Pokémon GO: Sniper aus dem Spiel gebannt? Niantic blockt die Funktion

Offenbar haben die Entwickler von Pokémon GO nun eine endgültige Lösung gefunden, um Sniper aus dem Spiel fernzuhalten.

In den letzten Wochen und Monaten beschäftigten wir uns häufiger mit dem Thema Cheating in Pokémon GO. Genauer gesagt gingen wir auf Maßnahmen gegen Spoofing und Sniping ein, die Niantic ins Spiel einbaute. Neueste Informationen zeigen, dass die Entwickler das Sniping angeblich komplett abgestellt haben. Das würde die Spiel-Qualität für die ehrlichen Spieler stark erhöhen und für mehr Spaß in der digitalen Pokémon-Welt sorgen.

Softbans während des Pflanzen-Events

Erste Hinweise auf Veränderungen im Spiel gab es gestern Nacht, als das Pflanzen-Event startete. Gegen 22:30 Uhr fiel der Startschuss des Events, das die Spawnrate von Pflanzen-Pokémon erhöht. Gleichzeitig zu dem erhöhten Aufkommen dieser Monster veränderte Niantic die Zeit der Lock-Module auf sechs Stunden. Dabei entstand offenbar ein Problem, denn Spieler, die diese Module aktivierten, bekamen einen Softban.

Pokemon GO Pflanzen Titel2Ein Softban hält Spieler temporär davon ab, Pokémon zu fangen und Items aus PokéStops zu erhalten. Erst, nachdem man einen PokéStop 40 Mal gedreht hat, kann man wieder am Spiel teilnehmen. Automatisierte Bots haben damit häufig Probleme und werden so vom Botten abgehalten. Offenbar erkannte das System Lockmodul-Nutzer als Bots und bannte diese versehentlich. Das Problem mit den Lockmodulen ist inzwischen behoben. Möglicherweise war das nur ein Nebeneffekt einer viel größeren Maßnahme, die nun Sniper endgültig aus dem Spiel befördern soll.

Was ist überhaupt Sniping?

Sniping ist eine Form von Spoofing in Pokémon GO: Bisher war es möglich, auf einer Karte jeden beliebigen Standort anzuklicken und dort eine Pokémon-Begegnung zu starten. Dann teleportierte man sich ganz schnell zurück zum eigentlichen Standort und fing dort letztendlich das Pokémon ein. So ging das Spiel davon aus „Na gut, der hat das Pokémon an seinem Standort gefangen, also hat er sich auch nicht teleportiert“. Spieler konnten dadurch Pokémon auf der ganzen Karte fangen, ohne sich in der echten Welt dafür zu bewegen. Doch damit soll nun Schluss sein.

Sniping in Pokémon GO – Hat es jetzt ein Ende?

Durch die jüngsten Änderungen sollen Sniper in Pokémon GO wohl Probleme beim Betrügen haben, denn Niantic hat das System angepasst. Auf Reddit berichtet Nutzer apemyteddy, dass in einem Entwickler-Discord diese Änderungen am Spiel aufgefallen sind. Dort heißt es:

Sniping wurde offiziell von Niantic unterbunden.

  • Bisher konnten sich Spieler zu den GPS-Koordinaten von Pokémon teleportieren
  • Dort die Begegnung starten
  • Während des Kampfes an ihren ursprünglichen Standort zurück-teleportieren
  • Und dort schließlich das Pokémon fangen.
  • Mit diesem Trick umgingen Spieler Softbans und Geschwindigkeitssperren, weil das Spiel davon ausging, dass die Trainer zu Hause sind und sich nicht bewegten.

Pokémon GO Maps TitelHeute wurde diese Funktion offiziell von Niantic geblockt. Nach ersten Erkenntnissen stellt das Spiel nun den Ort fest, an dem die Begegnung mit dem Pokémon gestartet wird und nicht erst den Ort, an dem das Monster gefangen wurde. Das bedeutet, dass Sniper keine großen Distanzen zwischen verschiedenen Pokémon zurücklegen können, ohne mit Konsequenzen rechnen zu müssen. Sniper, die weiterhin mit dieser Methode cheaten, bekommen nun direkt einen Softbann und die Accounts werden geflaggt. Auf diesem Weg kann Niantic die Bot-Nutzer bestrafen, ohne die Live-Maps anzugreifen.

In den Foren der Pokémon-GO-Sniper wird schon kräftig gemeckert, dass Nutzer beliebter Maps ständig Softbans bekommen und gar nicht mehr so „spielen“ können, wie sie es gewohnt sind. Die Anti-Cheat-Maßnahme trägt also schon die ersten Früchte.

Wichtiger Hinweise für die „fairen“ Spieler unter Euch

Aufgrund der neuen Funktion gegen Sniper können auch „normale“ Spieler vom Spiel ausgeschlossen werden. Grund dafür ist GPS-Drift. Ihr kennt das vielleicht, wenn Eure GPS-Position in Pokémon GO „spinnt“ und sich erst nach ein paar Sekunden fängt, um dann den „richtigen“ Standort anzuzeigen. Fangt während des GPS-Drifts keine Pokémon und nutzt keine PokéStops. Dadurch entgeht Ihr versehentlichen Softbans, bei denen das Spiel denkt, Ihr hättet Euch absichtlich teleportiert.

Patrick meint: Es gibt zwar noch kein offizielles Statement von Niantic zu der Anti-Cheat-Maßnahme, aber wir hoffen, dass diese Änderung permanent im Spiel bleibt und Sniper ausgeschlossen werden. Natürlich wurde hiermit das Problem noch nicht komplett gelöst, denn die Arenen sind immer noch voll mit Betrügern. Aber es ist ein riesiger Schritt in die richtige Richtung und hoffentlich cheaterfreie(re) Zukunft.


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Quelle(n): Reddit
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