Destiny 2: Cayde stirbt in Forsaken – Und das ist gut so

Wie inzwischen alle wissen dürften, findet Cayde-6 in der kommenden Erweiterung zu Destiny 2 sein Ende. Micha findet gut, dass es in Destiny endlich Konsequenzen gibt und hofft, dass der Jäger auch wirklich tot bleibt.

Schon in dem ersten Story-Trailer hat Bungie verraten, dass es Cayde in Forsaken an den Kragen geht. Dies löste eine Welle der Sympathie für den Exo in der Community aus. Ich freue mich allerdings auf die versprochenen Veränderungen und hoffe, dass Cayde nicht durch irgendeine Space Magic wiederbelebt wird.

Destiny endlich mit Konsequenzen?

Game dreht sich um Hüter, nicht um Geschichte: Bevor Ihr mit Fackeln und Mistgabeln vor der Redaktion auftaucht, lasst mich bitte erklären, warum ich es für eine richtige Entscheidung halte, Cayde sterben zu lassen.

Destiny 2 Forsaken Cayde X2

Bislang drehte sich Destiny immer nur darum, was die Spieler in der Welt erleben. Würde man die Hüter fragen, was gerade in Destiny los ist, würden sie wahrscheinlich davon berichten, welche Raids sie bestritten und welchen Loot sie ergattert haben.

Die Story ist dabei eher zweitrangig und dient zum großen Teil dazu, uns Spieler als die Helden darzustellen.

Story bislang ohne Konsequenzen: Bisher wurde in Destiny eine eher unaufgeregte Story abgefrühstückt. In Destiny 1 säubern wir etwa den Schwarzen Garten, bekämpfen Oryx auf seinem Grabschiff und besuchen Lord Saladin in seinem Eisentempel.

Den einzigen Verlust in all den Jahren, den die Hüter in Destiny 1 mit ansehen mussten, war das Sterben der Erwachten in der Schlacht um den Saturn.

Während der Verbleib von Uldren Sov in Destiny 1 mit Hilfe von toten Geistern und dem Grimoire erklärt wurde, blieb Mara bis jetzt verschollen und war auch für die Story nicht mehr von Belang.

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Destiny 2 begann mit der Invasion der Rotlegion, die uns unsere Kräfte raubten und unseren Turm nahmen. Beides erhielten wir jedoch im Verlauf der Kampagne schnell wieder. Bis jetzt ist nichts in Destiny passiert, was die Spieler oder die Spielwelt nachhaltig beeinflusst hat. Und das trotz des Umstandes, dass wir uns ununterbrochen im Krieg befinden.

Nicht einmal das Verschwinden des Sprechers hat, bis auf wenige Bemerkungen einiger NPC, einen wirklichen Einfluss auf das Spiel.

destiny-2-sprecher

Krieg ohne Verluste?

Andere Spiele scheuen nicht den Tod: Andere Spiele, wie etwa World of Warcraft, von dem sich Luke Smith für The Taken King stark inspirieren ließ, haben weniger Probleme damit, wichtige Charaktere zu opfern. Alle Nase lang muss einer der Anführer seinen Hut nehmen.

Auch die Halo-Reihe, die von Bungie begründet wurde, scheute sich nicht vor Opfern und Verlusten. In Halo Reach, dem letzten Halo-Titel von Bungie, hat etwa – Vorsicht Spoiler – nur ein einziger Charakter aus dem eigenen Fireteam überlebt. Sogar der Spielercharakter kam am Ende der Kampagne zu Tode.

Verluste machen die Spielwelt authentisch: Diese Verluste fehlten in Destiny bislang. Zwar durften wir gegen mächtige Feinde antreten und Götter besiegen, für uns Hüter schien jedoch nie wirklich etwas auf dem Spiel zu stehen.

Destiny 2 Kriegsgeist Nokris

Der Tod eines für die Spieler wichtigen Charakters wäre etwas Neues im Destiny-Universum und würde die Story gleich düsterer und bedrohlicher, aber auch authentischer machen. Die Spieler hätten einen echten Grund zu kämpfen.

Dass es dabei gleich eine der beliebtesten Figuren trifft, ist eine mutige Entscheidung von Bungie und sollte etwas sein, das nicht nur Spieler, sondern auch die Spielwelt kräftig aufrütteln wird.

Es wird spannend zu sehen, wie die anderen Charaktere auf diese Neuerung reagieren und welcher NPC den Platz von Cayde bei der Vorhut einnimmt.

Mach es gut, alter Freund, aber bitte komm‘ nicht wieder

Tod mit erhofften Veränderungen: Nachdem Bungie so früh ankündigte, dass Cayde in Forsaken der Garaus gemacht wird, glaubten viele Spieler nicht so recht, dass der Exo auch tot bleiben würde. Ich würde mir jedoch wünschen, dass diese Entscheidung nicht wieder rückgängig gemacht wird.

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Nachdem einige Spieler die Veränderungen an Caydes Charakter zwischen Destiny 1 und 2 bemängelten, hat sein herannahender Tod einen Umschwung gebracht. Viele Spieler wollen es gar nicht wahrhaben, dass es den Revolverhelden bald trifft und bauen ihm zu Ehren Schreine oder machen Screenshots mit ihm.

Würde Bungie nun einen Rückzieher machen und Cayde durch irgendeine Space Magic wiederbringen, wären viele Spieler zwar erleichtert, Destiny würde hingegen wieder in ein altes Loch fallen: Angekündigte Risiken, wie etwa die „Welt ohne Licht“ wären nur leere Versprechen und die Welt bleibt weiterhin ohne Konsequenzen.

D2_Forsaken_Cayde6_03

Rücken andere NPCs in den Mittelpunkt? Ich werde Cayde jedenfalls gerne in Erinnerung behalten. Er hat mir immer zugeflüstert, dass ich sein Lieblings-Jäger sei, als ich an ihm vorbeigegangen bin. Er hat für mich das Schiff von Eris Morn gestohlen und zusammen mit einem Huhn die Letzte Stadt der Menschen befreit.

Ich hoffe, dass ihn die Spieler auch so in Erinnerung behalten.

Vielleicht treten durch seinen Tod in Forsaken auch endlich einmal andere Charaktere ins Rampenlicht. Neben Cayde erschienen mir die anderen NPCs sowieso immer viel zu blass.

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Findet Ihr es gut, dass Cayde stirbt und wünscht Ihr Euch, dass er auch tot bleibt? Oder seid Ihr ganz anderer Meinung und wünscht Euch, den Jäger in Forsaken in irgendeiner Art wiederzubeleben?

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