Chef von Baldur‘s Gate: „Die Leute verstehen noch nicht, was Stadia wird“

Um Google Stadia gibt es viele Spekulationen rund um Release, Spiele und Leistung. Der Chef der Larian Studios ist der Meinung, dass die Spieler Google Stadia (noch) nicht verstehen können.

Der Gründer und Head of Larian Studios Swen Vincke erzählte in einem Interview mit GameSpot ein wenig über sein großes Projekt Baldurs Gate 3. Dabei kam er auch auf Google Stadia zu sprechen.

Das ist Swen Vincke: Swen Vincke ist der Chef von Larian Studios und einer der führenden Köpfe hinter Baldurs Gate 3. Baldurs Gate 3 erscheint für Google Stadia. Wann das Spiel genau erscheint, ist noch nicht bekannt.

Außerdem arbeitet er und sein Team umfangreich mit Google Stadia, er kennt sich daher mit Stadia aus.

„Stadia ist für jeden zugänglich“ – Die Vorteile von Google Stadia werden bald sichtbar

Google Stadia Titelbild mit Devices und Destiny
Hardware-unabhängig: Auf Stadia kann von allen Geräten zugegriffen werden

Das sagte der Chef von Larian Studios: Der Gründer und Head of Larian Studios, Swen Vincke, sagte in einem Interview mit GameSpot Video Producer Dave Jewit:

„Ich glaube nicht, dass die Leute aktuell verstehen, welche Möglichkeiten in Stadia stecken. Das meine ich nicht wirtschaftlich, das ist meine eigene Meinung. Denn sie [die Leute] haben es nicht gesehen, nicht gespürt, aber es ist schon was Besonderes.“

Vincke gibt zu, dass es für Spieler noch schwer sei, zu begreifen, was Stadia eigentlich wirklich leisten könne, weil sie es noch nicht in Aktion gesehen haben. Es solle aber wirklich besonders sein und einige Features werden zu gegebener Zeit vorgestellt.

Denn zum einen seien die Menschen durch ihre Hardware eingeschränkt und mit Google Stadia hätten alle Gamer die gleichen Möglichkeiten, auf Ultra-Einstellungen zu zocken.

So funktioniert Google Stadia:
Google Stadia lädt viele Spieldaten in die Cloud. Diese Daten kann dann der Spieler aus der Cloud auf seinen Bildschirm streamen. Der Vorteil ist, dass er so nicht von seiner Hardware eingeschränkt wird, da der eigene PC das Spiel nicht berechnen muss.
Google Stadia verwendet ebenfalls PC-Hardware, kann diese aber, je nach Bedarf, beliebig zuschalten.

Und zum anderen fügt er hinzu: „Wir haben immer versucht, Spiele mit fairen, niedrigen Anforderungen zu entwickeln, und [Stadia] löst das Problem.“

Das ist das Problem der Entwickler: Spiele müssten, so Vincke, häufig so entwickelt werden, sodass sie auch auf niedrigen Einstellungen laufen könnten. Die Entwickler seien so immer an die Technik in Form von PC und Konsole gebunden. Google Stadia würde aber ein großes Problem der Entwickler lösen.

Das ist der Vorteil für Entwickler: Im Datenzentrum können mehrere Geräte gleichzeitig verbunden werden und schaffen so Leistung, die ein einzelnes Gerät zu Hause nicht schafft. Animationen und Grafiken verarbeitet das Rechenzentrum, die sich durch Hilfe mehrerer, gekoppelter Systeme in der Cloud realisieren lassen und am Ende auf einen Bildschirm gestreamt werden können.

Google Stadia und Cloud Gaming
Bild aus dem Stream von Google Stadia

So erklärt Vincke in einem anderen Interview, dass Entwickler so Grafik über mehrere Systeme auf einem Bildschirm darstellen lassen könnten. Spiele-Entwickler seien so weniger beim Game-Design beschränkt und können größere, beeindruckende Welten erschaffen.

Die Leistung des PCs oder der Konsole spielt so keine Rolle mehr. Und das sei auch der größte Vorteil von Google Stadia gegenüber der Hardware zu Hause, da man als Entwickler nun nicht mehr beschränkt sei. Ladezeiten von Spielen wären außerdem nicht mehr durch die verbaute Festplatte beschränkt.

Der Football Manager 20 beispielsweise (via Techradar) nutzt zum Beispiel die Vorteile von Googles Datenzentren. Im Gegensatz zum herkömmlichen PC und Konsole, schreitet der Fortschritt über Google Stadia schneller voran. Die umfangreichen Datensätze, darunter Spieltagsergebnisse von einer Vielzahl an Ligen, werden parallel über mehrere Knotenpunkte in der Cloud berechnet (es werden mehrere Rechner simuliert).

Auch deswegen sei Google Stadia laut Vincke für Entwickler viel interessanter als die NextGen-Konsolen von Sony und Microsoft:

Chef von Kult-RPG-Studio: „Google Stadia ist interessanter als PS5 und Xbox Scarlett“

„Unser größtes Problem: Wer kann mir beitreten?“ – Stadia erleichtert Multiplayer

Multiplayer spielen, Bildquelle: Ravalmatic.com

Darum ist Stadia für Multiplayer so wichtig: Vincke betont die Möglichkeiten für Multiplayer:

„Wenn du von überall mit etwas wie Stadia Zugriff hast, dann steigt die Chance, dass man das Abenteuer gemeinsam fortführen kann“, führt Vincke die Möglichkeiten des Multiplayers aus. Vor allem, wenn ein Spiel viele hundert Spielstunden bietet, dann sei es umso wichtiger, dass alle Spieler mitspielen könnten.

Niemand solle aufgrund schlechter Hardware oder weiten Entfernungen ausgeschlossen werden.

Das ist ein weiterer Vorteil: Ein einzelner PC oder eine Konsole hat Probleme, viele Spieler gleichzeitig ohne Lags darzustellen. Das gilt zum Beispiel für Battle Royale-Spiele oder MMOs. Viele Computer gleichzeit können die Berechnungen jedoch stemmen. Vincke sagte in einem anderen Interview mit wccftech.com dazu:

In den Datenzentren sind die Geräte miteinander verbunden […]. So etwas wie: Pack ein paar Server zusammen und lass sie Physik simulieren, die auf lokaler Hardware nicht möglich ist.

Google Stadia bietet dadurch viel mehr Leistung gleichzeitig. Bei Battle Royale oder in MMOs wären mit Google Stadia daher viel mehr Spieler möglich als bisher.

Swen Vincke hält große Stücke auf Google Stadia. Was erwartet ihr von Stadia?

Auch der Chef von Google Stadia hat sich schon zu Wort gemeldet und wollte die Meinung der Nutzer wissen. Welche zukünftigen Features wünscht ihr euch:

Chef von Google Stadia fragt: Welche Features wollt Ihr? Kriegt 13.000 Antworten
Autor(in)
Quelle(n): Gamespot.comTechradar.comwccftech.com
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