„Just Survive“ ist wohl tot – H1Z1 geht gegen Fortnite und PUBG unter

Bei dem MMO-Studio Daybreak herrschen gerade Chaos-Tage. Aber die sind wohl nicht Schuld daran, dass nun angeblich 70 Leute entlassen wurden. Es sieht so aus, als wäre das Battle-Royale-Spiel H1Z1 in einer Krise. Es geht gegen die Konkurrenz von Fortnite und PUBG unter. Das eigentliche Zombie-MMO „Just Survive“ ist so gut wie tot.

Chaos-Tage bei Daybreak. Wir haben über die seltsamen Vorgänge im MMO-Studio Daybreak berichtet: Angeblich soll Daybreak indirekt einem russischen Oligarchen gehören, dessen Konten und Firmen in den USA eingefroren wurden. Deshalb solle Daybreak in einer Krise sein.

Von denen hieß es aber: Nein, wir gehören gar nicht dem. Das ist nur ein Missverständnis. Wir haben da vor 3 Jahren falsche Pressemitteilungen herausgeben und eigentlich gehören wir einer Privatperson, die damals für diese Firma gearbeitet hat, die jetzt in Schwierigkeiten steckt.

H1Z1-Update

Abenteuerliche Geschichte soll wahr sein: Die Story hat jetzt eine weitere Wendung genommen. Offenbar war der Komplex mit dem „russischen Oligarchen“ und dem „Wer besitzt eigentlich Daybreak?“-Kram tatsächlich so, wie es Daybreak dargestellt hat.

Diese Geschichte soll, auch wenn sie abenteuerlich klang, wahr gewesen sein. Das haben der Seite MassivelyOp „vertrauenswürdige Quellen“ bestätigt.

Aber Daybreak steckt tatsächlich in einer Krise und es wurden Mitarbeiter entlassen.

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Quelle sagt: Das komplette Team von „Just Survive“ wurde entlassen

70 Leute entlassen – „Just Survive“ tot: Die MMO-Seite MassivelyOp hat mit weiteren Quellen gesprochen. Es sieht wohl so aus, dass sich unter den 70 Mitarbeitern, die angeblich entlassen wurden, das komplette Team von „Just Survive“ befindet. Das war das eigentliche H1Z1, ein Zombie-Survival-MMO, das ewig im Early Access steckt.

Spieler sollten künftig keine Updates mehr für „Just Survive“ erwarten.

Die 70 Mitarbeiter, die entlassen werden, kommen aus allen Ecken des Studios. Die Entlassungen waren schon länger geplant. Die Entlassungen sollen vor allem daran liegen, dass der Battle-Royale-Shooter H1Z1: King of the Kill, der jahrelang hervorragend lief, jetzt so schlecht abschneidet.

H1Z1-Unterhosen

H1Z1 – von der Zeit überholt

Aufstieg und Fall von H1Z1: H1Z1 wurde als „Survival-MMO mit Zombies“ 2014 vorgestellt.

2015 ließ der damalige Chef des Studios, John Smedley, einen „Battle Royale“-Modus bauen, der klar auf eSport und Twitch abzielte. Der Battle-Royale-Modus überflügelte schnell den MMO-Teil von H1Z1 und wurde später ausgekoppelt. Smedley hatte sich für den Modus extra die Hilfe von Brendan Greene, dem „PlayerUnknown“, geholt. Der gilt als Begründer des Battle-Royale-Modus.

H1Z1 erwischte den Zeitgeist und konnte als Battle-Royale-Titel in der zweiten Jahreshälfte 2016 und der ersten Hälfte von 2017 noch enorme Erfolge auf Steam und Twitch feiern.

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Quelle: GitHyp

Doch auch während seiner Hoch-Zeit wurde das Spiel hart kritisiert.

Denn H1Z1 ist mehr oder weniger „nur ein Mod“, konnte zwar schnell entwickelt werden, wies aber von Beginn an technische Mängel auf:

  • Ein eigentlich geplanter Port auf PS4 und Xbox One kam damals nicht
  • Der „Zombie-MMO“-Teil „Just Survive“ wurde mehr oder weniger vernachlässigt, obwohl man immer wieder betonte, was man da für einen Rohdiamanaten habeH1Z1-Gratis-02

Mit dem Aufstieg von PUBG und Fortnite sank der Stern des Shooters H1Z1 in der zweiten Jahreshälfte 2017. 91% seiner Spielerbasis soll er im Februar 2018 mittlerweile eingebüßt haben.

Auch wenn H1Z1 so wirkt, als wäre das Spiel am Ende, ist man formell erst am Anfang: Denn H1Z1 ist erst vor kurzem als Free2Play-Titel veröffentlicht worden. Auf die PlayStation 4 will H1Z1 im Mai. Als besonderes Feature hat man „Auto-Battle-Royale“ ausgerufen.


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Autor(in)
Quelle(n): MassivelyOp
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