Wie einsteigerfreundlich sollten MMORPGs sein?

Es ist ein zweischneidiges Schwert: Vor allem Hardcore-MMO-Fans möchten eine möglichst komplexe Spielerfahrung haben, doch Casual-Spieler und Neueinsteiger könnten davon abgeschreckt werden.

Man sieht momentan einfach einen Trend hin zu einfachen und zugänglichen Spielen, die schnelle Erfolgserlebnisse liefern. Diese Onlinegames wie beispielsweise der Shooter Overwatch oder MOBAs sind momentan extrem beliebt. Da sie sich aber so einfach und schnell spielen lassen, man direkt einsteigen kann und das gesamte Spielprinzip sowie die Mechaniken nicht allzu komplex sind, schrecken gerade tiefgründigere MMORPGs viele Spieler ab.

EVE OnlineKomplex oder zugänglich?

Es kommt die Frage auf, warum man sich in komplexe und teilweise komplizierte Spielmechaniken einarbeiten sollte, wenn andere Onlinegames sofortigen Spaß und direkte Erfolgserlebnisse bieten? Dies wirkt sich auf MMOs aus. Denn gerade die komplexeren Vertreter besitzen dann nicht allzu viele Spieler, was für ein Massively Multiplayer Online RPG aber sehr wichtig ist. Oder neuere MMORPGs werden immer einsteigerfreundlicher, sodass es kaum noch wirkliche komplexe Features gibt und man im Prinzip alles schnell, schnell alleine erledigen kann. Das wiederum gefällt den Hardcore-Gamern nicht.

Wie einsteigerfreundlich und zugänglich sollte ein MMORPG heutzutage also sein? Denn auf der einen Seite wollen die Entwickler so viele Spieler wie möglich erreichen, auf der anderen Seite möchte man aber die Coregamer nicht vergraulen. Das ist keine leichte Aufgabe. Im Grunde ist es eine Gratwanderung, bei der jeder Fehltritt dafür sorgen kann, dass man entweder die eine oder die andere Gruppe verärgert.

World of WarcraftZwei Zielgruppen wollen erreicht werden

Ganz ohne Einsteigerfreundlichkeit und Zugänglichkeit geht es allerdings auch nicht, denn dann würden sich die Spiele nur an eine Nische richten. Doch je weniger komplex ein MMORPG, desto weniger Langzeitmotivation bietet es. Natürlich gibt es immer Spieler, die bereit sind, sich in tiefgründige Mechaniken einzuarbeiten und ein neues, zweiten Zuhause in einer virtuellen Welt suchen. Doch das ist eben nur ein Bruchteil der Spieler, wie man beispielsweise an den sehr hohen Spielerzahlen von MOBAs oder Helden-Shootern sowie Mobile-Games sehen kann.

Wie seht ihr das? Wie zugänglich darf ein MMORPG eurer Meinung nach sein? Habt ihr Verständnis dafür, dass MMOs immer weniger komplex sind, wodurch die Entwickler versuchen, mehr Spieler zu gewinnen, um eine große Population erreichen zu können? Oder sagt ihr, dass ein MMORPG so komplex wie möglich sein muss, auch, wenn das bedeutet, dass keine Massen mehr online sind? Lasst uns eure Meinung in den Kommentaren wissen.

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