Ein bayerischer Wissenschaftler steckt hinter den Vaults in Fallout und sorgte für eine der besten Quests im 3. Spiel

Ein bayerischer Wissenschaftler steckt hinter den Vaults in Fallout und sorgte für eine der besten Quests im 3. Spiel

Die Welt von Fallout wird von vielen Charakteren bevölkert, die moralisch fragwürdig handeln. Ein besonders perfides Exemplar ist ein Wissenschaftler, der ausgerechnet aus Bayern kommt.

Wer ist dieser Wissenschaftler? Stanislaus Braun ist ein Charakter aus Fallout 3. Der Wissenschaftler wurde in der bayerischen Stadt Kronach geboren. Er arbeitete bereits vor dem Großen Krieg im Jahr 2077 beim Unternehmen Vault-Tec.

Diese Firma ist in Fallout sehr wichtig, denn sie war für die berühmten Bunker, Vaults genannt, verantwortlich. Tatsächlich war Stanislaus Braun federführend an der Entstehung der Vaults beteiligt.

Nach außen hin sollten sie vor allem sicheren Unterschlupf vor den fallenden Bomben bieten – doch eigentlich dienten sie dazu, fragwürdige Experimente mit den Bewohnern durchzuführen. Braun selbst gab diese Versuche in Auftrag und tauschte sich mit den jeweiligen Vault-Aufsehern aus.

Braun war noch für andere Errungenschaften verantwortlich. So erfand er das G.E.E.K., ein Terraformungsmodul, und beschäftigte sich im Auftrag der US-Army mit künstlicher Lebensverlängerung.

Als der Große Krieg schließlich ausbrach, wollte Braun von all dem jedoch nichts mehr wissen. Er floh in Vault 112, wo er seine wahre „Bestimmung“ fand – inklusive sadistischer Seite.

Willkommen in der Simulation

Was geschah in Vault 112? In diesem Bunker suchte Braun Schutz vor den Bomben und arbeitete an einer eigenen Simulation. Bedeutet: Der Wissenschaftler entwickelte virtuelle Welten, die von ihm selbst und den Bewohnern der Vault bevölkert wurden.

Die Menschen lagen auf entsprechenden Sesseln und waren in einem schlafartigen Zustand, während sie ein zweites, virtuelles Leben führten. Braun arbeitete zunächst mit zwei Simulationen, die ihn aber nicht zufriedenstellten.

Die sadistische und bösartige Seite seines Charakters gierte nach etwas anderem. So entwickelte Braun die Simulation „Tranquility Lane“. Die Bewohner fanden sich in einer typischen Kleinstadt der 1950er Jahre wieder, allerdings ohne den postapokalyptischen Anstrich des Ödlands.

Hier war alles noch in Ordnung, zumindest auf den ersten Blick. In Wahrheit war das Leben der Vault-Bewohner innerhalb der Simulation ein Albtraum. Braun spielte sich dort nämlich zum Gott auf. Er wählte zwar eine unscheinbare Gestalt und trat als kleines Mädchen Betty auf, handelte aber völlig rücksichtslos.

Aus purem Vergnügen folterte und quälte er die Bewohner der Simulation. Oft tötete er sie virtuell und belebte sie anschließend wieder, löschte jedoch ihr Gedächtnis. Auf diese Weise mussten die Menschen immer wieder Todesangst verspüren, was dem Wissenschaftler große Freude bereitete.

Der einzige Ausweg: Braun programmierte ein Notfallprogramm, bei dem eine „chinesische Invasion“ ausgelöst wird. Soldaten erscheinen dann in der Simulation und bringen alle Bewohner um, dieses Mal jedoch endgültig. Nur Braun würde überleben, was ihn zum letzten und einzigen Bewohner von Tranquility Lane machen würde.

Als Spieler hat man die Wahl

In welcher Quest trifft man Braun? Im Verlauf der Hauptquest von Fallout 3 startet die Mission „Tranquility Lane“. Man erreicht Vault 112 und begibt sich über einen Sessel in die virtuelle Welt.

Dort trifft man Braun in Gestalt des Mädchens Betty, der zu diesem Zeitpunkt bereits 200 Jahre lang künstlich am Leben gehalten wird und seine sadistischen Spielchen treibt. Um an den Vater der eigenen Spielfigur zu kommen, der in Tranquility Lane gefangen gehalten wird, muss man mit Betty sprechen.

Sie gibt einem eine Reihe von Aufgaben, die im Grunde darin bestehen, die Bewohner der Simulation erst zu schikanieren und am Ende zu töten. Nun hat man als Spieler die Wahl, ob man dieser Aufforderung nachkommt, oder nach einigen Nachforschungen das Notfallprogramm startet.

Entscheidet man sich dafür, die Bewohner virtuell zu töten, gibt es schlechtes Karma auf das Konto des Spielers. Denn sie sterben nicht wirklich, sondern sind Braun weiterhin ausgeliefert.

Gutes Karma erhalten jene, die das Notfallprogramm starten. Das führt zwar zum Tod der Bewohner, nimmt Braun jedoch auch seine Probanden weg und entmachtet ihn. Den neutralen Weg nimmt man, indem man nur einige der Bewohner virtuell quält.

Wie auch immer man die Quest löst, sie gehört zu den Highlights von Fallout 3 und lässt Braun in seiner Simulation zurück. Das einstige Wissenschafts-Genie ist am Ende Opfer seiner sadistischen Ader, vor allem dann, wenn er allein in Tranquility Lane bleiben muss – für immer als kleines Mädchen Betty. Stanislaus Braun hat seinen Platz in unserem Ranking redlich verdient: In Fallout gibt es haufenweise fiese Schurken – Aber wer ist der Schlimmste?

Quelle(n): fallout.fandom.com, fallout.wiki, Titelbildquelle: Prime Video auf YouTube
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