Warum haben USB-Anschlüsse so viele unterschiedliche Farben?

Warum haben USB-Anschlüsse so viele unterschiedliche Farben?

Wer sich ein neues USB-Gerät oder einen neuen Gaming-PC kauft, dem ist sicher aufgefallen: Gefühlt jeder USB-Port hat eine andere Farbe. Doch warum ist das so und was steckt hinter dem Farbcode?

Heutzutage steckt ihr so ziemlich jedes Gerät wie Gaming-Headset, Maus oder Tastatur mit einem USB-Kabel an euren Gaming-PC oder eure Konsole an. Wenn ihr euch jedoch einmal die USB-Anschlüsse anseht, dann merkt ihr, dass jeder USB-Anschluss eine Farbe hat.

Ursprünglich wurde USB als universelle Schnittstelle eingeführt (USB steht für Universal Serial Bus), damit man nur noch einen Typ von Kabel am Rechner braucht. Doch woher kommt dann dieser Farbcode und was bedeutet er bei den ganzen Geräten überhaupt? Denn in der Praxis könnt ihr den klassischen, rechteckigen USB-Stecker (USB-A) in jeden Port stecken.

Die Farben gibt es seit der Geburt von USB, aber nicht jeder nutzt sie einheitlich

Wer hat die Farben eingeführt? Offiziell handelt es sich bei den Farben um Industriestandards, die flächendeckend bei USB-Geräten eingesetzt werden. Doch das klingt leichter als es ist.

Was ist das Problem mit den Farben? Die Farben der Anschlüsse sind nicht in den Spezifikationen von USB verbindlich definiert und werden nicht immer konsequent eingesetzt. Zum Beispiel setzt Hersteller Razer auf grüne USB-Anschlüsse für ein einheitliches Design. Andere Hersteller setzen auf pinke Anschlüsse, weil das zum restlichen Design passt.

Im ärgerlichsten Fall müsst ihr daher ins Handbuch des Herstellers schauen oder auf die Symbole achten. Denn die Symbole und Logos sind standardisiert.

Feststellen kann man jedoch, dass der erste USB-Anschluss weiß war und 1996 eingeführt worden ist. Die bekanntesten Farben stellen wir euch hier noch einmal einzeln vor. Die Farben Weiß, Schwarz und Blau dürften die meisten sicher bereits kennen. Daneben gibt es aber noch andere Farben, die weniger bekannt sind.

Bestimmte Farben haben bei den meisten Herstellern die gleiche Bedeutung

Wofür steht Weiß? Weiße USB-Anschlüsse stehen für USB-1.0 und findet ihr heutzutage kaum noch. Bei günstigen Kleingeräten wie etwa Webcams findet ihr noch den weißen Anschluss. Die Geschwindigkeit liegt bei 12 Mbit/s .

Wofür steht Schwarz? Schwarze USB-Anschlüsse stehen für USB-2.0. Der Anschluss erschien erstmals 2000 und findet ihr noch bei etlichen Geräten. Vor allem Mäuse und Tastaturen schließt ihr heute mit USB-2.0 an, da ihr dort keine schnellere Leistung braucht. USB-2.0 schafft eine Geschwindigkeit von bis zu 480 Mbit/s.

Wofür steht Blau? Blaue USB-Ports stehen für USB-3.0. Die blauen Anschlüsse gibt es seit 2008 und stehen für „Super Speed.“ Daher findet ihr bei USB-3.0-Ports auch häufig ein kleines „SS“. Die Geschwindigkeit liegt bei 5 Gbit/s

Wofür steht Violett? Violette oder Teal-farbige Anschlüse stehen für USB-3.1. Das Kürzel „SS+“ steht für SuperSpeed+ und schafft offiziell Geschwindigkeiten bis zu 10 Gbit/s. Den Stand der Technik gibt es seit 2013.

Was gibt es sonst für Farben? Daneben gibt es noch Gelb, Rot und Orange. Die stehen jedoch nicht für Geschwindigkeiten, sondern weisen nur auf eine bestimmte Funktion hin. So zeigen die Farben an, dass diese USB-Anschlüsse dauerhaft mit Strom versorgt sind und ihr diese als Ladebuchsen nutzen könnt.

Ihr könnt alle USB-Geräte in jede Farbe stecken, in der Praxis verliert ihr Performance

Theoretisch könnt ihr den rechteckigen USB-Stecker (USB-A) in jeden Port stecken. Dabei spielen auch erst einmal die Farben keine Rolle, denn ihr könnt problemlos auch einen USB-3-Stick in einen USB-2-Port stecken. Euer Computer wird sich nicht beschweren und das Gerät erkennen.

In der Praxis verliert ihr auf diese Weise natürlich den Vorteil des USB-3-Geräts. Denn das USB-3-0-Gerät (5 Gbit/s) arbeitet dann maximal mit der Leistung von USB 2.0 (480 Mbit/s.). Die Empfehlung ist ohnehin, vorzugsweise Geräte mit USB-3 oder schneller zu kaufen, da USB 2.0 zumindest bei USB-Sticks und anderen Speichergeräten als veraltet gilt.

Genervt von den vielen Kabeln? Ihr habt dutzende USB-Kabel und habt keine Lust mehr unter den Schreibtisch zu kriechen? Dann macht es wie MeinMMO-Redakteur Patrick Freese. Er hat sich einen USB-Hub gekauft, der das Kabelmanagement deutlich einfacher macht:

Ein USB-Hub für 30 € rettet mir das Kabelmanagement meines Gaming-PCs

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