State of Play: Warten auf den Sturm – GW2, WildStar, TESO, WoW, H1Z1, ArcheAge, FFXIV, Destiny

Die MMO-Welt wartet, jedes der Games auf was anderes. The Elder Scrolls Online auf Update 5, H1Z1 auf den Early Access, World of Warcraft auf das AddOn. Was bei den acht MMOs, die wir mein MMO besonders eng begleiten, so los ist und wie die Perspektiven aussehen, erfahrt Ihr in unserem State of Play.

In unserer State-of-Play-Kolumne haben wir uns schon zweimal angeschaut, was in WildStar, TESO und Guild Wars 2 passiert. Diesmal machen wir’s bisschen anders und geben Euch einen kurzen Überblick darüber, was in den acht Spielen so los ist, die wir auf mein-mmo besonders eng begleiten.

Teso Vampir

The Elder Scrolls Online: Umbau geht voran

Was ist grad los? The Elder Scrolls Online wartet auf Update 5. Das soll in dieser Woche auf den Test-Server gehen. Es läutet den Umbau bei TESO ein, der nach dem holprigen Release nötig wurde und dem Spiel mehr Volumen verschaffen und die Ecken glätten soll. Update 5 bringt Daily Quests, neue Crafting-Materialien, schönere Gesichts-Animationen und eine ganze Menge weiterer Verbesserungen.

Perspektive: Ganz gut. The Elder Scrolls Online hat eigentlich das Rezept gefunden, wie das Spiel mal im nächsten Jahr aussehen soll. Die jetzige Spieler-Basis scheint zudem solide zu sein, jedenfalls gibt es um TESO nicht jene Panik, die sich am Anfang ankündigte und von manchen auch herbeigeschrien wurde.
Jetzt geht‘s dran, die einzelnen Features auch ins Spiel zu bringen. In der Vergangenheit sorgte jeder Patch für einige Wochen Landunter auf den Servern. Hoffentlich hat man das bei Update 5 besser unter Kontrolle. The Elder Scrolls Online hat sich die letzten Monate vom ruppigen Start ganz gut erholt. Es geht dem Spiel besser, eine Vision ist erkennbar, mit dem Port auf die Konsolen hat man einen Trumpf im Ärmel.

WildStar Abenteuer Hycrest

WildStar: Megaserver und Content-Patch sind datiert; aber warten Spieler nicht eh auf Free2Play?

Was ist grad los? WildStar wartet auf die Umstellung auf Mega-Server. Das müsste die Woche passieren. Und dann warten die Spieler auf den nächsten größeren Content-Patch Anfang November, der dem Spiel neues Leben einhauchen sollte. Böse Zungen sagen allerdings, WildStar wartet auf Free2Play.

Perspektive: Nicht so gut. WildStar hat in den letzten Wochen einige Nackenschläge verpasst bekommen. Die Erklärungen, wie man’s jetzt umbaut, klingen alle bisschen seltsam und widersprüchlich. So sagt man etwa, dass man schon vorm Start wusste, dass man auf Mega-Server wechseln würde. Wenn das stimmt, hat man eigentlich von Beginn an zumindest die Roleplayer ziemlich hinters Licht geführt. Mal sehen, was die Mega-Server bringen. Mit dem WoW-Release im nächsten Monat scheint’s für WildStar auf jeden Fall erstmal schlechter zu werden, bevor’s besser werden kann.

H1Z1 Zombie Visual

H1Z1: Bei den Zombies nix Neues

Was ist grad los? Nix. Man wartet immer noch auf den Early Access. Der kommt wohl näher, aber es weiß keiner so recht, wo die Ziellinie liegt, der man da näherrückt und ob sie nicht vielleicht hinter den Kulissen wieder nach hinten verschoben wurde. Es gibt keinerlei Maßstab, keinen Zeitplan. Ab und an sieht man mal einen Stream und merkt dabei, dass das Spiel deutlich gewachsen ist seit dem letzten Mal. Aber der Tenor, wann es in den Early Access geht, hat sich in den Wochen und Monaten um kein Jota verändert. Man möchte abwarten, bis man sich sehr gut mit dem Spiel fühlt. Wann das erreicht ist, wissen wohl nur ein paar Leute auf dem Planeten und die sagen es uns nicht.

Perspektive: Im Moment ist es verdammt still um H1Z1, das Interesse ist deutlich abgeflaut. Das muss und wird sich mit der Ankündigung zum Early Access sicher ändern. Im Moment gibt’s überhaupt kein Datum, keinen Fahrplan, nach dem man sich richten könnte. Man weiß nicht wirklich, wie „fertig“ das Spiel sein muss, damit SOE es in den Early Access lässt.

Destiny Venus Story

Destiny: Events halten Spieler bei der Stange, aber wie lange noch?

Was ist grad los? Die Events sorgen für Kurzweil, kriegen aber auch einige Kritik. Ansonsten surft das Spiel auf einer ziemlichen Erfolgswelle. Es profitiert davon, dass es auf den Konsolen bis zum Jahresende noch wenig Konkurrenz hat. Zudem ist die Grundmechanik des Spiels, das Gunplay, hervorragend und fesselt die Fans. Die haben also noch genug mit dem Grundspiel zu tun.

Perspektive: Im Dezember soll der erste DLC erscheinen. Es wird interessant, wie viel Neues da wirklich kommt. Das Problem bei einem Spiel wie Destiny, das vom Loot-System lebt, ist eben, dass Spieler irgendwann fertig sind und was Neues wollen. Wenn der DLC nur ein paar Stunden hält, bis jeder alles gesehen und alles bekommen hat, könnte das Game in ein Loch fallen. Im Moment ist das schwer zu sagen. Destiny hält sich einen Monat nach dem Release immer noch hervorragend. Die ersten Abnutzungserscheinungen werden aber – aller Voraussicht nach – bald zu sehen sein und das Interesse wird sinken. Frage ist nur: Zieht’s mit dem ersten DLC im Dezember wieder an?

World of Warcraft: Kilrogg

World of Warcraft: „Sie kennen mich“

Was ist grad los? Diese Woche kommt der Pre-Patch, dann dauert’s noch einen Monat, bis die nächste Erweiterung losgeht. Wahrscheinlich werden wir bis dahin mit Meldungen und Werbeanzeigen bombardiert werden. Den Auftakt zur Werbekampagne machte bereits ein großes Interview mit Polygon, wo man die Spieler auf eine Zukunft ohne Titan und dafür mit einem wiedererstarkten WoW einstimmte.

Perspektive: Man weiß nicht so recht. Alles, was Blizzard in letzter Zeit sagt, klingt toll für die Zukunft des Spiels, wie’s mal nach Warlords of Draenor wird. Von Warlords of Draenor selbst hört man aus der Beta eher Durchwachsenes.
WoW profitiert sicher stark davon, dass Spieler nach einem Jahr das Game vermissen und sich nach Hausmannskost sehnen. Nach einem Jahr Pause, ohne neuen Content, werden die Erinnerungen der Spieler an tolle Erlebnisse von früher wieder größer, und eher ernüchternde und banale Tätigkeiten treten in den Hintergrund. Das Gefühl, mit Draenor jetzt eine neue Zeit einzuläuten, gibt man bei Blizzard nicht gerade. Warum auch? Nach einem Jahr mit einigen Enttäuschungen auf dem MMORPG-Markt schwört man auf Bewährtes.

ArcheAge Black Pearl 5

ArcheAge: Man hört wenig übers Spiel, viel über den Publisher

Was ist grad los? Bei ArcheAge hört man viel über die Probleme des Publishers mit Hacks, Bots und Cheats. Darunter leidet das eigentliche Spiel. Zu Beginn las man nichts über das Crafting-System, das PvP oder die Piraterie, sondern über Warteschlangen und Client-Probleme. Auch jetzt haben sich die Schwierigkeiten bei Trion Worlds noch nicht gelegt. Mit der Öffnung des Nordkontinents Auroria und dem 1.7er-Patch hat man zumindest ein klares Zeitfenster.

Perspektive: Eigentlich ganz gut. Da ArcheAge Free2Play ist und wirklich „anders“ als die Alternativen, wird es sicher einen konstanten Strom von neugierigen Spielern anlocken, die sich – wie so oft – nach was Neuem sehnen, um der Sättigung und der Langeweile entgegenzuwirken. Aber: Wenn man bei einem Spiel mehr über den Publisher als über das eigentliche Game berichten muss, ist das kein gutes Zeichen. Das ist so, wie wenn man beim Fußball nach dem Match am meisten über den Schiedsrichter spricht.

Guild Wars 2 Lebendige Welt Wallpaper

Guild Wars: Bisschen im Nirvana grade, immer noch nix zu einer Erweiterung

Was ist grad los? Wenig. Das September-Update ist vorbeigezischt. Die Fortsetzung der lebendigen Welt lässt noch auf sich warten. Man versucht den Spielern gerade PvP schmackhaft zu machen. So richtig beißen nur wenige drauf an.

Perspektive: Guild Wars 2 hat das Problem, dass es ein Spiel für alle sein will, aber nicht die Kapazitäten hat, auch wirklich allen Spielern regelmäßig Neues zu geben. Freuen sich PvP-Fans jetzt wirklich drauf, dass die Lebendige Welt weitergeht? Im Hintergrund hört man viel Rauschen, vielleicht designet man Raidcontent für Gilden, vielleicht kommt 2015 wirklich eine Erweiterung? Spruchreif ist nichts.
Wenn die Lebendige Welt weitergeht, gibt es sicher wieder was zu tun und was zu staunen. Dass ArenaNet so sehr versucht, eine PvP-Szene zu etablieren und Spieler dafür zu begeistern, ist allerdings immer noch ein Kuriosum. Ist die Spieler-Basis wirklich groß genug, darauf so viele Ressourcen zu verwenden?

Final Fantasy XIV

Final Fantasy XIV: Musterschüler

Was ist grad los? Man wartet schon seit paar Monaten auf 2.4. Dann kommen neue Helden, neue Instanzen und einige Features. Bis dahin hat man sich die Zeit mit einigen Trial-Programmen vertrieben.

Perspektive: Gut, sehr gut sogar. Final Fantasy hat eine gesunde Grundlage und weiß schon, wie es in Zukunft weitergehen soll. FF XIV verfügt im Gegensatz zu den meisten anderen Spielen über den Vorteil, dass es eigentlich keine „aktuellen Baustellen“ gibt (bis auf den Bauplatzmangel), sondern es läuft alles halbwegs und man kann darauf aufbauen. Wie bei jedem MMO sind die Pausen zwischen den einzelnen Meilensteinen vielleicht ein bisschen lang.

Ruhe vor dem Sturm

Man könnte meinen, dass die MMO-Welt bis auf die erst im September gestarteten MMOs Destiny und ArcheAge so eine Art „Ruhe vor dem Sturm“ erleben. Schon in dieser Woche wird bei WildStar und World of Warcraft neues Leben reinkommen. Im nächsten Monat dann wahrscheinlich in Guild Wars 2, Final Fantasy XIV und The Elder Scrolls Online. Das größte Ereignis der nächsten Monate, bis zum Jahresende, ist sicher der Warlords of Draenor-Release Mitte November. Die Wellen, die der im MMO-Teich schlägt, werden sicher zu spüren sein.

Was bei H1Z1 ist: Weiß der Geier. Das könnte dann von „jetzt auf gleich“ passieren. Das hätte es aber auch schon die letzten fünf Monate tun können. Wir halten Euch bei mein MMO darüber, über die sieben anderen Spiele und noch über ein paar mehr auf dem Laufenden.

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