Borderlands 3 sagt „Es gibt keine Mikrotransaktionen“, meint das nicht so

Bei Borderlands 3 gibt es 8 Stunden nach der Vorstellung schon den ersten Ärger. Gearbox CEO Randy Pitchford hatte verkündet: Es gibt keine Mikrotransaktionen. Eine Gaming-Seite weist aber daraufhin, dass es die doch gibt. Nun ist Pitchford auf den Barrikaden. Er hätte das nicht so gemeint.

Das hat Pitchford gesagt: Zum Ende des großen Reveal-Streams hatte der CEO von Gearbox, Randy Pitchford, noch ein paar Abschlussworte. Er wollte offenbar beteuern, dass Borderlands 3 dem „Geist“ von Borderlands treu bleibt und nicht auf den üblen Pfaden anderer großer AAA-Titel wandert, was die Monetarisierung angeht.

Er sagte:

Wir werden ein paar heftige Kampagnen-DLCs bringen und viele lustige Customization-Sachen wie Köpfe oder Skins. Aber wir machen keinen Free2Play-Scheiß. Es gibt keine Mikrotransaktionen. Nichts von diesem Unsinn.

Gerade nach dem Satz „Es gibt keine Mikrotransaktionen“ brandete Jubel im Publikum auf.

Ärger mit Gaming-Seite wegen Mikrotransaktionen

Das ist danach passiert: Die große US-Gaming-Seite Game Informer hat kurz darauf einen Tweet veröffentlicht:

  • Pitchford hätte gesagt, es gäbe keine Mikrotransaktionen
  • Aber sie hätten erfahren, dass kosmetische Items doch kaufbar seien

In einem Interview (via Game Informer) hätte ihnen Paul Sage, der Creative Director, gesagt, man verkaufe kosmetische Items bei Borderlands 3.

Es gibt also doch Mikrotransaktionen im Spiel – aber nur für kosmetische Dinge und nicht so übertrieben.

Pitchford ist schon auf den Barrikaden über den Tweet.

Das rief Randy Pitchford sofort auf den Plan. Er regte sich unter dem Tweet über diese Darstellung auf.

Pitchford fühlt sich als Lügner dargestellt

Darüber regt sich Pitchford auf: Pitchford sagt, er hätte ja gesagt, es gebe kosmetische Items in Borderlands 3. Er meinte mit „Keine Mikrotransaktionen“ eigentlich, dass es keine Lootboxen und keine Premiumwährung gibt. Diese seien nicht in Borderlands 3.

Doch die Gemüter beruhigten sich rasch, nachdem der Chefredakteur von Game Informer eingelenkt hatte.

Nach diesem Tweet von Game Informer Chefredakteur Andy McNamara beruhigte sich die Lage.

Auf seinem eigenen Twitter-Account erklärte Pitchford dann seinen Standpunkt etwas ruhiger, nachdem er im ersten Momenten die Leute von Game Informer scharf angefaucht hatte.

Pitchford fühlt sich offenbar im falschen Licht dargestellt. Er hätte nicht gelogen.

Pitchford sagt: Er hätte erwartet, dass ihm und dem Team Beifall dafür geklatscht wird, dass sie bei AAA-Monetarisierung bei ihren Standards bleiben. Daher verletzte es ihn, dass ihm Unehrlichkeit vorgeworfen wird und dass sie hier vom Weg abgekommen wären.

Zum Ende seiner Ausführungen auf Twitter scheint Pitchford aber schon wieder versöhnlicher zu sein. Pitchford räumt sogar ein, dass seine Aussagen Raum ließen, um daraus eine Verwirrung entstehen zu lassen.

Das steckt dahinter: Es ist hier eine Diskrepanz zu erkennen zwischen dem, was Pitchford „wortwörtlich“ gesagt hat, und dem, was er meint:

  • Gesagt hat er: „Es gibt keine Mikrotransaktionen.“
  • Gemeint hat er: „Es gibt keine übertriebenen, bösen Pay2Win-Mikrotransaktionen – sondern nur kosmetische.“
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