Razer Naga Pro im Test: Präzise und teure MMO-Maus

Die Razer Naga Pro setzt auf Wirelss und austauschbare Daumenseiten. MeinMMO stellt euch vor, was die Maus von Razer alles kann und wie sie sich im Test schlägt.

Um welche Maus geht es? Bei der Naga Pro von Razer handelt es sich um eine modulare und kabellose Gaming-Maus. Die Maus bietet drei austauschbare Seitenteile mit einer unterschiedlichen Menge an Tasten und soll deswegen laut Razer für verschiedene Genres wie MMOs, Battle Royale und FPS-Spiele geeignet sein. Die Maus tritt dabei in die Fußstapfen der erfolgreichen Naga Trinity oder auch der Naga Hex V2, die einige von euch vermutlich noch kennen.

Warum soll die Maus besonders für MMOs eignen? Die Razer Naga Pro bietet die Möglichkeit, dass ihr die Seitenteile auswechseln könnt. Darunter gibt es auch ein 12-Tasten-Seitenteil, welches sich vor allem für komplexe MMORPGs eignet, wenn ihr viele Fähigkeiten oder Combos auf eure Maus legen wollt.

MeinMMO hat sich die neuste modulare Gaming-Maus einmal genauer angesehen und verrät euch, was uns gut gefällt und was eher weniger.

Razer Naga Pro Lieferumfang
Razer Naga Pro: Lieferumfang

Razer Naga Pro Review: Wie haben wir getestet?

Wie lange wurde die Maus getestet? Wir durften die Maus ausgiebig testen und haben sie uns genauer angesehen:

  • Die Maus war 14 Tage und im Schnitt 4 – 5 Stunden im Einsatz.    
  • Insgesamt haben wir rund 60 Stunden mit der Maus gearbeitet, gesurft und gezockt und haben außerdem auch die verschiedenen Seitenteile ausprobiert.

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Razer Naga Pro im Detail

Was ist an der Maus besonders? Die Naga Pro ist eine modulare Gaming-Maus. Denn im Gegensatz zu anderen Mäusen bietet diese Maus die Möglichkeit, bestimmte Teile abzunehmen und auszutauschen. Während ihr die R.A.T Pro X3 fast vollständig zerlegen könnt, habt ihr bei der Naga Pro die Möglichkeit, die Daumenseite abzunehmen und gegen eine andere auszutauschen. Der Maus liegen drei verschiedene Seitenteile bei.

  • Ein Seitenteil mit 2 Tasten, welches sich für FPS-Spiele eignen soll.
  • Ein weiteres Seitenteil bietet 6 Seitentasten und soll sich damit für “Battle Royale”-Spiele wie Fortnite oder Apex Legend eignen.
  • Das dritte Seitenteil bietet 12 Tasten und soll sich vor allem für MMO-Spieler eignen, die viele Schnelltasten auf ihre Maus legen wollen.

Neben den austauschbaren Seitenteilen bietet die Maus außerdem noch drei verschiedene Verbindungsmöglichkeiten: Ihr könnt die Maus entweder über USB-Kabel anschließen, über Bluetooth oder über Razers eigene Hyperspeed-Technik.

Razer Naga Pro Seitenteile Ansicht
Razer Naga Pro: Die drei mitgelieferten Seitenteile mit 2, 6 und 12 Tasten.

Die Naga Pro lässt sich außerdem mit dem “Razer Mouse Dock” laden. Der entsprechende Anschluss und Einbuchtung befindet sich auf der Unterseite der Maus.

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Gewicht: Mit 117 Gramm ist die Maus von Razer im Mittelfeld im Vergleich zur Konkurrenz. Schaut man sich die Mäuse im direkten Vergleich an, wird das recht deutlich.

Razer Naga Pro: Gewicht im Vergleich:

Logitech G Pro Wireless81 Gramm
Razer Lancehead111 Gramm
Razer Naga Pro116 Gramm
Logitech G 502 Hero121 Gramm
Roccat Kone Aimo Remastered130 Gramm

Gleitfüße: Bei den Gleitfüßen setzt Razer auf Gleitfüße aus PTFE-Kunststoff. Das soll  besonders gute Gleiteigenschaften auf Oberflächen haben. Die Naga Pro hat insgesamt 4 Gleitfüße und diese sind nicht austauschbar.

Grifftyp: Die Maus ist grundsätzlich für alle drei Grifftypen, Palm-, Claw- und Fingertip-Grip geeignet. Im Test verwendeten wir die Maus sowohl im Palm- als auch im Claw-Grip.

Palm-Grip: Die Hand umschließt die Maus komplett. Finger, Handfläche und Ballen liegen auf der Maus
Claw-Grip: Fingerspitzen, Daumen und ein Teil des Handballens liegen an der Maus. Der Rest der Hand berührt die Maus nicht.
Fingertip-Grip: Nur Daumen und Fingerspitzen liegen auf der Maus. Der Rest der Hand ist frei.

Welchen Sensor verwendet die Maus? Die Naga Pro verwendet den “Razer Focus+”-Sensor. Dieser setzt auf den PixArt-Sensor PMW-3399 und ist der derzeit beste verfügbare Sensor, den ihr in einer Maus finden könnt. Den gleichen Sensor verbaut Razer übrigens auch in seiner Basilisk Ultimate und in seiner Viper Ultimate.

Einen praktischen Nutzen haben aber hohe DPI-Werte von 20.000 aber nicht, da kaum ein Spieler diese Geschwindigkeiten wirklich nutzt.

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Features und technische Details

An dieser Stelle folgen die technischen Details rund um die Naga Pro, kurz und bündig.

SensorPixart PMW3399 (Razer Focus+)
AuflösungBis zu 20.000 DPI   
SwitchesRazer-Switches, 70 Millionen Klicks
Tasten10 / 14 / 20
DesignSchwarze Maus, mit einstellbarer RGB-Beleuchtung (16,8 Millionen Farben, Razer Chroma RGB)
KonnektivitätRazer HyperSpeed WirelessKabelgebunden über USBBluetooth
Gleitfüße4 Gleitfüße aus PTFE-Kunststoff
KabelRazer Speedflex-Kabel, 1,8 m
Abmessungen   119 mm x 74.5 mm x 43 mm
Gewicht117 g
PreisEuro 169,99 (UVP)
Preistendenz (laut Geizhals.de)169,90 – 229,98 Euro

Razer Naga Pro vs Trinity

Die Naga Trinity erschien 2018 und erinnert äußerlich der Naga Pro von Razer. Vergleicht man die beiden Geräte genauer, findet man die Unterschiede liegen vor allem in den Details.

Wo liegen die Unterschiede? Während die Trinity kabelgebunden ist, bietet die Naga Pro auch Wireless an. Die Naga Pro bietet einen neueren Sensor, die Füße sind besser verarbeitet und die Naga Pro ist auch mit dem neuen Mausdock von Razer kompatibel. Alle Unterschiede seht ihr hier noch einmal in der Tabelle:

Razer Naga Trinity (2018)Razer Naga Pro (2020)
KabelgebundenWireless und Kabelgebunden
StandardkabelSpeedflex-Kabel
Standard-FüßeFüße aus PTFE-Kunststoff
optischer 5G-Sensor, bis zu 16.000 DPI“Razer Focus+”-Sensor, bis zu 20.000 DPI

Kann man die alten Seitenteile mit der neuen Naga Pro verwenden? Laut Razer sind die alten Seitenteile der Trinity nicht mit der Naga Pro kompatibel.

Das ist jedoch kein Problem, denn der Naga Pro liegen bereits drei Seitenteile bei und man benötigt keine zusätzlichen mehr.

Razer Naga Pro Software “Razer Synapse”

Das gefällt uns an der Software: Schon bei der Installation können wir auswählen, welche Software-Pakete mit installiert werden. Das ist praktisch und wir können den Umfang der Software etwas verkleinern.

Razer Naga Pro Softare Übersicht

Die Software selbst ist übersichtlich und intuitiv aufgebaut. Über den Reiter “Maus” gelangen wir direkt zu unserem Gerät, wo wir jede einzelne Taste einzeln konfigurieren können. In der Software ist es ebenfalls möglich, jedes Seitenteil der Maus einzeln einzurichten. Auch lassen sich hier die Profile steuern und direkt per Drag&Drop auf der Maus speichern.

Wer weitere Geräte von Razer hat kann via Connect diese miteinander verknüpfen, dann sind zum Beispiel die Leuchteffekte aufeinander abgestimmt, wie man das von anderen Herstellern wie Corsair oder Roccat auch bereits kennt.

Registrierung und Razer Synapse 3: User, die über die Zwangsregistrierung geschimpft haben, können aufatmen. Bei Razer Synapse gibt es mittlerweile einen Gast-Modus, womit ihr ebenfalls Zugang zu den meisten Funktionen der Software bekommt.

Ebenfalls löblich: Bluetooth und auch 2,4 GHz-Wireless-Modus funktionieren ohne Software.

Razer Synapse - keine Registrierung mehr notwendig
Razer Synapse: Anstatt sich zu registrieren, kann man auch als Gast fortfahren.

Das gefällt uns weniger: Die Software ist enorm wuchtig und bringt eine Menge Prozese mit, die im Hintergrund laufen, Razer Central, Razer Synapse 3, GameManagerService und Razer Chroma SDK Rest Server sind hier nur vier Beispiele für Prozesse, die auf Windows im Hintergrund laufen. Im Vergleich: Die Logitech Gaming Software kommt mit gerade mal zwei Hintergrunddiensten aus.

Für viele Funktionen braucht ihr zwingend die Software, was vor allem einen Nachteil hat. Auf Linux und Macintosh funktioniert die Software (bisher) nicht, ihr könnt hier also viele Funktionen nicht verwenden. Der Test zeigt aber, dass die grundlegenden Funktionen wie Wireless und auch die Seitentasten auf Linux (im Test nutzten wir Xubuntu 18.04) problemlos funktionieren – wenn auch ohne direkte Belegung.

Razer Naga Pro in der Hand
Die Razer Naga Pro in der rechten Hand.

In der Praxis

In diesem Bereich stellen wir euch vor, wie die Maus sich im Praxistest schlägt. Dabei gehen wir auf das Gewicht und die Schnelligkeit ein, aber auch, welcher Sensor in der Maus arbeitet und welche Möglichkeiten sich mit der Maus in der Praxis bieten.

Gewicht, Textur und Handling

Design und Gewicht: Mit 116 Gramm liegt die Razer-Maus im Mittelfeld der Gaming-Mäuse. Die Maustasten bieten keine besondere haftende oder raue Oberfläche, die ganze Maus ist im gleichen Material designt. Nur die linke und rechte Außenseite sind gummiert, um dem kleinen Finger und Daumen mehr Grip zu geben.

Gleitfüße: Auf der Rückseite der Maus befinden sich vier Gleitfüße, die dafür zuständig sind, dass die Maus problemlos über verschiedene Oberflächen gleitet. Die Füße bestehen PTFE-Kunststoff, was einen geringen Widerstand bietet. Dadurch liegt die Maus auf den Oberflächen auf und eine schnelle Bewegung ist ebenfalls gewährleistet.

Razer Naga Pro von unten
Die vier PTFE-Füße, in der Mitte erkennt man die Bucht für das Mausdock von Razer.

Die austauschbaren Seitenteile sitzen übrigens eng und stabil an der Maus und beeinträchtigen die Bewegung der Maus in keinster Weise. Tendenziell bieten die Seitenteile mit 2 und mit 6 Tasten mehr Halt für den Daumen als das Seitenteil mit 12 Tasten.

Die Maustasten und Mausrad

Das Mausrad der Naga Pro: In der Maus setzt Razer auf ein 4-Wege-Mausrad. Im Vergleich zur Trinity hat Razer beim Mausrad der Naga Pro deutliche Verbesserungen vorgenommen. Das Mausrad liegt besser unterm Zeigefinger und lässt sich insgesamt angenehmer und vor allem leiser bedienen als noch bei der Trinity.

Im direkten Vergleich gefiel uns das Mausrad der R.A.T Pro X3 von Mad Catz insgesamt aber besser als das Mausrad der Razer Naga Pro, es war noch etwas präziser und lag noch etwas besser in der Hand. Im Gegensatz zu Logitech bietet Razer auch nicht die Möglichkeit, das Scrollrad frei laufen zu lassen (Freilauf).

Titelbild Razer Naga Pro Test
Razer Nager Pro von schräg oben. Die (vom Betrachter aus) rechte Seite kann man austauschen

Geschwindigkeit der Maustasten: Die Klicklatenz, also die Rückmeldung der Mausklicks, liegt mit dem hauseigenen Hyperspeed-Receiver bei rund 5ms und ist damit sehr schnell und zuverlässig. Via Bluetooth liegt die Latenz etwas mehr als doppelt so hoch, knapp über 10 ms. Das ist fürs Gaming noch vertretbar.

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Makro-Funktionen

Der Wechsel der Seitenteile geht kinderleicht von der Hand und rasten dank Magneten sicher an der Maus ein. Zu kritisieren ist hier aber die Verarbeitung der Seitenteile: Während man beim Verschluss auf kleine Magnete setzt, bestehen die einzelnen Seitenteile aus Hartplastik und auch die Magneten sind in Plastik gefasst. Wie oft sich die Teile ohne Probleme tauschen lassen, konnten wir in unserem Test nicht eindeutig klären. In unserer rund 14-tägigen Testphase hatten wir jedoch keine Probleme, die Teile auszutauschen.

Mit der Software lassen sich sämtliche Tasten der Maus belegen und programmieren. Ob Tastaturfunktionen, bestimmte Programme starten zu lassen oder Musik zu starten, Razers Software bietet hier eine Vielfalt von Möglichkeiten. Außerdem ist es nicht mehr zwingend erforderlich, sich für die Verwendung der Software zu registrieren.

Dank Razer Hypershift (vergleichbar beispielsweise mit Roccat Easyshift), könnt ihr jede Taste sogar doppelt belegen. Das haben wir in der Praxis zwar kaum gebraucht, da man über 5 Profile genug Einstellungsmöglichkeiten hat.

Das 12-Tasten-Seitenteil ist zu Beginn etwas gewöhnungsbedürftig. Die Tasten sind im Vergleich kleiner und auch anders angeordnet als beim 6er-Seitenteil. Das ist aber eine reine Gewöhnungssache. Die Tasten lassen sich problemlos programmieren und mit Makros belegen und gehen schließlich auch in Fleisch und Blut über. Dank Hypershift könnt ihr auch jede der 12 Tasten doppelt belegen. Ihr spielt ein MMO und habt zwei Schnellleisten, die ihr ständig wechselt? Mit dem 12-Tasten-Seitenteil und Hypershift kein Problem, denn das funktioniert intuitiv und sehr schnell.

Razer Synapse: Hier lässt sich jedes Seitenteil der Maus konfigurieren und einstellen. Die Daten können als Profil direkt auf der Maus gespeichert werden.

Umständlich ist, dass man zum Profilwechsel entweder die Maus umdrehen muss, um den Schalter zu drücken, oder in die Software wechseln muss. Eine Taste auf der Mausoberfläche selbst gibt es nicht. Eine Alternative wäre natürlich noch die Programmierung eines Makros.

Der Sensor der Razer Naga Pro

Mit dem Razer Fokus+ verbaut der Hersteller den besten, aktuellen Sensor in seiner Gaming-Maus. Auf dem Papier schlägt Razers Sensor auch den Spitzensensor “Hero 16K”  von Logitech.

In der Praxis macht es aber keinen Unterschied, ob der Sensor 16.000 oder 20.000 DPI hat. Denn diese hohen Unterschiede lassen sich zwar messen, spielen aber fürs Gaming keine Rolle. Vierstellige oder gar fünfstellige Sensorauflösungen haben keine wirkliche Relevanz, da die Maus dann zu unruhig wird und kaum noch kontrollierbar ist.

Razer Naga Pro Abtastrate 500Hz und 1000Hz
Links Abtastrate 500Hz und rechts 1000Hz. Je näher die Punkte an der Linie, desto besser. Je stärker die Abweichung, desto ungenauer sind die Rohdaten des Sensors.

Der Sensor wird bei höheren Abtastraten nicht ungenauer, er ruft nur deutlich häufiger die Rohdaten ab.

Beim Gaming zeigt sich jedoch die Stärke des Highend-Sensors. Der Sensor ist sehr präzise, reagiert schnell und hat keinerlei Probleme mit verschiedenen Untergründen. Auch im Zusammenspiel mit Razers Wireless-Technik “Hyperspeed” macht der Sensor eine gute Figur: Verzögerungen oder gar Verbindungsabbrüche konnten wir in unseren Sitzungen nicht feststellen.

Fazit

Pro
  • Präziser, moderner Sensor
  • gute Verarbeitung: kein Knarzen, optomechanische Schalter, Speedflex-Kabel
  • sowohl Hyperspeed als auch Bluetooth als Wireless-Funktion
  • lange Akkulaufzeit
  • Grundfunktionen auch auf Linux verwendbar
  • ordentlicher Lieferumfang
  • sehr gute Ergonomie
  • geringe Latenz mit Hyperspeed (4 – 6ms)
Contra
  • sehr hoher Preis
  • Razer Synapse ist groß und unhandlich
  • Seitenteile sitzen in Plastikhalterungen

Für wen ist die Maus geeignet? Ihr seid ein Spieler, der gerne zwischen den Genres wechselt und viele Tasten braucht, dann könnte die Naga Pro durchaus einen Blick wert sein. Mit den drei austauschbaren Seitentasten bieten die Maus genug Einstellungsmöglichkeiten, insbesondere für Spieler, die neben MMOs auch gerne mal Shooter oder zwei Runden Fortnite zocken, dafür aber immer die richtige Maus in der Hand haben wollen. Auf der anderen Seite macht sich diese Vielfalt auch im Preis bemerkbar. Knapp 170 Euro kostet die Razer Naga Pro, dafür bietet sie den derzeit besten Maus-Sensor und eine gute Konnektivität.

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Razer Naga Pro Frontansicht

Welche Alternativen gibt es? Die Alternative wäre zum Quasi-Vorgänger der Razer Naga Trinity zu greifen, die derzeit rund 100 Euro kostet und damit etwa 70 Euro günstiger ist. Die Funktionen sind ähnlich umfangreich, doch ihr müsst auf die Wireless-Funktion, auch auf den besseren Sensor und auf das besser verarbeitete Kabel verzichten. Hier würden wir euch raten, direkt zur Naga Pro zu greifen.

Braucht ihr hingegen nur 2 beziehungsweise 6 Tasten, dann gibt es preisgünstigere Alternativen. Entweder schaut ihr euch die Logitech G502 Lightspeed an, diese bietet für derzeit für rund 100 Euro (Stand. 28.10.2020) einen starken Sensor, jede Menge Tasten und Wireless-Unterstützung. Braucht ihr kein Wireless, könnt ihr euch auch die Roccat Kone Aimo ansehen.

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Seid ihr stattdessen reine MMO-Spieler und benötigt viele Tasten, dann könnte auch der Blick zu Logitech interessant sein, denn die G604 Lightspeed bietet ebenfalls jede Menge Tasten und eine Wireless-Funktion, verzichtet dafür aber auf RGB. Dafür zahlt ihr aber auch etwas weniger als 100 Euro. Oder ihr greift zur 90 Euro teuren Corsair Scimitar RGB.

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Benedikts Fazit: Starke, präzise Maus für MMOs und Shooter – Aber zum hohen Preis

Razer liefert mit der Razer Naga Pro eine Maus, welche die Naga Trinity in jedem Belangen übertrifft. Die Maus liegt besser in der Hand, bietet ein besseres Mausrad, Wireless-Funktionen und den besseren Sensor, verbunden mit einer langen Akkulaufzeit. Die optomechanischen Schalter liefern eine hohe Präzision und die Maus liegt angenehm in der Hand. In der Praxis klappt der Tausch der Seitenteile sehr gut und die Software spielt beim Wechsel problemlos mit.

Auf der anderen Seite stört die Software und der hohe Preis das Gesamtbild. Die Software ist wuchtig und besteht aus etlichen Systemprozessen, aber zumindest hat Razer den Registrierungszwang abgeschwächt. Mit 170 Euro ist der Preis jedoch zu hoch angesetzt, denn eine gute Alternative wie die Logitech G502 Lightspeed kostet rund 60 Euro weniger. Diese bietet sowohl MOBA- als auch Shooter-Spielern genügend Möglichkeiten, inklusive mit Wireless-Funktion.

Wer nur viele Tasten für sein Lieblings-MMO braucht, kann auch zur 90 Euro teuren Corsair Scimitar RGB greifen, die einen präzisen Sensor (PixArt PMW3391) bietet, dafür aber keine Wireless-Funktion.

Wer hingegen gerne Shooter und komplexe MMORPGs spielt, für den gibt es neben der Razer Naga Pro keine echte Alternative.

Nichtsdestotrotz liefert Razer für einen hohen Preis auch eine sehr hochwertige Maus: Die Maus ist sauber verarbeitet, bietet eine gute Ergonomie und den besten Sensor, den es aktuell gibt.

fragt meinmmo benedikt

Benedikt Schlotmann
Autor auf MeinMMO

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FearLoathing

Bin von Razer wieder zurück zu Logitech nutze jetzt die G604 kabellos 6 Daumentasten und ganz wichtig eine normale Batterie in der Maus und kein festeingebauter Akku. Kein Bock die Maus wegzuwerfen nur weil der Akku platt ist.

Nomad

Die nutze ich auch an meinem NB. Am normalen PC habe ich Roccat Thyon oder Leadr, wegen der vielen Tasten. Leider gibts diese nun auch nicht mehr.
So bleiben noch Logitech und Corsair. Von Razer hatte ich mir damals viel versprochen, zumal sie als einzige noch Keypads anbieten. Aber die Qualität ist so dermassen schlecht, und das bei fetten Preisen, kommt mir nicht mehr in den Einkaufskorb.

Tony Gradius

Razer Naga Pro im Test: Präzise und teure MMO-Maus

Ach was? Mir war bis dato gar nicht gewahr, dass ein Gattung, welche „MMO-Maus“ genannt wird, existiert. Man lernt doch nie aus….

Nomad

Bist du denn ein MMO(RPG)-Spieler. Da ist das doch ein gänger Begriff, wegen der vielen Tasten, die man in diesen Spielen für verschiedene Funktionen hat (0-9, F1-F9).
Die meisten Shooter etc, die verwenden wenige spezial Tasten, von wegen Geschwindigkeit.

Erzkanzler

Ich hab so das unbestimmte Gefühl, Mäuse werden immer teurer wohin gegen die Qualität seit Jahren abnimmt und das leider herstellerübergreifend. Bei Razer ist das besonders deutlich, deren Mäuse hab ich immer schon als innovativ aber qualitativ minderwertig empfunden.

Meine Erfahrung mit der Trinity bestärkt das, davon abgesehen nutzt man letztlich dann doch nur ein Seitenteil und dafür ist der Preis dann einfach nicht gerechtfertigt. Die Preisgestaltung bei Mäusen ist eh entgleist. Rein technisch hat sich da wenig weiterentwickelt, dass eine Verzehnfachung des UVPs rechtfertigen würde.

Zuletzt bearbeitet vor 26 Tagen von Erzkanzler
Nomad

Genau. Und dabei sind die Razer Devices grundsätzlich gut designed. Nur die Produktions-Qualität und vor allem die Software sind sowas von „billig“.
Sehr schade.
Ich habe mich mittlerweile vollständig von Razer entfernt, und meine Vorstellung von „eine Marke mit einer Treiber-Software“ aufgegeben.
Nicht so toll, aber besser als „allen Schrott aus einer Hand“

Nomad

Die Qualitätder Razer Produkte befindet sich im freien Fall. Probleme mit der Hardware häufen sich, der Support ist unterirdisch, und vor allem die Software eine Katastrophe.
Synapse3 ist seit mehr als 3(!) Jahren im Beta Zustand, hat immer noch massig Probleme oder erzeugt erst Systemprobleme.
Nachlesen kann man das im Insiderforum oder bei Reddit.

Ich kann nur sagen: FINGER WEG von dem super teueren Schrott.

Nomad

LoL, da hat mir doch ein Razer-Fanboy ein Vote-Down gegeben (natürlich ohne Kommentar). Typisch für die Gemeinde.

Tawalesh

Interessant wäre mal ein Langzeittest gewesen. Die Trinity erkennt die Seitenteile regelmäßig falsch und leidet unter dem bekannten Doubleklick-Problem, dass Razer ja öfter hat. Das kann man gut auch bei Amazon in den Rezesionen lesen, dass sowas kein Einzelfall ist. Versteht mich nicht falsch, ich mag meine Maus aber für den Preis kann man einfach mehr erwarten. Ich hab meine Trinity jetzt 1 Jahr. Seitenteile wechsel ich garnicht mehr weils einfach nicht richtig funktioniert. Doubleklick ist unglaublich nervig. Für alle die sich den Kauf überlegen würde ich unbedingt empfehlen Langzeiterfahrungen ab zu warten!
Bei 170 Euro wäre das ein No-Go wenn sie die Probleme nicht behoben hätten.

Scardust

Das Design gleicht übelst der Mionix Mäuse. Selbst so ne billig China Maus die ich für Arbeit verwende sieht nahezu identisch aus, aber immerhin mal endlich Platz für Ring und Kleinem Finger. Nur würd ich niemals ne Razer kaufen. Haben die immer noch den Online Account Zwang beim Treiber?

Scardust

Oh das habe ich in der Tat überlesen. Erinnere mich noch recht gut daran als das damals eingefügt wurde weshalb Razer auch direkt raus war bei mir. Danke für die Aufklärung.

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