Project Scorpio: Games für Xbox One und 360 – So sehr profitieren sie

Die neue Xbox Project Scorpio wird die Performance bei Spielen für die Xbox One und Xbox 360 in diesen fünf Bereichen verbessern.

„Project Scorpio“ wird die nächste Xbox, die auch bei älteren Xbox-Games mit ihrer Performance überzeugen will. Denn dank Abwärtskompatibilität laufen auf der Scorpio Spiele der Xbox One und der Xbox 360.

Laut Microsoft sollen die Spiele aus Eurer bisherigen Bibliothek geschmeidiger laufen, besser aussehen und kürzere Ladezeiten haben.

Nachdem die Hardware-Specs der Scorpio enthüllt wurden, zeigen wir Euch nun, in welchen Bereichen die Scorpio die älteren Spiele aufwerten kann.

Flüssiges Gameplay ohne Ruckeln

Viel Power steckt in der Grafikeinheit der Scorpio, die mit 1172 MHz läuft. Durch diese Leistung sollten auch die Spiele auf der Scorpio besser laufen, die auf der Xbox One Probleme mit stabilen Framerates haben. Das bedeutet allerdings nicht, dass aus 30 FPS plötzlich auf 60 FPS werden.. Spiele selbst legen fest, in welcher Framerate sie abgespielt werden und es gibt bisher keine Möglichkeit, diese Limits aufzuheben.

Dafür sollen Spiele auf der Scorpio näher und konstanter an der Ziel-Framerate laufen und weniger Ruckler haben.

Mit 6 Teraflops Grafikleistung sollte Euch in vielen Situationen ein flüssigeres und besseres Spiel-Erlebnis geliefert werden.

Höhere Auflösung bei Spielen mit dynamischer Anzeige

In aktuellen Spielen kommt ein Feature zum Einsatz, dass Euch ein flüssigeres Gameplay bieten soll: die dynamische Auflösung.

Dynamische Auflösung skaliert die Anzeige des Spiels so, dass die beste Performance erreicht wird. Als Beispiel stellen wir uns vor, dass ein Spiel als Ziel-Framerate 30 FPS hat. Passieren im Spiel nun heftige, aufwändige Szenen, die die angestrebten 30 FPS gefährden, wird die Auflösung des Spiels nach unten skaliert. Durch die nun angezeigte niedrigere Auflösung schafft es die Konsole leichter, das 30 FPS-Ziel zu halten.

Spiele wie Doom, Battlefield 1, Call of Duty: Infinite Warfare, The Division oder Halo 5 nutzen dieses Feature.Battlefield 1 They Shall not Pass Soldat Feld Waffe

„Mit der zusätzlichen Leistung der Scorpio-Engine sollte es möglich sein, die maximale Auflösung zu erreichen, die die Spiele unterstützen“, sagt Andrew Goossen von Microsoft. Dadurch können Spiele jedoch nicht plötzlich auf 4K geboostet werden, wenn das nicht unterstützt wird. Allerdings sollte die maximale Auflösung, die ein Spiel unterstützt, durch die bessere Hardware erreicht werden.

Verbessertes Filtern von Texturen

Zwar ist die Auflösung ein wichtiger Faktor für ein „schönes“ Bild, aber Texturen-Filter spielen ebenfalls eine große Rolle. Besonders im Vergleich zum PC sah man auf PS4 und Xbox One in Vergangenheit Grafik-Unterschiede, die auf Texturen-Filter zurückzuführen sind.

Die Hardware in der Scorpio wurde so überarbeitet, dass bilineare und trilineare Filterung durch maximales anisotropes Filtern überschrieben wird. Dadurch soll es „weichere“ Texturen in vielen Spielen geben. Das 16-fache anisotrope Filtern macht einen großen Unterschied bei Titeln, die bisher nur 4-faches anisotropes Filtern unterstützten. Dieses Feature wird übrigens auch auf Xbox 360 Spiele angewandt.

Einen deutlichen Vergleich zeigt das folgende Bild von Eurogamer.net. Links seht Ihr Forza Motorsport 6 Apex auf dem PC mit Standard-Anisotropic-Filtering. Auf der rechten Seite seht Ihr das gleiche Spiel mit 16-fach-Anisotropic-Filtering.

Texturenvergleich Anisotropic

Quelle: Eurogamer.net

Unterstützung von GameDVR

Die neue Scorpio soll aufgrund der potenten Hardware dazu in der Lage sein, Videos in 4k und 60 FPS aufzunehmen. Dafür wird der effiziente HEVC-Codec verwendet und die Aufnahmen funktionieren auch bei abwärtskompatiblen Spielen. Auch wenn diese selten mehr als 1080p für Aufnahmen benötigen, sorgt der Codec hier immerhin für eine sehr hohe Qualität der Videos.

Außerdem kommt „Retroactive Screen Captures“ als Feature, das Euch erlaubt, Frame für Frame durch die Aufnahmen zu gehen und den perfekten Screenshot Eures Spiels zu wählen.

Scorpio GameDVR

Quelle: Eurogamer.net

Kürzere Ladezeiten

Diese Veränderung wird viele Konsolen-Spieler freuen, die schon während Ladescreens eingeschlafen sind. Laut offizieller Aussage von Microsoft sollen Ladezeiten auf der Konsole deutlich kürzer werden. Ein großer Teil der Ladezeit hängt mit dem Prozessor zusammen, der nun 31% schneller als der Vorgänger ist.

Ein weiterer wichtiger Punkt im Zusammenhang mit Ladezeiten ist die Geschwindigkeit der Festplatte, die auf der Scorpio nun 50% mehr Bandbreite haben wird.

Punkt 3 ist der Arbeitsspeicher im System. Die Scorpio hat insgesamt 12 GB RAM, von denen 8 GB zur Verfügung stehen. Bisherige Xbox-One-Spiele wurden entwickelt, um 5GB RAM zu nutzen. Das bedeutet, dass 3 GB RAM „übrig“ sind, die dazu genutzt werden, das System zu beschleunigen.

Nachteile bei alten Games?

Im ersten Moment klingen die Performance-Verbesserungen bei Spielen für die Xbox One und Xbox 360 gut. Allerdings gibt es einen geringen Prozentsatz an Games, bei denen die Verbesserungen für Kompatibilitätsprobleme sorgen können. Bei diesen Spielen wird es dann möglicherweise keine 16-fache anisotropische Filterung geben, sondern vielleicht nur die 4-fache. Dadurch möchte Microsoft sicherstellen, dass Spiele in der bestmöglichen Performance laufen und keine Probleme für den Spieler aufzeigen.

Allgemein klingen die Verbesserungen gut und dürften für ein ganz neues Erlebnis in Bezug auf die Konsolen-Leistung sorgen.


Xbox Project Scorpio – Diese Hardware steckt drin

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Quelle(n): Eurogamer.net
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