Games – Institut warnt vor Kokain, Ecstasy, Videospielen

Eine französische Kampagne sorgt für Furore und nennt Videospiele in einem Atemzug mit Drogen wie Ecstasy und Kokain.

Gaming – eine „harte“ Droge?

In den letzten Jahren haben sich Videospiele bei Experten als ein mögliches Suchtmittel etabliert. In fast jeder größeren deutschen Stadt gibt es inzwischen Beratungsstellen, die neben der klassischen „Spielsucht“ (an einarmigen Banditen oder im Casino) nun auch weiter differenzieren und etwa die „Internetsucht“ oder „Videospielsucht“ gesondert behandelt. Während eine solche Differenzierung für die betroffenen Personen sicher sinnvoll ist, kann man bei dem Versuch auf diese Probleme hinzuweisen auch deutlich über die Stränge schlagen.

CJC Consultations Jeunes Consommateurs - Alcool, cannabis, cocaIm letzten Jahr hat das französische Institut für Prävention und Gesundheitsauflärung  eine Kampagne gestartet, um Eltern auf die Gefahren von Drogen und Sucherregern aufmerksam zu machen. Wie bereits vermutet: Richtig, Videospiele zählen in genau diese Kategorie. Sie werden in einem Atemzug mit „anderen Drogen“ genannt.

„Alkohol, Cannabis, Kokain, Ecstasy, Videospiele und Tabak … Wir sind da, um darüber zu reden und die Situation zu meistern“ heißt es auf einem der Slogans.

Den eher traurigen als amüsanten Höhepunkt findet die Kampagne dann in ihren Werbespots, wie etwa zu „Nico“. Seht am besten selbst, auf was für eine Weise hier Videospiele dargestellt werden.

Mein-MMO meint: Dass Videospiele einen ziemlichen Reiz haben und das Wort „Suchtfaktor“ oft sogar als positive Eigenschaft benutzt wird, ist inzwischen fest verankertes Wissen unter Gamern. Und auch, wenn Videospielsucht durchaus ein Thema ist, das man Behandeln sollte und eine Prävention davor durchaus angemessen scheint, ist es doch sehr seltsam, sie in eine Reihe mit körperlichen Abhängigkeiten wie Alkohol oder Kokain zu stellen. Letztlich wollte die Kampagne aber wohl eines erreichen: Aufmerksamkeit. Und das ist geglückt, wenn auch erneut zum Leidwesen der Gamer. Diese müssen mal wieder eine Stigmatisierung in Kauf nehmen.

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Quelle(n): dualshockers.com
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