Studie sagt: eSports-Profis haben so viel Stress wie professionelle Football-Spieler

Eine Studie der University of Chichester hat sich das Stress-Level von eSports-Profis genauer angesehen. Dabei kam heraus, dass diese professionellen Sportlern in nichts nachstehen.

Was ist das Ergebnis der Studie? Die Studie hat sich 51 unterschiedliche Stressfaktoren bei professionellen eSports-Profis während eines großen Events angeschaut. Unter diesen befanden sich auch Faktoren wie Probleme bei der Kommunikation und Auftritte vor Publikum.

Heraus kam dabei, dass der Stress bei den eSportlern genauso groß ist, wie bei professionellen Sportlern im Football oder Rugby. Getestet wurden dabei Spieler, die sich bei einem Turnier in Counter-Strike: Global Offensive mit anderen Spielern gemessen haben.

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Was ist der größte Stressfaktor im eSports? Laut der Studie ist schlechte Kommunikation einer der größten Stressfaktoren. In schwierigen Situationen reagieren die Spieler dann übertrieben aggressiv oder ziehen sich aus der Kommunikation zurück. Beides führt jedoch zu negativen Konsequenzen in Bezug auf die Leistung.

Dies wird einer der Gründe sein, warum das LoL-Team G2 Esport so erfolgreich bei den Worlds war. Selbst in schlechten Momenten haben die Spieler noch rumgealbert und so wohl auch Stress abgebaut.

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Ergebnisse der Studie soll eSports helfen

Was verändert die Studie? Die Urheber der Studie möchten mit der Veröffentlichung darauf aufmerksam machen, dass auch im eSports auf die psychologische Gesundheit geachtet werden muss. So sagt der Co-Autor Dr. Phil Birch dazu:

eSports ist zu einem Multimillionen-Geschäft geworden, das Zuschauer weltweit begeistert, aber es gibt nur wenig Forschung über die psychologischen Faktoren, die Spiele beeinflussen.

Auch Rams Singh, selbst erfolgreicher Quake 3-Spieler und nun Trainer der eSports-Abteilung der Universität, findet die Ergebnisse wichtig:

Diese Studie ist wichtig für die Branche. Wir müssen verstehen, wie wir die Gesundheit unserer Spieler am besten unterstützen und sie auf höchstem Niveau halten können – Wie bei jedem anderen professionellen Sportler auch.

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Diskussionen um eSports und Sport: Seit Jahren gibt es die Diskussion, ob eSports nun „echter Sport“ sei oder nicht. Wir haben dazu auch euch befragt. Die Studie untermauert zwar, dass eSports-Profis dem gleichen Stress ausgesetzt sind, geht aber nicht auf weitere körperliche Eigenschaften ein.

Dafür sprach Timo Schöber als Gast-Autor bei uns darüber, was passieren muss, damit eSports als echter Sport anerkannt wird.

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Quelle(n): Studie Chichester
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AYW
AYW
26 Tage zuvor

Augen auf bei der Berufswahl.

Crushertimo
Crushertimo
26 Tage zuvor

Ich ertrage diesen Neid nicht mehr. Werden wir doch mal konkret was verdienst du den im Jahr das du als so erleuchtet und weise gilst das du absolute alles richtig gemacht hast bei deiner Berufwahl?

Sollte dich dein super tolles leben das so viel besser ist als das von diesen Jungs nicht so erfüllen das du garnicht mitbekommst was in den ihrem leben abgeht?

AYW
AYW
25 Tage zuvor

So wie du grad auf diesen einen Satz reagierst zeigt das du den tieferen Sinn noch nicht verstanden hast wink
*cheers*

TapTrix
TapTrix
26 Tage zuvor

Gibt ja genug Leute die behaupten, als ESportler wäre das Leben easy und man muss nur ein wenig Skill haben und dann Läuft alles, das ist natürlich alles Schwachsinn. Esportler müssen täglich trainieren, ihren Körper fit halten (ja so viel zu Sitzen ist nicht gesund für den Körper, wer hätte das gedacht), Entertainen, mit dem Druck klar kommen vor Milionen von menschen competitive Matches aus zutragen und vieles mehr. Esports ist auch nichts was man das ganze Leben lang ausüben kann, man wird sich an einen Punkt im Leben nach etwas andres umschauen müssen, denn diese Szene verlang einfach nach… Weiterlesen »

Alexander Leitsch
Alexander Leitsch
26 Tage zuvor

Die Studie hat sich mit Stress beschäftigt. Ein großer Stressfaktor, aber eben auch nur einer, ist Kommunikation. Es wurden ja 50 weitere untersucht.

Ich gehe davon aus, dass Kommunikation in den Fokus gerückt ist, weil man dort als Team am einfachsten Änderungen vornehmen kann.

TapTrix
TapTrix
26 Tage zuvor

Halte mich für einen Exzentriker, jedoch beachte ich Studien mit offensichtlichen Ergebnissen für unnötig.
Esportler leiden unter genau soviel Stress wie Football-Spieler?
Ja wer hätte denn gedacht, dass Esportler nicht alles auf einem Silbertablett serviert bekommen?

Ich lehne mich mal weit aus dem Fenster und behaupte: „Wer die Meinung vertritt, Esportler hätten ein einfaches und Stressfreies Leben, glaubt noch an die Zahnfee.“

Ich finde es einerseits gut, dass die Esports Szene sich in den letzen Jahren so gut in den Vordergrund gespielt hat, jedoch sind meiner Meinung nach Studien wie diese, die offensichtliche Ergebnisse präsentieren, schlicht unnötig.

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