Trions Scott Hartsmans meint, dem MMO-Markt geht es sehr gut

Scott Hartsman, CEO von Trion Worlds, hat sich in einem Interview zum aktuellen Status des MMORPGs-Marktes geäußert.

Liegen MMORPGs im Sterben? Laut Scott Hartsman ist das nicht der Fall. Man würde den heutigen Markt nur immer mit dem von 2004 vergleichen, dem Jahr, in dem World of Warcraft erschien. Damals gab es nur wenige MMORPGs und das Interesse an dem neuen Genre war groß. Daher verteilten sich viele Spieler auf nur wenige Spiele, was dazu führte, dass die Population dieser Games sehr hoch war. Es waren tatsächlich „Massively“ Multiplayer RPGs.

ArcheAge GildenDie Spielerzahlen teilen sich heute auf immer mehr Spiele auf

Heute jedoch sähe dies ein wenig anders aus. Es gibt Hunderte an MMORPGs, auf welche sich die Spieler inzwischen verteilen. Daher sind die Server nicht mehr so gefüllt, wie das früher der Fall war. Die Anzahl an Spielern verteilt sich nun auf sehr viele Games. Das würde aber nicht bedeuten, dass es dem MMO-Markt schlecht gehe. Ganz im Gegenteil. Es gehe im sogar sehr gut. Er funktioniere heute nur etwas anders.

Hartsman spricht auch an, dass sich das Interesse der Spieler gewandelt hat. Von den Gamern, die 2004 nächtelang mit ihren Freunden Raids erledigten, sind 12 Jahre später nur noch wenige übrig. Heute beschäftigen sich viel mehr Spieler mit kürzeren Spielerfahrungen, wie Handygames, MOBAs oder Helden-Shootern. Doch das Interesse an Onlinespielen sei nach wie vor sehr groß. Die Interessen hätten sich nur geändert. Und darauf muss sich der Markt Einstellung und Unternehmen müssen entsprechend reagieren.

atlas reactor neuDer Markt wandelt sich

Man darf MMORPGs also heute nicht mehr so sehen, wie das vor 12 bis 15 Jahren noch der Fall war. Der Markt hat sich verändert und mit ihm das Interesse der Spieler. Aus diesem Grund würde es ein klassisches MMORPG heute wohl sehr schwer haben, denn die Spielerzahlen eines World of Warcraft wird man wohl aktuell nicht mehr erreichen.

Trion Worlds liebäugelt aktuell mit dem chinesischen Markt der Onlinegames, denn dieser ist gewaltig. Dort steht man aber mehr auf PvP-Spiele, weswegen es schwer ist, mit storylastigen und PvE-orientierten Onlinegames wie RIFT Fuß zu fassen. Allerdings bemerkt man laut Scott Hartsman auch in China einen Wandel. Dort interessiert man sich immer mehr für westliche MMOs. Vielleicht liegt die Zukunft des Genres ja in China…

Autor(in)
Quelle(n): MassivelyOP
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