Hearthstone: Inkonsistenz bei den Karten – was hat man sich dabei gedacht?

Ben Brode spricht über die Problematik der Inkonsistenz bei einigen Karten in Hearthstone – vornehmlich der Druide ist davon betroffen.

Einfachheit gegen Konsistenz

In mehr oder minder regelmäßigen Abständen setzt sich Ben Brode, einer der führenden Entwickler von Hearthstone, gemütlich in seinen Stuhl und spricht über die Designideen des Teams. Nachdem er in der Vergangenheit schon ausführlich über Power-Creep und „schlechte Karten“ gesprochen hat, widmet er sich nun einem neuen Themenfeld zu: Inkonsistenz bei den Karten. Wie kann es sein, dass einige Karten identisch aufgebaut sind und einen ähnlichen Effekt haben, aber doch unterschiedlich funktionieren?

Hearthstone Innervate Druid artworkEin (fast) reines Druidenproblem

Wer mit dem Begriff der Inkonsistenz nichts anfangen kann, der wird wohl auch in Zukunft damit keinen Konflikt haben. Das eigentliche Problem macht Brode aber an den Karten „Druide der Klaue“ und „Urtum des Krieges“ fest. Beide Karten haben einen sehr ähnlichen Text, funktionieren im Detail aber deutlich anders. Wählt man beim Druiden der Klaue „+2 Leben und Spott“, dann wird der Diener zu einer vollkommen neuen Kreatur – eben einem 4/6-Bären. Beim Urtum des Krieges ist dies anders. Dieser bleibt von seinen Basiswerten ein 5/5-Diener und erhält das Extraleben (oder den Extraschaden) nur als Buff.

Was jetzt unwichtig klingt, erschafft aber eine seltsame Situation für den Gegenspieler. Denn die erhöhten Werte des Urtums kann man mit „Schweigen“ wieder wegschrumpfen, beim Druiden der Klaue ist das nicht der Fall.

Inzwischen verfolgt man eine etwas andere Strategie. Etwa bei der „Druidin der Flamme“ steht extra dabei, dass der Diener in einen anderen verwandelt wird.

HS-Druid-of-the-FlameBrode meint hierzu, dass Konsistenz zwar sehr wichtig ist, aber dennoch weniger wichtig, als in einem physischen Kartenspiel. „Bei einem physischen Kartenspiel hast du nur die Karte, die dir sagt, wie sie funktioniert. Das muss absolut eindeutig sein, wenn man keinen Schiedsrichter permanent dabei haben will. In Hearthstone hat man diesen Schiedsrichter automatisch dabei. Spätestens nachdem man den Effekt einer Karte einmal im Spiel gesehen hat, ist alles geklärt.“

Darüber hinaus will man die Beschreibungen der Karten möglichst einfach halten. Vielleicht wird man in Zukunft dies noch ändern, doch fürs erste belässt man den Druiden der Klaue und den Urtum des Krieges so, wie sie sind.

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Quelle(n): hearthpwn.com
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