei uns so fest verankert und Gesellschaftlich beliebt das dies auf fast keinerlei Widerstand trifft.
So als ob das virtuelle töten angenehmer ist als sich über Hautfarbe usw. zu beschäftigten.

artigkeitsbaer

Haben die den drachenlord seit ein paar monaten angestellt? 😀

Serandis

Meddl.

Phoesias

Pure Ironie, weil ein Mangel an diversität überhaupt erst entsteht gerade WEIL menschen all diesen dingen einem „Wert“ beimessen.

Mit der liste will man Feuer mit feuer bekämpfen.

Die Verantwortlichen offenbaren damit ebensowenig Weitblick, reife & gesunden menschenverstand wie eben jene die sie zurechtweisen wollen.

Die liste ist der Inbegriff von Diskrimierung

Nico

Das gibts doch schon seit ettlichen Jahren bei Serien/Film Industrie und wird von Jahr zu Jahr extremer, Da fehlt ein Dunkelhäutiger Schausspieler also besetzen wie Rolle X damit. Oder da fehlt noch ein Asiatischer, oder ein Latinoaussehender usw.

Mir ist es sowas von Egal wieviel von irgendeiner Abstammung in einem Film/Serie sind, es muss aber einfach passen. Dieser Zwang diversitäten in Rollen zu drängen ist halt oft echt hart anzusehen. Wenn dann muss man das halt Richtig besetzen wie z.b. Jeffrey Wright als James Gordon im letzten Batman

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