Krypto-Verbrecher stahl 2,3 Milliarden Euro, muss jetzt 11.196 Jahre in Haft: „Ich bin klug genug, um jede Institution auf der Welt zu leiten“

Krypto-Verbrecher stahl 2,3 Milliarden Euro, muss jetzt 11.196 Jahre in Haft: „Ich bin klug genug, um jede Institution auf der Welt zu leiten“

Der Chef einer Krypto-Börse hatte sich 2021 mit den Ersparnissen seiner Kunden davongemacht. Nach seiner Verhaftung in Albanien wurde er jetzt verurteilt.

Kryptowährungen sind umstritten. Eine der bekanntesten Börsen für Krypto-Währungen, Thodex, brach 2021 in sich zusammen und der Chef der Börse verschwand spurlos, mit 2,5 Milliarden US-Dollar (2,3 Milliarden Euro).

Jetzt wurde der Chef der Börse zu 11.196 Jahren Haft verurteilt. Dabei forderte die Staatsanwaltschaft mehr als 40.000 Jahre für jeden einzelnen Mitarbeiter der Firma.

Unser Titelbild ist dem YouTube-Kanal TRT Haber entnommen. Dabei handelt es sich um den festgenommenen Chef von Thodex.

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Krypto-Börse wurde von Nutzern als sichere Alternative zu richtigem Geld angesehen

Was war Thodex? Thodex wurde 2017 gegründet und hatte in einer Zeit Erfolg, in der die staatliche Währung der Türkei, die Lira, eine rasante Inflation erlebte. Die türkische Bevölkerung begann, Kryptowährungen als eine scheinbar sicherere Option zur schwankenden Lira zu betrachten und legten dort ihre Ersparnisse an.

2021 soll es dann einen großen Crash gegeben haben: Die Gelder der Besitzer wurden eingefroren, der Chef erklärte noch, dass alles sicher sei, und verschwand dann spurlos. Im September 2022 fasste die Polizei ihn dann in Albanien.

Die Analysten von „Chainanalysis“ (via chainanalysis.com) erklärten jedoch in einem umfangreichen Bericht: Bei „Thodex“ soll es sich von Anfang an um eine perfide Taktik, um einen sogenannten „Rug Pull“, gehandelt haben:

  • Ein scheinbar legitimes Unternehmen wird gegründet.
  • Die Firma arbeitet eine Zeit lang wie ein normales Unternehmen und baut Vertrauen zu seinen Kunden auf. Diese investieren dann ihr Geld in die Firma.
  • Nach einem plötzlichen „Crash“ ist dann plötzlich das gesamte Geld weg.
  • Bei Thodex soll es sich genau um so einen Betrug gehandelt haben. Laut den Analysten sollen etliche dieser Betrügereien der letzten Jahre auf das Konto von Thodex gehen.

Wie viel Geld am Ende wirklich verschwand, ist umstritten: Die Staatsanwälte nennen eine Summe von umgerechnet 43 Millionen Euro. Experten gehen stattdessen von einer Summe von umgerechnet 2 Milliarden Euro aus.

In der Türkei gibt es lange Haftstrafen anstatt der Todesstrafe

Warum sind die Haftstrafen so hoch? Die türkische Staatsanwaltschaft forderte damals für den Chef und seine 20 Kollegen jeweils 40.564 Jahre Haft. Jetzt kommen er und seine Geschwister immerhin mit „nur“ 11.196 Jahren Haft davon. Ér selbst erklärte vor Gericht, laut einer türkischen Nachrichtenagentur:

Ich bin klug genug, um jede Institution der Welt zu leiten. Das zeigt sich in diesem Unternehmen, das ich im Alter von 22 Jahren gegründet habe. Wäre dies eine kriminelle Organisation, hätte ich nicht so dilettantisch gehandelt.

Nach der Abschaffung der Todesstrafe in der Türkei im Jahr 2004 sind solche langen Haftstrafen nichts Ungewöhnliches. Die Kollegen von PCGamer witzeln jedoch, dass der Chef der Börse die lange Haftstrafe bei guter Führung immerhin etwas abmildern könne: Dann komme er bereits nach 4.000 bis 6.000 Jahren wieder frei.

Mehr zu Krypto-Banken: Krypto-Banken und große Börsen sollen immer wieder große Summen für ihre Nutzer verwalten. Doch das geht immer wieder einmal schief. Kürzlich hat ein großes Unternehmen Insolvenz erklärt. Dabei geht es um Milliarden Euro, die von dieser Firma verwaltet werden. Viele Nutzer fragen sich, ob sie ihr Geld jemals wiedersehen werden:

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5kullCOD

Ja so klug das er gefasst wurde und im knast verreck. Mega ober krass Klug. GG und have fun, Noob XD

N0ma

da erscheint Todesstrafe humaner

Arkell

Was soll denn diese 40.000 Jahre Haft Kacke. Als ob das hinterher einen Unterschied macht, ob jemand 40.000 oder 200 Jahre Haft bekommen hat. Sterben wird er so oder so in Gefangenschaft.

Huehuehue

Dahinter steckt der Gedanke, dass kein Verbrechen “ungesühnt” bleiben sollte, darum gibt es für jedes Verbrechen eine Strafe, die dann aufsummiert wird. Es soll den Geschädigten/deren Angehörigen zeigen, dass sie wichtig sind, auch wenn im Endergebnis dasselbe rauskommt

T.M.P.

Das Geld müsste ja noch irgendwo sein. Würde ich mich nicht wundern, wenn der türkische Geheimdienst mal “höflich” nachfragt, wie sie an die Kohle kommen können.

Kjtten

Wäre er klug genug dazu, wäre er nicht gefasst worden, bzw. hätte das Ganze nicht mit sich selbst als so offensichtlichem Strippenzieher aufgezogen.

Aber gut, dass solche Leute immer wieder über ihre eigene Überheblichkeit stolpern.

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