Verdammt, der Multiplayer von Baldur’s Gate 3 ist richtig gut!

Das Rollenspiel Baldur’s Gate 3 ist aktuell im Early Access und bietet schon da die Möglichkeit, die Story auch im Koop mit bis zu vier Spielern zu zocken. MeinMMO-Autor Benedict Grothaus hat zusammen mit Redakteurin Leya Jankowski und Autor Benedikt Schlotmann gezockt und alle sind hellauf begeistert von der Erfahrung.

Baldur’s Gate 3 ist aktuell im Early Access, der dritte Teil einer legendären Reihe, die es schon seit den 90ern gibt und die eine treue Fanbase aufweist. Nach der Ankündigung von Baldur’s Gate 3 im Juni 2019 freuen sich diese Fans nun auf einen neuen Teil und haben offenbar etliche weitere Gamer mit ihrem Hype angesteckt. 

Entwickelt wird Baldur’s Gate 3 von Larian, einem belgischen Studio, das vor allem für seine Divinity-Reihe bekannt geworden ist. Das hat unter Fans von Baldur’s Gate für Skepsis gesorgt, da die Befürchtung im Raum stand, dass Teil 3 zu sehr wie Divinity: Original Sin werden könnte. Die ersten 2000 Reviews auf Steam sind jedoch „sehr positiv“.

Tatsächlich spielen sich die Spiele sehr ähnlich – Was den Spielspaß allerdings keinen Abbruch tut. Leya, Benedikt und ich haben alle schon solo gezockt und uns dann gemeinsam ins Abenteuer gestürzt. Die gemeinsame Session über knapp 4 Stunden war bereits voller lustiger Situationen und wir haben uns vorgenommen, öfter zusammen zu spielen.

Baldurs Gate 3 Multiplayer Gruppenfoto
Ein Gruppenfoto unserer Charaktere. Wessen Blut das ist? Nun, manchmal sollten Magier besser schweigen …

Was ist Baldur’s Gate 3 überhaupt?

Darum geht es im Spiel: Die „Baldur’s Gate“-Reihe ist eine Videospiel-Umsetzung des berühmten Pen-and-Paper-Regelwerks Dungeons and Dragons. Sie spielt an der Schwertküste, einem der Gebiete der Welt, und erzählt die Geschichte der namensgebenden Stadt Baldur’s Gate.

Die Spieler übernehmen dabei die Rolle eines Abenteurers. Im dritten Teil werden wir Opfer eines Angriffs der Gedankenschinder („Mindflayer“), die uns entführen, um uns ihre Larven in den Kopf zu setzen. Das ist ihre Art der Fortpflanzung, denn nach einigen Tagen soll uns die Larve selbst in einen Schinder verwandeln.

Die Story ist in verschiedene Akte aufgeteilt, von der im Early Access aktuell der erste Akt gespielt werden kann. Weitere Akte folgen. Das Spiel wird noch mindestens ein Jahr lang (also etwa bis Oktober 2021) entwickelt.

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Wie spielt es sich? Gespielt wird in einer isometrischen Perspektive, also „schräg von oben“, wobei die Kamera jederzeit auch nah ans Spielgeschehen herangezoomt werden kann. Hauptinhalt des Spiels ist die umfassende Story mit vielen einzigartigen Charakteren, die alle mit persönlicher Geschichte und einer entsprechenden Tiefe daherkommen.

Im Moment gibt es sechs Klassen zur Auswahl, wobei noch sechs weitere kommen sollen. Kämpfe laufen, wie im zugrundelegenden Tabletop, rundenbasiert ab. Wer die höchste Initiative hat, beginnt mit seinen Aktionen und dann geht es reihum weiter, bis eine Partei ausgelöscht wurde. Im Review zum Early Access von der GameStar bekommt ihr einen etwas tieferen Einblick in Baldur’s Gate 3:

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Koop macht Laune – Mit den richtigen Spielern

Wie funktioniert das Koop? Baldur’s Gate 3 ist ein gruppenbasiertes Rollenspiel und kann entweder alleine mit drei weiteren NPCs oder in einer Gruppe aus bis zu vier Spielern gespielt werden. Beide Male spielt ihr dabei die Story, nur eben solo oder mit Freunden.

Um im Koop zu starten, wählt ihr im Hauptmenü einfach die Option „Mehrspieler“. Dort könnt ihr dann die Lobbys durchsuchen und entweder offenen beitreten, denen eurer Freunde oder eigene erschaffen. Alternativ könnt ihr Freunden die Server-ID schicken, damit sie direkt beitreten können.

Baldurs Gate 3 Multiplayer Menü
Im Menü könnt ihr etwa einstellen, wie viele Spieler mitspielen können und wer beitreten darf.

Sobald die Lobby eröffnet ist, startet ihr das Spiel wie regulär auch. Jeder erschafft sich seinen Charakter mit seiner bevorzugten Klasse, Rasse und Fähigkeiten und sobald alle bereit sind, startet die Story mit den gleichen Sequenzen, wie sie auch das Solo-Spiel bietet.

Ihr könnt Freunde sogar dazu einladen, eurem Solo-Spiel beizutreten. Sie bekommen dann einen der NPCs zugewiesen, die euch begleiten und können diesen kontrollieren. Auf diese Weise könnt ihr auch gespeicherte Koop-Runden wiederaufnehmen. 

Darauf solltet ihr achten: Wenn ihr gemeinsam spielt, habt ihr zwar ein getrenntes Inventar, könnt euch aber jederzeit Dinge zuschieben oder wegnehmen. Jeder hat also seine eigenen Gewichts-Grenzen, aber jeder hat Zugriff auf und Einsicht in die Beute der anderen. Einfach klauen oder ninjalooten ist also nicht drin.

Baldurs Gate 3 Multiplayer Inventar
Im Inventar könnt ihr lustig hin und her schieben. Ärgert doch mal den Magier mit einer 100 Pfund schweren Truhe!

Der Koop-Modus erfordert außerdem deutlich mehr Koordination als das Solo-Spiel. In Kämpfen solltet ihr euch gut absprechen, wer welche Gegner übernimmt oder klar kommunizieren, wenn ihr Hilfe benötigt.

Eine Funktion, um Gegner oder Positionen auf der Karte zu markieren, gibt es (noch) nicht. Die Option dafür, oder genauer: der Hotkey, ist zwar schon integriert, funktioniert aktuell anscheinend aber noch nicht.

Achtet bei der Wahl eurer Mitspieler also darauf, dass ihr alle etwa gleichmäßig chaotisch seid, also dass keiner deutlich mehr (oder weniger) Unfug anstellt als die anderen. Sonst kann es wirklich anstrengend werden.

… und dann warf sie mir Käse ins Gesicht

Was aus meiner Sicht zu solchen Spielen und insbesondere zu D&D dazugehört, ist der Unfug, den man beim Spielen betreibt. Seien das Witze oder irgendwelche komischen Situationen, die aus der Dynamik der Gruppe heraus entstehen.

Solo ist Baldur’s Gate 3 eher ernst, folgt einer düsteren Story und als Spieler versuche ich, mich meinem Charakter entsprechend zu verhalten. Im Koop kann es dann schon mal vorkommen, dass die Spieler … kreativer werden.

Wir haben etwa ein wenig mit den Funktionen herumgespielt, die wir normalerweise nicht nutzen würden. Werfen etwa, was im Spiel sonst kaum vorkommt. Wann sollte man schon einmal etwas aus dem Inventar werfen und dafür Aktionen verbrauchen?

Baldurs Gate 3 Multiplayer Kiste
Selbst Kisten und Leichen können geworfen werden, wenn ihr genügend Stärke habt.

Während einer kurzen Pause allerdings kam Leya auf die Idee, Käse zu werfen. Unsere Erkenntnis: Ja, es geht und ja, es macht Schaden. Gar nicht so wenig übrigens. Wir haben uns dann 10 Minuten lang mit verschiedenen Dingen beworfen, bis einer von uns von einer riesigen Kiste fast getötet wurde, ehe wir dann doch lieber „normal“ weitergemacht haben.

Schabernack ist nicht umsonst!

Einer der Gründe, warum man Solo selten so etwas ausprobiert, ist die geringe Verfügbarkeit von Zaubern. Die meisten Zauber kosten Zauberplätze. Die sind nur begrenzt verfügbar und füllen sich erst nach einer langen Rast wieder auf. Ihr müsst also mit ihne haushalten und euch gut überlegen, welche Zauber ihr wann einsetzt.

Da man nun nicht ständig rasten will, probiert man eher selten aus, was passiert, wenn man Zauber auf Verbündete wirkt oder miteinander kombiniert. Im Koop kamen wir aber häufiger dazu, teilweise auch aus Versehen.

Baldurs Gate 3 Multiplayer lange Rast
Eine „lange Rast“ macht ihr im Lager und beendet damit den Tag. Das füllt auch eure Zauberplätze wieder auf.

Diese Mechanik ist allerdings auch zugleich eine gute Grenze: Da ihr nicht unbegrenzt Möglichkeiten für Unfug zur Verfügung habt, stören solche Späße die Dynamik nicht unbedingt. Schließlich will niemand all seine Zauberplätze ausgeben, nur um Regen auf seine Freunde zu wirken und dann völlig „nackt“ in einen Kampf stolpern, oder?

Wie unterscheidet sich Koop vom Solo-Spiel?

Das ist anders: Der wohl größte Unterschied vom Koop- zum Solo-Spiel ist, dass nur ein Spieler die Dialoge führt. Sobald er mit einem NPC spricht, können die anderen nur noch zuhören und die Szene beobachten.

Bei den Antworten, die gegeben werden, können die Zuhörer dann zwar für ihren Favoriten abstimmen, aber der sprechende Spieler entscheidet ultimativ alleine, was er nun sagt.

Baldurs Gate 3 Multiplayer Gespräch
Jeder hat Mitsprachrecht, aber einer entscheidet.

Das Spiel selbst wird am Anfang etwas leichter, weil ihr früher eine volle Gruppe habt. Grundsätzlich passt sich der Schwierigkeitsgrad aber nicht an die Spielerzahl an. Anzahl und Stärke der Gegner ist in Solo- und Koop-Spiel identisch.

In Kämpfen habt ihr im Koop selbst weniger Kontrolle über das Geschehen, weil ihr nicht wie ein Kommandant vier eurer Soldaten befehligt, sondern nur euch selbst. Das erfordert mehr Absprache und etwas mehr taktisches Geschick, ist aber mindestens genauso interessant.

Das ist besser: Aus meiner Sicht sind die Kämpfe auf diese Weise sogar spannender. Denn ihr könnt nicht mehr befehlen, welcher Charakter was macht, sondern müsst darauf vertrauen, dass ein vorher abgesprochener Plan auch funktioniert.

Baldurs Gate 3 Multiplayer Kampf CLose
Kämpfe sind weder schwerer, noch leichter, sondern einfach anders. Und sehen von Nahem richtig schick aus.

Das heißt aber auch, dass ihr euch schneller an ungeplante Situationen anpassen müsst. Eine solche Situation durch ein kleines Missgeschick ist uns beim Spielen etwa passiert.

Benedikt und ich spielen jeweils einen Nahkämpfer, Leya eine Magierin. Bei einem Angriff hat sie einen Gegner anvisiert, an dem wir beiden Melees standen, was allerdings zu einem milden Chaos geführt hat. Das lief in etwa so ab:

Leya: „Ups! Sorry!“
Benedikt: „Was denn?“
Ein Froststrahl trifft den Gegner und eine Eisfläche entsteht um ihn herum.
Der Gegner, Benedict und Benedikt müssen einen Rettungswurf ablegen.
Benedikt und der Gegner schaffen ihn nicht, rutschen aus und sind für die Runde betäubt.
Benedikt: „Na toll …“
Benedict: „Haha!“
Baldurs Gate 3 Multiplayer Ray of Frost
Diese Eis-Fläche hätte fast in einem Desaster geendet.

Das ist schlechter: Wie bereits erwähnt, gibt es (noch) keine Pings oder sie sind gut versteckt. Das bedeutet, dass ihr euch mit Beschreibungen wie: „Der Goblin hier vor mir“ oder „Der kleine Teufel oben auf dem Berg rechts von der Treppe“ verständigen müsst.

Das ist zwar authentisch, aber etwas umständlich und wer mit den anderen nicht im Voice sitzt, hat echte Probleme bei der Kommunikation.

Dazu kommt, dass die Story generell etwas kürzer kommt als Solo. Denn nur einer spricht mit den wichtigen Charakteren und trifft die Entscheidungen. Wenn ihr währenddessen etwas anderes macht oder wenn der Sprecher einfach alle Szenen überspringt, geht vieles verloren.

Baldur’s Gate ist im Koop wie eine chaotische D&D-Runde

Grundsätzlich spielt sich der Koop-Modus wie eine Runde D&D mit den gleichen Regeln wie die 5. Edition und dem gleichen Unterhaltungswert wie ein Spiel am Tisch mit Freunden. Selbst das Herumblödeln ist implementiert, nur ohne einen Spielleiter, der euch fragt: „Willst du das WIRKLICH tun?“

Sowohl die Charaktere selbst, als auch wie ihr mit der Welt und den anderen interagiert, sind sehr nah am echten Pen and Paper. Das macht Baldur’s Gate 3 zu einer optimalen Erfahrung für D&D-Fans, die aus aktuellen Anlässen nicht mit ihrer Gruppe spielen können oder Neulingen, die sich das System einmal ansehen wollen.

Baldurs Gate 3 Charaktererstellung
Das Spiel eignet sich herovrragend für den Einstieg in D&D. Die Charaktererstellung führt euch durch die wichtigsten Werte und Fähigkeiten eures Charakters.
Baldurs Gate 3 Würfel
Dieser „W20“, der zwanzigseitige Würfel, ist ein wichtiges Instrument im Spiel. Im Multiplayer seht ihr ihn aber in dieser Form eher selten.

Großes Manko: Einen „Spielleiter“-Modus wie in Divinity: Original Sin 2 gibt es aktuell nicht. In dem war es möglich, dass ein Spielleiter die Story für seine Gruppe erzählt und ihnen entsprechend Kämpfe vorsetzt. Ob ein solcher Modus auch in Baldur’s Gate 3 kommt, wissen wir noch nicht.

Euch sind also prinzipiell weniger Grenzen gesetzt, da es keinen „Gott“ gibt, der die Story diktiert. Ihr solltet nur darauf achten, dass das Maß an Chaos nicht überhand nimmt, sonst wird das Spiel irgendwann unspielbar oder eurer Gruppe langweilig.

Das spricht dafür und dagegen Baldur’s Gate 3 in der Gruppe zu spielen:

Pro
  • taktischere Kämpfe als im Solo-Modus
  • richtiges D&D-Gefühl in der Gruppe
  • mehr Optionen bei der Gruppen-Zusammenstellung
  • geteiltes Inventar erlaubt einen „Packesel“-Spieler und verhindert Dieberei
Contra
  • die Story geht etwas unter
  • aktuell fehlende Convenience-Features wie Pings
  • im Moment keine eigenen Storys möglich

Baldur’s Gate lohnt sich im Koop, wenn eure Gruppe stimmt

Abschließend ist zu sagen, dass ihr Baldur’s Gate 3 am besten mit einer Gruppe spielt, bei der sich alle über ihre Ziele einig sind. Ihr solltet zum Beispiel:

  • Alle an der Story interessiert sein und gemeinsam Entscheidungen treffen
  • oder alle das Gameplay mögen und euch möglichst taktisch absprechen, um Kämpfe optimal zu meistern

Wie wichtig euch die jeweiligen Inhalte sind, ist nicht so relevant, wie die Homogenität in der Gruppe. Solange jeder in etwa gleich viel Wert auf Story und Gameplay legt, sind lustige Runden gewiss – Ganz wie im Pen and Paper auch.

Abschließend ist allerdings zu sagen, dass sich Baldur’s Gate 3 noch immer in der Entwicklung befindet und ein Vollpreis-Titel ist. Wer also die vollständige Spielerfahrung will, sollte unbedingt bis zum Release warten.

Wer aber jetzt schon mit seinen Freunden testen will, wie sich D&D als Videospiel anfühlt, der kann getrost zugreifen, denn teurer wird das Spiel zum Release nicht mehr. Nur auf Bugfixes und weitere Akte müsst ihr dann eben warten. Die Kollegen der GameStar erklären genau, was ihr im Early Access für euer Geld bekommt.

Ein Muss für D&D-Fans

Für mich als eingefleischten D&D-Fan ist Baldur’s Gate 3 im Moment das Spiel, auf das ich mich am meisten freue. Ich habe zwar die Vorgänger nicht gespielt, bin aber Anhänger von Dragon Age und Divinity. Das rundenbasierte System von Baldur’s Gate 3 ist für mich deswegen optimal.

Besonders der Koop erinnert mich an die D&D-Abende mit meinen Freunden, die ich dank Corona aktuell kaum bis gar nicht mehr wahrnehmen kann. Dynamiken in der Gruppe und Eigenheiten der Charaktere lassen sich wunderbar übernehmen, wenn auch in einem Videospiel aus meiner Sicht etwas weniger intensiv wie im Rollenspiel am Tisch.

Meine größte Kritik ist das Fehlen eines Spielleiter-Modus. Pen and Paper ist mein größtes Hobby und ich hoffe stark, dass Baldur’s Gate in Zukunft eine Möglichkeit bietet, eigene Geschichten zu schreiben und zu spielen.

fragt meinmmo benedict

Benedict Grothaus
Freier Autor bei MeinMMO und riesiger D&D-Fan

Selten so viel Spaß im Multiplayer gehabt

Ich habe Baldur’s Gate 1 & 2 mittlerweile über 600 Stunden gespielt, doch selten hatte ich solchen Spaß mit dem Multiplayer. Was in Baldur’s Gate 1&2 trocken und veraltet war, ist hier geschickt gelöst: Das Design ist gelungen, vieles kommt mir Veteranen bekannt vor und die Illithiden wirken immer noch mächtig stark. Larian hat eine tolle Grundlage für ein gutes Spiel geschaffen. Der Multiplayer läuft rund und macht großen Spaß mit Freunden.

Unterschiede gibt es aber. Wo Baldur’s Gate 1&2 auf 6 Helden setzte, bietet Teil 3 nur noch 4. Im Multiplayer fällt diese Begrenzung auf vier Charaktere nicht ins Gewicht, wie das langfristig im Singleplayer aussieht, ist noch eine andere Frage. Schade ist ebenfalls, dass es nur das rundenbasierte System gibt. Spiele wie Pathfinder: Kingmaker und Neverwinter Nights 2 machen vor, dass es auch anders geht.

Einen echten Spielleiter-Modus wie Benedict vermisse ich aber nicht. Schon in Sword Coast Legends fand ich diesen sehr aufgesetzt. Was ich mir stattdessen wünschen würde, ist ein guter Mod-Support. Mit der “Infinty Engine” sind großartige Fan-Inhalte entstanden, ein Grund warum ich die alten Spiele bis heute spiele.

fragt meinmmo benedikt

Benedikt Schlotmann
Freier Autor bei MeinMMO und Anhänger von „Baldur’s Gate“

In der Gruppe so viel cooler als alleine

Vor gut zwei Jahren bin ich für meinen jetzigen Job aus Holland nach München gezogen. Meine D&D-Gruppe, mit der ich mich über 5 Jahre immer wieder ins Tabletop-Abenteuer stürzte, blieb in Holland zurück. Seitdem habe ich kein Dungeons and Dragons mehr gespielt. Als ich mit Benedikt und Benedict zusammen einen Dungeon räumte, habe ich erst gemerkt wie sehr mir das eigentlich fehlt.

Baldur’s Gate 3 gibt mir in der Gruppe definitiv das Gefühl von D&D, in dem ich mit einem verrückten Haufen ein großes Abenteuer erlebe. Der Verlauf des Abenteuers hängt so oft an nur einem Wurf des Würfels. Das hat Larian wirklich gut umgesetzt und hält sich sowohl im Combat als auch in der Spielwelt an die Regeln des Würfels.
Vor unserer gemeinsamen Session habe ich Baldur’s Gate 3 alleine für einige Stunden gespielt – und ja, alleine bekommt man mehr von der Story mit. Aber meinem Abenteuer fehlt etwas ohne andere Menschen. Immerhin bringen sie mich auf Wege, die ich alleine nicht gegangen wäre und das ist immer wieder spannend, sorgt für Lacher, für Diskussionen und macht alles ein Stück lebendiger.

Leya von MeinMMO

Leya Jankowski
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Khorneflakes

Gibt es eig genau so viele Bugs und cheese Möglichkeiten wie in Divinity oder Divinity 2?
Weiß das zufällig einer? Wir überlegen nämlich auch es uns zu holen aber es ist einfach ein EA und dafür 60€ zu verlangen, wenn man weiß, wie verbuggt die Larian Spiele sind ist einfach frech.

Leya Jankowski

Es sind auf jeden Fall Bugs vorhanden und es ist jetzt die aller erste Early-Access-Version. Wenn dich das arg stört, würde ich an deiner Stelle dann lieber noch etwas warten und gucken, wie es dann in späteren oder sogar in der Vollversion aussieht ^^

TNB

Du weißt wohl nicht was Early Access bedeutet. Natürlich gibt es Bugs, das liegt in der Natur vom Early Access. Das hat auch nichts mich frech zu tun, sondern du entscheidest selber ob du auf den Release wartest oder schon unfertige verbuggte Spiele im EA spielen willst.
Und keiner weiß wie verbuggt Larian Spiele sind, da sie zum Release und spätestens die Definitive Editions so gut wie bugfrei sind.

Khorneflakes

Unterstell mir doch nicht so ein geschwurbel, ich hab genug EA-Spiele gespielt.
Early Access ist einfach Schmutz der Neuzeit, jeder meint seine Idee in Geld verwandeln zu wollen und da kommt mehr als oft genug scheiße bei raus, wortwörtlich.

Und keiner weiß wie verbuggt Larian Spiele sind, da sie zum Release und spätestens die Definitive Editions so gut wie bugfrei sind.

Du hast wohl noch nie ein Larian Game gespielt, dass Definitive Edition im Namen hat, ich vor 2 Monaten erst die Definitive Edition und oh boy konntest du die Systeme ausnutzen.

diesel

wer weiß schon was davon wirklich Bugs waren und nicht von deiner Unzufriedenheit zeugte

Khorneflakes

Divinity 2 DE war geil, keine Frage, wir hatten auch ordentlich spaß mit einigen Fehlern aber ganz ehrlich, das darf eig. nicht JAHREN eines fertigen Spiels nicht sein und das man ganze Systeme wie den Diebstahl exploiten kann ist auch ein no go.

Butcher

Ja, Baldurs Gate 3 ist noch ziemlich unfertig. Wer nur zocken will, wer sich nicht für das Drumherum und die Entwicklung interessiert, sollte bitte das offizielle Release abwarten. Das Early Access-Label wurde nicht ohne Grund gewählt, das ist keine dieser sog. Public Betas, die manche Publisher kurz vor Release starten, um mehr Hype zu generieren. BG3 befindet sich zwar in der Schlussphase der Entwicklung, das erste Kapitel ist vollständig und alle Mechaniken sind implementiert, aber, oh Boy, es sind noch jede Menge Fehler zu beheben.

60€ für einen Prolog der dann auch noch eine Menge Bugs beinhaltet ist schon hart an der Grenze. Sollte dieses Modell, Vollpreis im EA Erfolg haben, seht uns Spielern eine schwarze Zukunft ins Haus.

Es gibt einfach zu viele Menge Gameplay-Bugs. Manchmal lassen sich Gegner, die sich auf einer höheren oder niedrigeren Ebene wie das attackierende Party-Mitglied befinden, schwerlich auswählen, weil der Maus-Cursor eine dezent andere Vorstellung darüber hat, wo sich der Gegner befindet, als das Auge des Spielers. Stirbt ein Party-Mitglied im Kampf, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass es sich nicht mit Ressurections-Scrolls wiederbeleben lässt, weil das Spiel scheinbar der festen Überzeugung ist, dass der am Boden liegende Char sich ausserhalb der Levelgeometrie befindet und somit nicht erreicht werden kann. Und so weiter, und so fort.

Man kann schön zusehen, wie Texturen und ganze Modelle aufpoppen und diverse Level-of-Detail-Stufen durchlaufen. Immer wieder legt das Spiel während des normalen Gameplay-Betriebes und in Ingame-Cutscenes Denkpausen ein, bis alle nötigen Daten in den RAM, bzw. VRAM der Graphikkarte geschaufelt wurden. Mitunter nehmen Figuren die Default-Position (aufrechte Stehposition, Arme rechts und links ausgestreckt) ein, weil ihr Modell zwar schon geladen wurde, aber noch Animationsdaten fehlen. Ob dies daran liegt, dass das Daten-Streaming einfach noch nicht optimiert ist oder ob man grundsätzlich eine schnelle SSD mit M.2-Anschluss benötigt, lässt sich derzeit noch nicht sagen. Auf jeden Fall hilft es die Texturenauflösung stark zu reduzieren. „Flüssig“ ist es deswegen immer noch nicht, aber es wird spielbarer. Bis mich dann unvermittelt, *puff*, der Desktop begrüßt. Ok, das wird mühselig …

Zuletzt bearbeitet vor 6 Tagen von Butcher
Khorneflakes

Vielen Dank für diese ausführliche Antwort, wenigstens einer, abseits von Leya der hier mal nicht schwurbelt.
Und echt schade, dass man dich deshalb downvotet, irgendwer scheint hier richtig unzufrieden zu sein.
Das Spiel ist also wirklich nur seine 30€ Wert im momentanen Zustand, wenn überhaupt.

Zuletzt bearbeitet vor 6 Tagen von Khorneflakes
Butcher

Und echt schade, dass man dich deshalb downvotet

Ach das ist doch völlig egal. Die Downvotes haben keinen Zweck, keinen Hintergrund und zeigen eigentlich nur wie verkackt die MeinMMO Community eigentlich ist. Ich als registrierter Member habe dadurch keine Nachteile, weshalb man den Schwachsinn einfach ignorieren kann. Das Thema hatten wir gerade auch in einem anderen Thread. Toxische Leute, bleiben halt immer, toxische Leute.

Zuletzt bearbeitet vor 6 Tagen von Butcher
Irina Moritz

Das Thema hatten wir gerade auch in einem anderen Thread. Toxische Leute, bleiben halt immer, toxische Leute.

Du bezeichnest Leute, die dich downvoten als „toxisch“, nennst aber eine gesamte Community aufgrund von Downvotes „verkackt“. Du unterstellst anderen doch das, was du selbst machst, oder etwa nicht?

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