Warcraft: The Beginning Review – Erste Kritiken zum „WoW-Film“

Warcraft: The Beginning läuft zwar erst morgen an, aber einige Kritiker konnten den Film schon vorher sehen. Lest hier, was sie zum Film zu sagen haben.

Der Warcraft-Film kommt morgen in die Kinos und nach der endlos langen Entstehungszeit und zahlreichen Info-Häppchen sind die Erwartungen entsprechend groß. Wird der Streifen das neue Fantasy-Epos im Stil vom Herrn der Ringe oder ist es nur wieder eine vergurkte Filmumsetzung Marke Uwe Boll (der sich ja angeblich schon die Filmrechte sichern wollte)?

Die Reviews im Überblick

Wir wollten ebenfalls wissen, wie der Film denn bislang ankam und haben uns mehrere deutsche und englischsprachige Kritiken aus Preview-Vorstellungen durchgelesen. In den folgenden Absätzen fassen wir die verschiedenen Reviews zusammen.

Gamestar – „Der teuerste Fanfilm aller Zeiten“

Die Filmkritik der Gamestar ist wie der Archetyp der deutschen Gamer-Presse-Review zum Film. Denn als Spiele-Redakteur und Warcraft-Fan ist Autor Michael Graf in seiner Meinung gespalten. Er findet den Film als Warcraft-Fan wirklich gut, da der Streifen von liebevollen Details nur so strotzt:

„Als Warcraft-Fan bin ich nicht etwa verärgert, was Universal und Blizzard aus dem Universum gemacht haben, sondern begeistert, ein Azeroth auf der Leinwand zu erleben, das einfach »echt« aussieht.“

Warcraft Movie DurotanAndererseits kritisiert Graf, dass Warcraft: The Beginning wohl für das Mainstream-Publikum ohne Warcraft-Vorgeschichte ein eher platter Fantasy-Streifen ist, der kaum einen bleibenden Eindruck hinterlassen dürfte. Mit dieser Meinung ist die Gamestar nicht alleine, auch andere große deutsche Game-Seiten sehen dies ähnlich.

IGN

Mit den Worten „Auch sonst entpuppt sich die Adaption als Durchschnittsware. Aber ein herrlich epochaler Durchschnitt“, fasst Autor Jonas Gössling den Film auf IGN schon zu Beginn seiner Review zusammen.

Schlimm fand er dabei vor allem die – seiner Meinung nach – unsäglichen Dialoge, das miese Drehbuch sowie die überflüssige Liebesgeschichte. Dafür gefallen ihm die epischen Kämpfe und die spektakulären Bilder umso besser.

Moviejones

Eine ähnliche Meinung gibt’s von dem Movie-Portal Moviejones. Dort preist der Autor ebenfalls die wunderbare Detailtreue des Werks und vor allem die Arbeit des Regisseurs Duncan Jones:

„Mit Duncan Jones hat man den richtigen Mann für diese Videospieleverfilmung gefunden. Mit viel Liebe und Herzblut erweckt er Azeroth zum Leben.„

Warcraft Movie Attack at the Portal HDAllerdings ist man auch hier skeptisch, ob der Film beim Mainstream-Publikum dieselbe Wirkung hat. Ein längerer Film, der sich mehr Zeit beim Erklären der Welt gelassen hätte, wäre laut Moviejones die bessere Wahl gewesen.

Filmstarts

Deutsche Mainstream-Filmportale wie Filmstarts finden das Werk gut. Zwar kann es sich auch in der Kritik von Björn Becher nicht mit dem Fantasy-Epos Herr der Ringe messen, doch sei der Warcraft Film insgesamt ein „temporeicher und bildgewaltiger Auftakt für ein neues Fantasy-Franchise mit Luft nach oben für die Fortsetzungen…“.

Filmfutter – „Ein Film von Fans für Fans“

Filmfutter, eine weitere Movie-Review-Seite, lobt besonders die exzellenten CGI-Effekte des Films, bemängelt aber auch, dass der Streifen nur bei Warcraft-Fans und Kennern der Hintergründe komplett zündet:

Warcraft Movie Orc OrgrimWarcraft: The Beginning ist ein Film von Fans für Fans, leidet jedoch an teils platten Dialogen und kratzt nur am möglichen Potenzial, bietet dafür aber eine großartige Optik mit faszinierenden Schauplätzen und könnte nach Avatar die nächste Evolutionsstufe der Computereffekte darstellen.“

Kotaku – „The Warcraft Movie is not good“

Die deutsche Presse scheint den Film weitgehend zu mögen und bemängelt gerademal die fehlende Mainstream-Zugänglichkeit. In der englischsprachigen Welt sieht die Sache jedoch ganz anders aus! Bereits die 40-Prozent Wertung auf Rotten Tomatoes lässt nichts Gutes erahnen.

Warcraft Movie Human sprintSo offenbart die Seite Kotaku bereits in der Überschrift ihrer Review, dass der Film „nicht gut“ sei. Es folgt eine gnadenlose Abrechnung und der Autor Jason Schreier – selbst ein WoW-Spieler – findet übrigens nicht, dass der Film dem Spiel gerecht wird. Er kritisiert, dass sich der Film zu ernst nehme, WoW sei immerhin ein Spiel voller Albernheiten und Übertreibungen. Sein Fazit fällt daher besonders brutal aus:

„Ich habe gehofft, dass Warcraft zumindest unterhaltsam sein würde, aber im ernst, ich hatte mehr Spaß, zwei Stunden lang im Geschmolzenen Kern zu wipen.“

Variety

Eine ähnlich verrichtende Kritik gibt’s auch von Variety. Kritiker Geoff Berkshire beginnt seinen Artikel bereits mit den Worten „Hollywoods Gewohnheit, Videospiel-Hits in unerträgliche Filme zu verwandeln, hält weiter an“.

Warcraft Movie Stormwind Wardeclaration HD

Hochelfen in der ersten Reihe – erkennbar an den langen Ohren und dem panischen Umschauen nach Manakeksen.

In seiner Review kritisiert er vor allem das konfuse Storytelling – das wohl nur echte Nerds anspreche – sowie die seiner Meinung nach billigen Special-Effects und das lächerliche Kostüm der Halb-Orkin Garona: „ Es ist schwer, […] den Charakter ernst zu nehmen, mit ihrer Star-Trek-Alien-esken grünen Haut und den übergroßen Hauern, die aus ihrem Kiefer ragen und wie ein Fund in letzter Minute aus einem Hollywood-Ramschladen aussehen und mit denen sie klingt, als wenn sie den Mund voller Gummibärchen hätte.

The Wrap

Die bis dato vernichtendste Kritik aus dem Ausland kommt von The Wrap, denn schon der Titel lässt mit „Swords, Sorcery and Stupidity“ nichts Gutes erahnen. Autor Alonso Duralde findet den Film langweilig, spaßbefreit und nicht einmal unfreiwillig komisch. Besonders bissig ist sein Fazit:

Warcraft Moive Dwarf Shooter“Warcraft verspricht – oder droht mit – einer Fortsetzung, aber das tat auch “Super Mario Bros.”. Und wenn ich drüber nachdenke, wenn man mich zwingen würde, eines der beiden Video-Spiel-Filme nochmal anzugucken, würde ich wahrscheinlich für die Klempner stimmen.“

Hollywood Reporter

Eine bessere Meinung vom Film hat Sheri Linden auf der Seite The Hollywood Reporter. Sie findet, dass der Film durchaus ein solider Fantasy-Streifen sei und lobt vor allem die technologische Umsetzung der Orks:

„[…] die Charaktere sind gut dargestellt und gerade diejenigen, die teilweise digitale Schöpfungen sind, gehören zu denen, die am besten in Erinnerung bleiben. Sie haben Herz!“

Mein-MMO

Wir haben uns den Film ebenfalls angeschaut und eine Meinung geäußert. Die Besonderheit: Aus der Sicht eines langjährigen WoW-Spielers: Warcraft: Der Film, auf den wir jahrelang gewartet haben? Kritik eines WoW-Fans. Und um die andere Perspektive haben wir uns auch gekümmert: Warcraft: The Beginning Film-Kritik eines Nicht-WoW-Spielers.


So gehen die Meinungen auseinander. Doch wie steht ihr zum Warcraft-Film? Habt ihr ihn womöglich gar schon sehen können? Und teilt ihr dann die eine, oder andere Meinung der abgebildeten Kritiken? Schreibt es in die Kommentare!

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