Die 2 größten MMORPG-Erweiterungen 2020 – Was bieten WoW und ESO?

Das MMORPG-Jahr 2020 hat nur wenig zu bieten. Doch zwei große Erweiterungen für The Elder Scrolls Online und World of Warcraft wollen die Herzen der Spieler erobern. Greymoor und Shadowlands.

Das Jahr 2020 bringt zwar einige große Blockbuster-Spiele, doch für MMORPG-Fans sieht es eher mau aus. Neue, große MMORPGs gibt es nur wenig – da sind die beiden Erweiterungen für bekannte MMORPGs ein kleiner Hoffnungsschimmer und können vielleicht den Hunger nach neuen Spielen stillen. Wir sprechen hier von World of Warcraft: Shadowlands und The Elder Scrolls Online: Greymoor. Beide Erweiterungen werden noch im Jahr 2020 veröffentlicht.

Wir wollen euch zeigen, wovon die beiden großen MMORPG-Erweiterungen handeln und für welche Spieler sich ein Blick hinein lohnen könnte.

World of Warcraft: Shadowlands

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Worum geht es in Shadowlands? Mit Shadowlands führt die Story weg von Azeroth in eine bisher noch unbekannte Umgebung. Die Schattenlande sind quasi die verschiedenen Totenreiche. Hierher werden die Seelen aller Kreaturen geschickt, wenn sie auf Azeroth sterben sollten.

Für gewöhnlich landen Seelen in unterschiedlichen Gebieten, je nachdem, zu wem sie gehörten und was für ein Charakter hinter der Seele steckt. Die Seelen von Naturgeistern landen etwa im Wald von Ardenweald, während besonders finstere Seelen in ewiger Verdammnis im Schlund landen.

Doch gegenwärtig gibt es ein Problem: Alle Seelen werden direkt in den Schlund geschickt, vom friedfertigen Bauern bis hin zum großen Helden.

Warum das geschieht und welche Auswirkungen das auf die verschiedenen Gebiete der Schattenlande hat, die ohne neue Seelen und deren Energie langsam zerfallen, erforschen die Spieler im Verlauf von Shadowlands. Mehr zur Story von WoW:Shadowlands haben wir hier verraten.

Was sind die großen Neuerungen von Shadowlands? Wie üblich stehen bei einer Erweiterung von World of Warcraft mehrere Aspekte im Vordergrund, die als Gesamtheit das Addon bilden. Dazu gehören:

  • Die neuen Gebiete: Wie gewohnt sind die neuen Gebiete und damit verbundenen Quests das Herzstück einer Erweiterung. Da die Schattenlande bisher kaum in Erscheinung getreten sind, kann Blizzard sich hier „austoben“ und viele neue, verrückte Ideen umsetzen und interessante Kreaturen erschaffen.
  • Die Pakte: Alle Spieler müssen einen Pakt mit einer der 4 großen Fraktionen der Schattenlande abschließen. Das schaltet neue Fähigkeiten, eine individuelle Story-Kampagne und viele kosmetische Gegenstände frei, die sich dann verdient werden müssen.
  • Der Turm Torghast: Torghast wird ein besonderer Dungeon, der sich jedes Mal verändert und dadurch lange motivierend bleiben soll. Egal ob alleine oder mit bis zu 5 Spielern soll Torghast immer perfekt an die Gruppengröße angepasst sein und einen hohen Wiederspielwert bieten.

Welche Kritikpunkte will Shadowlands lösen? Shadowlands behebt Kritikpunkte in erster Linie, indem es sich von alten Mechaniken verabschiedet, die bei den Spielern unbeliebt waren. So wird es keinen permanenten Grind von Artefaktmacht geben – das hatte Spieler in Legion und Battle for Azeroth genervt.

Außerdem bringt Shadowlands zahlreiche Fähigkeiten zurück, die im Laufe der 7 anderen Erweiterungen verloren gegangen sind. Jede Klasse erhält eine Auswahl an „alten“ Fähigkeiten zurück. So bekommen Paladine etwa ihre Auren wieder, während Hexenmeister ihre Flüche zurückerhalten.

Zu guter Letzt sollen Spieler mehr Freiheit darüber haben, welches Ziel sie verfolgen. So wird jeder Charakter gezielt auf legendäre Gegenstände hinarbeiten können. Der Fortschritt soll weniger vom Zufall abhängen, sondern stärker von den Bestrebungen des einzelnen Spielers.

Was bietet Shadowlands ansonsten noch? Neben den großen Features will Blizzard auch viele kleine Verbesserungen an der Charaktererstellung vornehmen. So soll es für alle Völker zahlreiche neue Anpassungsmöglichkeiten geben. Zum Beispiel können Menschen künftig auch eher einen asiatischen oder afro-amerikanischen Look haben. Untote können etwa ihre Knochen bedecken oder bekommen neue Frisuren spendiert.

Abgesehen davon wird die Level-Erfahrung für Low-Level-Charaktere grundlegend überarbeitet. Das Maximallevel wird auf Stufe 60 gesenkt und wer will, kann von Stufe 1 bis 50 komplett in einer Erweiterung seiner Wahl leveln. So kann man, wenn man will, noch einmal „Wrath of the Lich King“ von vorne bis hinten spielen oder ein weiteres Mal Pandaria ganz beim Leveln erkunden.

Für wen wird sich Shadowlands lohnen? Shadowlands will viele Fehler ausbügeln, die mit Battle for Azeroth gemacht wurden. Es lohnt sich also für alle, die besonders von der letzten Erweiterung eher enttäuscht waren. Wer darüber hinaus viel Neues zur Warcraft-Lore erfahren und die Geschichte um Sylvanas Windläufer bis zum Ende erleben will, sollte Shadowlands eine Chance geben.

Wann erscheint Shadowlands? Ein genaues Release-Datum für Shadowlands gibt es noch nicht. Allerdings soll das Spiel auf jeden Fall noch in 2020 erscheinen. Der frühestmögliche Termin wäre hier wohl Spätsommer, also August oder September 2020. Die Beta sollte allerdings schon bald beginnen und dann lässt sich ein Release-Zeitpunkt sicher genauer bestimmen. Wer vorbestellen will, muss sich für eine der 3 Versionen von Shadowlands entscheiden.

The Elder Scrolls Online: Greymoor

ESO-Vampirfürst-Greymoore

Worum geht es in Greymoor? Nach dem Sieg über den Drachen Kaalgrontiid im ESO-DLC Dragonhold verschlägt es euch in den hohen Norden von Tamriel – in die Provinz Himmelsrand, auch als Skyrim bekannt. Dort hat sich ein finsterer Vampir-Lord aus den Tiefen erhoben und bedroht jetzt die Bevölkerung mit einer Armee aus Blutsaugern, Hexen und Werwölfen. Eure Aufgabe lautet, herauszufinden, welche Ziele der Vampir-Lord verfolgt.

Den Beginn dieses neuen, epischen Abenteuers erlebt ihr schon am 24. Februar im DLC Harrowstorm. In diesem begebt ihr euch auf die gefrorene Insel Eiskap. Der mysteriöse Eiskap-Zirkel will dort ein uraltes, unheiliges Ritual durchführen. Ihr müsst hinter das Geheimnis eines Sturms aus übernatürlicher Macht kommen und den Zirkel aufhalten. Außerdem erkundet ihr das Unheilige Grab unter den Dünen von Bangkorai. Grabräuber stöbern dort nach vergessenen Geheimnissen und verbotener Macht. Harrowstorm lässt euch die ersten Hinweise auf das Schwarze Herz von Skyrim und die neue Bedrohung ergründen, die sich aufbaut.

Im Mai erwartet euch dann das große Addon Greymoor. Dieses führt euch ins westliche Himmelsrand und in die Tiefen der Schwarzweite. Dort erfahrt ihr, dass der Vampir-Fürst die Seelen der Bewohner Skyrims verschlingen und das gesamte Land mit Dunkelheit überziehen will. Ihr sollt das Licht wiederherstellen, um die Kreaturen aufzuhalten.

Was sind die großen Neuerungen von Greymoor? ESO erzählt mit Greymoor eine neue Story rund um das Schwarze Herz von Skyrim und bringt einiges mit sich:

  • Das neue Gebiet Westliches Skyrim: Ein großes Spielgebiet, in dem ihr nicht nur eine eisige Tundra bereist, sondern auch in die gigantische Unterwelt der Schwarzweite hinabsteigt.
  • Die Gramstürme: Ein großes Gruppen-Event, das in der offenen Welt stattfindet.
  • Kynes Ägis: Hierbei handelt es sich um eine neue Prüfung für 12 Spieler.
  • Das neue Antiquitätensystem: Ihr sammelt Artefakte, die in der ganzen Welt verstreut sind und grabt diese anhand eines Minispiels aus. Allerdings ist es erst nötig, die Orte zu finden, an denen die Items versteckt sind.
  • Mythic Gear: Diese neuen Gegenstände bieten euch viele Vorteile, darunter Speedbuffs oder Regeneration von Magicka. Ihr könnt aber von dieser Ausrüstung immer nur ein Teil tragen.
  • Überarbeitung der Vampir-Skill-Linie: Skills sind günstiger und ihr regeneriert als Vampir schneller Magicka und Stamina. Außerdem bekommt ihr weniger Schaden, wenn ihr unter eine bestimmte Lebenspunkte-Grenze fallt. Die größte Neuerung ist, dass ihr nun stärker werdet, wenn ihr Blut saugt und nicht mehr, wenn ihr hungert.

Welche Kritikpunkte will Greymoor lösen? Greymoor will den Spielern nicht nur einfach wieder eine neue Story bieten, sondern auch endlich eine neue Spielmechanik einführen. Das haben sich ESO-Fans schon lange gewünscht. Und hier kommt das Antiquitätensystem ins Spiel. Ihr begebt euch auf die Jagd nach Artefakten und müsst diese in Minispielen ausbuddeln. Das könnte richtig Spaß machen und klingt nach Indiana Jones.

Die Überarbeitung der Vampir-Skills ist ein zweischneidiges Schwert. Sie ist zwar nötig, um Vampire wirklich interessant zu gestalten, doch sie widerspricht der Lore von The Elder Scrolls. Vampire werden in der Welt Tamriel eigentlich stärker und wilder, je mehr sie hungern. Dass dies jetzt umgedreht wird und Vampire durch Blutsaugen mächtiger werden, gefällt nicht jedem. Dennoch sind die Neuerungen durchaus sinnvoll und wichtig.

Was bietet Greymoor ansonsten noch? Greymoor bietet im Grunde das, was sich so mancher ESO-Fan schon länger wünscht: eine Rückkehr nach Sykrim. Die Heimat der Nord zu erkunden, machte im extrem erfolgreichen The Elder Scrolls 5: Skyrim einen Großteil des Spielspaßes aus und nun in dieses Land zurückkehren zu können, dürfte für Skyrim-Fans hochinteressant werden. Zudem erfahren wir endlich mehr über die Vampire der Spielwelt und bekommen eines der spannendsten Unterwelt-Areale von Tamriel zu sehen: die Schwarzweite.

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Spieler sollen sich wie Indiana Jones fühlen.

Für wen wird sich Greymoor lohnen? Zunächst mal spricht das Addon alle Fans des MMORPGs The Elder Scrolls Online an, die sich für die Story und die Lore interessieren. Endlich geht die Geschichte weiter und wir erfahren auch immer mehr über die tiefsten Geheimnisse der Welt.

Hinzu kommt, dass das Addon auch Fans von The Elder Scrolls 5: Skyrim ansprechen dürfte. Immerhin kehren wir nach Himmelsrand zurück und erleben diese Provinz in einer anderen Zeit. Nicht alles ist so, wie wir es aus TES 5 kennen, was für einige Überraschungen sorgen sollte.

Wann erscheint Greymoor? Das Addon Greymoor an sich erscheint am 18. Mai für PC und am 2. Juni für PS4 und Xbox One. Greymoor ist aber nur ein Teil der Story rund um das Schwarze Herz von Skyrim, welche sich über das gesamte Jahr 2020 erstreckt. Eingeläutet wird das Abenteuer am 24. Februar mit dem DLC Harrowstorm auf PC. Die PS4- und Xbox-One-Version folgt am 10. März. Vorbestellen könnt ihr Greymoor aber schon jetzt.

Im August und November 2020 folgen dann noch zwei weitere, bisher unbenannte DLCs, welche die Story dann abschließen.

Mit WoW und ESO kriegt man das Jahr 2020 gut rum

Mit WoW: Shadowlands und ESO: Greymoor haben MMO-Fans also einiges zu tun, um über das Jahr zu kommen. Wer keinem Spiel treu ergeben ist, kann perfekt im Mai schon in ESO reinschnuppern, um später im Jahr dann einen Abstecher in die Schattenlande von WoW zu wagen.

Bedenkt bei alledem bitte, dass sowohl die Erweiterung für World of Warcraft als auch die für The Elder Scrolls Online noch nicht erschienen sind. Eine abschließende Beurteilung ist also erst nach Release möglich.

Freut ihr euch auf die beiden großen Erweiterungen des Jahres? Oder lassen euch beide Spiele eher kalt?

Die 15 aktuell besten MMOs und MMORPGs 2020
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Henryk
15 Tage zuvor

Bei ESO von einer Erweiterung zu sprechen is schon recht amüsant wenn man bedenkt was man für diesen heftigen Preis an Inhalten bekommt. Manch andere MMOs bringen sowas als kostenfreies Contentupdate!

Eine neue Map, ein Raid und eine Nebenbeschäftigung.

Und bitte verkauft den Leuten die Events nicht als was tolles neues. Es sind Geysire bzw Drachen in neuem Gewand. Mehr nicht. neue Ausrüstung und die Überarbeitung einer momentan nutzlosen Skill-Linie sind auch keine Erweiterungsfeatures.

Nico
15 Tage zuvor

naja ich für meinen fall werde beide auslassen, ESO bietet nur wieder ein wenig story und ne handvoll dungoens die auch nocht meist viel zu leicht sind. Dazu viel zu viel hinter einer zusätzlichen Paywall – und das schlimmste es fühlt sich nicht nach einem mmorpg an.

Und Shadowlands das gleiche wie BfA. Am anfang viel gutes weil viel neues wie gebiete etc. nach aller spätestens 2 monaten kennt man alles und dann fängt das gleiche Gegrinde wie immer an. Spieltiefe ist nicht da. Und schwierigkeitsgrad ist nun in form von endlosen recycling und einer viel zu großen Itemspirale vorhanden.

Aber scheint ja zu reichen 2 Spiele immer wieder jahr für jahr zu recyclen.

Ich finde die ganzen mmorpgs irgendwie total ermüdend – solo ist es schon einfach zu handhaben – in gruppen ist dann von herausforderung garnichts mehr zu spüren.

Da Spielt man doch lieber ein richtiges SIngleplayer spiel das hat meist die bessere Story und sogar Spieltiefe……

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