CoD Cold War: Meinetwegen weint Mütterchen Russland jetzt

Call of Duty: Black Ops Cold War hat es geschafft, dass MeinMMO-Redakteur Jürgen Horn auch mal ein CoD anspielt. Lest hier, wie es Jürgen geschafft hat, dass erst Mütterchen Russland weinen musste, aber Genosse Lenin am ende stolz auf ihn war.

Irgendwie ging die Serie Call of Duty fast komplett an mir vorbei und erst der Mobile-Ableger CoD Mobile konnte mich begeistern. Als dann Cold War erschien, wurde ich neugierig.

Wenn die mobile Version schon so launig war, dann muss das am PC mit gescheiter Steuerung ja noch geiler sein, oder? Außerdem sprach mich das 80er-Jahre Setting mit eher altmodischen Waffen mehr an als das moderne Setting von Modern Warfare.

Also holte ich mir einen Key für die PC-Version und nach einem schier endlos langen Download (137 Gigabyte!) konnte ich gestern Nachmittag endlich loslegen.

Mütterchen Russland weint jetzt!

So lief die erste Runde: Meine erste Runde Multiplayer in Cold War ist eine krachende Niederlage! Das liegt vor allem an meiner gewählten Klasse. Ich klicke einfach die Klasse ganz oben an, Stealth Ops oder so. Die hat ein Gewehr dabei, das sieht doch ganz passabel aus. Dazu verkörpere ich als Operator einen fies aussehenden kubanischen Guerilla. Die Action kann losgehen!

Dann geht es schon los und mein sowjetisches Einsatzteam brettert mit einem Buggy durch eine öde Heide. Unten in Bildschirm steht „Ost-Berlin“, aber von der Stadt sieht man nichts.

Call of Duty Black Ops Cold War Firetem Titel
Diese Typen waren meine Gegner.

Warum liegt hier ein Flugzeug rum? Dafür betreten wir gleich eine Lagerhalle, in der eine Replik der Air Force One steht. Was zum Teufel planen die Sowjets da eigentlich? Und warum ist die deutsche Flagge auf den Frachtcontainern in den Farben Schwarz-Gold-Rot gehalten?

Doch mir bleibt nicht viel Zeit, die Map zu erkunden, denn es gilt, das gegnerische Team auszulöschen.

Also renne ich vor, sehe einen Gegner aus der Deckung rennen, lege an, schieße … und gehe im Kugelhagel einer Maschinenpistole drauf!

Das Spiel wiederholt sich dann mehrmals. Ich sehe einen Gegner, lege an, schaffe ein paar Schüsse, aber der Feind schießt schneller und mit mehr Wumms.

cod cold war checkmate
In Ost-Berlin üben die Sowjets den Sturm auf die Air Force One.

Darum sollte man sich die Klasse gut überlegen: Ich komme zum Ergebnis: Meine Klasse ist wohl scheiße! Das behäbige Sturmgewehr ist für die rasanten Kämpfe auf engstem Raum absolut die falsche Waffe. Aber wenigstens sind meine Gegner keine Bots. Das erkenne ich schon daran, dass ständig irgendwer auf Russisch im Voice Chat vor sich hin brabbelt. Ich muss das vor der nächsten Runde irgendwie abschalten.

Die Runde ist aber nicht mehr zu retten. Ich schaffe mit Müh und Not ein, zwei Kills. Und die auch nur, wenn ich mal das Glück habe und ein Gegner mir direkt ins Feuer rennt oder ich jemand von hinten erwische.

Das Match geht dem Ende zu und über den Funk kommt vom Einsatzleiter ein vorwurfsvolles „Ihr habt Mütterchen Russland enttäuscht“. Ja, das habe ich, Mütterchen Russland weint jetzt, weil ich die falsche Klasse gewählt habe. Doch das will ich so nicht stehen lassen!

Yippie-Kay-Yeah, Schweinebacken!

So gings weiter: Trotz der krachenden Niederlage mit gefühlt 100 Toden und 3 Kills will ich weiterspielen. In der nächsten Map geht es darum, ein sowjetisches U-Boot zu befreien und wir kämpfen auf Schiffen. Ich habe dieses Mal die eben neu freigespielte Standard-Klasse mit dem M16 und kann damit auf den weitläufigen Flächen auf den Decks gut punkten.

Auf Distanz räume ich ordentlich Gegner ab. Geht es mal unter Deck, habe ich eine Shotgun als Zweitwaffe, mit denen ich gleich mal drei Gegner nacheinander umniete. Ich bekomme meinen ersten Scorestreak! Es ist zwar nur ein schäbiges Aufklärungsflugzeug, aber ich habe es mir selbst verdient und es fühlt sich großartig an, den ersten Streak zu nutzen und meinem Team so einen Vorteil zu bieten!

cod cold war scorestreak spionageflugzeug
Das war mein erster Scorestreak.

Maschinenpistolen sich das Beste: Nachdem diese Runde viel besser ausgeht, spiel ich gleich noch ein Match. Dieses Mal geht’s wieder nach Berlin, doch ich habe jetzt eine Maschinenpistole! Yippie-Kay-Yeah. Schweinebacken!

Wie John McClane aus dem Film Stirb Langsam räume mich mit der Starter-MP schon richtig auf und kann endlich mal einen nennenswerten Beitrag zum Match liefern. Nach der Runde habe ich Level 4 erreicht und bastel mir eine eigene Klasse. Und da ich weiß, dass die MP5 wohl noch ziemlich stark sein soll, nehme ich die deutsche Wunderwaffe als primäres Schießeisen.

Showdown mit Lenin

Das war meine letzte Runde: Mit meiner neuen, selbstgebauten Klasse spiele ich eine letzte Runde. Es geht nach Moskau und dieses Mal heißt es „alle gegen alle“. Es zählen nur Kills und gleich zu Spielbeginn gehe ich in Führung, weil ich mich in einem kleinen Kabuff verstecke und mir nacheinander gleich drei Gegner vor den Lauf rennen. Ein kurzer Feuerstoß und weg ist der Feind. Das geht dreimal, bis ich nachladen muss und der vierte Feind mich dann doch erwischt.

cod cold war lenin
Vor den Augen Lenins machte ich Mütterchen Russland wieder stolz!

Den Rest der Spielzeit renne ich wie irre durch die Gegend und liefere mir wilde Gefechte rund um ein Denkmal an Lenin und Straßen voller sozialistischer Propaganda-Kunst. Die MP5 leistet mir dabei treue Dienste und wird ihrem Ruf als OP-Waffe äußerst gerecht. Der Nerf vom 19.11. ist da wirklich gerechtfertigt!

Dank der MP5 und ihren starken Werten kann ich mich unter den besten Spielern der Runde halten und habe am Ende ordentlich Kills. Mütterchen Russland war wieder stolz auf mich!

CoD macht mehr Spaß, als ich dachte

Nach der verkorksten ersten Runde wollte ich eigentlich schon wieder Schluss machen und lieber Zeit mit meinem Kind verbringen. Selten habe ich in einem Spiel so hart auf die Fresse bekommen wie hier.

Doch zum Glück blieb ich dabei und die folgenden Runden haben viel mehr Spaß und Erfolgserlebnisse gebracht. Daher werde ich weiter an CoD Cold War dranbleiben, erstmal weitere Waffen freispielen und vielleicht mal den Zombie-Modus austesten.

Und die Kampagne soll ja auch sehr gut sein. CoD Cold War wird mich also wohl noch einige Zeit begleiten.

Jürgen Horn
Redakteur bei MeinMMO

Meine gute Meinung zum Multiplayer-Modus von Call of Duty: Black Ops Cold War wird allerdings nicht von allen Fans der Serie geteilt. Auf Metacritic kommt der neueste Teil von Call of Duty nur auf einen Wert von 78 Punkten. Daran soll der Multiplayer-Modus schuld sein, der für einige Fans ein Rückschritt im Vergleich zum Vorgänger Modern Warfare sei.

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2 Kommentare
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hustlebacher

o.O wurde der test von einem 12 jährigen geschrieben ? wtf

BlackStarNero

Liegt vermutlich daran das es kein Test ist, sondern eine Meinung.

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