Hearthstone: Wofür sind „schlechte“ Karten gut?
Na, damit sich die guten Karten besser anfühlen!

Der Senior Game Designer verrät, welchen Nutzen die schlechten Karten von Hearthstone haben – und warum man sie nicht bufft.

Eine Extraportion Zeit

In mehr oder weniger regelmäßigen Abständen spricht Ben Brode, der Senior Game Designer von Hearthstone, über die Gedanken des Teams und den aktuellen Zustand des Spiels. In seinem letzten Video sprach er ausführlich über das Phänomen des „Power Creep“ – also den Umstand, dass alte Karten schlicht durch deutlich bessere „neue“ Karten ersetzt werden.

Beim letzten Mal Anfang September hatte er deutlich herausgestellt, dass es für das Team kein Problem wäre, wenn gewisse Karten stärker als andere sind. Das Video hat eine ziemliche Diskussion ausgelöst, sodass sich Brode erneut 10 Minuten Zeit genommen hat, um genauer zu erklären, was er eigentlich meinte.

Hearthstone forscherliga BrannDer Zweck der Basiskarten

HearthStone DrBoomLaut Brode dürfen Basiskarten schlecht sein und das hat gleich mehrere Gründe. Zum einen sollen Basiskarten einfach und leicht verständlich sein. Unter ihnen befinden sich meistens sehr simple Fähigkeiten, wie etwa der Feuerball oder Diener mit simplen Texten – Spott ist da zumeist das höchste der Gefühle.

Die Begründung dafür ist ebenfalls relativ leicht verständlich: Es sind die ersten Karten, die neue Spieler zu Gesicht bekommen. Auf der anderen Seite sollen alle Karten aus den Packungen (sowohl klassisch, als auch GvG und DGT) sich mächtiger und wie eine spürbare Verbesserung anfühlen.

Wenn Anfänger zum ersten Mal ins Spiel kommen, sollen sie direkt denken „Das waren die Anfangskarten, aber dann gibt es ja noch viel mehr!“ Das Gefühl des Machtgewinns soll gewahrt bleiben, weshalb man – zumindest bei den Basiskarten – kein Problem damit hat, wenn diese vereinzelt schlechter sind.

Die Logik drängt sich auf: Schlechte Karten sind deshalb schlecht, damit sich gute Karten noch besser anfühlen, indem sie sich von den schwachen abheben.

Zuletzt betont Brode aber noch, dass es viele Basiskarten gibt, die wirklich gut sind. Flammenschlag vom Magier wäre so ein Beispiel oder auch der Echtsilberchampion des Paladins.

Warum Power Creep nicht gleich Power Creep ist

Ein weiterer Kritikpunkt war das Power Creep, welches mit den letzten Addons deutlich spürbar wurde. Karten wie „Doktor Bumm“ wären deutlich besser als etwa der „Kriegsgolem“ für die gleichen Kosten. Darauf antwortete Brode lapidar, dass ohnehin niemand den Kriegsgolem spielen würde, weil er „eine schlechte Karte sei“. Dr. Bumm habe den Kriegsgolem also nicht ersetzt – ihn hat vorher ohnehin niemand gespielt. Das gleiche trifft auch auf den Magmawüter und den Eiswüter zu – obwohl hier deutliche Unterschiede in der Kraft für das gleiche Mana bestehen, werden beide Karten nicht gespielt.

Man sollte aber nicht vergessen, dass solche Karten noch immer im Spiel vorkommen – Karten wie das „Instabile Portal“ können sie immer mal wieder zutage fördern.

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Quelle(n): vg247.com
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