ArcheAge: Verschaffen Hacks Cheatern das Vorkaufsrecht auf auslaufende Grundstücke?

In ArcheAge sorgen Hacks für Frust. Offenbar können sich Spieler durch sie den Erstzugriff auf die begehrten auslaufenden Grundstücke sichern.

Heute Morgen haben wir von einem unserer Leser auf Facebook davon erfahren, dass es wahrscheinlich Probleme mit Hacks in ArcheAge gibt. Offenbar gelingt es immer denselben Usern, neues Land für sich zu beanspruchen. Das ist in ArcheAge knapp und wird nur frei, wenn bei bestehenden Gebäude die Miete über einen längeren Zeitraum nicht bezahlt wird. Dann droht die Zwangsräumung. Da der Bauplatz so begehrt ist, sammeln sich bei vom Abriss bedrohten Bauten ganze Trauben von Spielern, um so schnell wie möglich ihre Vogelscheuche dorthin zu setzen und sich den Platz zu sichern.

Wie kann es also sein, dass es den immer gleichen Spielern gelingt? Ganz einfach, sie schummeln, wenn man einem Post auf reddit Glauben schenkt. Die Sache sorgt für Wirbel. Im Moment macht besonders ein Spieler auf Kyprosa von sich reden. Ihm sind mehrere Threads im offiziellen Forum gewidmet und auch in einigen Videos spielt er die Hauptrolle.

Der Hack, der aus dem Osten kam

ArcheAge WarteschlangenLaut dem User auf reddit gibt es in russischen Foren schon länger Tricks und Hacks, wie man sich einen unfairen Vorteil verschafft – die russische Version war bereits deutlich vor der westlichen spielbar. So stammten aus diesen Foren Hacks, die es erlaubten, mit den unhandlichen Handelspaketen gleich zum Händler zu teleportieren. Auch Bots, heißt es auf reddit, entströmten diesen Foren wie von einem Fließband. Und eben auch ein Hack, der es erlaubt, sich den Bauplatz schon zu sichern, wenn sich das Gebäude noch im Abriss befindet. Wie der User auf reddit erklärt, nutzten die Hacker Packet-Spoofing aus.

Was vielleicht noch besorgniserregender ist: Laut dem User werden die Hacks gerade ins Englische übersetzt. Dann könnten sie noch heftiger auftreten.

ArcheAge durch Crafting- und Handelsfokus besonders anfällig

ArcheAge GleiterMMOs, gerade in ihren Anfängen, werden häufig von Hacks und Cheats heimgesucht. Sowohl WildStar als auch The Elder Scrolls Online hatten in den Anfangsmonaten mit einer wahren Flut an Bottern zu kämpfen. Die suchen sich bevorzugt Spiele aus, denen sie das Potential für einen großen wirtschaftlichen Erfolg attestieren. Bei ArcheAge ging man eigentlich davon aus, dass die Möglichkeit, von anderen Spielern Gold gegen APEX zu kaufen, was indirekt einen Tausch von Euro gegen Gold bedeutet, Hacker und Goldseller abschrecken könnte. Offenbar ist das nicht der Fall.

Da bei ArcheAge die Wirtschaft stark im Vordergrund steht und Ressourcen wie Gold oder Land die wertvollsten Güter sind und mittelbar auch über die Macht eines Spielers entscheiden, ist ArcheAge noch anfälliger als andere Spiele. Denn während man sich in den meisten MMORPGs mit Gold nur einen begrenzten Vorteil erwerben kann, ist das in ArcheAge nicht so.

Ein Reiz der Sandbox, der das Spiel allerdings auch enorm anfällig für Leute macht, die sich derart skrupellos einen Vorteil verschaffen.

Offizielles Statement von Trion Worlds: Man prüft’s

Ein offizielles Statement von Trion Worlds gibt es auch: Man beobachtet die Lage, hat aber noch nicht genügend Anhaltspunkte, um wirklich „Foul Play“ nachweisen zu können. Dass es einem Spieler derart häufig gelingt, als erstes zu bauen, sei möglich, aber verdächtig. Man hat sich bereits mit XLGames in Verbindung gesetzt, um zu prüfen, ob es andere Methoden gibt, Land zu beanspruchen.

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Quelle(n): ArcheAge Forumsreddit
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