Es
Der berühmte und sehr dicke (über 1.500 Seiten!) Roman von Stephen King ist heute ein Klassiker der Horror-Literatur. Schon Anfang der 90er wurde er verfilmt, allerdings nur in einer Fassung für das Fernsehen. Dementsprechend günstig wurde der Zweiteiler produziert. Viele der Ideen aus dem Buch haben es nur abgespeckt in den Film geschafft.
Im Unterschied dazu durfte Andrés Muschietti bei der Neuverfilmung für die große Leinwand auf ein großes Budget zurückgreifen. Endlich konnte die umfangreiche Geschichte vernünftig erzählt werden. Auch wenn sich das Remake stellenweise etwas zu sehr auf Jump-Scares verlässt, ist es hochwertig gemacht und überzeugt vor allem durch die gelungene Schauspielerriege.
Fun-Fact: Stephen King selbst hat im zweiten Teil des Remakes einen Gastauftritt. Er spielt einen Ladenbesitzer in der Stadt Derry.
Die Fliege
Regisseur David Cronenberg ist ein Meister des Body-Horrors, was er in kaum einem Film so deutlich zeigt, wie in Die Fliege. Das Original aus dem Jahr 1958 ist nett gemacht und ein Produkt der 50er-Jahre-Horrorwelle. Doch erst unter der Regie von Cronenberg bekam die Geschichte ihre eklige Facette, die sie dringend gebraucht hat.
Jeff Goldblum spielt darin einen Wissenschaftler, der sich langsam in eine fliegenartigen Kreatur verwandelt. Wie auch schon bei The Thing sind hier die Effekte das besondere Highlight. Wer Angst vor Insekten hat, sollte um diesen Film einen weiten Bogen machen.
Fun-Fact: Um das aufwändige Make-up aufzutragen, musste Jeff Goldblum täglich rund fünf Stunden in der Maske sitzen. Body-Horror-Fans würden sagen: Es hat sich gelohnt.
Dune (2021 und 2024)
Dune ist ein unglaublich ambitionierter Roman, dessen Verfilmung keine leichte Aufgabe ist. Große Filmemacher sind schon beim Versuch gescheitert. David Lynch schaffte es zwar, eine Verfilmung in die Kinos zu bringen, jedoch krankte sie am Einfluss der Produzenten, die Lynch kaum Freiraum ließen.
Das Remake von Denis Villeneuve ist hingegen aufwändig produziert, verfolgt eine klare Vision und ist mit vielen Stars besetzt.
Es steckt viel Liebe zum Detail im Film. Generell wählte Villeneuve einen etwas ernsteren und erwachsenen Ton als noch Lynch vor ihm. So schafft es die Neuverfilmung, die komplexe Welt von Autor Frank Herbert zumindest verständlich und in epischen Bildern auf die Leinwand zu transportieren.
Fun-Fact: Komponist Hans Zimmer ist ein großer Fan der Buchvorlage. Als er das Angebot bekam, Dune musikalisch zu untermalen, sagte er sogar seinem langjährigen Partner Christopher Nolan für dessen Film Tenet ab.
Das waren fünf Remakes, die besser als ihre Originale sind. Kennt ihr noch mehr gute Beispiele? Schreibt es uns gerne in die Kommentare. Mit Suspiria hat ein italienischer Klassiker vor einigen Jahren eine Neuverfilmung spendiert bekommen – mit deutlichen Auswirkungen auf die Hauptdarstellerin: Das Remake eines Horrorfilm-Klassikers sorgte dafür, dass sich die Hauptdarstellerin in Therapie begab
- 1
- 2
Bitte lies unsere Kommentar-Regeln, bevor Du einen Kommentar verfasst.
Bei dem “Es” Remake sind auch nur die Schauwerte besser.
Die Entscheidung die Geschichte Chronologisch zu erzählen, zerstört den Interessanten Aufbau der Geschichte vollkommen. Da war die TV-Verfilmung um Längen werkstreuer und besser.
Ich kann überall mitgehen, ausser bei ES. Klar ist die Qualität der Remakes deutlich aufwendiger, doch mir war die Darsteller-Riege um Richard Thomas sympathischer, als die der neueren Version. Tim Curry‘s Pennywise hat mich dazu lange durch meine Alpträume begleitet 😂 Ich vermute aber einfach auch, das ich die Verfilmung (direkt nach dem lesen des Buches geschaut) damals für äusserst gelungen hielt, weil man zu der Zeit gute Stephen King Verfilmungen an einer Hand abzählen konnte. Das Remake Es hatte für mich kaum neue Schauwerte, mir fehlte ein wenig der Stand by Me Vibe, der in der TV Verfilmung damals mitschwang.