Games – Institut warnt vor Kokain, Ecstasy, Videospielen

Eine französische Kampagne sorgt für Furore und nennt Videospiele in einem Atemzug mit Drogen wie Ecstasy und Kokain.

Gaming – eine “harte” Droge?

In den letzten Jahren haben sich Videospiele bei Experten als ein mögliches Suchtmittel etabliert. In fast jeder größeren deutschen Stadt gibt es inzwischen Beratungsstellen, die neben der klassischen “Spielsucht” (an einarmigen Banditen oder im Casino) nun auch weiter differenzieren und etwa die “Internetsucht” oder “Videospielsucht” gesondert behandelt. Während eine solche Differenzierung für die betroffenen Personen sicher sinnvoll ist, kann man bei dem Versuch auf diese Probleme hinzuweisen auch deutlich über die Stränge schlagen.

CJC Consultations Jeunes Consommateurs - Alcool, cannabis, coca

Im letzten Jahr hat das französische Institut für Prävention und Gesundheitsauflärung  eine Kampagne gestartet, um Eltern auf die Gefahren von Drogen und Sucherregern aufmerksam zu machen. Wie bereits vermutet: Richtig, Videospiele zählen in genau diese Kategorie. Sie werden in einem Atemzug mit “anderen Drogen” genannt.

“Alkohol, Cannabis, Kokain, Ecstasy, Videospiele und Tabak … Wir sind da, um darüber zu reden und die Situation zu meistern” heißt es auf einem der Slogans.

Den eher traurigen als amüsanten Höhepunkt findet die Kampagne dann in ihren Werbespots, wie etwa zu “Nico”. Seht am besten selbst, auf was für eine Weise hier Videospiele dargestellt werden.

https://www.youtube.com/watch?v=ev6KkOfcTkM

Mein-MMO meint: Dass Videospiele einen ziemlichen Reiz haben und das Wort “Suchtfaktor” oft sogar als positive Eigenschaft benutzt wird, ist inzwischen fest verankertes Wissen unter Gamern. Und auch, wenn Videospielsucht durchaus ein Thema ist, das man Behandeln sollte und eine Prävention davor durchaus angemessen scheint, ist es doch sehr seltsam, sie in eine Reihe mit körperlichen Abhängigkeiten wie Alkohol oder Kokain zu stellen. Letztlich wollte die Kampagne aber wohl eines erreichen: Aufmerksamkeit. Und das ist geglückt, wenn auch erneut zum Leidwesen der Gamer. Diese müssen mal wieder eine Stigmatisierung in Kauf nehmen.

Quelle(n): dualshockers.com
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Deli Kan

dann ist arbeiten ja meine größte Sucht…mach ich mindestens 8Stunden am Tag/6 Tage die Woche 😀 Ne mal Spass beiseite. Die Hauptverantwortung für die “Sucht” bei Kindern liegt doch eindeutig bei den Eltern. Wenn du deinem Kind jedes neue Spiel, jede Konsole und alles kaufst oder es vor die Glotze oder Pc schickst, nur um (als Eltern) deine Ruhe zu haben..ist doch klar! Bei erwachsenen “Suchtis”, so wie ich 😀 ist es Eigenverantwortung. Da muss man sich auf gut Deutsch auch mal am Riemen reissen.

Skyzi

So ein schwachsinn da ist radio hören und Fernsehen genau das gleiche… Ob ich von der Arbeit komme und tv gucke oder mich vor dem PC setze und Zocke…

KohleStrahltNicht

Auch TV schauen kann auf Dauer süchtig machen , wenn man nichts außer den TV kennt.
Für mich ist die Abhängigkeit schon , wenn ich morgens zur Arbeit fahre und den Feierabend herbeisehne um zu zocken. ( das jeden Tag ).
Ich hatte einmal einen guten Freund , der immer erreichbar war und ab dem WoW-Release völlig versackt ist.
Keine Anrufe , keine Zeit..nichts.
Nur aufstehen , arbeiten , essen während der PC hochfuhr ( ja das dauerte früher ;o) ), WoW-Zocken und schlafen gehen.
Das 7Tage die Woche und Jahrelang.
Aus einem ehemaligen Sportler wurde ein körperliches Wrack mit Übergewicht , schlechtem Blutwert ( FastFood ) , ungepflegtes auftreten….
WoW als Beispiel , es gibt ja genügend andere MMOs.
Natürlich passiert das nicht mit jedem Spieler.
Ist nur ein Beispiel.

Das ist auch so mit dem berühmten FeierabendBier , was schnell zur Sucht wird.

Postfrosch1984

Ob ein einzelnes Programm bekloppt oder übertrieben ist mag man gerne diskutieren, aber das Onlinespiele ein Suchtpotential haben liegt doch auf der Hand.
Schaut doch mal über den eigenen Tellerrand. Nur weil ihr nicht süchtig seid heißt das noch nicht das niemand danach süchtig ist.
Nicht jeder der Alkohol trinkt ist ein Alkoholiker. Auch nicht wenn er regelmäßig am Wochenende konsumiert. Trotzdem ist es eine Droge die süchtig macht.
Es gibt Online Spiele Sucht, das ist belegt!
Klar macht das Onlinespielen nicht perse schlecht. Aber es ist doch wichtig auch darüber zu sprechen.

Ob man nun behauptet alle Games wären schädlich und machen die Kinder kaput oder ob man behauptet Games wären total ungefährlich und jeder sollte so viel spielen wie er bock hat sind beides falsche Ansätze.

Am liebsten habe ich immer das Argument: Ich bin nicht süchtig. Ich spiele 16 Stunden am Tag weil es mir Spass macht.
Fragt mal nen Raucher. Die meisten sagen auch sie sind nicht süchtig. Sie rauchen nur weil es schmeckt, Spass macht oder sie entspannt.

mcdoodle

Der Unterschied ist doch, kann der Spieler längere Zeit ohne den Computer/die Konsole auskommen, ohne unter Entzugserscheinungen zu leiden? – wenn nein, ist er offensichtlich süchtig. wenn ja, behaupte ich mal, ist er es nicht. – das selbe gilt auch für den Raucher.

Karlchen

Gestern habe ich erst erfahren das ich abhängig von der härtesten Droge der Welt bin: Sauerstoff! Bei meinnem “Versuch” auf Entzug zu gehen bin ich fast gestorben! *scnr*

Die Kampangne erinnert mich an die Deutsche Klicksave Offensive (Ist Klaus da?)
Das war damals auch ein aufreger.

Aufmerksamkeit gibt es heute leider nur noch über das Extreme.

Wie oft nutzen wir heute Begriffe wie “gesuchtet” (Beispiel: Die Serie xy habe ich gesuchtet) Da stellt sich doch die Frage: Muss Sucht immer Negativ sein?

Wie ist “Sucht” Definiert?
Bin ich “Süchtig” wenn ich abends 2-3 Stunden ein MMO Spiele oder eine Serie schaue?

Joss

Du magst das lustig finden, Eltern stehen ganz konkret vor den Problemen, wenn sie ihren Kindern Spielverbote geben müssen. Oder wenn sie ihre Kids nicht mehr aus dem Haus bekommen. Spiele bedienen sich dabei durchaus Suchtspiralen und für Unternehmen ist das der entscheidende Punkt, den Konsumenten durch die Produktketten zu leiten. Dabei arbeiten gerade MMOs und Online-Rollenspiele mit absolut stupiden Inhalten, die wieder und wieder durchlaufen werden, um sich sinnlose Vorteile zu erspielen. Das ist ein so tief in die Spiele eingelassenes Problem, dass es gar nicht mehr weiter problematisiert wird.

Über die Art und Weise mag man streiten, aber mit Spott darauf zu reagieren zeigt am Ende nur, dass es hier um eine Form der Auseinandersetzung geht, wo Widerstände bestehen und die Kommunikation darüber zur Konfliktkommunikation wird. Und ich würde mich da eher auf der Seite der Eltern positionieren, denn die tragen die Verantwortung für die wichtigsten Jahre der Heranwachsenden. Und später interessiert eben Deutsch, Englisch & Co und nicht war mal Fifa/LoL-Sonstwasranglistenplatzierter.

Karlchen

Ich habe mich nicht darüber lustig gemacht?

Ich habe auf die Kampangne Klicksave hingewiesen. Aus guten Grund.

Dennoch frage ich mich wie man “Sucht” Definiert.

Wenn die Kinder nicht mehr das Haus verlassen ist es natürlich leicht es auf eine “Sucht” zu schieben. Ich behaupte aber mal das da viel mehr im argen liegt als nur die “Sucht”

Joss

Das kannst du nun wirklich überall nachlesen, wie sich “Sucht” definieren lässt.

Und wieso muss da mehr im Argen liegen, wenn Kids lieber am PC zocken als draußen zu spielen? Da liegt die Sucht doch wohl eher auf der Hand. Wo ich dann vorsichtig werde, ist bei der Analyse der Mechanismen. Und da stehen wir noch eher am Anfang. Meiner Meinung nach müsste man sich ernsthaft damit beschäftigen, wo z.B. dem Grind Grenzen gesetzt, wieviel Item-Spiralen akzeptabel sind, gerade in Relation zu sich gleichbleibenden Inhalten. Da sollten sich auch Jugendschützer mit beschäftigen, nicht immer nur mit dem Plakativen (Blood & Body Count). Und F2P, diese Seuche des Marktes, müsste man auch ganz anders bewerten als es bewerten wird.

Mir geht es weniger darum, zu sagen, Spiele sind schlecht für Spieler überhaupt, sondern bestimmte Formate führen zu schlechten Spielen und die sind dann auf Dauer gespielt auch schlecht für Spieler. Spiele haben durchaus auch Potential für Bildung und Entwicklung, auch Action als solche kann damit zusammengehn.

Karlchen

Wenn ein Kind nicht zuhause spielen kann geht es zu Freunden und setzt sich da vor die Glotze. Da hst du noch viel weniger Kontrolle über die Inhalte die gespielt werden.

M.e. ist es Aufgabe der Eltern dies zu beurteilen. Will das Kind nach der Schule, Hausaufgaben, AG´s , Sportunterricht etc. noch 2-3 Stunden am PC sitzen sollte das doch kaum ein Problem sein.

Gibt es ausserhalb der Schule keine weiteren Angebote ist für das Kind der PC das Tor zur Welt. Hier liegt es doch an den Eltern entsprechendes Angebot zu Fördern.

Joss

Auch Freunde haben Eltern und Eltern stehen da auch in Verbindung. Ich kenne jedenfalls nur solche Eltern, denen es nicht gleichgültig ist, was ihre Kinder außer Haus treiben. Und meiner Erfahrung nach sind die meisten Eltern sich sehr einig und kämpfen um entsprechende Dosierungen und klare Prioritäten. Was das aber für Dramen bedeutet, hast du anscheinend noch nie live miterlebt.

Es gibt immer Angebote, darauf lasse ich mich nicht ein, den PC als Tor zur Welt auszufabulieren. Ich kenne sehr wohl den Reiz der Spiele, aber ich weiß auch, was sich jenseits von PC/Konsole ohne viele Mittel gemeinsam erreichen lässt. Es ist eher der durch die Spiele und ihre Hersteller ausgeübte Druck auf die Kinder, der das alles problematisiert. Ich lese doch das ständige Gedisse, verfolge das permanente Ranken, das Abwerten und Ausschließen. Und viele Spiele, insbesondere die populären, fördern genau das. Was ich für einen Fehler halte und hier müssen Kulturbehörden und Elternverbände auch mehr Druck ausüben. Denn so ruiniert man z.B. das Sozialverhalten. Das hat schon seine Ursachen, wieso man heute an Litfaßsäulen zur Zivilcourage mahnen muss und warum sich überall der Rotz zu Stürmen (auch viele Erwachsene benötigen hier eine Reeducation) zusammenbraut. Über Eltern und von Lehrern kann man hierzu einiges in Erfahrung bringen und das hat heute auch etwas mit den Computerspielen (so wie sie sind) und dieser Verblödungs- und Asozialisierungsmaschinerie zu tun.

Das Kompetetive soll seinen Raum haben, das gehört zum Spiel dazu. Aber Spiele müssten viel stärker auf inklusive Aspekte und Aufgabenstellungen setzen. Außerdem das Repetetive begrenzen. Kreatives Denken, Rätsellösen, komplexes Interagieren, das braucht Raum in Computerspielen. Auf keinen Fall sollten exklusive Faktoren im Zentrum stehen, das gehört an die Ränder der Spiele. TimeSink als Herzstück von Spielen sollte man unbedingt diskreditieren bzw. dieser muss endlich begründungsbedürftig werden.

BizarreGewalt

Ewig Gestriege und grüne Körnerfresser sind grundsätzlich gegen alles Neue. Vor 150 Jahren wurde Eisenbahn fahren als sehr gefährlich eingestuft. Geschwindigkeiten über 40km/h bringen ein um, hieß es. Dann das Fernsehen, ach war das gefährlich. Dann sollten Handys Hirnkkrebs machen. Nun sind es Videospiele. Mann, was gehen mir diese Gutmenschen auf den Sack, die einem vorschreiben wollen was gut für einen ist und was nicht. Sie kommen mit wirren Studien, die sich bei genauerem hinsehen als hanebüchen erweisen und wollen anderen Menschen damit jegliche Lebensfreude nehmen, damit am Ende alle so Scheiße und miesepeterig wie sie, durch die Welt ziehen. Sollen wir etwa den ganzen Tag, mit der Klangschale auf dem Schädel, auf der Kokusmatte sitzen und Kumbaya singen.

chevio

“Sollen wir etwa den ganzen Tag, mit der Klangschale auf dem Schädel, auf der Kokusmatte sitzen und Kumbaya singen.” hört sich gefährlich an. 😉

Duffgirl

[Gelöcht wegen Trollerei.]

Gerd Schuhmann

Du postest seit Monaten hier unter zig verschiedenen Namen. Deine Texte sind eigentlich immer reine Provokation. Mach das bitte woanders.

Duffgirl

Auf ner Spieleseite was negatives über Spieler und deren sucht zu schreiben, ist blöd. Daran hätte ich natürlich denken müssen dass hier nicht unabhängig bewertet wird

Gerd Schuhmann

Nein. Deshalb wurde dein Beitrag nicht gelöscht. Du kannst sehen, dass viele andere sich hier auch kritisch äußern und dass die Beiträge stehen bleiben.

Der Unterschied ist: Die anderen Leute entscheiden sich für einen Namen und kommentieren so. Außerdem zeigen sie ein Mindestmaß von Respekt für andere Gesprächsteilnehmer.

Du hast in den letzten Wochen und Monaten mit 20 verschiedenen Namen dich hier geäußert. Du bist respektlos bis zur Unanständigkeit, greifst andere Nutzer an, verhält dich wieder und wieder absolut arrogant und rücksichtslos. So ein Verhalten dulden wir nicht.

Du tanzt wieder und wieder Limbo unter der Niveaugrenze hier durch.

Such dir eine Seite, wo es den Leuten egal ist, wenn man andere Forenteilnehmer wie Dreck behandelt. Da bist du sicher gerne gesehen. Hier nicht.

Ganz kurz: Du bist ein Troll. Wir wollen hier keine Trolle. Mach’s gut.

Karlchen

Ich glaube kaum das du dies Verhindern kannst. Trolle wird es immer geben. Don´t feed the Troll 😉

Im übrigen ich schreibe auch als Gast und wir waren uns auch schonmal nicht ganz “grün” (Glaube es ging da um das Thema inwieweit Spielepresse Einfluss auf auf ein Spiel hat)Ich denke hier ist der Umgang doch recht Human. Verglichen mit Fanboy/Hater Seiten 😉

Ps: Gametrailers.com schließt also nach 13Jahren. Gibt es dazu noch einen Bericht?;)

Gerd Schuhmann

Ich wüsste nicht, dass wir je was über Gametrailers hatten. Wir sind auch keine allgemeine Gaming-Seite, sondern eine für Online-Spiel. Wir bringen auch nix drüber, wenn der offizielle Account von Sonic Youtube-Gaming disst, obwohl wir das auch sehr lustig finden.

chevio

“Ich glaube kaum das du dies Verhindern kannst”

Verhindern kann das niemand.
Aber ich persönlich merke einen Unterschied der Kommentarsektion zwischen dieser und anderen Seiten. Und dieser kommt nicht einfach so..

Hopeless

Zustimmung!

chevio

MDMA, Amphetamine, Heroin, Cannabis, etc sind Konsumgüter, die bei übermäßigem Konsum Nachteile mit sich bringen. Und genau da gehört der Konsum von digitalen Medien aller Art auch hin. Deshalb ist die Meldung jetzt nicht so überraschend für mich persönlich.
Die Menschen versuchen die Gefahr, die von den Konsumgütern ausgeht zu vergleichen. Das ist nicht möglich! Die Gefahr geht nämlich nicht von den Gütern, sondern von den Benutzern aus und da ist jeder anders. Der eine konsumiert über Jahrzehnte LSD-Trips und ihm geht es gut. Der andere raucht einen Joint und ist über Monate hinweg verstört und drucheinander. Und genau so kann das auch bei dem Computer laufen. Je nach Erwartungshaltung, Selbsterkenntnis und vielem mehr kann ein Mensch, der sich in die Computerwelt flüchtet psychische und physische Schwierigkeiten bekommen.

Dass diese Einstufung manche schockt liegt m.E.n. daran, dass der Umgang mit Computern im Gegensatz zu anderen Suchtkonsumgütern noch wenig kritisch beleuchtet wird und auf der anderen Seite viele Menschen keine Verknüpfung zu o.g. Drogen wie Extasy bilden können. Stichwort: Dämonisierung.

PS: Drogen, die nach einmaligem Konsum schon irreversible physische Schäden
mit sich bringen gehören hier sowieso nicht ins Thema. Die gehören in die Rubrik “akut
lebensgefährliche” Güter in eine Schublade mit Lösemittel und von mir aus Buttersäure.

Joss

Beides.

Doc Jones

Zitat: “sie in eine Reihe mit körperlichen Abhängigkeiten wie Alkohol oder Kokain zu stellen”

Ist sachlich falsch. Nur Alkohol und Heroin macht körperlich abhängig. Alle anderen Drogen und auch Videospiele, machen psychisch abhängig. Das zeigt mal wieder wie schlimm eigentlich Alkohol ist 🙂

Joss

Die Tage gab es ein Interview auf SPON, in dem ein Ex-Profi über die Lebensgefährlichkeit von American Football sprach. Sein Gehirn sei nur noch ein Pudding, täglich ca. 15 Medikamente, Babyschritte, schläft beim Fern sofort ein. Nun setzt er sich mit anderen Krüppeln dafür ein, dass das publik wird, die Sollseite dieses Sports. Wenn ich mir die Stupidität der allermeisten Computerspiele anschaue, dann halte ich es für durchaus angebracht, sich hier auch mit der Sollseite bei Langzeitwirkung (psychisch und physisch) zu beschäftigen. Und meiner Erfahrung nach in Spieleforen und Ingame haben Computerspiele durchaus eine nicht zu unterschätzende Schattenseite. Da nun eSport auch mehr und mehr zur Marketingplattform für Unternehmen und Vereine wird, halte ich es für wichtig, dass sich auch kritische Instanzen, Gesundheitsverbände und Fachleute anfangen damit auseinanderzusetzen. Für Eltern und Pädagogen gegenüber Kindern/Schülern und Unternehmen können das wichtige Verbündete sein.

Hier würde ich mir z.B. mal Grindspiralen von F2P-Spielen kritisch reflektiert wünschen, wo Spieler in Massen Unmengen freier Zeit aufwenden, um sich 2-3 Euro zu sparen, währenddessen aber keine gewöhnlichen Aufgaben mehr lösen, sondern stupide und natürlich auch gesundheitsschädliche Klickorgien betreiben. Wer das in Online-Rollenspielen über Jahre betreibt – und das ist mehr Regel als Ausnahme – der schädigt auch seine Gesundheit. Das sind Themen, die kann man keinesfalls der Verständigkeit der Betroffenen überlassen sollte. Denn die wollen sich ja täuschen und verklären das als “Spaß”.

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Nun setzt er sich mit anderen Krüppeln dafür ein, dass das publik wird, die Sollseite dieses Sports. Wenn ich mir die Stupidität der allermeisten Computerspiele anschaue, dann halte ich es für durchaus angebracht, sich hier auch mit der Sollseite bei Langzeitwirkung (psychisch und physisch) zu beschäftigen
——
Die Verbindung zwischen AF, wo man im Laufe seiner Karriere hunderte kleine bis größere Gehirnerschütterungen erleidet (wobei sich dem die NFL bewusst ist und in der letzten Jahren die Regeln/Strafen geändert hat) und Computerspielen musst du jetzt aber mal genauer erläutern.

Joss

Das Beispiel zielt darauf ab, dass man hier wie dort gegen die Betroffenen denken und agieren muss. Spieler und Umfeld verklären die Risiken. Kürzlich erschien hier ein Artikel über eine wissenschaftliche Studie, die auch mal die positive Seite des Computerspielens abklopfte. Nur leider sah die Abteilung “Recherche” davon ab, auch mal zu eruieren, wer die finanzierte. Das ist so ein typischer Fall dafür gewesen, ich unterstelle hier keine finsteren Absichten, dass es unter Spielern, und denen die über sie und Spiele berichten, keine kritischen Korrekturen gibt. Auch das eine Parallele zu meinem Beispiel.

Genau erklären muss ich das übrigens nicht. Wenn es dich interessiert, dann bist du es, der sich mit dem Thema auseinandersetzen muss. Ich habe kein Interesse daran, jemanden von meiner Ansicht zu überzeugen. Wie schrieb Benjamin so schön: “Für Männer. Überzeugen ist unfruchtbar”.

Gerd Schuhmann

Das ist so ein typischer Fall dafür gewesen, ich unterstelle hier keine finsteren Absichten, dass es unter Spielern, und denen die darüber berichten, keine kritischen Korrekturen gibt. Auch das eine Parallele zu meinem Beispiel.
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Du bist gerne eingeladen, dich mit dem Thema zu befassen, das zu recherchieren, einen Artikel darüber zu schreiben. Wir veröffentlichen den gern.

Wär sicher interessant zu erfahren, was hinter den Machenschaften der Studien über Computerspiele steckt.

Wir sind nicht die Süddeutsche Zeitung, dass wir eine Abteilung “Investigativ” haben, wo 4 Leute im Büro sitzen und den ganzen Tag an sowas rumknobeln. Du sagst “Das zeigt, dass Spieler und die darüber berichten nicht so und so sind” – Ich sage: Das zeigt, dass Journalisten knappe Ressourcen haben. Über die Verteilung kann man diskutieren, aber man sollte sich das vor Augen halten, dass Journalist ein Beruf ist, bei dem es immer mehr um Leistung und Nutzen geht. Wir leben nicht von Zwangsabgaben, staatlichen Zuschüssen oder sind ein Prestigeprojekt, das durch was anderes querfinanziert wird.

Joss

Das habe ich in dem damaligen Fall ja so weit gemacht, um zu sehen, welche Institution dahinterstand. Um von da aus aber weiterzugehen, würde das mehr als Klicken mit dem Schnabel in der Kaffetasse bedeuten. Zumal man da neben dem Einlesen in die Studien selbst dann auch einen Vergleich über die Studien der letzten Jahre machen müsste. Würde ich noch studieren, wäre das ein Thema. So aber könnte ich mir das nur vorstellen, wenn es durch einen besonders interessanten Fall mein Interesse wecken würde, das Besteck der Kulturindustrietheorie auszupacken.

Ich behalte die Einladung mal im Hinterkopf und schau mal, wie das bei den kommenden mir über den Weg laufenden Studien aussieht. Wenn sich da ein interessantes Thema auskristallisiert, können wir noch einmal darüber sprechen.

echterman

Fakt ist, das fast alles zu einer Sucht werden kann. Ich habe selbst die Beobachtung gemacht das ein Spieler nach Videospielen förmlich süchtig wurde. Das hat sich in vielerlei Hinsicht gezeigt und es würde den Rahmen hier sprengen das alles aufzulisten. Auch bei einem Kind habe ich das schon erlebt. Im asiatischen Raum hat man schon lange erkannt, das Videospiele und das Internet für Menschen zu einer Sucht werden können. Mich wundert nur das im europäischen Raum eher ne Killerspieldebatte geführt wird anstelle von Suchtprävention, Hilfe für Betroffene ect.

Forwayn

Ich kann mich den Kommentaren von Joss und echterman nur anschließen. Ich finde es sogar äußerst bedenklich, dass die Spieler immer in eine Abwehrreaktion verfallen, sobald behauptet wird, dass Videospiele suchtgefährdend sind. Hier zwischen körperlicher und seelischer Abhängigkeit zu unterscheiden, halte ich für unangebracht, da doch der Auslöser der Sucht – das Ansprechen des Belohnungszentrums des Gehirns (Lvl-ups, Achievements, Item-Spiralen oder eben Glücksgefühle im Drogenrausch) – das Entscheidende ist. Sicherlich ist man es als Gamer/Spieler aus Kindheit und Jugend gewöhnt, ständig sein Hobby verteidigen zu müssen. Mittlerweile sind die meisten jedoch in einem Alter, wo ein gesundes Reflektionsvermögen über die eigene Tätigkeit möglich sein sollte.

Zu den Langzeitwirkungen aus organischer Sicht sind, bei zu wenig körperlichem Ausgleich, sicherlich Haltungsschäden und Muskeldegeneration zu nennen. Verstopfung und Hämorrhoiden, Kurzsichtigkeit nicht zu vergessen. Alles Verschleißerscheinungen die sich auch in Berufsgruppen finden lassen, die sitzenden Tätigkeiten nachgehen. Da besteht sicherlich noch viel Forschungsbedarf.

Rhialy

Ich glaube in dem Artikel wird sich eher darüber echauffiert, dass Videospiele mit “harten” Drogen wie Kokain und Ecstasy gleich gesetzt wird, was, wenn man schonmal mit Opfern dieser Drogen zu tun hatte eine bedenkliche Entscheidung ist.

Klar Videospiele genauso wie Fernsehen und Social Media oder Erfolg im Job kann alles zur Sucht führen und das sollte immer Untersucht werden.

Nur, Drogen wie Kokain mit diesen Dingen gleichzusetzen, ob es diese oben genannten Süchte jetzt schlimmer darstellt oder nicht ist egal, ich finde aber es wertet die Gefahr von diesen “harten” Drogen ab.
Und wie Cortyn richtig erkannt hat, geschieht dass nur der Popularität wegen.

Fly

Auf dem Schwarzmarkt, wo alle ihr Zeug auf Klapptischen verkaufen. Die Games liegen dann direkt neben den Organen und Atombömbchen… 😛

Nirraven

ein kleiner Tipfehler: “In den letzten Jahren hat haben sich Videospiele”

Videospiele mit körperlich abhängig machenden Drogen auf eine Stufe setzten ist mehr als treist. Genau solch Stigmatisierung lässt oft Unwissende über Gamer sehr vorschnell urteilen.

Zum Beispiel könnten jetzt Eltern die sich nicht mit dem Thema auskennen angst bekommen, falls ihr Kind auch Videospiele spielt. Völlig unabhängig davon ob das Spielen negative Auswirkungen hat. (wie das Kind macht keine Hausaufgaben usw.)

Es gibt ja mittlerweile schon Langzeitstudien welche keinen Zusammenhang zwischen Videospielen und Verhaltensstörungen aufweißen konnten. Bei dieser Studie war aber sehr interessant, dass Gewalt in Spielen nicht aggressiver macht. Der Wettkampf aber das Risiko zur Aggressivität erhöht. Würde zumindest mit meiner Erfahrung übereinstimmen, das hochkompetitive Spiele wie LoL eher eine toxische Community haben.

Der Artikel hat bei mir einen wunden Punkt getroffen, da ich persönlich auch schlechte Erfahrung mit Vorurteilen machen musste.

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