ArcheAge: Goldwäsche mit Arbeiterlohntränken zu Dumping-Preisen?

Bei ArcheAge gibt es Probleme mit Hackern: Immer neue Schwierigkeiten werden bekannt, jetzt wirkt sich das auch auf das Auktionshaus aus. Dort tauchten in großen Mengen Arbeiterlohn-Tränke auf. Selbst Trion Worlds glaubt, dass hier was übel riecht.

ArcheAge hat Probleme. Schon in der Beta bannte man zehntausende Spieler, die sich mit gefälschten Kreditkarten Zugang zur Frühphase des Games verschafft hatten. In letzter Zeit machen Hacks die Runde und jetzt ist ein neues Problem aufgetaucht, das die Wirtschaft im Spiel betrifft.

ArcheAge Riese

Die „Arbeiterlohn“-Tränke kosteten die ganze Zeit ungefähr 8 Gold im Auktionshaus. Wie Spieler im offiziellen Forum berichten, sind auf einigen Servern nun Unmengen von diesen Tränken aufgetaucht für nur 4 Gold. Und die Rede ist hier von hunderten dieser fürs Crafting so wichtigen Tränke auf einen Schlag. Dass sowas über eine logische „Ingame-Mechanik“ passiert, ist kaum vorstellbar. Denn wer derart viel „Echtgeld“ ausgibt, um sich die Ingame-Währung zu besorgen, würde sein Kapital sicher breiter streuen, um mehr Gold daraus zu ziehen und nicht den eigenen Markt ruinieren.

Ein möglicher Grund für die Tränke-Flut scheint es zu sein, dass Spieler unrechtmäßig erworbene Credits (etwa über gehackte Gründer-Accounts oder gefälschte Kreditkarten) möglichst schnell in Gold umwandeln möchten. Um das Gold wiederum über eBay oder Goldseller zu Euros oder Rubel oder was auch immer zu machen. So eine Art „Goldwäsche.“ Das scheint zeitkritisch zu sein: Schnelligkeit ist wichtiger als aus Premiumwährung X den größtmöglichen Goldgewinn Y zu erzielen.

ArcheAge Warteschlangen

Es ist wie bei allen solchen Themen in ArcheAge mittlerweile. Die Diskussion wird eröffnet. Es kommen Spieler, die sagen: Der Thread-Opener solle sich nicht so anstellen. Das sei ja wohl gut möglich. Immerhin sei es eine Sandbox, da könne ja jeder machen, was er will, und man solle die Stärke anderer nicht auf Hacks zurückführen und ArcheAge kaputtreden. Dann schaukelt sich die Situation immer weiter hoch und die Anzeichen, dass es ein Problem gibt, werden immer klarer.

In dem Fall sind die Indizien allerdings wohl eindeutig und sprechen dafür, dass es beim plötzlichen Aufkommen dieser Tränke nicht mit rechten Dingen zugeht. Inzwischen hat sich auch Trion Worlds dazu geäußert: Auch sie finden die Lage verdächtig und gehen dem nach.

Es ist zu hoffen, dass Trion Worlds die Turbulenzen um das Spieler möglichst bald in den Griff bekommt. Laut eigenen Aussagen sind die Probleme bekannt und man arbeitet mit Hochdruck daran, etwa dem Grundstücks-Vorgriffsrecht nachzugehen oder den Teleport-Hack zu unterbinden.

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Quelle(n): ArcheAge off. Forum
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