Ausgerechnet eine 14 Jahre alte Map ist für mich das Beste an CoD Vanguard

Call of Duty: Vanguard begann gerade, für MeinMMO Redakteur Jürgen Horn langweilig zu werden, da kam plötzlich die Map Shipment wieder ins Spiel und veränderte alles! Lest hier, warum diese Map einfach zurecht Kult ist.

Call of Duty Vanguard hat mich zum Release in den Bann gezogen wie schon lange kein Spiel mehr. Die vorigen Teile rissen mich alle nicht so vom Hocker, aber in Vanguard machten die Kampagne sowie das Ballern und Leveln im Multiplayer gehörig Spaß.

Zumindest, bis die Entwickler mir meine Lieblingsmap wegnahmen.

Alles, was ihr zum neuen Call of Duty: Vanguard wissen müsst – in 2 Minuten

Darum wurde Vanguard plötzlich langweilig

Ich hatte nämlich fast ausschließlich die chaotische, kleine Map „Das Haus“ gefarmt, die dazu extra in einer 24/7-Playlist vorhanden war. Da konnte ich jeden Abend bis spät nachts im absurden Blitz-Pacing Kills farmen und meine Waffen leveln.

Irgendwann kannte ich jeden Winkel des Hauses auswendig und hatte zig Waffen und Operator frei- und hochgelevelt.

Doch dann kam ein Wechsel der Playlists und das Haus war nur noch Teil einer zufälligen Map-Rotation. Das war für mich unbefriedigend, denn ich wollte echt nur „hausen“.

Zombies sind keine Alternative!

„Jo mei“, sagte ich da, „dann spiel ich halt mal den Zombie-Modus, der ist sicher auch ganz nett.“ Tja, was soll man da noch groß sagen? Außer vielleicht, dass sich der Zombie-Modus anfühlt, als hätten die Entwickler in einem Meeting kurz vor Release noch gemerkt, dass irgendwie noch niemand was zu den Zombies gemacht hat. Dann wurde noch schnell ein kruder Spielmodus ohne echtes Ziel und Überraschungen ins Game getackert.

Nach gefühlt 2 Stunden dröges Gameplay, in dem ich in drei verschiedenen Missionen drei verschiedene Arten von Zombies in rauen Mengen umgenietet hatte, war mir das echt zu blöde und am nächsten Abend probierte ich was ganz anderes aus.

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Diesen Zombie hab ich gefühlt drölfzig Mal schon erschossen.

Kein CoD ist auch keine Lösung!

Da ja jüngst der Early-Access zu Battlefield 2042 gestartet war, probierte ich dieses Spiel stattdessen aus. Doch gegen meine ersten Runden in BF waren selbst die schnarch-langweiligen Zombie-Matches spannender.

Irgendwie verlief ich mich auf den absurd großen Maps und wenn ich doch mal auf Feinde traf, waren die meist in der Überzahl oder gut verschanzt und ich wurde zigmal von Campern erledigt. Und selbst wenn ich mal die Oberhand hatte, sorgten nervige Rubberbanding-Effekte und andere Glitches für ein rasches Verebben des Spaßes.

Mag sein, dass Battlefield 2042 im Team oder nach längerer Eingewöhnung Spaß macht. Aber die langwierigen Gefechte auf riesigen Maps sind echt nicht meins. Ich will schnelle Action, wo ein wilder Fight sich an den nächsten anschließt und man nach einem Respawn gleich wieder in der Mitte des Getümmels ist.

Und das bietet halt immer noch CoD am besten, auch ohne verlässlichen Aufenthalt im Haus. Also startete ich kurz vor Mitternacht doch noch CoD, vielleicht habe ich ja Glück und das Haus ist zufällig in der Rotation.

battlefield 2042 zerstörung titelbild
Battlefield 2042 lässt es zwar auch beizeiten krachen, aber dazwischen liegt oft viel Leerlauf.

Die erste Map, auf der ich mich wie ein echter Krieger fühlte!

Und da sah ich es! Wo vorher die „Das-Haus“-Playlist gewesen war, stand jetzt Shipment 24/7! Shipment! Das ist nicht nur für mich ein Trigger-Wort, denn diese legendäre Map ist seit 2007 ein Dauerbrenner unter den CoD-Fans.

Für mich hat sie sogar eine ganz besondere Bedeutung. Denn 2007 spielte ich mit Modern Warfare mein erstes CoD. Nachdem ich die grandiose Kampagne durch hatte, zockte ich den Multiplayer-Modus, doch ich wurde auf den meisten Maps schnell zum Opfer und meine Gegner farmten mich wie ein Feld Kartoffeln.

Außer auf Shipment. Da war ich zwar auch nicht gerade ein Top-Player, aber auf der kleinen, kompakten Map, wo von jeder Seite plötzlich ein Feind auftauchen kann, hatte ich genug Gelegenheiten, auch mal ein paar Kills zu schaffen.

Ich hatte hier sogar das erste Mal in meinem Leben einen Killstreak freigespielt und war irre stolz auf mich. In Shipment habe ich mir vor 14 Jahren sozusagen meine Sporen verdient und fühlte mich erstmal wie ein echter Krieger und nicht mehr nur als Farm-Kartoffel-Opfer!

Faszination Shipment: Es ist glorreiches Chaos!

Mit zitternden Fingern und leuchtenden Augen klickte ich auf die Shipment-Playlist und es war noch krasser, als ich es mir in meinen kühnsten Träumen ausmalen konnte. Ich wurde in eine wilde Team-Deathmatch-Runde geworfen, die schon voll im Gange war.

Ich kam nicht Mal groß dazu, die Vanguard-Version der Map zu studieren, denn ständig explodierte etwas, irgendwo war immer etwas lichterloh in Flammen, Kugeln flogen mir um die Ohren und in all dem Chaos rannten zig wilde Kampfhunde herum, die alles und jeden zerfleischten.

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So sieht das neue Shipment aus, wenn es mal nicht explodiert, in Flammen steht oder von Hunden überrannt wird!

Ich war kaum gespawnt, da flog mir schon eine Killstreak-Bombe auf den Kopf und der nächste Spawn wurde vom Hund gefressen. Kurz darauf konnte ich drei unvorsichtige Leute mit dem MG42 umnieten, nur um dann von Gegner Nummer 4 von hinten abgeknallt zu werden.

Je länger die Runde ging, desto absurder wurde es und irgendwann spawnten Spieler einfach random im Kugelhagel und mindestens ein Hund verwandelte sich vor lauter Freude in einen wild zuckenden Textur-Tornado.

Das alles war so wild, so chaotisch und so herrlich bescheuert, dass ich sofort eine weitere Runde startete. Und dann noch eine und noch eine und noch eine. Das gute alte Shipment-Feeling war wieder da. Nur dank Blitz-Combat-Pacing war das ganze sprichwörtlich auf 11 gedreht und noch wilder als je zuvor.

Ich liebe es einfach und freue mich schon auf den Feierabend und wenn mein Sohn im Bett ist, denn dann geht’s wieder zurück zu Shipment, wo Explosionen, Kugelhagel und wilde Hunde schon auf mich warten.

Wenn ihr ebenfalls Bock auf schnörkellose Action und Shipment-Getümmel habt, dann freut euch! Denn aktuell könnt ihr Vanguard kostenlos runterladen und im Multiplayer zocken. Und ja, das gilt auch für Shipment! Und damit der Spaßfaktor komplett auf 11 gedreht wird, haben die Entwickler eine eigene Playlist erstellt, die nur aus Shipment und Das Haus besteht und zum Free-Weekend auch noch doppelte Erfahrungspunkte ausspuckt. Wir sehen uns also in der Chaos-Zone!

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JayAre

Ich bin absoluter Battlefield-Veteran der seit BF 1942 zockt. DICE hat sich aus meiner Sicht erst einen Total-Ausfall mit Battlefield Hardline erlaubt aber 2042 ist echt nur eine Abzocke nach 20h Spielzeit nicht einmal zu wissen was meine K/D ist, geht einfach mal gar nicht und nicht mal das Movement von Battlefield V drin zu haben erscheint mir echt rätselhaft. Ich zocke momentan auch lieber Vanguard weil es meinen Durst nach Boots on the Ground Shooter wirklich stillt und ich freue mich mega auf die neue WZ Map.

Lieblingsleguan

Gott sei Dank ist Shipment jetzt da, jetzt kann ich schön die drei Sniper Rifles leveln. 😬 Iron Sights drauf, alles auf aim down sight und sprint to fire time und gib ihm. Macht viel zu viel Spaß.
Super ist außerdem, dass die Map anders als die MW2019 Version keine direkten Sichtlinien von Ecke zu Ecke hat. Dadurch verkleinert sich die Chance, dass einem in den Rücken geschossen wird, wenn man sich halbwegs schlau positioniert/bewegt.

JayAre

Kleiner Tipp Bayonett-Aufsatz mit dem Perk der dir Nahkampf Reichweite gibt und voila du hast eine Nahkampf-Waffe aus deiner Sniper gemacht welche auf deine Enemies Aimbotet und dich gfühlt teleportiert 😉

Lieblingsleguan

Haha, geil, das probiere ich aus 🤣

Weissbier242

So verschieden sind Geschmäcker. Ich spiel ja recht gerne mal ne Runde COD. Aber bei Maps wie Nuketown, Shipment oder jetzt das Haus usw könnte Ich Brechreiz bekommen und werde nie verstehen wie und diesem unkontrollierten Glücksspiel Spaß haben kann, aber sie gehören wohl zu den beliebtesten Mpas. Einzig die Baustelle beim glaub Vorletzten COD hab Ich gemocht, die war nicht zu klein und die Spawns waren ok. Ich mag gerade den MP von Vanguard wieder, weil zum Glück doch mal wieder recht gute Karten dabei sind und sich diese Minimaps in Grenzen halten. Gerade die Zwei großen Wüstenkarten sind richtig gut gemacht, vor allem die eine mit den Wagons auf der einen Seite (weiß jetzt nicht den Namen) ist echt klasse. Ich hasse es ja ewig zum Gegner zu Laufen usw aber instant nach einen Spawn zu sterben ist halt schon immer Mist und ein bekanntes COD Problem, was halt mit kleinen Maps einher geht.

Aber immerhin ist Vanguard seit Jahren mal wieder ein gute COD Multiplayer wo Ich mich gerne einlogge.

TheDuke

Wie gestern schon einmal angemerkt. Die Map ist genial aber es etwas muss geändert werden. Bei bestimmten Konstellationen auf der Map bzw. Verhalten mancher Spieler kommt es zu einem Dauersterben des anderen Teams und das Spielprinzip wird unterbrochen. Bestimmte Killstreaks sind auch zu mächtig.

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