Final Fantasy XIV: Diese 3 Bosse zeigen eindrucksvoll, dass Härte nicht alles ist

In der Erweiterung Stormblood von Final Fantasy XIV wurde oft die niedrige Schwierigkeit der Bosse kritisiert. Unsere Autorin Irie meint, dass zu einem guten Kampf mehr dazu gehört.

Die Primae- und Prüfungs-Kämpfe waren schon immer einer der zentralen Aspekte von FFXIV. Die oft bombastisch inszenierten Bosse glänzen nicht nur mit ihrem Aussehen und Vielfalt, sondern auch mit ihren Kampf-Mechaniken und ihren Hintergrundgeschichten.

In der Erweiterung Stormblood haben die Entwickler bei Mechaniken und dem Kampf-Design einige neue Dinge ausprobiert. Manche davon waren echt cool, andere eher weniger.

Sie alle wurden aber vor allem für die Schwierigkeit kritisiert, die im Vergleich zu früheren Addons selbst bei extremen Versionen niedrig gehalten wurde. Die folgenden drei Prüfungen zeigen aber, dass die Schwierigkeit nicht das einzige ist, was einen guten Kampf ausmacht.

Deshalb ist jetzt der perfekte Zeitpunkt, um mit Final Fantasy XIV anzufangen

Achtung: Ab jetzt gibt’s fette Spoiler zur Story von FFXIV!

Drache Shinryu

final fantasy xiv shinryu
Der von Ilberd beschworene Drache hatte erst keinen Namen. Die Shinobi aus Doma haben ihn „Shinryu“ genannt, nach einem mächtigen Drachen aus ihrer Legende.

Wer ist Shinryu? Bei Shinryu handelt es sich um einen riesigen Drachen, gegen den die Spieler im Laufe der Story von Stormblood kämpfen müssen.

Er erscheint zum ersten Mal am Ende der Erweiterung Heavensward, als er durch immensen Hass und mit Hilfe magischer Augen des Drachen Nidhogg von Ilberd Feare beschworen wird. Ilberd stamm aus Ala Mhigo, das schon seit langer Zeit von dem Imperium der Garlear besetzt gehalten wird.

Um seine Ziele zu erreichen, schreckte er weder vor Mord, noch vor Verrat zurück und erst recht nicht vor der Beschwörung des Primaes Shinryu, für den er unzählige Leben geopfert hat. Er gehört zu den Charakteren in Final Fantasy XIV, die ich am liebsten selbst erschlagen würde, wenn ich könnte.

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Kurz nach seiner Beschwörung wird Shinryu von der Super-Waffe Omega, die früher spezifisch als Anti-Primae-Waffe eingesetzt wurde, in einen heftigen Kampf verwickelt. Beide übermächtige Wesen richten ihre ganze Kraft gegeneinander. Durch die Wucht der Explosion stürzten sie in Gyr Abania ab und verschwanden vorerst.

Wenn die Spieler zum Ende des ersten Teils von Stormblood gelangen, finden sie heraus, dass Shinryu von den Garlearn gefunden wurde und der Kronprinz Zenos yae Galvus verschmilzt mit dem Primae, um gegen den Spielercharakter zu kämpfen.

final fantasy xiv zenos shinryu
Der Kronprinz von Garlemald Zenos verschmilzt mit dem Primae Shinryu, um gegen den Spielercharakter zu kämpfen

Was macht Shinryu besonders? Shinryu ist in vielerlei Hinsicht ein cooler Primae. Seine Geburt wurde durch eine der brutalsten Szenen in Final Fantasy XIV ausgelöst und sein erster richtiger Auftritt wurde von einer action-geladenen Cinematic begleitet. Der Kampf zwischen ihm und Omega gehört definitiv zu meinen Lieblings-Szenen aus dem Spiel.

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Man musste als Spieler bei der Entstehung dieses Ungeheuers zusehen und konnte nichts dagegen unternehmen. Das war für mich ein echt cooler Moment.

Obwohl Shinryu nicht so viel eigenen Charakters besaß wie einige andere Primae und zum Beispiel auch nie gesprochen hat, ist er also dennoch tief in der Story von FFXIV verwurzelt.

Der eigentliche Kampf gegen Shinryu kann sich auch sehen lassen. Von der Größe her gibt es nur wenige Gegner, die sich mit ihm messen können.

final fantasy xiv shinryu kampf
Im Kampf zerstört Shinryu nach und nach die Arena mit seinem Schwanz

Wenn man als Spieler zum ersten Mal auf die Plattform hoch über dem königlichen Palast von Ala Mhigo rennt, ist das schon ein episches Gefühl. Ich weiß noch, wie ich mir damals die Cut-Scene angeschaut habe und dachte: „Na das kann ja was werden…“

Obwohl Shinryu zum Release von Stormblood eine knackige Herausforderung war, ist es vor allem der starke „Wow!“ – Faktor und das Setting, die den Kampf so unvergesslich machen. Es ist ein würdiger Endkampf, der das erste Kapitel der Erweiterung abschloss.

Tsukuyomi

final fantasy xiv tsukuyomi primae
Asahi sas Brutus, Borschafter von Garlemald und Bruder von Yotsuyu, gelang die Beschwörung von Tsukuyomi durch eine hinterhältige Falle

Wer ist Tsukuyomi? Auch Tsukuyomi ist ein Primae, der in der Story von Stormblood eine wichtige Rolle spielt. Der NPC Yotsuyu, die sich in Tsukuyomi verwandelt, wird schon früh im Spiel als einer der Antagonisten der Erweiterung Stormblood eingeführt.

Als stellvertretende Regentin der Nation Doma, die lange Zeit von dem Imperium der Garlear unterjocht wurde, verbreitete sie Angst und Terror. Erst hat Square mich dazu gebracht den Charakter richtig zu hassen, um das Gefühl dann in Mitleid umzuwandeln.

Im Verlauf der Story von Stormblood erfährt der Spieler aber immer mehr darüber wie Yotsuyu zu der erbarmungslosen und grausamen Tyrannin geworden ist.

Die Vize-Regentin Yotsuyu wurde von allen für ihre Grausamkeit und ihren Sadismus auch „die Hexe von Doma“

Ihre Geschichte ist eigentlich sehr tragisch. Von ihren Adoptiveltern und dem Bruder verachtet und nur als Werkzeug angesehen, wurde sie noch als junges Mädchen an ein Bordell verkauft. Durch die schiere Kraft des Hasses und Trotzes arbeitete sie sich hoch und wurde zu der Vize-Regentin von Doma.

Es war von Anfang an klar, dass dieser Charakter kein Happy End bekommen würde. Umso schwerer war es zu beobachten, wie sie nach einem Gedächtnisverlust eine enge Beziehung zu dem NPC Gozetsu aufbaut. Ich wusste genau, dass da etwas echt Mieses passieren würde.

Am Ende, ausgetrickst von ihrem Adoptivbruder, verwandelt sie sich in den Primae Tsukuyomi mit der Absicht sich an allen zu rächen, die sie zu dem Monster gemacht hatten, das sie nun war.

Im Verlauf der Story verliert Yotsuyu ihr Gedächtnis und wird zu einer sehr lieben jungen Frau, die Süßigkeiten mag

Was macht Tsukuyomi besonders? Neben der traurigen Geschichte von Yotsuyu, die zu dem Kampf gegen Tsukuyomi führt, glänzt der Primae vor allem durch sein Design.

Das japanische Entwicklerteam hat hier ihre Muskel ordentlich spielen lassen. Ich war echt erstaunt festzustellen, dass der Kampf die Story-Elemente von FFXIV nahtlos mit dem Symbolismus der japanischen Shinto-Religion und der Blumensprache Ikebana verbindet.

Das gesamte Design des Kampfes harmoniert perfekt mit seinen einzelnen Elementen und ich bin mir sicher, dass ich da noch jede Menge subtiler Details übersehen habe.

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Das Design stützt sich auf die zwei starke Leitmotive. Das erste davon ist der Mond. Tsukuyomi ist in der japanischen Shinto-Religion der Gott des Mondes und das spiegelt sich in dem Kampf-Design wieder:

  • Das Kampffeld teilt sich für eine Mechanik in eine dunkle und eine helle Seite, wie bei dem Mond. In der extremen Version des Kampfes wechselt die Arena sogar zufällig zwischen Voll- und Neumond
  • Primae Tsukuyomi selbst ist ebenfalls je zur Hälfte schwarz und weiß.
  • Sie hat außerdem Häschenohren, die ein Symbol für die japanische Geschichte vom Hasen im Mond sind (ähnlich wie bei uns der Mann im Monde)

Das zweite Leitmotiv ist die Blume Spinnenlillie, die einen Teil von Tsukuyomis Kleid darstellt und im Kampf mehrmals als Angriffsanimation verwendet wird.

  • In der japanischen Blumensprache Ikebana steht die Spinnenlillie für Tod, Verlassenheit und Verlust von Erinnerungen. Alle drei sind Eigenschaften, die perfekt auf Yotsuyu zutreffen
  • Die Wurzeln und Blätter der Pflanze sind giftig. Es steht als Symbol dafür, dass Yotsuyu nicht nur nach außen, sondern bis in die Tiefen ihrer Seele verdorben war und es für sie kein Happy End geben konnte.
  • Die Blume blüht normalerweise am Ende der sommerlichen Regensaison in Japan. Eine Jahreszeit, die auch als “Tsuyu” bezeichnet wird. Tsuyu war der Kosename, den Yotsuyu von dem Samurai Gosetsu erhalten hat.
spinnenlillie
Im Japanischen heißt die Spinnenlillie „Higanbana“, was übersetzt in etwa bedeutet „die Blume vom anderen Ufer“, also die Blume aus dem Totenreich.

Mal ehrlich: Ist das geil oder was? Diese Elemente verleihen dem Kampf eine zusätzliche Tiefe und man merkt, dass sich die Entwickler an dieser Stelle besonders viel Mühe gegeben haben, obwohl er nicht sehr schwer ist.

Es ist natürlich nicht der einzige Kampf, in dem solche Elemente vorkommen. Sephirot ist ein anderes gutes Beispiel dafür, aber bei Tsukuyomi haben die Devs das auf ein neues Level gebracht.

Tierheilige Suzaku

final fantasy xiv suzaku
Suzaku beginnt den Kampf als ein Feuervogel und verwandelt sich in der zweiten Phase in ein humanoides Wesen

Wer ist Suzaku? Im Gegensatz zu den beiden Primae, spielt Suzaku in der Story von Stormblood nur eine Nebenrolle. Sie ist einer der vier Tierheiligen, die vor langer Zeit zusammen mit ihrem menschlichen Freund Tenzen das böse Wesen Koryu versiegelt haben.

Suzaku verliebte sich damals in Tenzen, hat ihm ihre Gefühle allerdings nie offenbart. Als dieser dann bei dem Kampf gegen Koryu ums Leben kam, konnte sie es sich nicht verzeihen, dass sie zu schwach war, um ihn zu beschützen.

Als sie dann viele Jahre später auf den Spielercharakter trifft, steht sie kurz vor dem Zusammenbruch. Um zu verhindern, dass sie sich in ein Monster verwandelt, müssen die Spieler gegen sie in einem Kampf antreten.

final fantasy xiv suzaku tenzen
Suzaku erinnert sich an die schöne Zeiten und gemeinsame Reise mit Tenzen und ihren Freunden

Was macht Suzaku besonders? Die Story von Suzaku ist zwar schön, aber sie kommt definitiv nicht an die Dramatik der beiden Primae auf unserer Liste heran. Für mich lagen die Stärken und Besonderheiten von Suzaku in den Mechaniken ihres Kampfes.

Zusaku’s humanoide Form hat eine Flöte, die sie während des Kampfes spielt. Die Mechaniken erinnern daher stark an Rhythmus-Spiele wie zum Beispiel die „Dance Dance Revolution“ – Reihe.

Ich weiß noch genau, dass ich bei meinem ersten Kampf gegen Suzaku so richtig „Nein, wie cool ist das denn!“ gerufen habe, als mir klar wurde, wie die Mechaniken funktionieren. Es war ein echt witziger Moment.

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Auf dem Kampffeld erscheinen Pfeile, die bestimmen in welche Richtung die Spieler schauen müssen, um die Mechanik richtig auszuführen. Im späteren Verlauf des Kampfes ändert sich das Kampffeld und damit auch Suzaku’s Rhythmus-Spiel.

Sie entsendet einen Feuervogel, der die Arena umkreist und einzelne gefärbte Felder explodieren lässt. Auch das passiert nach einem vorgegebenen Rhythmus, an den sich die Spieler halten müssen.

Auch wenn Suzaku als Boss nicht zu schwersten gehört, sind diese „Mini-Games“ innerhalb eines Boss-Kampfes sind exklusiv für sie und in ihrer Art einzigartig.

Außerdem hat die Frau ein sehr hohes Meme-Potenzial, das von der FFXIV-Community ausführlich genutzt wurde. Das hat beim Farmen der Ex-Version ebenfalls für so manche Lacher gesorgt.

final fantasy xiv suzaku meme
Nach dem vielen Farmen kann ich die Monologe, die Suzaku während des Kampfes hält, mittlerweile auswendig aufsagen.

Ich bin selbst ein großer Fan von Kämpfen mit einem hohen knackigem Schwierigkeitsgrad, aber es ist nicht das einzige, was einen guten Kampf ausmacht.

Was sind eurer Meinung nach die coolsten Prüfungen von Stormblood? Fandet ihr vielleicht auch andere Bosskämpfe echt gut gemacht? Erzählt es uns!

Hier findet ihr alle wichtigen Infos zu Final Fantasy XIV Shadowbringers
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Arthrex

Der Artikel ist gut geschrieben, aber macht er an sich keinen Sinn, zumindest mit der Überschrift die gewählt wurde. Die einzige, in Anführungszeichen, einfache Prüfung die hier genannt wurde ist Suzaku. Sowohl Tsukuyomi, welche einen gesunden Schwierigkeitsgrad hatte, als auch Shinryu, welcher in PUGs für zahllose wipes gesorgt hat, sind eher die Aushängeschilde von Stormblood.

Suzaku selbst war relativ einfach, aber von den Tierheiligen die anspruchsvollste Begegnung. Was aber nicht viel bedeutet.

Irie

Es ging mir eher um den relativen Vergleich zu den Schwierigkeiten der früheren Erweiterungen. Es ist eine gängige Meinung in der Community, dass „früher alles schwerer und spaßiger war“. Darauf wollte ich mich mit dem Artikel beziehen. Im Endeffekt ist Schwierigkeit eh subjektiv, da fließen viele Faktoren rein und Leute haben unterschiedliche Meinungen zu verschiedenen Kämpfen.

Kendrick Young

Ja Tsukoyomi ist schon sehr nice, vorallem die Hintergrundgeschichte.
Aber ich muss sagen das ich auch den aller ersten sehr cool fand gegen Susano – der ist ein witziger Typ ^^ Und der Kampf ansich find ich auch episch.

JoNeKoYo

Sehr schöner Artikel 🙂

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