Auf Steam wollten ehemalige Entwickler von WoW mit ihrem eigenen Mini-MMO punkten. Doch statt großer Release-Party gab es eine Bauchlandung. Jetzt folgt das rasche Ende des Projekts samt Rückerstattungen für die Fans.
Um welches Spiel geht es? Der Ex-Game-Designer von World of Warcraft Chris Kaleiki und seinem Team Notorious Studios, in dem noch 7 weitere WoW-Veteranen arbeiten, wollte ihre ganz eigene Vorstellung eines Spiels umsetzen.
Den Ursprung der Entwickler sieht man in ihrem Titel Eldegarde klar an. Das Spiel erinnert optisch deutlich an WoW, auch wenn der Titel in Richtung New World schielt. So wollten die Entwickler eine Mischung aus Extraktions-Spiel und Mini-MMO gestalten, das sich an dem Erfolg von ARC Raiders orientiert.
Wie in einem MMO darf man sich eine Rollenspielklasse auswählen, Looten, Leveln und gegen Mobs, aber auch echte Spieler kämpfen. Nach der Runde darf der erbeutete Loot dann in bare Münze umgetauscht werden, die dann in die eigene Ausstattung wie Elixiere investiert werden darf.
Hier könnt ihr einen Trailer zu Eldegarde sehen:
Bruchlandung und Ende
Wie lief der Release? Das Mini-MMO verließ nach etwa einem Jahr auf Steam den Early Access am 21. Januar 2026. Doch der Release des Titels lockte nur wenige Interessenten an. Selbst zum offiziellen Release hatte das MMO weniger Spieler als während des Early Access und erreichte nur etwa 1.100 Spieler laut SteamDB.
Gleichzeitig ist auch die Bewertung auf Steam nicht grandios. So haben 67 % der rund 4.600 Reviews einen positiven Eindruck des Spiels erhalten, weshalb der Titel auf Steam bei „Ausgeglichen“ steht.
Nach dem Release sanken die niedrigen Spielerzahlen noch weiter ab. So spielten laut SteamDB in der Woche des 3. März 2026 nur noch 350 Spieler zur Spitzenzeit gleichzeitig. Zu wenig, wie sich jetzt zeigt.

Was haben die Entwickler angekündigt? Die schlechten Spielerzahlen haben die Entwickler dazu gebracht, ihr Spiel offline zu nehmen. So haben Sie in einem Update-Post auf Steam angekündigt, dass ihr Titel von nun an nicht mehr kaufbar sein wird und die Server am 31. März 2026 offline gehen werden.
Als Grund geben sie dabei klar an, dass zu wenige Spieler den Titel gekauft haben, um die weitere Entwicklung finanziell tragbar zu machen.
In einem weiteren Post auf Steam erklären die Entwickler zudem, dass auch Spieler, die den Titel schon länger unterstützt haben, eine Rückerstattung auf Steam erhalten können, wenn sie bei ihrem Antrag angeben, dass der Titel offline geht. Diese Vorgehensweise hätten sie so mit Steam verabredet.
Ist das das Ende für Eldegarde? Nein, denn obwohl laut dem Statement der Entwickler bereits ein Großteil der Entwickler nicht mehr im Team sind, soll eine kleine Truppe den Titel offline spielbar machen oder einen Client-Server entwickeln, mit dem Fans ohne Kosten für die Entwickler Eldegarde weiter spielen können.
Ob das jedoch wirklich klappt und umsetzbar ist, bleibt noch vollkommen offen. So stellen die Entwickler klar, dass dies freiwillig und damit wohl in der Freizeit der Devs geschieht und zudem eine große Aufgabe ist. Ob man das Vorhaben als Hobbyprojekt überhaupt bewerkstelligen kann, sei unklar.
Die Entwickler von Eldegarde glauben weiter an ihr Spiel, auch wenn sie nicht genügend Spieler von ihm überzeugen konnten. Mit Eldegarde stirbt damit wohl das erste MMO von 2026. Positive Nachrichten soll hingegen ein anderes MMO vollbringen: Neues MMORPG auf Steam wird von 100 Leuten entwickelt, soll noch 2026 spielbar sein
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Hab noch nie davon gehört. Schade, ohne den PvP Aspekt hätte ich mir das sicher angeschaut.
Ja wirklich Schade, hab nach 1.0 Release 58 Stunden reingesteckt. War halt zu unbekannt. Böse Zungen behaupten alles Marketingbudget wurde zum EA-Release, also lange vor 1.0, für zwei, drei bekannte Streamer rausgeschmissen. 1.0 war dann auch nicht wirklich gepolished, hätte noch mehr Zeit im ea vertragen. Dann das umstrittene hinzufügen der PvE-Modi aufgrund der lautstarken PvE-Minderheit, bei denen man sich durchaus fragen kann ob die Energie nicht besser ins PvP geflossen wäre und der Rest ist geschichte.