Black Ops 4: Deshalb hat ein YouTuber sein positives Review gelöscht

Bei Call of Duty: Black Ops 4 hat Treyarch nach dem Launch Mikrotransaktionen eingeführt. Der YouTuber Skill Up hat daraufhin sein Review gelöscht. Seine Begründung: Das Spiel könne er nicht empfehlen.

Der YouTuber Skill Up hat in einem neuen Video erklärt, warum er sein „positives“ Review über Call of Duty: Black Ops 4 gelöscht hat.

Das sagte Skill Up vorher über Call of Duty Black Ops 4: Vor einigen Monaten hat Skill Up das neue Call of Duty getestet. Dieses Spiel habe er geliebt, sagt er im Nachhinein.

Nach Jahren, in denen sich bei CoD nichts getan habe, fühlte sich Black Ops 4 richtig frisch an.

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Skill Up lobte besonders:

  • eine überarbeitete Time-to-Kill
  • ein fast perfektes Map- und Klassen-Design
  • ein punktgenaues Gunplay, so wie man es von Call of Duty erwartet

Auch Kritiker hätten zähneknirschend zugegeben, dass dies ein gutes Call of Duty sei.

Skill Up war zufrieden mit seinem Review, sagt er. Er sei richtig froh für die Entwickler Treyarch gewesen, dass sie viel Arbeit in Black Ops 4 gesteckt hätten und sich das so ausgezahlt habe.

Nach seinem Review hätten sich engagierte Spiele-Entwickler bei ihm gemeldet und ihm gesagt, sie hätten Tränen in den Augen gehabt, dass sich ihre Arbeit in seinen Augen so ausgezahlt habe.

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Als stellen sie einem im Restaurant eine Serviette in Rechnung

Das sagt Skill Up nun: Laut Skill Up existiere das Black Ops 4, das er bewertet hat, nicht mehr.

Durch die Mikrotransaktionen und das Grinding, die nach dem Release eingeführt wurden, sei das jetzt ein anderes Spiel. Und eines, das er nicht mehr empfehlen könne.

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An sich habe er nichts gegen Mikrotransaktionen und habe die auch erwartet. Im speziellen Fall von Black Ops 4 seien die aber einfach zu „gierig.“ Immerhin brauche man 200 bis 300 Stunden, um den Inhalt eines Battle-Passes freizuschalten.

Open-Dot-CoD

Neben dem Grundspiel zum Vollpreis und einem kostenpflichtigen Season-Pass auch noch auf Mikrotransaktionen einzuführen, geht Skill Up zu weit.

Das Fass zum Überlaufen brachte der „einzelne rote Punkt“, der für 1$ verkauft wurde. Er sei darüber so angewidert gewesen, dass er sein Review-Video einfach gelöscht habe. Das sei so, als setze ein Restaurant einem den Strohhalm oder eine Serviette in Rechnung.

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Veränderter Release-Prozess ist das Problem

Das sei das Problem: Laut Skill Up seien Publisher clever geworden: Sie wüssten, dass Tester die Mikrotransaktionen negativ bewerten. Deshalb bringen sie diese erst, wenn der Test-Prozess abgeschlossen sei. Er nennt Publisher „sneaky“, also hinterhältig.

Sie kämen erst nach dem „Ende des Bewertungs-Zyklus“  mit den Mikrotransaktionen, um die Ecke, damit sie eine negative Kritik dafür vermeiden. Wenn der Metacritic-Score schon hoch wäre, rückten Publisher mit Mikrotransaktionen an, um die Kunden zu melken.

Die einzige Option, die Skill Up für sich sieht, um auf diese Politik zu antworten, sei es, sein Video zu löschen.

So reagieren die Spieler: Skill Up bekommt für seine Entscheidung viel Lob unter dem Video und auf reddit. Viele Spieler teilen die Kritik. Black Ops 4 sei zwar ein tolles Spiel, die Mikrotransaktionen werden aber scharf kritisiert.

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