Star Citizen: Mit 3.0 so langsam auf dem Stand eines Early Access

Star Citizen ist ein riesiges Spieleprojekt. Viele Fans warten ungeduldig auf den Release. Hierzu hat sich Cloud-Imperium-Games-Gründer Chris Roberts jetzt geäußert.

Spielbar sind Teile von Star Citizen schon lange, doch ein wirkliches Spiel ist es noch nicht. Das soll sich laut Chris Roberts aber bald ändern. Denn er sieht, einem Interview mit Eurogamer zufolge, die für diesen Herbst geplante Alpha 3.0 als so etwas wie eine Early-Access-Fassung an. Die Alpha 3.0 soll viele der Grundsysteme erstmals so vereinen, dass daraus ein Spiel entsteht. Hierzu gehört auch die Persistenz.

Alpha 3.0 ist quasi die Early-Access-Version

Alpha 3.0 ermöglicht es erstmals, das euer Status in der Spielwelt erhalten bleibt. Loggt ihr euch also beispielsweise nach einem Kampf aus dem Spiel aus, so ist euer Schiff noch beschädigt, wenn ihr weiterspielt. Items, die ihr irgendwo deponiert, könnt ihr dort auch wieder finden. Das ist ein großer Schritt für Star Citizen in Richtung MMO.

Die KI in Alpha 3.0 wird noch nicht den Stand haben, den sich die Entwickler wünschen und auch in Sachen Missionen bekommen die Spieler noch relativ einfache Dinge vorgesetzt. Prozedurale Piratenjagden, Itemlieferungen und Missionen, in denen ihr Körper auf einem Raumschiff identifizieren müsst. Zudem ist eine erste Version des Handelssystems integriert.

Von da an wird stetig neuer Content eingeführt. Es wird beispielsweise ab Version 3.1 möglich sein, Schiffe zu kaufen, Bergbau zu betreiben, Items zu reparieren und die Infrastruktur im Spiel zu erweitern.

Spiele-Entwicklung hat sich verändert

Chris Roberts erklärt auch, dass er damit bricht, wie Spiele früher entwickelt wurden. Früher hätte man im stillen Kämmerlein vor sich hin entwickelt und das Spiel dann in den Handel gebracht. Das wäre heute nicht mehr so. Spieler können von Anfang an dabei sein und die Entwicklung beeinflussen.

Selbst, wenn das Spiel einen Status erreicht hat, in dem alles enthalten ist, was man sich vorgenommen hat, geht die Entwicklung noch weiter. Es folgen Patches und Updates, neue Inhalte und Verbesserungen. Allerdings ist er sich auch im Klaren darüber, dass nicht jeder diesen neuen Entwicklungsprozess gut findet.

Spiele-Entwicklung ist unvorhersehbar

Seinen Kritiker sagt er, dass Spiele schon immer verschoben wurden. Selbst große Publisher wie EA oder Ubisoft kündigen Spiele an und halten sich nicht an den Releasetermin, sondern verschieben diesen immer wieder. Zudem würden manche Spiele auch einfach während der Entwicklung eingestellt werden. So sei das Games-Business einfach – es passieren unvorhergesehene Dinge.

Bei Star Citizen bekommen Spieler dies nur eben früher mit, weil sie bei anderen Titeln gar nicht in den Entwicklungsprozess eines Spiels involviert ist.

Zudem sind laut Roberts die meisten der Fans von Star Citizen glücklich. Er sieht die Zahlen. Die Zahlen derjenigen, die aktiv spielen und die im Forum posten. Natürlich gibt es auch die Kritiker und diejenigen, die besonders laut schreien, doch das sei immer nur ein extrem kleiner Bruchteil. Die meisten sind zufrieden und äußern sich einfach nicht.

Was das Crowdfunding angeht, so möchte er niemandem vorschreiben, wie viel Geld er ausgeben möchte. Für viele sei es einfach zu einem Hobby geworden, das Spiel zu unterstützen. Das gesamte Geld, das so eingenommen wird, fließt in das Spiel. Profit erwirtschaftet die Firma laut Roberts momentan nicht.

Weitere Artikel zu Star Citizen:

Star Citizen zeigt Faceware – glaubt, das ist eine „Gaming-Revolution“

Star Citizen verschiebt Alpha 3.0 – arbeitet fieberhaft daran