Dr DisRespect hadert mit Chinesen in PUBG und Rassismus-Vorwürfen

Der Streamer Dr DisRespect hadert mit chinesischen Spielern in PlayerUnknown’s Battlegrounds (PUBG) und H1Z1. Als er sich mit einem schlechten Akzent über sie auf Twitch lustig macht, wird er mit Rassismus-Vorwürfen konfrontiert. Die findet er zwar lächerlich, aber wirkungslos bleiben sie nicht.

Das Thema „Cheating“ beschäftigt die Community von PlayerUnknown’s Battlegrounds. Seit sich Entwickler Blueholer mit dem China-Riesen Tencent geeinigt hat und die chinesische Regierung den Shooter nach anfänglichen Bedenken jetzt total okay findet, hat PUBG irrwitzig viele chinesische Spieler und ein Problem mit Cheatern.

Mit dem Gang nach China kamen Probleme für PUBG

Auch wenn der chinesische Partner Tencent da mit seinem Einfluss auf die Regierung flugs eine Sonderkommission einrichten und einen Cheater-Ring in China ausheben konnte, ist das Cheater-Problem in PUBG außer Kontrolle: 1 Millionen Cheater sollen alleine im Januar gebannt worden sein, aber es kommen immer mehr.

Unter PUBG-Spielern ist klar: „Das Problem liegt an China und es würde helfen, die von unseren Servern auszuschließen.“ Von einem Regio-Lock will man aber bei der PUBG Corporation nichts wissen.

PUBG China Schloss

In jedem Fall haben Spieler aus China aktuell keinen allzu guten Ruf in PlayerUnknown’s Battlegrounds. Und der Cheater-Ballast scheint langsam den Höhenflug von PUBG zu belasten, während Konkurrent Fortnite sich anschickt, ihn zu überholen.

Dr DisRespect schreit „China Numba One“ in schlecht nachgemachten Akzent

In einem Video-Tweet zeigt der Musiker Jimmy Wong die hässliche Seite dieses Konflikts. Er hat Ausschnitte des populären Streamers Dr DisRespect zusammengestellt, in dem der sich mit betont schlechtem Dialekt über chinesische Cheater in Spielen wie PUBG oder H1Z1 lustig macht.

So schreit er „China Numba One“ oder fordert lautstark, jemand möge doch aufwachen und die endlich bannen: „Sie seien überall.“

Jimmy Wong sieht darin ein riesiges Problem, wenn es alle okay finde, wie deutlich hier Stereotype verbreitet werden. Für ihn ist das offener Rassismus.

Dr DisRespect hält das für lachhaft und betont, dass sein Freundeskreis aus vielen verschiedenen Nationen und Kulturen besteht. So sei er aufgewachsen. Auch seine Frau habe philippinische Wurzeln. Ein Idiot auf Twitter werfe ihm da Rassismus vor, um Aufmerksamkeit zu schinden.

Ist das schon rassistisch?

Wong gibt zu bedenken, dass er zwar um die Probleme mit chinesischen Spielern in H1Z1 und PUBG wisse. Diese Problemen gäben aber keinem das Recht, sich offen über deren Sprache so lustig zu machen. Der Streamer solle einfach aufhören, ein Arsch zu sein.

  • Auch in vielen Kommentaren auf Gaming-Seiten sind die Leute eher angriffslustig gegen Dr DisRespect. Sie fragen etwa, warum er da ausgerechnet die Liebe zu seiner Frau ins Spiel bringe, wo er die doch kurz vorher betrogen hat. Außerdem findet man Argument „Ich habe sogar Ausländer als Freunde“ schwierig. Man könne sich auch rassistisch verhalten, ohne Rassist zu sein.
  • Allerdings gibt es auch viele Stimmen, die sich auf die Seite von Dr Disrespect stellen und die Vorwürfe etwa auf Twitter überzogen finden. Die sind der Ansicht, solche Vorwürfe seien übersensibel. Und die Kritiker sollten sich nicht so anstellen.

Dr DisRespect findet Vorwürfe albern, aber sie haben was erreicht

Auch wenn Dr Disrespect die Vorwürfe als albern abtut, offenbar haben sie ihm doch zu denken geben. Als er ein wenig später den belgischen Actionstar Jean Claude Van Damme persifliert, hält er kurz inne, um klar zu stellen: „Das ist kein Rassismus. Das ist eine Hommage.


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Autor(in)
Quelle(n): kotaku
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