Studie sagt: Bugs stören Spieler kaum, schlechtes Game-Design schon

In einer neuen Studie wird offengelegt, dass Fehler im Spiel, die sogenannten, die meisten Spieler nicht stören. Bei miesem Spiel-Design sieht das schon wieder anders aus. Das hat eine Studie gefunden, nachdem sie mehr als 10 Millionen Reviews auf Steam ausgewertet hat.

An kleinen Spielfehlern stören sich Spieler nur selten, mieses Game-Design wird hingegen häufiger zur Sprache gebracht und bringt die Spieler auf die Palme – das zumindest behauptet eine neue Studie. Die Queen’s University in Kanada hat sich zahlreiche Reviews auf Steam angeschaut und Auswertungen erstellt. Demnach können Entwickler größeren Nutzen aus negativen Reviews ziehen als aus positiven.

Bugs tauchen auch in „positiven“ Reviews in Steam auf

Was wurde herausgefunden? In negativen Bewertungen auf Steam werden in nur 17% aller Fälle Spielfehler (Bugs) erwähnt. In 57% der Reviews hingegen beschwert man sich über schlechtes Spieldesign. Außerdem sind 42% alle Erwähnungen von Bugs auf positiven Reviews, was nahelegt, dass Spielfehler nicht zu einer negativen Bewertung führen müssen.

Manchmal regen sich Spieler aber doch über Bugs auf:

Overwatch: Peinlich! – Doomfist hat 18 Bugs bei nur 4 Fähigkeiten

Negative Reviews auf Steam enthalten hilfreichere Informationen als die positiven

Wie wurde dieses Ergebnis ermittelt? Im März 2016 haben die Forscher sich einen Ausschnitt aus über 10 Millionen Reviews von mehr als 6000 Spielen auf Steam angeschaut und ausgewertet.

Steam Summer Sale Shooter Titel

Ganz grundsätzlich kommt die Studie zu dem Ergebnis, dass Entwickler aus negativen Reviews mehr Nutzen ziehen könnten. Sie enthielten weniger Beschreibungen, die als „nicht hilfreich“ eingestuft wurden, dafür aber qualifiziertes Feedback und mehr Hinweise auf bestehende Bugs.

Kritik kommt schneller als Lob

Ebenfalls interessant ist, dass die Forscher feststellten, dass negative Reviews im Schnitt deutlich früher erstellt werden, als positive. So werden negative Reviews im Schnitt bereits nach 7 Stunden verfasst, während positive Reviews bis zu 13 Stunden auf sich warten lassen. Eine Ausnahme stellen hier Free2Play-Titel dar. Diese erhalten häufig schon nach nur einer Stunde Spielzeit Reviews.

Wie sieht das bei Euch aus? Stören Euch kleine Bugs nicht und das Spieldesign steht im Vordergrund? Oder bringen euch selbst kleinste Fehler zur Weißglut?

Autor(in)
Quelle(n): gamesindustry.bizresearchgate.net
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IchhassePvP
IchhassePvP
1 Jahr zuvor

Also eines der krassesten Bug-Festivals welches ich bis heute je erlebte war Gothic 3 kurz nach Release.

Abstürze im 10-20 Minutentakt waren da alltäglich, es war halt einfach kaum spielbar.

Hab ich deswegen aufgehört? NEIN!
Es war halt trotz allen Problemen einfach eines der besten RPG’s damals und kommt auch heute locker noch in meine Top 5-6.

Also so krass Bugs auch sein mögen, wenn das Game insgesamt was taugt sind Bugs auch für mich zwar teils extrem nervig, aber ganz sicher kein Grund das Spiel in die Tonne zu kloppen!

Mampfie
Mampfie
1 Jahr zuvor

Bug und Glitches kommen halt vor, manchmal sind sie sogar extrem Komisch. Einmal, als mein Pferd in Red Dead plötzlich fliegen konnte oder wenn man in GTA5 ein unsichtbares Auto fährt, da schrie ich vor lachen.

Hat aber ein Spiel ein schlechtes Level Design, schlechten Game Flow und ist generell nicht motivierend dann kann es noch so gut poliert sein, es macht dann einfach kein Spaß.
Bestes Beispiel ist Destiny 2 welches diese drei Punkte in sich hat, wird der gemeine Casual zwar kaum bemerken und eventuell sogar gut finden, macht das Spiel aber dennoch nicht gut.

Christian Zimmermann
Christian Zimmermann
1 Jahr zuvor

ein bug lässt sich mittels eines einfachen fix des entwicklers beheben. desweiteren tauchen viele bugs z.b. bei einem quest auf, also eine sache an die man 5 minuten später schon kaum noch denkt. ist das spieldesign aber fürn eimer leidet der spielspaß durchgängig. daher kann ich 1,2,3,4,20 bugs verschmerzen, da ich davon ausgehe die werden nach und nach gefixt. aber schlechtes design bleibt in der regel schlecht. zumindest auf lange lange zeit.

Gaburias Myucheu
Gaburias Myucheu
1 Jahr zuvor

„Negative Reviews auf Steam enthalten hilfreichere Informationen als die positiven“
Also ist „Ist Scheiße“ eine Hilfreichere Information als eine Positive? grin

Mampfie
Mampfie
1 Jahr zuvor

Wenn dir nur solche Reviews auffallen dann bist du halt einfacher gestrickt. Ich habe auf steam schon etliche negativ Reviews gelesen die sehr sehr hilfreich und informativ waren.

Gorden858
Gorden858
1 Jahr zuvor

Man muss sich auch fragen, wonach ein Entwickler überhaupt suchen könnte. Wenn da jemand auflistet, was das Spiel alles gutes leistet, freut dich natürlich das zu lesen, aber wirklich was bringen für deine Weiterentwicklung tut das doch auch nicht.

Scaver
Scaver
1 Jahr zuvor

Naja die Frage ist, was man als kleinste Bugs bezeichnet.
Ich würde eher sagen, dass man das nicht nur von großen und kleinen Bugs abhängig machen kann.
Ein kleiner Bug kann nervig sein, vor allem wenn es dazu führt, das man etwas nicht direkt nutzen kann, sondern nur über Umwege/temporale Workarounds.
Hingegen kann ein großer Bug manchmal eher hingenommen werden, z.B. wenn man ein Feature gar nicht funktioniert, aber man dieses eh nie nutzt (bei mir z.B. PvP oder Haustierkämpfe in WoW).

Lootziffer 666
Lootziffer 666
1 Jahr zuvor

na das negative Kritiken sinnvoller sind is doch klar. das ist nich nur in der Gaming-Branche so. Aber klar…unbedeutende Bugs die das Gameplay kaum beeinflussen, kann man auch mal getrost ignorieren. Ein völlig verhunztes Gesamtpaket ist schwer zu überdecken.Wie sagt man doch gleich? man kann einen Kothaufen bunt anmalen, es ist dennoch nur ein Kothaufen….? irgendwie so….ich merk mir sowas nie gut Die Gothic-Reihe hatte zum Beispiel auch einige Bugs und war nie so ein Weltklasse-Projekt, und hatte dennoch so viele Menschen begeistert. Bis heute.Ich finde aber, das Entwickler für konstruktive Kritiken jedenfalls nicht bei Steam nachschauen sollten. Allgemein. Viele… Weiterlesen »

PetraVenjIsHot
PetraVenjIsHot
1 Jahr zuvor

Elex ????

Koronus
Koronus
1 Jahr zuvor

Das perfekte Beispiel hierfür ist Vampire The Masquerade Bloodlines. Das Spiel war bezüglich Bugs eine Tragödie, dennoch fanden die Spieler, falls sie nicht gerade einen Gamebreaking Bug hatten es gut und durch Community-Pflege ist es heute richtig spaßig und macht noch immer in digitalen Verkäufen 2016 so viel Geld, dass Activision als erstes nachgefragt hat, als ein neues WoD Spiele Studio entstand, wieso zur Hölle bitte ein über 10 Jahre altes Spiel sich noch immer so gut verkaufen tut.

Blizzardhell // Dani
Blizzardhell // Dani
1 Jahr zuvor

Bei der Studie wurden offensichtlicherweise game breaking bugs ignoriert mad

Aber dennoch finde ich die Studie etwas Blödsinn ich mein, dass bugs das Spiel nicht automatisch schlecht macht ist ja bekannt

Siehe the elder scrolls

Luriup
Luriup
1 Jahr zuvor

Wie Du schon sagst,wenn sie das Game nicht unspielbar machen,
kann man damit leben.

Erinnere mich immer an den ESO Release wo man in Kalthafen Meridia nicht ansprechen konnte
und so 1,5 Tage dort festsass.
Das ist ein NoGo.
Kleine Bugs die man durch einen relog beheben kann,
sind für mich alltäglich.

Auf Steam Reviews gebe ich keinen Pfennig.
Habe das intensiv bei Vermentide 2 mitbekommen,
wie eine vielzahl Reviews ins negative geändert wurden,
kurz nachdem ihre Klassen nicht mehr OP waren.

Lootziffer 666
Lootziffer 666
1 Jahr zuvor

da sind eh viele Leute nur drauf aus als „Solo“ Spieler Legend-Mode zu rushen. mit ihren OP-Subklassen. Beispiel Beta-Patch: Huntsmankruber hittet unter bedingungen bei Bossen so hart rein, dass er Bosse fast solo in sekündchen schnetzelt, wie Shade. Wird das gefixt (betonung auf gefixt, weils kaum beabsichtigt ist) ist das Gejammer wieder groß.
Ps. Bei Eso gabs sogar damals Bugs wo man die Hauptstory nicht beenden konnte (ich musste da auch mal den Support anschreiben)
das hatte auch ne Weile gedauert. war nicht schön, aber naja.

Nora mon
Nora mon
1 Jahr zuvor

Und wieder eine Studie die man 3 mal durchführen könnte und es würden 15 unterschiedliche Ergebnisse herrauskommen.

Sleeping-Ex
1 Jahr zuvor

Nicht jeder Bug ist ja automatisch „Game-Breaking“ und kann ggf. behoben werden.

Wenn das Spiel von vornherein miserabel konzipiert spielt es auch keine Rolle wie bugfrei oder eben nicht das finale Produkt tatsächlich ist.

Mampfie
Mampfie
1 Jahr zuvor

Jedes TES oder Fallout Spiel von Bethesda ist eine Brutstätte für Bugs.

Sleeping-Ex
1 Jahr zuvor

Bei Skyrim auf PS3 gab es tatsächlich zu Beginn einen Bug der das spielen unmöglich machte weil der Speicherstand immer größer wurde.

Mampfie
Mampfie
1 Jahr zuvor

Einige Bugs die Gamebreaking sind, sind noch heute in der PS4 Version vorhanden.

Sleeping-Ex
1 Jahr zuvor

Tatsächlich? Das Pech hatte ich glücklicherweise nie.

Mampfie
Mampfie
1 Jahr zuvor

Glückspilz sad

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