Großteil der PUBG-Cheats kommt aus China, Spieler fordern radikale Strafen

Cheats für PUBG (PlayerUnknown’s Battlegrounds) kommen vor allem aus China. Die Spieler wünschen sich radikale Verbote, die die Entwickler aber nicht umsetzen.

Die Spieler in PUBG, die sich mit Cheats wie Aimbots oder Speedhacks einen Vorteil verschaffen, nerven die „fairen“ Spieler in den Matches. In einem kompetitiven Wettkampf misst man sich nicht gerne mit Betrügern.

Um es mit den Cheatern aufzunehmen, ist der Anti-Cheat-Service „BattlEye“ für PUBG im Einsatz. Dieser bestätigt, dass die meisten Cheats im Battle-Royale-Shooter „PUBG“ aus China kommen. Doch so radikal, wie es sich die Community wünscht, werden die Entwickler nicht dagegen vorgehen.

Spieler wollen China-Bann, doch PlayerUnknown ist dagegen

Brendan „PlayerUnknown“ Greene hat mit Kotaku über die Cheater-Probleme in PUBG gesprochen.

„BattlEye hat, glaub ich, getweetet, dass etwa 99% der Cheats im Spiel aus China stammen,“ sagte Greene. „Es gibt einen riesigen Markt für Cheats auf der ganzen Welt, nicht nur in China. Es scheint aber eher akzeptiert zu werden, wenn man dort in Videospielen cheatet,“ fügt er hinzu.

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Der Cheater-Zuwachs der letzten Monate in PUBG bringt die Verkäufer dieser Betrüger-Software auf kreative Ideen. Die zeigen den Spielern direkt im Spiel, wie die Hacks funktionieren und was sie bringen.

Spieler, die von den vielen Betrügern richtig genervt sind, wünschen sich Banns für alle Spieler aus China. Dieser Spieler im PUBG-Forum schlägt einen China-Ban vor (hier geht’s zu forums.playbattlegrounds.com). „Chinesische Spieler sollen nur auf den China-Servern spielen dürfen und beim Benutzen von VPNs blockiert werden“, lautet der Vorschlag des Nutzers.

PUBG Xbox Titel Controller

Doch Brendan Greene hält das für keine gute Idee. Zwar komme die Mehrheit der Cheats aus China, deshalb sei aber nicht jeder chinesische Spieler ein Cheater. Wegen ein paar schwarzer Schafe möchte er keinen Bann für ein ganzes Land aussprechen.

Die chinesische PUBG-Community ist groß. „Sie lieben das Spiel,“ sagt Greene. „Warum sollten wir sie davon abhalten, auf bestimmten Servern zu spielen? Ich verstehe die Einstellung mancher Leute einfach nicht.“

Mit der Polizei gegen Cheat-Verkäufer

Offenbar geht man in China bereits verschärft gegen die Verkäufer der Betrüger-Software vor. Tencent hat wohl ein Anti-Cheat-Team aufgestellt, das mit der Polizei zusammenarbeitet. Dabei soll es bereits 120 Verhaftungen gegen Verkäufer der illegalen Cheats gegeben haben.

Anti-Cheat Maßnahmen werden weiterhin verbessert

Mit automatisierten Gegenmaßnahmen für Hacker soll in Zukunft die Zahl der PUBG-Cheater sinken. An diesen Systemen wird noch gearbeitet und sie werden kontinuierlich verbessert. Der Plan ist laut Greene, dass man in PUBG bald kaum noch Cheater sehen soll.

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Im Moment ist es wichtig, dass die Betrüger im Spiel gemeldet werden. „Wer mir sagt, dass er im Laufe eines Tages 50 Cheater im Spiel gesehen hat, hat diese dann hoffentlich auch im Forum reportet. Wir schauen uns die Zahlen und Meldungen genau an. Wenn Spieler Cheatern begegnen, sollen sie diese melden. Wenn sie nicht gemeldet werden, können wir nichts dagegen tun.

Also solltet Ihr in Zukunft weiterhin fleißig die Cheater melden.

Zu den Spielern, die sich über dauerhupende Stream-Trolle aufregen, mein der Chef: Kommt mal wieder runter

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Quelle(n): Kotaku
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