Star Citizen blickt auf turbulente Monate zurück. Nach Berichten über Entlassungen und einer Umstrukturierung der Führungsebene verlässt jetzt ein Veteran das Studio, der mehr als zehn Jahre lang an dem ambitionierten SciFi-MMO gearbeitet hatte.
Welcher Veteran arbeitet nicht mehr an Star Citizen? Carl Jones blickt auf eine lange Karriere in der Games-Branche zurück, die ihn unter anderem zu Sega und Crytek geführt hat. In den vergangenen zehn Jahren und drei Monaten war er bei Cloud Imperium Games angestellt.
Als VP Global Business Development, COO & VP Business Development und schließlich Chief Strategy Officer übernahm er dabei ausschließlich Führungsaufgaben. Dank eines Posts auf linkedin.com wissen wir jetzt, dass er das Studio im Dezember 2024 verlassen hat.
Durch Schiffe wie der Polaris hat Star Citizen auch 2024 viel Geld eingenommen:
Abschied im Guten?!
Was ist der Grund für die Trennung? Ob Carl Jones gekündigt hat oder gekündigt wurde, ist unklar. Auch einen konkreten Grund nennt der Veteran nicht: „Nach einem Jahrzehnt, in dem ich Cloud Imperium Games geholfen habe, zu einem der innovativsten und größten unabhängigen Spieleentwickler der Welt zu werden, ist die Zeit für mich gekommen, neue Galaxien zu erkunden.“
In seinem Abschiedspost blickt Jones auf das Erreichte zurück – etwa, dass er maßgeblich dabei helfen konnte, mehr als 1 Milliarde US-Dollar aus den unterschiedlichsten Quellen für die Entwicklung von Star Citizen zu beschaffen. Zudem sei er sehr dankbar dafür, dass er mit einigen der besten Leute zusammenarbeiten durfte, die es in der Branche gibt.
In Zukunft möchte Jones als Berater für eine kleine Anzahl von Technologie- und Games-Unternehmen arbeiten. Weitere Details soll es zu einem späteren Zeitpunkt geben.
Was bedeutet das für Star Citizen? Im Studio hinter dem ambitionierten SciFi-MMO scheint es schon seit einer Weile sehr turbulent zuzugehen. Im November 2024 soll es beispielsweise Berichte aus dem Umfeld von CIG gegeben haben, laut denen Mitarbeiter ohne Abfindung entlassen wurden, nachdem sie durch die Überstunden-Hölle gehen mussten.
Kurz vor dem Jahreswechsel berichteten weitere anonyme Quellen (via insider-gaming.com), dass darüber hinaus mehrere hochrangige Führungskräfte entlassen worden sein sollen. Dazu soll es Umstrukturierungen in der Führungsebene gegeben haben. Ob Carl Jones einer der Betroffenen dieser Anpassungen ist, ist unklar, würde aber ins Bild passen.
Im Zuge der Berichte wurde übrigens auch eine interne Mitteilung von Studio-Chef Chris Roberts an die Belegschaft veröffentlicht. In der Nachricht heißt es unter anderem:
Um diesen Laser-Fokus [auf die Veröffentlichung von SQ42 und Star Citizen 1.0] zu erreichen, ist es wichtiger denn je, sicherzustellen, dass wir leistungsstarke und effiziente Teams haben, die im gesamten Unternehmen arbeiten. Um dies zu erreichen, musste ich die Struktur unserer Teams von der Spitze des Unternehmens bis hinunter ändern, um sicherzustellen, dass wir die richtigen Leute in den richtigen Rollen haben, damit jeder in unserem bisher kritischsten Jahr das Beste aus sich persönlich herausholen kann.
Chris Roberts in einer internen Nachricht an seine Mitarbeiter (via insider-gaming.com)
Auf das Projekt selbst wird der Weggang von Carl Jones wohl kaum einen spürbaren Einfluss haben. Zum einen, weil über 1.000 Menschen an den Projekten von CIG arbeiten. Zum anderen sollen schon in den vergangenen Jahren viele erfahrene Entwickler das Studio aufgrund interner Probleme verlassen haben.
Da man ganz frisch nach mehreren Senior-Entwicklern sucht (via linkedin.com), dürften sich mittelfristig auch die Einsparungen durch die jüngsten Entlassungen in Grenzen halten. Umso mehr, wenn man die Größe von Cloud Imperium Games bedenkt.
Die gute Nachricht für Fans von Star Citizen: Das Projekt hat auch im Jahr 2024 wieder unfassbar viel Geld über Crowdfunding und Investoren eingenommen. Mehr Details dazu findet ihr in der folgenden Meldung: Star Citizen hat 2024 dreimal mehr Geld eingenommen, als die Entwicklung des besten Spiels des Jahres auf Steam gekostet hat
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Was liest man daraus?
Das Spiel hat schon mehr als eine Milliarde gekostet. Wenn ich online suche, steht bis hierhin RDR2 mit etwas über 500 Millionen Dollar Produktionskosten auf Platz 1. Ob Star Citizen so gut wird wie RDR2, wage ich jedoch zu bezweifeln.
1mrd. Für diesen Mist der einem in diesem Spiel präsentiert wird. Kommt man eigentlich inzwischen aus dem Fahrstuhl raus ohne das sich das Spiel 10 mal aufhängt? Ein Spiegelbild unserer Gesellschaft …Nix funktioniert, aber die Grafik ist geil
weckt mir wenn das spiel ein full release hat bitte..
bin mit wing comander 1 und die folge spiele groß geworden und habe sie geliebt. ich wünsche mir das SC auch realisiert wird, aber ich bin/war sehr skeptisch an dessen geschäftsmodell. kannte “backer” die inzwischen verstorben sind. 😥
Ob das jetzt gut oder schlecht ist… ich weiß es nicht. Immerhin rühmt er sich damit der Erfinder der SC Macro-transactions und all den anderen Praktiken, die in der Community immer unbeliebter werden.
Im Endeffekt ist es jemand, der an der Entwicklung nur peripher beteiligt war aber dafür aus allem noch den letzten Cent raus presste.
Ändern wird sich daran wohl nichts. Einen Goldesel schlachtet ja keiner.
Wenn er 1 Mrd geholt hat, dann fehlen 300 Mio in der Kasse. 😉
Wohnt der jetzt evtl auf den Bahamas?
Nein fehlt nicht. Die Zahlen die du kennst sind die Einnahmen über den Store.
Was du nicht kennst sind die Einlagen von Investoren.
Ok 🙂
Wer sagt das?