Wir hassen und lieben Rocket League, kommt dazu und bleibt bloß weg

5 Jahre nach Release wechselt das Auto-Fußball-Spiel Rocket League auf ein Free2Play-Modell. Die MeinMMO-Autoren Maik Schneider und Max Handwerk sitzen schon seit Jahren hinter den Lenkrädern der Raketenautos und finden, ihr solltet unbedingt mal auf ein Rennen ins Spiel schauen. Oder auch nicht. Kommt drauf an.

Wann wird Rocket League gratis? Wann Rocket League auf das F2P-Modell wechselt, ist noch nicht ganz klar. Bisher war nur die Rede von „diesem Sommer“. Ihr könnt also in Ruhe überlegen, ob ihr dazu kommt oder der Rocket-Action lieber fern bleibt.

Moment, ihr kennt Rocket League überhaupt nicht? Dann stellen euch die Rocket-League-Fahrer des MeinMMO-Rennstalls Maik Schneider und Max Handwerk mal ihre Erfahrungen mit dem Spiel vor.

Das ist Rocket League – aus Sicht zweier Fahrer

Rocket League ist toll
Manchmal ist Rocket League ein Engel von einem Spiel

Rocket League ist grandios: Fette Elektro-Beats, bunt leuchtende Wände, ein Countdown: 3… 2…1… Go! Mit voller Geschwindigkeit rast mein blau strahlendes Auto los. Der Raketenantrieb feuert grelle Blitze nach hinten ab und gibt der Karre den nötigen Boost, um genau gleichzeitig mit dem Gegenspieler in der Mitte auf den Ball zu knallen. Die Kugel fliegt wie wild zur Seite, doch mein Duo-Partner ist schon da: Mit einer eleganten Drehung springt er von der Wand ab, trifft den Ball artistisch in der Luft und schießt ihn per Dropkick in Richtung des gegnerischen Tores. 

Der erste Gegenspieler springt am Ball vorbei – und ich rase nach vorne. „Ich hab ihn“, feuer ich noch in den Chat und fliege mit Karacho in den Ball. Die Kugel donnert auf das verwaiste gegnerische Tor zu, und der Keeper hat keine Chance. Eine riesige Tor-Explosion befördert alle Spieler in der Arena durch die Luft. 1:0 nach wenigen Sekunden – und der nächste Treffer deutet sich schon wieder an. Das ist Rocket League! Kein Wunder, dass es zu den besten Multiplayer-Spielen auf Konsolen gehört. Oder, Kollege Maik?

Rocket League Teufel
Manchmal ist Rocket League der buchstäbliche Teufel
Rocket League ist der Teufel: Kollege Max, ich erzähl dir mal von einem klassischen Samstag-Abend: In der Call of Duty: Warzone lief mal wieder nichts und bei FIFA Pro Clubs gab’s eine kräftige Klatsche. Ich weiß schon, was kommt – Das Raketen-Auto-Fußball-Spiel. Beim Start habe ich noch Hoffnung, dass es gut läuft. Aber naja…

Die fetzige Musik verbreitet erstmal gute Laune. Das erste Spiel ist schnell gefunden und schon startet das einzige Autorenn-Spiel, das regelmäßig über meinen Bildschirm flimmert. Ich bleib beim Anstoß hinten und mein Kamerad drückt auf den Bleifuß, um die Kugel in die andere Hälfte zu schlagen. Schnell noch die dicke Boost-Kugel aus der Ecke holen und dann fisch ich alles raus, was auf mein Tor kommt. So denk ich mir das zumindest.

Doch der Ball fliegt unkontrolliert an die Wand und der Gegner setzt mit einem fantastischen Move – halb Zufall, halb Glück – eine starke Flanke in die Mitte. Ich setzte zum Drift an und geh in den Boost. Doch weder ich, noch mein Kumpel können den starken Schuss parieren, der aus der Flanke entstand. 0:1 nach wenigen Sekunden – und meine Laune verfliegt mit einer riesigen Tor-Explosion. Auch das ist Rocket League.

Warum man Rocket League lieben muss

Übung ist die halbe Miete: „Halb Zufall, halb Glück“, beschreibt Kollege Maik in seiner Schilderung die Todes-Flanke, die ihn und seinen Kumpel in Rückstand gebracht hat. Und ja, manchmal fliegen wirklich ganz schön krumme Dinger übers Feld. Hab ich auch schon zur Genüge erlebt. Aber: In Rocket League entstehen die meisten Tore aufgrund kleinteilig erarbeiteter Raketen-Lenk-Fähigkeiten.

Die Steuerung ist leicht zu lernen aber schwer zu meistern. Hunderte Male fliegt man am Ball vorbei, bevor man so langsam das Gefühl hat, was drauf zu haben. Das kann echt frusten und ist schwierig. Aber wer sich die Skills erstmal draufgeschafft hat, ist kaum zu stoppen.

Neben den eigenen Skills ist die Teamarbeit extrem wichtig: Ein Team, das die Defensive für viele Angriffe vernachlässigt, sieht sich schnell im Rückstand. Andersherum darf man aber auch vorne nicht nachlassen. Die Balance ist entscheidend – und die muss man sich erstmal antrainieren und gut absprechen.

Hat man dazu dann die Steuerung mit Boosts und Flugeinlagen völlig verinnerlicht, können echte Kunstwerke von Toren entstehen. Gerade diese Lernkurve ist es doch, die Rocket League so spannend macht. Oder?

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Der Rocket League eSport hat fast schon was von Ballet – mit Raketenautos
Die Atmosphäre ist die andere Hälfte: Leider muss ich Kollege Max recht geben. Je länger ihr Rocket League spielt, desto besser könnt ihr den Ball über das Spielfeld jagen. Irgendwann merkt ihr, dass man auch dribbeln kann, das Fliegen eigentlich ganz gut klappt und die Abstimmung im Team die halbe Stadion-Miete liefert.

Das Skill-basierte Match-Making schiebt euch Stück für Stück weiter in den Rankings hoch und mit euch werden auch die Gegner stärker. Das ergibt Sinn und ihr spielt selten gegen übermächtige Feinde, sondern eher gegen Rocketeers, die ähnliche Schnitzer fabrizieren wie ihr. Doch mit jeder Season müsst ihr euch in 10 Spielen euer Ranking zurückholen und diese 10 Games können schon mal echt unangenehm werden.

Zum Glück ist Gameplay nicht alles in Rocket League – die Atmosphäre macht eine Menge aus. Rocket League ist zum Beispiel eines der wenigen Spiele, das die Musik auch während der Matches laufen lässt – ein Top-Feature, das nicht nur bei Fallout gut funktioniert. Dazu gibt es unzählige Fahrzeuge, Skins und Cosmetics im Allgemeinen.

Und ihr schaltet eine Menge davon neben dem Spielen frei, ohne Extra-Geld bezahlen zu müssen. Was allerdings auch möglich ist – Rocket League pflegt ein großes System mit Micro-Transaktionen, inklusive einem Battle-Pass, der hier selbstverständlich „Rocket Pass“ heißt.

Das Cosmetics-System hat in Rocket League schon für Ärger gesorgt, man bekommt aber auch ohne Geld schon ziemlich abgefahrene Karren zusammen. Beispielsweise, indem man mit anderen Spielern tauscht.
Wenn ihr wollt, könnt ihr in Rocket League ein Melonenauto bauen, und niemand kann euch davon abhalten.

Diese Arten von Cosmetics gibt es in Rocket League:

  • Massig Fahrzeug-Modelle
  • Aufkleber
  • Lackierungen
  • Räder
  • Boost-Spuren
  • Dachaufsätze
  • Antennen
  • Tor-Explosionen
  • Fahr-Spuren
  • Motor-Sounds

Wie Rocket League einen zur Weißglut treiben kann

Toller Style – schwierige Mitspieler: Stimmt, die Cosmetics bei Rocket League machen auf jeden Fall eine Menge Spaß. Ob man sein Auto Melonen statt Blitze spucken lassen will oder bei der Tor-Explosion eine riesige Konfetti-Ladung abfeuern möchte – im Grunde ist alles möglich. Das ist schon gut bescheuert, aber macht viel für die Stimmung in Rocket League aus. Und, besonders wichtig: Die Cosmetics geben einem keinen spielerischen Vorteil. Wenn der Gegner also krassere Skins hat als ich, heißt das nicht, dass er auch das Spiel gewinnt.

Aber weißt du, was einen beim Spielen echt die Stimmung verhageln kann? Der In-Game-Chat. Der ist nämlich so aufgebaut, dass man über Kurzbefehle alle möglichen Kommentare abfeuern kann. Nur wird beispielsweise „Was für eine Parade“ fast schon grundsätzlich sarkastisch genutzt, wenn man als Keeper mal grandios scheitert.

Und wenn die Gegner (oder Mitspieler) sich auch noch die Mühe machen, selbst was in den Chat zu tippen, ist eigentlich schon klar: Da kommt nichts Gutes bei rum. Das kleine Feld oben links wird oft komplett mit Nachrichten zugeballert – und das lenkt dann doch vom Spiel ab. Der Chat kann wirklich lustig sein – doch oft genug bringt er einen zur Weißglut. Das habe ich in dieser Form noch in keinem anderen Spiel erlebt. Mittlerweile hat sich der berüchtigte Chat sogar ins reale Leben geschummelt:

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Rocket League kann nerven: Kollege Max, mecker nicht über den Chat! Das ist das einzige, das mich bei diesem Spiel immer amüsiert. Viermal „$#@%!“, eine Sekunde warten und noch ein „$#@%!“ nachschieben. Das optimale Ventil, wenn der Ball mal wieder macht, was er will – aber auch wunderbar zum Jubeln geeignet.

Aber dass man dieses Ventil manchmal braucht, zeigt auch eines der größten Probleme von Rocket League auf: Wenn es nicht läuft, dann macht euch das Spiel fertig. Starke Gegner verzeihen kaum Fehler und die 10 Spiele zum „Re-Ranken“, meist nach einer langen Pause, haben mich schon öfter davon abgehalten, mal wieder länger reinzuschauen.

Wenn man nämlich drei Klatschen am Stück kassiert, helfen auch keine irren Cosmetics oder toxische Andeutungen im Chat – Das Spiel zu beenden bringt euch an diesem Punkt den meisten Spaß.

…aber wenn’s läuft, ist schon geil, oder?

Ja, wenn’s läuft, ist schon geil.

Duo in einer Stunde?

Duo in einer Stunde!

Rocket League ist nichts für euch, aber ihr steht auf abgefahrene Multiplayer-Spiele? Dann solltet ihr vielleicht mal bei Fall Guys reinschauen. Das verrückte Spiel im Takeshis-Castle-Stil treibt gerade unseren Kollegen Jürgen Horn in den Wahnsinn – und er liebt Fall Guys trotzdem.

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Au7D4rk

Welchen Rang spielt ihr den alle so? 😁

Kruppchan

Ich spiel c3, könnte mich auch auf gc hoch grinden aber dazu fehlt mir irgendwie die lust nach so vielen stunden xD

exelworks

Spiele es auch seit vielen Jahren und fand es immer super, dass es fleißig weiter entwickelt wurde.

Allerdings ist die Community stellenweise sehr toxisch und es ist auch immer beliebter geworden, dass sehr gute Spieler sich 2. oder 3. Accounts machen wo sie sich einen Spass daraus machen auf den unteren Rängen rumgeistern und das komplette Spiel bzw. das Balance kaputt machen.

Im unranked ist mir sowas egal aber wenn ich dann in einem ranked-Match, einen angeblichen Bronze-3 Spieler sehe der Wall-/Air-Dribblings macht und sonst was für Kunststückchen und am Ende 20 Tore hat und 10mal so viele Punkte wie sein Partner mit einem Platin-1-Rang…naja

Dann merkt man einfach dass hier getauscht wurde damit auch keine Gegner über Platin1 oder 2 gematcht werden.

Keupi

Neben den MMOs das beste Game seit langem. Ganz tolles Spiel.

Psycheater

Sorry, wenn der Chat nervt (und Jaaaa; das tut er weil er eigentlich nur zum Provozieren genutzt wird) dann ausschalten und die Ruhe genießen 😌

RaZZor89

Seid Day1 dabei als es ins PS Plus kam und nach 5 Jahren immer noch fast Täglich ne Runde am spielen

Nthusiast

Das Spiel ist genial und macht wirklich auch auf Dauer Spaß, aber der Chat mit den Kommentaren der Gegner nervt teilweise wirklich. Was mich (spielte immer alleine) aber irgendwann vom Game weggetrieben hat, waren die eigenen Teammates. Wenn mich Gegner teabaggen oder beschimpfen, damit kann ich gut leben. Aber die toxicity der eigenen Mitspieler in diesem Game übertrifft wirklich alles..

RaZZor89

Mit das erste was ich ausgemacht habe ist der Chat. Sollen sie doch dann schreiben was sie wollen ^^

Nthusiast

Ist ja nicht nur der Chat.. Wie oft wird nach nem Rückstand das Spiel verlassen oder sogar auf das eigene Tor gespielt? 😆 Das ist echt nicht normal in diesem Game…

RaZZor89

Das kommt hier und da mal vor aber ich muss auch ehrlich sagen, das es bei mir wirklich eher selten der Fall ist. Ich weiß auch nicht ob der Rang was damit zu tun hat wie schnell der Salzgehalt hochschießt ^^

Nthusiast

Das kann schon sein. Ich war eher so mittelgut und in dem Bereich gibt es wohl viele, die sich selbst ein wenig überschätzen..^^

Galli

„Doch mit jeder Season müsst ihr euch in 10 Spielen neu ranken – und hier seid ihr Freiwild für jedes Skill-Level.“

Das stimmt nicht. Es gibt nach jeder Season nur einen sogenannten Soft Reset. Der Rank ist nichts anderes als eine Zahl, und die bleibt gleich. Man sieht beim Soft Reset seinen Rank für 10 Spiele nicht mehr, hat aber genau den gleiche Rank wie zum Ende der Season. Die ersten 10 Spiele haben eine etwas größere Auswirkung auf den Rank (man gewinnt mehr/verliert weniger MMR-Punkte als normal), aber das spielt eigentlich keine Rolle.
Einen echten Hard Reset wie beschrieben gab es das letzte Mal in Season 3 vor dreieinhalb Jahren.

Maik Schneider

Hmpf… und wieso kriegen wir in diesen 10 Spielen immer die fiesesten Gegner? 😆 Aber wie es aussieht, hast du recht. Wir haben die entsprechenden Passagen angepasst. Danke für den Hinweis!

Dreizehn Zwölf

Spiele seit knapp 4 Jahren. Spiele kommen und Spiele gehn aber RL bleibt zeitlos. Es spielt einfach der ganze Körper mit xD
das was ich seit Jahren wünsche sind neue stadion Designs und UNTERBODENBELEUTUNG!!!!!!!!!

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