Neuer Dialog in Destiny 2 lässt vermuten: Wir Spieler sind Götter

Bei Destiny 2 gibt es nun Hinweise darauf, dass wir Spieler eine Rolle in der Geschichte von Destiny 2 spielen. Die mysteriösesten Figuren in Destiny 2 reden von uns Gamern als Leute, die „das Spiel verlassen“ können. Bricht Destiny 2 damit die vierte Wand?

Was ist die vierte Wand? Die 4. Wand ist die Wand, durch die wir Figuren in einer fiktiven Welt zuschauen, etwa der Bildschirm unseres Fernsehers oder die Bühne beim Theater.

Als „Durchbrechen der vierten Wand“ bezeichnet man es, wenn Figuren in einem fiktiven Werk (ein Film oder ein Videospiel) sich direkt an den Zuseher wenden und ihm signalisieren, dass sie um seine Existenz wissen.

Wenn sie die 4. Wand durchbrechen, ist den Figuren bewusst, dass sie nur ausgedacht sind und dass es eine andere, „reale Ebene“ gibt, etwa auf der anderen Seite des Bildschirms.

Spieler finden jetzt Hinweise darauf, dass Destiny 2 genauso sowas macht oder zumindest mit dieser Idee spielt.

Destiny ahamkara x1

Reden die Neun und die Botin da etwa über uns?

Das ist der Hinweis: Im neuesten Dialog zwischen „den Neun“ und der „Botin “ reden die Figuren offenbar über uns, den Spieler.

So sagt die Emmissary: Niemand sei wie er, er habe Fähigkeiten, welche die Neun nicht glauben würden. Er kann diesen Ort verlassen.

Die Neun entgegen, sie könnten die Ebene auch verlassen.

Da sagt die Botin: „Denk größer, er kann das Spiel verlassen.“

Das ist den Neun aber wohl zu hoch.

Wenn der Spieler eine Hüterin spielt, heißt es an der Stelle „Niemand ist wie sie. Sie kann das Spiel verlassen.“

Dadurch scheint klar, dass die Emissary von der Spieler-Figur spricht.

Das sagt ein Hüter: Auf reddit hat der Hüter BC1096, der von der Lore begeistert ist, aus der Szene gefolgert, dass das richtig sein muss, was er schon die ganze Zeit ahnt.

Seiner Ansicht nach wissen die Schar und die im Spiel so mächtigen Ahamkara, dass sie nur Teil eines Spiels sind, und der Spieler praktisch „Gott“ in dieser Welt ist, die nur zu seinem Vergnügen existiert.

Das hat er schon aus verstreuten Lore-Hinweisen gefolgert und sieht es im neuesten Dialog bestätigt.

https://mein-mmo.de/destiny-2-einladungen-9-leak/
Riven, böse Ahamkara-Dame

Daher würden die mythischen Ahamkara anstreben, das Spiel zu verlassen und zu Existenzen in der Wirklichkeit der Spieler zu werden. So freue sich die Ahamkara Riven, wenn Spieler sie in Destiny 2 bezwingen, weil sie schon durch den Kampf mit den Spielern „realer wird“ – immerhin beschäftigt sie Menschen in der echten Welt und nimmt so Einfluss.

Daher sage sie auch, „sie sei jetzt Teil von Euch“, nachdem sie bezwungen wird.

Der Nutzer spinnt seine Theorie weiter und erklärt Spiel-Mechaniken in Destiny 2 mit dieser Logik:

  • „die Dunkelheit“ wäre das Server-Ende
  • unsere „richtige Welt“ ist eigentlich eine Thron-Welt
  • die anderen Zeitlinien, von denen Osiris spricht, sind lediglich die „Destiny 2-Spiele“, die andere Gamer gerade zocken

Warum sind Spieler dann Götter? Nach der Logik sind wir Spieler in Destiny 2 unbesiegbar. Wir könnten 2000-mal wipen und trotzdem noch am Leben sein. Man werde immer gewinnen, weil man nicht verlieren kann, erklärt der Nutzer auf reddit.

Sogar wenn man seinen Charakter löscht und das Spiel installiert, habe man gewonnen, denn man hat dann auch alle Feinde gelöscht, die Destiny 2 einem je entgegenwerfen könnte.

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Immer Ärger mit Weltraumdrachen

Diese Hinweise gibt es noch: Tatsächlich haben sich einige Hüter dieser Theorie jetzt schon länger zugewandt und Hinweise darauf gefunden, dass Destiny 2 in Richtung des Spielers zwinkert.

So heißt es in der Lore-Beschreibung des exotischen Helms „Schädel des schrecklichen Ahamkara (via db.destinytracker):

Alles, was ich weiß, ist, dass DU keine Illusion bist. Verstanden? Diese Welt um dich herum, die Leute, die du triffst, das ist alles ein bisschen wenig, nicht wahr? Pappe und Trockenwand. Billiges Theater. Komm schon, versuch es! Sag „Ich bin realer als das!“ Fühlt sich gut an, oder? „Ich bin die einzig reale Person hier.“ Und schon kommen einem ihre Beleidigungen und Waffen … weich vor. Ich bin hier wegen dir.

Nur wegen dir, denn du bist etwas Besonderes. Und zusammen können wir uns einen Weg zurückbrennen. Was hältst du davon, oh mein Spieler?

Lore-Text zu Schädel des schrecklichen Ahamkara

Das steckt dahinter: Die Frage ist, ob Destiny 2 so eine obskure Idee wirklich verfolgt oder ob es sich hier einfach um kleine Gags und ein Augenzwinkern der Entwickler handelt.

Einigen Spielern scheint die Idee, Götter zu sein, jedenfalls Freude zu machen.

Schon seit Release von Destiny warten Spieler auf einen „Twist“, der die Geschichte auf den Kopf stellt. Bisher dachte man häufig, der Twist werde „Wir sind eigentlich die Bösen.“

Destiny: Sternstunden und Tiefpunkte – 13 Momente aus 3 Jahren Destiny
Autor(in)
Quelle(n): RedditGamerant
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