MMORPG erschien 2019 auf Steam und wurde ein Flop – Kündigt jetzt große 2.0-Version an

Mit Legends of Aria wollte der Entwickler Citadel Studios eigentlich eine Art Nachfolger zu Ultima Online kreieren. Parallelen gab es viele. Doch das MMORPG wurde ein Flop auf Steam. Nun soll die eigenständige Version Aria 2.0 das Universum retten.

Wie steht es um Legends of Aria? Das Sandbox-MMORPG versprach viele Freiheiten und feierte im Sommer 2019 endlich seinen Release als Buy2Play-Titel. Doch die großen Spielerzahlen blieben aus. Im Peak erreichte es gerade mal 1.170 gleichzeitige Spieler (via SteamDB).

Deswegen fand im Dezember 2019 ein Wechsel auf ein Free2Play-Modell statt, doch auch das brachte keinen Aufschwung.

In den letzten 30 Tagen kam Legends of Aria nur auf 20 durchschnittliche Spieler und 42 gleichzeitige im Peak. In den Steam-Reviews geben nur 57 % eine positive Bewertung ab. Einige geplante Updates kamen zudem viel später, als ursprünglich angekündigt.

Wir von MeinMMO hatten deshalb bereits im Januar den Tod des Spiels für 2021 vorausgesagt:

Ich sage voraus: Diese 6 MMOs sterben 2021

Was passiert nun mit dem MMORPG? Im Oktober-Update haben die Entwickler bekanntgegeben, dass sie an “Aria 2.0” arbeiten. Dabei soll es sich um ein eigenständiges Spiel im Universum von Legends of Aria handeln.

Diese Version soll jedoch eine bessere Engine und einige andere Vorteile bieten, die Aria 2.0 zu einem besseren Sandbox-MMORPG machen sollen. Auch zur Zukunft von Legends of Aria haben sie sich geäußert.

Neue Engine, neue Perspektive und neue Spiel-Inhalte

Was soll Aria 2.0 bieten? Das neue Spiel soll in der besseren Shards Engine 2 laufen. Damit wird sich auch die Perspektive im Spiel ändern. Während in Legends of Aria aus der ISO-Perspektive gespielt wurde – genau wie bei dem Vorbild Ultima Online – wird der neue Titel nun die klassischen Thrid-Person-Ansicht bieten.

Zudem sind die folgenden Anpassungen geplant:

  • Die Erweiterung der Sandbox-Elemente im Spiel
  • Ein Rückgang zu dem Fertigkeiten-System, das vor Release von Legends of Aria mal geplant war
  • Kämpfen während ihr auf einem Reittier sitzt
  • Neue Inhalte, Points of Interests und reguläre PvE- und PvP-Events
  • Eine Überarbeitung der Benutzeroberfläche
  • Bessere Kollisionsabfragen mit Booten
  • Eine Schwimm-Funktion
  • Ein optionaler “Positional Voice-Chat”

Wann soll Aria 2.0 erscheinen? Die Entwicklung des neuen Spiels soll Monate, aber keine Jahre andauern. Ein Release scheint also in Richtung 2022 angepeilt.

Eine offizielle Ankündigung von Aria 2.0 soll es in Kürze geben. Auch erste Playtests ist schon geplant. Hier sollen treue Spieler von Legends of Aria einen frühen Zugriff bekommen.

Legends of Aria soll weiter fortgeführt werden

Was passiert mit Legends of Aria? Da Aria 2.0 ein eigenständiges Spiel wird, bleibt auch Legends of Aria in seiner jetzigen Form erhalten. Offiziell heißt es dazu von den Entwicklern:

Wir werden Legends of Aria weiterhin unterstützen. Das Legends of Aria Worlds-Programm (Community-Server) ist lebendig und wird auch in Zukunft weiter unterstützt. Wenn Aria 2.0 in die Testphase geht, werden wir unseren Abonnenten die Möglichkeit bieten, es zu spielen.

Allerdings ist hier fraglich, was genau “weiterhin unterstützen” bedeutet. Denn die Entwickler selbst haben den “Pont Release 11” auf unbestimmte Zeit verschoben. Der sollte eigentlich 2021 kommen, doch das Team sei zu sehr geschrumpft, um es umzusetzen.

Das letzte große Update für Legends of Aria gab es im Jahr 2020.

Was sagt ihr zur Zukunft von Legends of Aria? Wird Aria 2.0 der Sargnagel für das MMORPG? Und habt ihr das Spiel selbst mal ausprobiert?

Neben Legends of Aria und Aria 2.0 arbeiten die Entwickler an einem weiteren Spiel: The End – ein “Dark Fantasy”-Survival-MMO. Wir haben es euch hier genauer vorgestellt:

MMORPG Legends of Aria ist ein Flop – Nun kündigt der Entwickler ein neues MMO an

Quelle(n): Citadel Studios
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Yux4000

In seinen Grundzügen war Legends of Aria gar nicht mal so schlecht. Aber die Engine ist einfach grauenhaft bzw. die Umsetzung auf derer. Ich habe es leider sogar gekauft gehabt als es im early access war…naja mal abwarten wie Aria 2 wird. Legends of ellaria ist ja genauso ein beispiel….

Daalung

Hat auch bestimmt nichts damit zu tun, das es ein Fulloot-PvP Spiel ist, wo sie schon in der Beta das “Ganker”-Problem hatten, so das sie dann erstmal NACHTRÄGLICH Sicherheitszonen, Wachtürme und Wachen eingeführt haben, damit man nicht immer gleich umgehauen wurde^^
Sollte ja wie UO sein bzw dessen nachfolger….aber selbst UO war 1997 in Sachen “Gankerschutz” schon weiter als das Ding^^
Und DAMALS hatten die meisten Leute noch Anstand, was “feiges Abkillen angeht”, bis auf wenige Ausnahmen und trotzdem wurde ein Strafsystem für Playerkiller eingeführt…..
Und 22 Jahre später meint Aria, das man kein Schutzsystem braucht, weil das PvP-Verghalten der Spieler ja gaaaar nicht toxischer geworden ist und alles ruhig, gesitted und fair abläuft……so wie halt mein Esel Gold kackt, Champagner pisst und Lottogewinne auskotzt ;P

krieglich

Damals hatten nicht mehr Spieler Anstand als heute, deshalb wurde ja überhaupt erst die Trennung in Trammel und Felucca eingeführt. Vorher war es z.B. als Crafter (bzw. Sammler) unmöglich, in Ruhe zu spielen.

voxaN

Jedes Müllgame wird neu aufgelegt. Bringt doch mal Wildstar neu raus.

McPhil

Wildstar war wirklich gut. Hat mich überrascht dass es schließen musste.

Cliff

Naja überraschend war es leider nicht. Obwohl das Spiel in seinen Kern-Mechaniken sehr ausgereift war. Housing war nahezuperfekt, Story war vorhanden, logisch und gut erzählt, das Kampfsystem war “neu”, herausfordernd und abwechslungsreich, Welt/Dungeon und Raiddesign waren auch atemberaubend.

Nun kommt leider ein großes ABER. Das Spiel sollte an das Vanilla (Classic) World of Warcraft heranreichen was das damalige “raiden” betraf d.h. 40 Mann-Raids mit einem hohen Schwierigkeitsgrad und genau das war das Problem. Für ein Spiel im Jahr 2014 “leider” nicht mehr zeitgemäß. Die Gilden in Wildstar hatten Probleme die 40 Spieler (und mehr (Ersatzbank) zusammen zu bekommen und diese auch lange zu halten. Der Schwierigkeitsgrad der Raids war auch nicht ohne (was ja nicht unbedingt schlecht ist), aber diese Kombination führte schnell zu Problemen und die Spielerzahlen sanken drastisch. Die Carbine Studios haben darauf mit einer Reduzierung der Raidgröße reagiert und einigen Nerfs/Anpassung, aber der Schaden war zu dem Zeitpunkt schon angerichtet und es waren “bessere” MMORPG Alternativen auf dem Markt und dort blieben die abgewanderten Spieler einfach. WildStarkkonnte seine Playerbase einfach nicht mehr erhöhen und es rentabel zu halten.

NCSoft war ja der Herausgeber und der ist nicht unbedingt dafür bekannt lange auf Geld zu “verzichten” und deren andere Spiele haben sich einfach mehr gelohnt und hatten auch Zukunft. Einige deren Spiele wurden an andere Publisher “übertragen” um die auf dem EU Markt vertrieben zu werden und andere wurden eingestellt.

voxaN

Im Nachhinein war es nicht überraschend. Da lief bei der Entwicklung schon sehr viel schief. Der Code ist auch absolut grausam.

Wen es interessiert: Hier gibts auch einige Infos von Stephen Frost: https://twitter.com/StephanFrost/status/1427625665591857152

Zumindest der Switch von 40 auf 25 oder 20 Spieler im Raid und den Warplots hätte dem Spiel sicher gut getan.

Trotzdem war es komplett gesehen ein besseres Spiel als die viele heutigen Releases. Es hat nur das Problem gehabt, dass WoW noch stark war und der Markt ziemlich gesättigt. Ganz im Gegensatz zu heute.

Playerbase von 20.000 würde man heute sicher erreichen.
Von mir aus auch eine 2.0 Version mit den revolutionären Dingen, die es hatte und die kein Spiel seitdem mehr hatte.

Ich geh mal wieder aufwachen.

chrisbaddabum

3 neue funktionen, anderes ui und wieder ab auf dem markt und mit dem cashshop ein paar monate melken. dichtmachen, aria 3 vorbereiten und von vorn. so erscheint mir das hier mal wieder.

Snae

Puh, ein gutes Sandbox-Spiel ist immer was Tolles. Nach dem ersten “Desaster” bin ich da aber erstmal vorsichtig…

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