Feige oder clever? Versteck-Spieler gewinnt 15.000$-Turnier bei PUBG

Der Gewinner des Solo-Invitationals bei PlayerUnknown’s Battlegrounds erkämpfte sich seinen Sieg nicht durch viele Kills, sondern gutes Verstecken. Ist das okay?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wie man in PUBG gewinnen kann. Die einen bevorzugen es, mit vielen anderen Spielern an einem Ort zu landen, schnell zu looten und direkt mit der Action loszulegen. Andere denken sich „Sollen die sich doch die Köpfe einschlagen. Ich campe hier so lange, bis nur noch wenige Spieler am Leben sind.“

Ein ähnlich passives Spiel wie im letzten Beispiel sorgte nun für den Gewinn beim Solo-Invitational auf der Gamescom. Jetzt fragt man sich: „Hat der überhaupt gut gespielt und den Sieg verdient?“

15.000$ Siegesprämie für Versteck-Taktik

Kyo-min „Evermore“ Koo ist ein koreanischer PUBG-Spieler, der jetzt das 3rd-Person Solo-Turnier auf der Gamescom gewann. Sein Sieg sorgte allerdings gleich für heftige Diskussionen in der Community. Man streitet sich über die Art, wie er gespielt hat.

Die Zuschauer haben sich auf packende Schusswechsel auf hohem Niveau gefreut. Stattdessen gewinnt jemand, der Kämpfen aus dem Weg gegangen ist. Die 15.000 Dollar und die goldene Pfanne gewann Evermore durch einen Punkte-Vorteil (798 Punkte). Er war knapp 28 Minuten am Leben – Das brachte viele Punkte.

Denn Points sammelten die Spieler nicht nur für Kills, sondern auch für die Zeit, die sie lebendig verbrachten. So passte Evermore seine Taktik also geschickt an, oder? Als er den Preis entgegennahm, sagte er, dass er einfach die Regeln des Turniers ausgenutzt hat. Dort war „Zeit am Leben“ wichtiger als Kills.

So macht Evermore seine Punkte

Auf dem Youtube-Kanal von Battlegrounds Highlights könnt Ihr die verschiedenen Matches aus der Sicht von Evermore ansehen. Hier könnt Ihr seine Taktik auf der ersten Map verfolgen:

Auf der zweiten Map geht es schon etwas mehr ab. Aber trotzdem weicht er dabei den meisten Konfrontationen aus und gewinnt mit nur zwei Kills.

Die dritte Map macht deutlich, dass PUBG noch ein paar Probleme hat. Denn hier steckte Evermore in einem Stein fest. Wäre das nicht passiert, hätte er vermutlich noch länger überleben können.

Community gespalten – Legitime Taktik?

Schaut man sich die Bewertungen und Kommentare unter den Youtube-Videos und auf Reddit an, wird deutlich, dass die Community geteilter Meinung ist. Ein paar Spieler gönnen Evermore seinen Sieg nicht.

  • „Er sollte sich schämen“
  • „Gehe Action aus dem Weg, bleib stecken, werde vom blauen Kreis getötet. Gewinne das Turnier und 15.000$. PUBG“
  • „Der schlimmste Spieler. Spielt wie ein Angsthase und gewinnt. Das hat er sich nicht verdient.“

Andere stehen auf der Seite von Evermore und sagen „Naja, das ist eben ein Survival-Spiel. Es geht darum, als letzter zu überleben. Das hat er gemacht, also warum sollte er nicht der Gewinner sein?“

Auf welcher Seite steht Ihr? Gönnt Ihr ihm den Sieg, trotz Versteck-Spiel und sagt, dass das ja eine legitime Taktik ist? Für 15.000 Dollar kann er sich übrigens ein paar nette PUBG-Outfits kaufen, die zur Zeit für besonders viel Geld im Steam-Markt verkauft werden.

Ein bisschen mehr Action des PUBG Solo-Invitationals seht Ihr im folgenden Highlight-Video.

Autor(in)
Quelle(n): VG247PCGamesN
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